{"id":2880,"date":"2014-09-14T07:09:12","date_gmt":"2014-09-14T05:09:12","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.projekt-kirche.de\/?page_id=2880"},"modified":"2023-10-19T11:19:04","modified_gmt":"2023-10-19T09:19:04","slug":"mein-glaubensweg","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?page_id=2880","title":{"rendered":"Mein Glaubensweg"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"Mein Glaubensweg\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?page_id=2880\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div><p><strong>Oder warum ich wieder katholisch bin\u2026<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin 1968 in Stuttgart geboren. Das Dorf, in dem wir wohnten war eines der wenigen katholischen \u201eFlecken\u201c im protestantischen Umfeld. Da meine Eltern katholisch waren, bin auch ich katholisch aufgewachsen.<\/p>\n<p>Bereits als Kind habe ich den christlichen Glauben recht stark verinnerlicht. Meine Mutter war es vor allem, die mich im Glauben unterwies. Von ihr habe ich auch das (meiner Ansicht nach) au\u00dfergew\u00f6hnlich positive Bild von Gott als einen treuen Besch\u00fctzer, der sehr gn\u00e4dig und liebevoll ist (eben wie meine Mutter \ud83d\ude09 ).<\/p>\n<p>Als ich \u00e4lter und zudem selbstsicherer wurde (ich war fr\u00fcher recht \u00e4ngstlich) trat mein kindlicher Glaube an Gott jedoch mehr und mehr zur\u00fcck. Auch in meiner Familie wurde das \u201ezur Kirche gehen\u201c immer laxer genommen. Zugegebenerma\u00dfen fand ich die Gottesdienste oft auch nicht besonders interessant, auch wenn es f\u00fcr mich dennoch meist eine gute Zeit zur (R\u00fcck-)Besinnung auf Gott und auf das Wesentliche im Leben war.<\/p>\n<p><strong>Konversion zu einer freien christlichen Gemeinde<\/strong><\/p>\n<p>Nach meinem Studium der Elektrotechnik bin ich dann nach M\u00fcnchen gezogen und habe dort Leute aus einer freien christlichen Gemeinde kennen gelernt. Mich faszinierte ihre Ernsthaftigkeit im Glauben, ihre Bibelkenntnisse und wie sie ihren Glauben in ihr allt\u00e4gliches Leben einbezogen. Das hatte mir in der katholischen Kirche gefehlt.<br \/>\nAuch wenn einige Dinge mir recht sektenhaft vorkamen, entschloss ich mich nach einigem Ringen und Gebet, mich in dieser Gemeinde nochmals &#8211; vermeintlich \u201erichtig\u201c &#8211; als Erwachsener taufen zu lassen.<\/p>\n<p>Ich habe in dieser freien Gemeinde sehr viel erfahren, was es hei\u00dft, ganz praktisch im Alltag den Glauben an Jesus Christus zu leben. Noch dazu habe ich meine jetzige Frau Connie dort kennen gelernt, die urspr\u00fcnglich auch katholisch war, aber erst durch diese Gemeinde wirklich gl\u00e4ubig wurde.<\/p>\n<p><strong>Austritt aus der freien christlichen Gemeinde<\/strong><\/p>\n<p>Nach einigen Jahren haben wir dann jedoch diese Gemeinde wieder verlassen. Denn es hatten sich leider meine damaligen Vermutungen best\u00e4tigt, dass dort theologisch und bzgl. der Praxis einiges nicht stimmte. Vor allem musste ich erfahren, dass nicht wenige der dortigen Leiter (vor allem au\u00dferhalb Deutschlands) doch nicht ganz so ehrlich waren (was die Dinge \u201ehinter den Kulissen\u201c anging) wie sie vorgaben. Viele Kritiker der Gemeinde wurden verleumdet und ihre berechtigte Kritik nicht wirklich ernst genommen oder ganz einfach vertuscht.<\/p>\n<p><strong>Suche nach der wahren christlichen Lehre<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem Austritt aus unserer damaligen Gemeinde, mussten wir \u00fcberlegen wie es weiter gehen sollte. Unsere alte Gemeinde war sehr elit\u00e4r und lehrte, dass wir praktisch die einzig wahren Christen seien und der Rest der Christenheit weitgehend verloren w\u00e4re. Wo sollten wir jetzt hin gehen?<\/p>\n<p>Ich fing an, nochmals alle Lehren unserer alten Gemeinde in der Bibel und mithilfe von verschiedenen Bibelkommentaren, Lexika und Internetrecherchen zu pr\u00fcfen. Eine der Fragen war, ob die christliche Taufe rettungsnotwendig sei (was ja viele der evangelikalen christlichen Gemeinden verneinen). Ich kam schlie\u00dflich zum ern\u00fcchternden Schluss, dass es mit der Bibel allein sehr schwer war, eine ganz sichere (d.h. unanfechtbare) Aussage hierzu zu machen. Es gab eben auch eine Menge nicht ganz eindeutig interpretierbare Stellen in der Bibel. Mit anderen christlichen Lehren war es leider \u00e4hnlich.<\/p>\n<p><strong>David Bercot<\/strong><\/p>\n<p>Dann stie\u00df ich auf die B\u00fccher und Vortr\u00e4ge von <a title=\"davidbercot.com\" href=\"http:\/\/davidbercot.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">David Bercot<\/a>, einem ehemaligen Zeuge Jehovas, der eine ganz \u00e4hnliche Geschichte hinter sich hatte. Auch er wollte pr\u00fcfen, welche christlichen Lehren und Praktiken eigentlich richtig seien. Denn auch er war von seiner ehemaligen christlichen Gemeinschaft in vielen Punkten falsch gelehrt worden. Er befasste sich mit den Schriften der ersten Christen, um herauszufinden, wie diese die Bibel verstanden und was sie lehrten und wie sie lebten. Das machte in meinen Augen Sinn, denn schlie\u00dflich waren die fr\u00fchen Christen zeitlich viel n\u00e4her am Ursprung der Lehre Jesu und der Apostel. Jetzt wurde mir Vieles klarer.<\/p>\n<p><strong>Erkenntnisse \u00fcber die Bibel<\/strong><\/p>\n<p>Nach und nach wurde mir bewusst, dass die Bibel ganz offensichtlich nicht als reines Lehrbuch von Gott gegeben wurde (dazu war es in vielen Punkten m.E. viel zu unklar \u2013 zumindest f\u00fcr mich), sondern als Best\u00e4tigung der \u201ewahren christlichen Lehre\u201c, die zun\u00e4chst m\u00fcndlich verk\u00fcndet wurde. Ich stellte fest, dass man mit der Bibel allein zu unterschiedlichsten Auffassungen \u00fcber die christlichen Lehren und Praktiken kommen kann. Selbst wenn man wirklich ehrlich und offen nach der Wahrheit sucht.<\/p>\n<p><strong>Suche nach der &#8220;wahren&#8221; christlichen Gemeinde<\/strong><\/p>\n<p>Das Problem, dass ich nun aber hatte war, dass ich keine christliche Gemeinde finden konnte (zumindest nicht in Deutschland), die genau dies lehrte und lebte, was die ersten Christen lehrten und lebten. So glaubte ich zwar (weiterhin), dass die christliche Taufe heilsnotwendig sei wie z.B. auch die evangelische und katholische Kirche, lehnte aber diese wegen ihrer Oberfl\u00e4chlichkeit in der christlichen Erziehung der Gl\u00e4ubigen und ihren Sakramentalismus ab. Vor allem glaubte ich, dass die S\u00e4uglingstaufe ung\u00fcltig sei, da ja ein S\u00e4ugling noch vollkommen unschuldig ist und zudem nicht den rettungsnotwendigen Glauben haben kann.<\/p>\n<p>Connie und ich besuchten in der Zwischenzeit verschiedene freie christliche Gemeinden (u.a. eine Baptistengemeinde und eine FeG), fanden aber auch dort nicht wirklich unser geistliches Zuhause.<\/p>\n<p><strong>Theologische Recherchen<\/strong><\/p>\n<p>Ich las weiterhin Unmengen an B\u00fcchern verschiedenster christlicher Konfessionen, um mir klar zu werden, was ich selbst und mit meiner Familie leben und was ich dann auch anderen lehren wollte. Die aus meiner Sicht besten B\u00fccher stellte ich irgendwann auf meiner (damaligen) Website zusammen, einerseits f\u00fcr mich selbst, aber auch f\u00fcr andere, die sich daf\u00fcr interessierten (ein kleiner Teil findet sich heute noch unter <a href=\"http:\/\/www.projekt-kirche.de\/?page_id=2549\">Ressourcen<\/a>).<\/p>\n<p><strong>Theologische Diskussionen im Internet<\/strong><\/p>\n<p>Auf der Suche nach \u201emeiner Gemeinde\u201c stie\u00df ich im Internet auf einige interessante Blogs von verschiedenen Christen und jungen Pastoren. Einerseits inspirierten mich die Diskussionen mit ihnen, andererseits stellte ich aber auch fest, dass \u2013 aus meiner Sicht \u2013 eine Menge falscher Lehren verbreitet wurden (nicht unbedingt aus b\u00f6ser Absicht, sondern meist wohl aus Unwissenheit). Und es war i.d.R. auch nicht m\u00f6glich, dass man wirklich irgendwie was dagegen unternehmen konnte. Schlie\u00dflich hat ja jeder ein Recht auf seine eigene Meinung und im freikirchlichen Bereich lehnt man ja auch jeder Art von \u00fcbergemeindlicher Lehrautorit\u00e4t ab.<br \/>\nDer Glaube der protestantischen Christen, dass jeder die Bibel selbst auslegen darf und soll \u2013 im Gegensatz zur katholischen Kirche &#8211; f\u00fchrt zwangsl\u00e4ufig zu einer Flut von sich widersprechenden Lehren.<\/p>\n<p><strong>Die fehlende Einheit der christlichen Konfessionen<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich stimmen die meisten freikirchlichen Christen in den Grundlagen des christlichen Glaubens \u00fcberein (dem apostolischen Glaubensbekenntnis), aber auf mehr k\u00f6nnen sie sich i.d.R. nicht einigen. Auf diese Weise ist nat\u00fcrlich keine wirkliche Einheit der Christen zu erreichen, die Jesus ja eigentlich geboten hatte. Irgendwie f\u00fchlte ich mich in diesem Durcheinander von Gott auch ein wenig im Stich gelassen.<br \/>\nWo war denn nun seine Kirche?<br \/>\nMuss jetzt jeder sich alles (was die christliche Lehre betrifft) selbst nochmals erarbeiten?<br \/>\nMuss es wirklich immer mehr neue Gemeinden als Alternative zu den bestehenden (und teilweise \u201everkrusteten\u201c) Gemeinden geben?<\/p>\n<p>Dass sich viele Gemeinden immerhin nicht als die einzig wahre Kirche ansahen, sondern lediglich als ein Teil der \u201eunsichtbaren\u201c Kirche war nur ein schwacher Trost. Denn eine wirkliche Zusammenarbeit (in Liebe, Lehre und Erziehung) wie es zumindest in der Anfangszeit der Kirche war, gibt es m.E. nicht wirklich.<\/p>\n<p><strong>Eine Katholikin mit tiefen \u00dcberzeugungen<\/strong><\/p>\n<p>Schlie\u00dflich lernte ich \u00fcber die Bloggerei im Internet eine Katholikin kennen, die mich dadurch \u00fcberraschte, dass sie sowohl sehr gute Bibelkenntnisse als auch \u2013 aus meiner Sicht \u2013 sehr vern\u00fcnftige Ansichten bzgl. des christlichen Glaubens und Lebens hatte. Ihre Ausdrucksweise war zwar erstaunlich jugendlich und direkt (und damit zumindest sehr gut verst\u00e4ndlich), ihre Ansichten jedoch sehr weise. Sie stach mit ihren guten Kommentaren regelrecht aus den teilweise wirklich verquerten Meinungen der anderen christlichen Blogger heraus. Mit der Zeit stellte ich fest, dass wir sehr \u00e4hnliche \u00dcberzeugungen hatten, was die christliche Lehre betraf, wie sie umzusetzen sei und wie man andere Lehrmeinungen beurteilen sollte. Das hatte ich noch nie erlebt: ein Katholik bzw. in diesem Fall eine Katholikin, die sehr tiefe \u00dcberzeugungen hat, sehr ernsthaft im Glauben ist und ihren Glauben zu verteidigen wusste.<\/p>\n<p><strong>Die katholische Kirche und die S\u00e4uglingstaufe<\/strong><\/p>\n<p>Das und eine zweite Sache war der Anlass warum ich mich <a title=\"Warum ich mich mit dem katholischen Glauben besch\u00e4ftige\" href=\"http:\/\/blog.projekt-kirche.de\/?p=586\">wieder ernsthaft mit dem katholischen Glauben und der katholischen Kirche befasste<\/a>.<br \/>\nIch hatte mich n\u00e4mlich zu dieser Zeit nebenher mit der Frage besch\u00e4ftigt, wann und wie die S\u00e4uglingstaufe entstanden ist. Ich hatte mir alle hierzu verf\u00fcgbare fundierte Literatur besorgt (was nicht sehr viel war, da es leider nicht so viel wirklich gutes Material gibt, das einigerma\u00dfen objektiv ist).<\/p>\n<p>Zu meinem Erstaunen stellte ich nach meinem Studium fest, dass entgegen der landl\u00e4ufigen Meinung, die Praxis der S\u00e4uglingstaufe schon sehr fr\u00fch aus den historischen Dokumenten nachweisbar ist (ca. 2.\/3.Jh. n. Chr.). Was aber noch viel verbl\u00fcffender war ist, dass es gegen diese Praxis so gut wie keinen Protest gab. Entweder hatten bereits die damaligen Christen schon keine Ahnung mehr von den grundlegenden christlichen Lehren oder sie waren allesamt feige oder vollkommen verblendet. In einer solchen wichtigen Sache darf man sich doch als Christ nicht irren, oder? Noch \u201eschlimmer\u201c: einer der &#8220;Kirchenv\u00e4ter&#8221; (Origenes) behauptete sogar, dass die Kindertaufe von den Aposteln geboten wurde. War das eine blo\u00dfe Erfindung oder steht in der Bibel tats\u00e4chlich nicht alles drin, was wir als Christen f\u00fcr das praktische Christenleben ben\u00f6tigen?<\/p>\n<p><strong>Katholische Webseiten<\/strong><\/p>\n<p>Um meine Geschichte etwas abzuk\u00fcrzen:<br \/>\nIch stie\u00df kurze Zeit darauf bei meinen Internetrecherchen auf einige sehr interessante katholische Webseiten, die den katholischen Glauben biblisch und von den Schriften der Kirchenv\u00e4ter zu belegen versuchten. Aus meiner Sicht gelang ihnen das auch sehr gut. Schlie\u00dflich entdeckte ich auf der Suche nach deutschen katholischen Webseiten auch die von <a title=\"www.katholisch-leben.org\" href=\"http:\/\/www.katholisch-leben.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Robert Gollwitzer<\/a> und bekam von ihm u.a. einige sehr gute (und wichtige) B\u00fcchertipps.<\/p>\n<p><strong>Katholische Apologeten<\/strong><\/p>\n<p>Ich fing an, alle m\u00f6glichen B\u00fccher amerikanischer katholischen Apologeten zu lesen. Die meisten von ihnen sind vom Protestantismus zum katholischen Glauben konvertiert. Aus diesem Grund waren ihre B\u00fccher auch sehr gut verst\u00e4ndlich f\u00fcr mich. Schlie\u00dflich musste ich mit Erstaunen feststellen wie biblisch fundiert die (offizielle) Lehre der katholischen Kirche ist. Ich begann den Katechismus der katholischen Kirche zu lesen und kann nur sagen, dass ich selten ein so gutes und weises Buch \u00fcber die christliche Lehre gefunden habe wie dieses.<\/p>\n<p><strong>Re-Konversion zur katholischen Kirche<\/strong><\/p>\n<p>Nach vielen Gespr\u00e4chen mit Connie und der Teilnahme an einem katholischen Glaubenskurs lie\u00dfen wir uns schlie\u00dflich im April 2009 wieder in die katholische Kirche aufnehmen.<\/p>\n<p><strong>Zum Schluss<\/strong><\/p>\n<p>Ich glaube, dass ich ohne die Lekt\u00fcre der Schriften der fr\u00fchen Christen (der Apostolischen V\u00e4ter, der Kirchenv\u00e4ter und -lehrer) nicht wieder in die katholische Kirche zur\u00fcckgekehrt w\u00e4re. Denn ich musste feststellen, dass es kaum vorbildlichere Christen mit besseren Bibelkenntnissen und vor allem Bibelverst\u00e4ndnis gab als sie.<br \/>\nSie haben mir gezeigt, dass die fr\u00fche katholische Kirche nicht einfach allgemein korrupt war oder die Bisch\u00f6fe alle keine Ahnung von der Bibel gehabt h\u00e4tten (wie das oft so in protestantischen Kreisen f\u00e4lschlicherweise dargestellt wird). Ich lernte also den Kirchenv\u00e4tern zu vertrauen. Das war der entscheidende Punkt.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gab es in der gesamten Kirchengeschichte eine Menge Missst\u00e4nde und auch Verdorbenheit bei vielen Christen (auch Bisch\u00f6fen und P\u00e4psten). Aber irgendwie hat Gott immer wieder f\u00fcr Menschen gesorgt, die verhinderten, dass die Kirche in ihrer Gesamtheit (dauerhaft) lehrm\u00e4\u00dfig als auch moralisch vollkommen zugrunde ging.<\/p>\n<p>Als \u201eWieder-Katholik\u201c beginnt f\u00fcr mich ein neuer Abschnitt in meinem Leben als Christ. Meine bisherigen Erfahrungen in protestantischen Freikirchen waren nicht umsonst. Ganz im Gegenteil. Sie waren sehr wichtig f\u00fcr mich. Ohne sie w\u00e4re ich wohl nie so tief in den christlichen Glauben eingestiegen. Dort habe ich wichtige Grundlagen und die praktischer Umsetzung des Glaubens kennengelernt. In der kath. Kirche habe ich jedoch einen neuen Reichtum und eine ungeahnte Tiefe des Glaubens entdeckt (der leider in der katholischen Kirche sehr gut versteckt wird).<br \/>\nJetzt geht es mir darum, die St\u00e4rken beider christlicher \u201eLager\u201c miteinander zu verbinden, um meinen Teil zur F\u00f6rderung und Wiederherstellung der von Jesus gebotenen Einheit der Christen beizutragen, damit das Evangelium nicht nur \u00fcberall verk\u00fcndet, sondern auch gelebt wird.<\/p>\n<p><strong>Nachtrag von meiner Frau<\/strong><\/p>\n<p>Nun muss ich (Connie) auch noch meine Anmerkungen dazu schreiben.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich waren neben den Tatsachen, die Stefan herausgefunden hat, noch zwei Dinge ausschlaggebend: Ein gro\u00dfer Konfliktpunkt zwischen den evangelikalen Leuten und uns war immer wieder die \u201eTauffrage\u201c. Aus meinem Bibelverst\u00e4ndnis heraus war die Taufe der Moment, wo man den heiligen Geist empfangen darf und somit versiegelt und zu Gott geh\u00f6rig ist, d.h. man darf auch in Ewigkeit mit ihm leben. F\u00fcr die evangelikale Seite ist die Taufe nur ein Symbol, was letztlich nicht zur Rettung beitrug. Damit wird man meiner Meinung nach der Bedeutung der Taufe nicht gerecht. Hier kann ich mich in der Position der kath. Kirche sehr viel besser wieder finden.<\/p>\n<p>Mittlerweile kann ich auch die Praxis der S\u00e4uglingstaufe nachvollziehen. Diese Praxis unterst\u00fctzt sogar die Ansicht der Evangelikalen und der Protestanten, dass es dem \u201eeigenen Werk\u201c der Taufe nicht bedarf, da ja die Eltern die Entscheidung f\u00fcr das Kind treffen. Somit ist die Taufe ein Geschenk Gottes, zudem man nichts beitragen kann und sie beinhaltet den Moment der Versiegelung und Rettung.<\/p>\n<p>Das andere, was mich in der Entscheidung f\u00fcr die kath. Kirche best\u00e4rkt hat, ist man h\u00f6re und staune: unser Papst Benedikt. Nachdem ich zwei B\u00fccher von ihm gelesen habe, kann ich die katholische Lehre sehr viel besser nachvollziehen und bin au\u00dferdem tief beeindruckt von der Weisheit, der Weitsichtigkeit und auch der Demut dieses Mannes.<\/p>\n<p>(M\u00fcnchen, 25. Mai 2009)<\/p>\n<hr \/>\n<p>Und hier noch ein paar weitere pers\u00f6nliche Informationen \u00fcber mich (Stefan) in einem Interview auf EWTN aus dem Jahr 2022\/2023:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/vimeopro.com\/ewtn\/gott-erlebt\/video\/828570747\">EWTN &#8211; Gott erlebt &#8211; Folge 3<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oder warum ich wieder katholisch bin\u2026 Ich bin 1968 in Stuttgart geboren. Das Dorf, in dem wir wohnten war eines der wenigen katholischen \u201eFlecken\u201c im protestantischen Umfeld. Da meine Eltern katholisch waren, bin auch ich katholisch aufgewachsen. 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