Hilfsbedürftige
Auf dieser Seite geht es um die Hilfe für Bedürftige bzw. um bereits geplante/laufende Hilfsprojekte.
Jesus erklärte seinen Jüngern (=Schülern), was er als König am Tag des Gerichts zu seinen treuen Nachfolgern sagen wird:
Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.
Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?
Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.
(Mat 25,34-40, Einheitsübersetzung)
Der Jesuitenpater Alfred Delp schrieb um die Jahreswende 1944/1945 im NS-Gefängnis in Berlin-Tegel wenige Wochen vor Vollstreckung des NS-Todesurteils folgenden Text mit dem Titel “Das Schicksal der Kirchen”. (Frankfurt /Main 1947, z.Zt. mit dem Titel „Mit gefesselten Händen“ als 12. Aufl., Freiburg i. Br. 2007):
“Das Schicksal der Kirchen wird in der kommenden Zeit nicht von dem abhängen, was ihre Prälaten und führenden Instanzen an Klugheit, Gescheitheit, „politischen Fähigkeiten“ usw. aufbringen. Auch nicht von den „Positionen“, die sich Menschen aus ihrer Mitte erringen konnten. Das alles ist überholt. (...)
Von zwei Sachverhalten wird es abhängen, ob die Kirche noch einmal einen Weg zu diesen Menschen finden wird. Das eine gleich vorweg: Dies ist so selbstverständlich, dass ich es gar nicht weiter eigens aufzähle. Wenn die Kirchen der Menschheit noch einmal das Bild einer zankenden Christenheit zumuten, sind sie abgeschrieben. Wir sollen uns damit abfinden, die Spaltung als geschichtliches Schicksal zu tragen und zugleich als Kreuz. Von den heute Lebenden würde sie keiner noch einmal vollziehen. Und zugleich soll sie unsere dauernde Schmach und Schande sein, da wir nicht imstande waren, das Erbe Christi, seine Liebe, unzerrissen zu hüten.
Der eine Sachverhalt meint die Rückkehr der Kirchen in die „Diakonie“ in den Dienst der Menschheit. Und zwar in einen Dienst, den die Not der Menschheit bestimmt, nicht unser Geschmack oder das Consuetudinarium einer noch so bewährten kirchlichen Gemeinschaft.
„Der Menschensohn ist nicht gekommen, sich bedienen zu lassen, sondern zu dienen“ (Mk 10,45).
Man muss nur die verschiedenen Realitäten kirchlicher Existenz einmal unter dieses Gesetz rufen und an dieser Aussage messen und man weiß eigentlich genug. Es wird kein Mensch an die Botschaft vom Heil und vom Heiland glauben, solange wir uns nicht blutig geschunden haben im Dienste des physisch, psychisch, sozial, wirtschaftlich, sittlich oder sonst wie kranken Menschen. Der Mensch heute ist krank.(...)
Und der Mensch heute ist zugleich auf vielen Gebieten des Lebens ein überragender Könner geworden, der den Raum menschlicher Macht und Herrschaft sehr ausgeweitet hat. Er ist noch ganz benommen von diesem seinem neuen Können. Er spürt noch nicht manche innere Einbuße und Organverkümmerung, die er dafür eintauscht. Und er braucht sie auch anfangs noch gar nicht zu spüren. Vor allem aber: man braucht sie ihm nicht dauernd zu sagen und vorzuhalten. Eine kluge und weise Führung wird sie in Rechnung setzen, aber nicht dauernd davon reden. Dieser könnende und weltkluge Mensch ist sehr empfindlich gegen jede vermeintliche oder wirkliche Anmaßung.(...)
Rückkehr in die „Diakonie“ habe ich gesagt. Damit meine ich das Sich-Gesellen zum Menschen in allen seinen Situationen mit der Absicht, sie ihm meistern zu helfen, ohne anschließend irgendwo eine Spalte und Sparte auszufüllen. Damit meine ich das Nachgehen und Nachwandern auch in die äußersten Verlorenheiten und Verstiegenheiten des Menschen, um bei ihm zu sein genau und gerade dann, wenn ihn Verlorenheit und Verstiegenheit umgeben.
„Geht hinaus“ hat der Meister gesagt, und nicht: „Setzt euch hin und wartet, ob einer kommt.“
Damit meine ich die Sorge auch um den menschentümlichen Raum und die menschenwürdige Ordnung. Es hat keinen Sinn, mit einer Predigt- und Religionserlaubnis, mit einer Pfarrer- und Prälatenbesoldung zufrieden die Menschheit ihrem Schicksal zu überlassen. Damit meine ich die geistige Begegnung als echten Dialog, nicht als monologische Ansprache und monotone Quengelei.(...)”
Beim “Pojekt Kirche” möchten wir uns um Hilfsbedürftige u.a. auf folgende Weisen kümmern:
- durch Gespräche und Beratung
- durch Sachleistungen
- durch finanzielle Unterstützung
Zur Zeit ist für München erstmal eine verstärkte Unterstützung des christlichen Kinder- und Jugendwerks “Die Arche” e.V. geplant.
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Letzte Änderung: 01.06.2008
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