Willow-Creek-Leitungskongress 2008

Gestern ging der Willow-Creek-Leitungskongress 2008 in Oberhausen zu Ende und schon findet sich auf der Willow-Creek-Deutschland-Website eine Berichterstattung mit Fotos. So kann ich mich auf einen sehr kurzen Kommentar zu diesem Kongress beschränken.

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Wie geht es 2008 weiter?

Für 2008 haben sich ja bereits ein paar interessante Neuigkeiten angekündigt:

Die deutsche Übersetzung der Septuaginta (Altes Testament der ersten Christen) soll nach einigen Verzögerungen im Februar 2008 erscheinen. Auch die Fertigstellung des Neuen Testaments inkl. der Psalmen der „Neuen Genfer Übersetzung“ wurde für 2008 angekündigt. Auf www.bibleserver.com gibt es bereits die Online-Version.

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Überarbeitung der Projekt-Kirche-Website

Endlich bin ich mit meiner Projekt-Kirche-Website ein gutes Stück vorangekommen. Viele Seiten habe ich überarbeiten bzw. ergänzen können.

So ist die Seite über „Lehre“ jetzt auf einem Stand, mit dem man schon was anfangen kann. Auch wenn immer noch viel fehlt. Aber ich bin froh, dass ich zumindest schon mal aufzeigen konnte, wohin ich mit dem „Projekt Kirche“ gehen will.

Jetzt hoffe ich natürlich noch auch auf viele hilfreiche Kommentare und konstruktiver Kritik.

Schön wäre natürlich auch noch aktive Mitarbeiter zu haben. Schließlich war das „Projekt Kirche“ noch nie dazu gedacht, lediglich „mein Ding“ zu sein, sondern eine Plattform zum Austausch und Nutzen für viele ernsthafte Christen bzw. ernsthaft am Glauben Interessierte.

Lenny ist da!

Gott hat uns heute mit einem gesunden Sohn und einer schnellen Geburt gesegnet.

Lennart kam heute mittag mit einem recht stattlichen Gewicht von 3,9kg zur Welt.

Connie und ich freuen uns sehr!

Und Paul hat jetzt endlich einen Bruder und Spielkameraden…

Kip’s Comeback in Deutschland

Am 28. Februar 2007 hat die Internationale Gemeinde Christi Berlin bekanntgegeben, dass sich eine zu Kip McKean’s Bewegung gehörende „International Christian Church“ in Berlin formiert. Damit würde Kip McKean und seine Anhänger früher als vermutet wieder zurück nach Deutschland finden.

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Irdisches oder geistliches Denken?

Am letzten Sonntag habe ich eine sehr gute und tiefgründige Predigt in einer freien Gemeinde bei uns um die Ecke anhören können. Es ging um „irdisches“ und „geistliches“ Denken.

Wir Christen sollten ja eigentlich in der Lage sein, nicht nur die irdischen (physischen, d.h. anfassbaren) Dinge zu beurteilen, sondern auch die geistlichen (unsichtbaren) Dinge, die zu Gottes Welt gehören.

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Einigkeit und Recht und Freiheit

Einigkeit und Recht und Freiheit“ sind Worte aus der deutschen Nationalhymne. Sie beschreiben, was sich viele Deutsche lange Zeit gewünscht hatten.

Die Freiheit und das Recht bzw. Gerechtigkeit kam nach dem Ende des Dritten Reiches, die Einigkeit 1990 mit der deutschen Wiedervereinigung.

Auch im Christentum sehnen sich viele nach Einigkeit und Recht und Freiheit. Nach einem einigen Christentum, in dem Gottes Recht u. Gerechtigkeit herrscht, aber auch die Freiheit, die Gott uns Christen in Jesus schenkt.

Wie können wir diese 3 Ziele erreichen und was bremst uns eigentlich so sehr?

Die Einigkeit wird oft aufgrund einseitiger Rechthaberei und gegenseitigem mangelnden Verständnis blockiert.

Das Recht wird oft durch selbsternannte Propheten und autoritäre Leiter niedergedrückt.

Und die Freiheit lassen wir uns teilweise durch engstirnige und „gesetzliche“ Dogmatiker mit mangelnder Liebe rauben.

Natürlich ist das Ganze viel komplexer. Das „Recht Gottes“ kann z.B. auch in der entgegengesetzten Richtung durch mangelnden Respekt vor Gottes Wort außer Kraft gesetzt werden. Z.B. wenn Sünde nicht mehr ernst genommen bzw. relativiert wird. Dies entsteht oft da, wo die Gnade Gottes nicht verstanden wird. Aus Angst vor Strafe diskutiert man dann lieber ein paar von Gottes Geboten weg. Ein Bremsklotz bzgl. der Einigkeit der Christen ist auch oft unsere eigene Vergangheit. Unsere schlechten Erfahrungen, unsere Verletzungen. Wo Vertrauen zerstört und nicht wieder aufgebaut werden konnte, da ist keine wirkliche Einigkeit möglich.

Ich wünsche mir persönlich, dass wir Christen wieder den Mut aufbringen, dass Einigkeit und Recht und Freiheit nicht nur möglich, sondern auch von Gott geboten sind.

Interessante Gedanken und Thesen hierzu sind übrigens im Buch „The Jesus Proposal“ zu finden.

Es ist soweit…

Mittlerweile hat meine Website einen ausreichenden Reifegrad erreicht (was Struktur, Layout und Inhalt angeht), so dass man jetzt gut darauf aufbauen kann.

Aber natürlich ist das erst der Anfang. Ich muss noch eine Menge Material in die Website für das Projekt Kirche einbauen. Ideen hätte ich genug, aber es braucht eben auch ziemlich viel Zeit. Vor allem, da ich das Ganze ja noch alleine mache.

So hoffe ich, dass Gott mir noch ein paar Mitstreiter schenkt, so dass das Projekt wachsen und konkretere Formen annehmen kann.

Es brennt…

Heute nachmittag kam auf einmal die Feuerwehr bei uns vorbei und hielt ein paar Häuser weiter. Wir rätselten was da wohl los sei und dachten zuerst an eine Panne beim Grillen. Immerhin war heute ein wunderschöner Frühlingstag. Nachdem wir gerade Besuch hatten, machten wir uns keine weiteren Gedanken.

Als jedoch immer mehr Feuerwehrfahrzeuge anrückten und sich das Ganze direkt vor unseren Augen vom Balkon beobachtbar abspielte, wurden wir immer neugieriger. Wir wollten aber eigentlich nicht nach draußen und dort vorbeigehen wie typische Schaulustige.

Als wir bzw. ich es gar nicht mehr aushielt, ging ich zu unserem meist gut informierten Nachbarn hinunter und fragte ihn, was da los sei. Er sagte mir, dass es sich um einen Wohnungsbrand handelte. Ich ging sogleich nach oben und benachrichtigte meine Frau. Endlich konnten wir unsere Neugier befriedigen.

Da sagte meine Frau zu mir: "Eigentlich sollten wir für die Menschen dort beten, oder?". Ich schämte mich richtig wie selbstbezogen ich gewesen war. Statt Mitgefühl für die Betroffenen zu haben und für sie zu beten, ging es mir hauptsächlich um meine Neugier und sah das Ganze eher als eine willkommene Abwechslung in unserem eher langweiligen Wohnviertel an.

Und ich musste mal wieder feststellen, dass ich immer noch viel zu wenig für andere bete, obwohl ich als Christ dadurch doch so viel helfen könnte.

Neue Männer braucht das Land

Heute haben Connie und ich uns mit Freunden zum Singen, Bibellesen und zur Diskussion getroffen. Es ging um das Thema, ob der Heilige Geist tatsächlich eine göttliche Person ist und angebetet werden will und soll. Eine nicht ganz so offensichtliche Sache, da man hier erstmal klären muss, was eine Person eigentlich ist bzw. was man darunter versteht.

Viele christliche Kirchen haben in ihrem Glaubensbekenntnis ihre Überzeugung dargelegt, dass sie an die Dreieinigkeit, an einen dreieinigen persönlichen Gott mit Gott, dem Vater, Jesus, dem Sohn und den Heiligen Geist glauben. Wieviele ihrer Mitglieder haben sich tatsächlich mal gefragt, ob sie das auch glauben bzw. was dieser Glaubenssatz für sie eigentlich bedeutet? Drei göttliche Personen und doch nur ein Gott?

Auch wenn ich persönlich an einen dreieinigen Gott glaube, der wie eine Sonne Seinen Sohn als Sonnenstrahl auf die Erde sandte und Seinen Heiligen Geist wie die Wärme der Sonne in das Innerste der Christen ausgießt, würde ich meine eigene Vorstellung von Gott nicht als Glaubensgrundsatz einer ganzen Gemeinde aufzwingen wollen. Wichtiger ist mir dabei, dass man den klaren biblischen Aussagen über Gott Vertrauen und Glauben schenkt. Dass Gott sich in der Geschichte der Menschheit als Vater, Sohn und durch das Wirken des Heiligen Geistes offenbart (d.h. gezeigt) hat, ist wohl unumstritten. Das ist in der Bibel klar und unmissverständlich. Alles andere übersteigt entweder unser Vorstellungsvermögen (wer kann Gott schon in Seiner Gesamtheit wirklich begreifen) oder ist Spekulation. Da bleibe ich doch lieber bei "meinem" einfachen apostolischen Glaubensbekenntnis.

Aber was mir bei unserem heutigen Treffen mal wieder aufgefallen ist, dass es unter den Christen anscheinend viel mehr Frauen als Männer gibt. Ich war bei unserem Treffen der einzige Mann. Die anderen vier waren Frauen. Ein Zufall?

Ich glaube, dass sich Männer allgemein schwerer tun mit dem Glauben. Mit Mannsein ist i.d.R. stark sein, überlegen sein, unabhängig sein verbunden oder es sind zumindest wichtige Ideale. Und im Christentum? Da muss der Mann erkennen, dass er eigentlich auch hilflos ist. Dass er Jesus Christus als seinen Retter braucht. Er muss eingestehen, dass er sein Leben nicht ohne Gott wirklich sinnvoll und gut leben kann. Und dass er es ohne Gott nicht in den Himmel schaffen wird. Er erkennt seine Abhängigkeit und Schwäche. Seine eigene Kraft reicht nicht wirklich für das Leben, das Gott für ihn angedacht hat. Also eigentlich kein wirklich attraktives Leben für einen Mann, oder?

Zudem kommt meines Erachtens, dass es an inspirierenden Männern in unseren christlichen Gemeinden mangelt. Frauen prägen oft das Gemeindeleben und manchmal sogar die Gemeindeleitung. Das hat nichts mit Frauenfeindlichkeit zu tun, sondern ich denke, dass Gott für den Mann eine besondere Rolle in der Gemeinde und im Leben allgemein vorgesehen hat. Ein Mann soll wie eine Frau eine tiefe Überzeugung im Glauben haben. Aber er soll auch leiten und Klarheit in die christliche Lehre bringen. Er soll mutig sein und Konflikte innerhalb und außerhalb der Gemeinde nicht scheuen. Er sollte ein Vorbild sein für die ganze Gemeinde. Mannsein im Christentum heißt nicht nur im Stillen zu beten, sondern auch präsent zu sein und für Gott im Leben klar einzustehen. Ich schließe mich nicht aus, wenn ich behaupte: Neue Männer braucht das Land!