Projekt Kirche Logo
Christliche Gemeinden

Links zu christlichen Gemeinden

Auf dieser Seite wird eine Auswahl christlicher Gemeinden vorgestellt, die ich (teilweise) persönlich kennen gelernt und mich als Christ geprägt oder inspiriert haben.

Sie stellen damit keine ausdrückliche Empfehlung dar, wobei ich jedoch denke, dass man von ihnen durchaus eine Menge lernen kann (Positives wie Negatives).

1. Gemeinden aus der amerikanischen Restaurationsbewegung

2. Evangelikale Gemeinden

3. Evangelische Gemeinden

4. Überkonfessionelle Gemeinden

5. Katholische Gemeinden


1) Hinweise zur Internationalen Gemeinde Christi:

Die internationalen Gemeinden Christi sind aus den traditionellen Gemeinden heraus entstanden, haben sich aber in den 1980’er Jahren von ihnen abgespalten und waren bzw. sind teilweise noch sehr umstritten (siehe z.B. Artikel “Über die ICC” auf RightCyberUp bzw. den offenen Brief ”Honest to God” (dt. Fassung) von Henry Kriete, der im Jahr 2003 Reformen in der ICOC in Gang gesetzt hat).
Ich persönlich distanziere mich ausdrücklich von den schädlichen Lehren2 und Praktiken3 der ICOC so wie sie damals verfolgt und teilweise heute noch nicht vollständig abgelegt wurden (siehe Links zu den kritischen Websites unten).
Ich möchte aber auch betonen, dass es signifikante Unterschiede zwischen und innerhalb der einzelnen Ortsgemeinden gab und gibt und das die meisten Mitglieder der ICOC-Gemeinden aus guter Motivation handelten und das heute noch tun. Dennoch gilt es die Verantwortung für begangene Fehler und deren Konsequenzen anzunehmen und die notwendigen Korrekturen vorzunehmen so wie ich das leider auch tun musste als ehemaliges Mitglied der ICOC.

Wichtige Einschränkung:

Die genannten Kritikpunkte treffen heute auf die Internationalen Gemeinden aufgrund von Reformbemühungen bei vielen Gemeinden nicht mehr oder nur noch teilweise zu. Die Folgen der schädlichen Lehren und Praktiken sind aber oft noch zu spüren (z.B. in der Denk- und Argumentationsweise).
Die ICOC hat und hatte auch viele Stärken (siehe z.B. Zehn gute Dinge über die ICC auf RightCyberUp), wahrscheinlich sogar mehr als Schwächen.
Da die Fehler meiner Ansicht nach jedoch so gravierend waren und ein Aufbau von gesunden christlichen Gemeinde verhinderten und zudem sehr lange Zeit nicht eingestanden und korrigiert wurden (mangelnde systembedingte Korrekturfähigkeit), reicht es eben nicht aus, auf die unbestrittenen Stärken der ICOC zu verweisen.
Nichtsdestotrotz sollte man von den guten Seiten der ICOC lernen. Das betrifft vor allem die Ernsthaftigkeit und Konsequenz im Glauben, das Bemühen um ein echtes geistliches Leben mit tiefgehenden geistlichen Freundschaften und die Kreativität in der Gestaltung von Veranstaltungen und Gottesdiensten etc.

Mittlerweile hat sich die zur ICOC gehörende “Gemeinde Christi Berlin” in einer Zwischenbilanz für die Jahre 2002-2007 ausdrücklich von den schädlichen ICOC-Lehren und Praktiken distanziert:  Was hat sich verändert? - Die Neuorientierung der Gemeinde Christi Berlin seit 2002 von Mirko Russo, 2007 (bzw. überarbeitete Version vom August 2008)

Anmerkungen zu den Hinweisen zur Internationalen Gemeinde Christi:

2) schädliche Lehren:

z.B. eine falsche Rettungslehre, bei der erstens das genaue (von der ICOC vorgegebene) Verständnis von Jüngerschaft und Taufe als rettungsnotwendig angesehen wird (nicht nur Glaube an Jesus als Sohn Gottes, Umkehr und als Folge die Taufe und Empfang des Hl. Geistes an sich), zweitens die Rettung durch Ausbleiben von geistlichen Früchten verloren werden kann (was soweit noch richtig ist), wobei jedoch als geistliche Frucht i.d.R. ausschließlich das persönliche “Jüngermachen” angesehen wird (was natürlich zu einem enormen Leistungsdruck führt) und drittens das Verlassen der Internationalen Gemeinde Christi grundsätzlich als das Verlassen von Gott und damit als Verlust der Rettung gedeutet wird (die ICOC hatte sich früher als die praktisch einzig “wahre” Gemeinde angesehen).
Über lange Zeit wurde zudem ein Bild von Gott gelehrt, der uns Menschen vorrangig als Sünder und nicht auch als seine geliebten Geschöpfe ansieht. Selbst gerettete Christen wurden kaum mehr als bloße “Werkzeuge” Gottes zur Evangelisation der Welt betrachtet und ihr Kind-Gottes-Status fast vollständig vernachlässigt. Durch eine starke Überbetonung der Sündhaftigkeit und Schlechtigkeit der Menschen in der Lehre entstand bei vielen Mitgliedern ein starkes Gefühl der Wertlosigkeit und oft auch ein gestörtes Selbstwertgefühl.

3) schädliche Praktiken:

z.B. ein falsches “der Zweck heiligt die Mittel”-Denken, das in Kombination mit starkem Leistungs-/ Ergebnisdruck und autoritärem Leitungsstil zu Unehrlichkeit, Täuschung, Manipulation und Konformitätszwang ohne echte Kritikfähigkeit führen kann (was im Fall der ICOC auch in weiten Teilen tatsächlich eintrat).
Zudem herrschte lange Zeit in der ICOC eine krankmachende Atmosphäre der Angst aufgrund häufiger direkter und indirekter Ermahnungen (in Predigten, in Kleingruppen oder auch im persönlichen Gespräch), um z.B. mangelnde Konformität oder Unterordnung in der Gemeinde vorzubeugen bzw. zu “korrigieren”. Das wurde zwar mit  der Bibel begründet, die Bibelstellen waren jedoch häufig in unzulässiger Weise (dem ursprünglichen Sinn widersprechend) ausgelegt worden.

4) Hinweise zu den “primitivistischen” Gemeinden:

Die von mir als “primitivistisch” bezeichneten Gemeinden (Bercot etc.) haben zwar nicht die gleichen historischen Wurzeln wie die Gemeinden aus der Restaurationsbewegung (Campbell/Stone etc.).
Dennoch ist der Grundgedanke der Gleiche: Das Lehren und Leben des Christentums wie es von den Aposteln verkündet und von den ersten Christen umgesetzt wurde. Eine Abkehr von allen menschlichen Traditionen und eine Rückkehr zum reinen Evangelium Jesu Christi über das Reich Gottes.
Die “primitivistischen” Gemeinden stützen sich vor allem auf die (einheitliche) Interpretation der Bibel der frühen Christen (apostolischen Väter) soweit sie auch von der Bibel direkt ableitbar ist.



   Kommentar senden

Hier geht es zum Haftungsausschluss für Links.

Letzte Änderung: 07.07.2009


Copyright 2006-2010 Projekt Kirche

co2freie_website_strato