Projekt Kirche

Gedanken und Projekte für eine erneuerte Kirche

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Der Pfarrgemeinderat als Weg zur Erneuerung

Mit diesem Beitrag möchte ich mich nur mal kurz aus meiner „Blogfastenpause“ zurückmelden.

Ich komme zur Zeit leider immer seltener dazu, an meinem Blog (und den vielen angefangenen und noch nicht abgeschlossenen Blogserien) zu arbeiten. Neben gesundheitlichen Problemen und meinem üblichen Berg von neu gekauften, aber noch nicht zu Ende gelesenen Büchern hält mich mittlerweile noch eine weitere Tätigkeit davon ab: ich wurde unlängst in meiner Wahlpfarrei Allerheiligen in den neuen Pfarrgemeinderat gewählt. Endlich mal wieder mehr Gemeindepraxis und nicht „nur“ Theorie auf meinen Blogs! 🙂

Noch dazu fühle ich mich im Pfarrgemeinderats-Team sehr wohl und die Befürchtung, dass in Pfarrgemeinderäten nur „Pfarrbürokraten“ sitzen hat sich glücklicherweise (zumindest in diesem Fall) nicht bewahrheitet. Ganz im Gegenteil, unser Pfarrgemeinderat ist m.E. eher unkonventionell und es liegt ihm ehrlich etwas daran, dass eine Pfarrgemeinde entsteht, wo der Glaube an Gott wirklich gelebt wird und man sich auch menschlich um einander kümmert. Wir wollen damit unseren Beitrag zur Erneuerung der (kath.) Kirche leisten. Ich bin schon gespannt wie sich das alles noch entwickeln wird…

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Blogfastenpause

Liebe Blogleser,

aus gegebenem Anlass (Gott war daran wohl nicht ganz unbeteiligt 😉 ) werde ich ab jetzt eine allgemeine Blogfastenpause einlegen.

D.h. ich werde während der Fastenzeit bis Ostern keine neuen Artikel mehr veröffentlichen und auch keine Kommentare mehr schreiben (sofern nicht jemand ein ganz dringendes Anliegen hat…).

Bis denne!

Stefan

Jeder von Gott geliebter Mensch muss leiden!

Jeder von Gott geliebter, als Sohn angenommener Mensch müsse leiden, sagt der Kirchenvater Johannes Chrysostomus, aber nicht jeder, der Leid erfährt ist immer auch ein „Gerechter“. Denn schließlich gäbe es auch Leid zur Strafe (vgl. hierzu auch den Artikel „Warum gibt es Leid in dieser Welt?„).

Diese Aussagen, die Johannes Chrysostomus zur folgender Bibelstelle in seiner „29. Homilie über den Brief an die Hebräer“ gemacht hat, haben mich innerlich stark berührt.

„Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er; er schlägt mit der Rute jeden Sohn, den er gern hat. 7 Haltet aus, wenn ihr gezüchtigt werdet. Gott behandelt euch wie Söhne. Denn wo ist ein Sohn, den sein Vater nicht züchtigt? 8 Würdet ihr nicht gezüchtigt, wie es doch bisher allen ergangen ist, dann wäret ihr nicht wirklich seine Kinder, ihr wäret nicht seine Söhne.“ (Heb 12,6-8/EÜ)

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Neue Diskussion über die Taufe

In den letzten Tagen ist auf den Blogs meiner geschätzten christlichen Bloggerkollegen Dirk und Bento wieder eine sehr rege Diskussion über die Taufe aufgekommen (siehe „Warum nicht mehr in der Landeskirche?“ bzw. „Liebe zum Wort„). Dort habe ich nochmals die aus meiner Sicht wichtigsten Argumente für die Heilsbedeutung der Taufe angeführt bzw. kritische Gegenfragen gestellt.

Für mich persönlich ist die Tauffrage (Was bedeutet die Taufe bzw. ist die Taufe heilsnotwendig?) eine sehr wichtige und grundlegende Frage. Denn einerseits wird man nach meiner Ansicht erst durch die Taufe wirklich mit Jesus vereint und damit Christ (vgl. Röm 6) und andererseits haben unterschiedliche Lehrmeinungen zu wichtigen theologischen Fragen schon immer zu Kirchenspaltungen geführt (was natürlich das Einheitsgebot verletzt, vgl. Joh 17,20ff).

Natürlich ist die Taufe erst der Beginn des christlichen Lebens und ohne Glauben ist man (auch mit Taufe) geistlich tot. Aber ohne diese (einmalige) geistliche Wiedergeburt, kann man nach Jesu Worten eben nicht in das Reich Gottes gelangen (vgl. Joh 3,5).

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Ein herausforderndes Gebet von Thomas von Aquin

Auf „Evangelium Tag für Tag“ habe ich gerade den Kommentar des heutigen Evangeliums (bzgl. Mk 7,1-13) gelesen, der diesmal aus folgendem inspirierenden, aber auch herausfordernden Gebet von Thomas von Aquin (1225 – 1274 n.Chr., Dominikaner, Theologe und Kirchenlehrer) besteht:

„Dieses Volk ehrt mich bloß mit den Lippen, sein Herz aber hält es von mir fern“

Dass ich doch nichts begehrte, was außerhalb deiner ist!… Gib mir, dass ich mein Herz oft zu dir erhebe; dass ich, wenn ich schwach werde, mit Schmerzen die Schwere meiner Schuld abwäge und mit dem festen Vorsatz mich zu bessern. Gib mir, mein Herr und Gott, ein wachsames Herz, das kein wissensdurstiger Gedanke von dir wegziehen kann; ein edelgesinntes Herz, das keine verwerfliche Regung erniedrigt; ein aufrichtiges Herz, das keine zweideutige Absicht vom rechten Weg abbringt; ein festes Herz, das kein Missgeschick bricht; ein freies Herz, über das keine ungestüme Leidenschaft herrschen kann.

Schenke mir, mein Herr und Gott, einen Verstand, der dich erkennt; großen Eifer, der dich sucht; Weisheit, die dich findet; ein Leben, das dir gefällt; Beharrlichkeit, die zuversichtlich dich erwartet; Zuversicht, die am Ende von dir Besitz ergreift. Gewähre mir, dass ich in Bußfertigkeit von deinem Leiden tief betroffen werde; dass ich auf dem Weg zu dir in Gnade deine Wohltaten in Anspruch nehme; dass ich vor allem in der ewigen Heimat in Herrlichkeit mich deiner Freude erfreue. Du, der du Gott bist und lebst und herrschst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Wenn ich doch auch nur so beten könnte und würde…

Widersprüche in der Bibel (Teil 1)

In dieser Blogserie möchte ich auf (scheinbare) Widersprüche in der Bibel eingehen und wie man sie erklären und ggf. auflösen kann.

Vor einiger Zeit nun bin ich auf einen Artikel von jaasch auf CONTEXT 21 gestoßen mit dem Titel „Wa(h)re Weihnacht – eine kleine Entmythologisierung. 02„. Dort wird behauptet, dass Jesus nicht wirklich in einer Krippe eines Stalles, sondern in einem (normalen) Wohnhaus (jedoch mit integriertem Stall wie das damals üblich gewesen sei) geboren wurde.

Begründet wird dies damit:

Dass eine reisende, “schwangere Familie” in einen Stall verfrachtet wurde, widerspricht nicht nur dem biblischen Bericht, sondern steht auch im krassen Widerspruch zur damaligen Kultur der Gastfreundschaft, in der man bereit war, nicht nur seinen Wohnraum, sondern auch “sein letztes Essen” mit einem Fremden zu teilen.

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Warum der Karneval katholisch ist…

… kann auf kathnews unter „Katholischer Karneval (inkl. Audio!)“ nachgelesen werden.

Passend hierzu kann ich übrigens das kleine Büchlein von Eckhard Bieger empfehlen: Die Feste im Kirchenjahr. Entstehung, Bedeutung, Brauchtum.

Warum gibt es Leid in dieser Welt?

Es ist für uns alle offensichtlich, dass das Leben nicht nur schön, sondern auch sehr schlimm sein kann. Und selbst, wenn man nicht selbst Leid erfährt, dann erschüttert einen doch immer wieder das Leid, das anderen widerfährt.

Warum gibt es Leid überhaupt in unserer Welt? Dass es von Menschen selbst verursachtes Leid gibt wie z.B. durch Kriege ist ja noch nachvollziehbar, aber warum müssen auch unschuldige Menschen (wie z.B. Kinder) leiden? Warum gibt es Krankheit, Hunger und Naturkatastrophen (wie zuletzt in Haiti)? Ist Gott doch nicht gut? Oder ist Gott nicht allmächtig? Warum lässt Gott dann das Leid zu? Hat das irgendeinen Sinn?

(Selbst) viele Christen wissen auf diese Fragen keine Antwort. Warum eigentlich? Steht darüber tatsächlich nichts in der Bibel? Oder gibt es bei „wirklich gläubigen“ Christen kein Leid mehr, so dass sich diese Frage für sie gar nicht mehr stellt? Sicherlich nicht.

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Über Entstehung und Sinn des Rosenkranzes

Der Rosenkranz bzw. das Rosenkranzgebet gilt ja als typisch katholisch (wobei ich mir nicht sicher bin, ob Luther nicht auch den Rosenkranz betete, da er ja nachweislich ein großer Marienverehrer war).

Ich selbst bin katholisch aufgewachsen, konnte aber mit dem Rosenkranzgebet nie wirklich etwas anfangen. Meist waren es ja „nur“ alte Frauen, die zum Rosenkranz-Gebet in die Kirche gingen oder den Rosenkranz in einer Kapelle für sich alleine beteten. Das monotone Aufsagen des Rosenkranzgebetes schreckte mich aber eher ab als dass es mich inspirierte. Die Rosenkranzkette selbst mit dem Kreuz daran und den vielen Perlen fand ich als kleiner Junge jedoch interessant. Benutzt habe ich ihn aber meines Wissens nie (zumindest nicht zu dem Zweck, für den er eigentlich gemacht war).

Als Neukatholik bin ich nun wieder mit diesem Thema konfrontiert und war ehrlich gesagt etwas erschreckt, dass (selbst) Scott Hahn, ein vom Calvinismus zum Katholizismus übergetretener, ehemals protestantischer (jetzt katholischer) Theologe den Rosenkranz betet und ihm dass offenbar auch wirklich was gibt (siehe sein Buch „Unser Weg nach Rom„).

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Neuer Blogname: Projekt Kirche

Mittlerweile finde ich ist es Zeit für eine Namensänderung meines Blogs. Deshalb heißt er nun statt „Stefan Schweizer’s WebLog“ nur noch „Projekt Kirche“. Denn das ist eigentlich auch mein Hauptanliegen. Nämlich dazu beizutragen, dass es mit der „Kirche“ vorangeht.

Mit „Kirche“ meine ich erstmal im ökumenischen Sinne die gesamte Christenheit, im Besonderen aber die (römisch-) katholische Kirche, der ich seit letztem Jahr (wieder) angehöre.

Mit „Projekt“ will ich einerseits das Gemeinschaftliche an dieser Arbeit betonen (denn die Kirche lässt sich nur gemeinsam aufbauen) und andererseits deutlich machen, dass man in diesem Leben nie zum endgültigen Ziel kommen wird (d.h. die Kirche bleibt immer irgendwie auch eine Baustelle, an und auf der gearbeitet werden muss).

Den Namen „Projekt Kirche“ habe ich zudem gewählt, da er das moderne Wort „Projekt“ mit dem traditionellen Begriff „Kirche“ verbindet. Denn ich denke, dass die Kirche heute sowohl modern (bzgl. ihres Erscheinungsbilds und ihrer „Methoden“, z.B. Menschen zu erreichen) als auch traditionell (bzgl. ihrer Lehre und Glaubenspraxis) sein muss.

Die dazugehörige Website findet Ihr übrigens (seit 2006) unter www.projekt-kirche.de.

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