{"id":3402,"date":"2015-01-09T21:08:38","date_gmt":"2015-01-09T20:08:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.projekt-kirche.de\/?page_id=3402"},"modified":"2022-05-01T11:29:40","modified_gmt":"2022-05-01T09:29:40","slug":"kirchenvaeterzitate","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?page_id=3402","title":{"rendered":"Kirchenv\u00e4ter"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"Kirchenv\u00e4ter\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?page_id=3402\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div><h2>Literatur zu den Kirchenv\u00e4tern<\/h2>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/bkv.unifr.ch\/de\">Bibliothek der Kirchenv\u00e4ter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"_wp_link_placeholder\" data-wplink-edit=\"true\">Texte der Kirchenv\u00e4ter (vergriffen)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herder.de\/theologie-pastoral-shop\/theologie-der-kirchenvaeter-ebook-(pdf)\/c-37\/p-7114\/\">Theologie der Kirchenv\u00e4ter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/archive.org\/details\/kingdomofgodinw00herr\">The kingdom of God in the writings of the Fathers<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h2 class=\"Standard-Blocksatz\">\u00dcber die Kircheneinheit<\/h2>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Iren%C3%A4us_von_Lyon\">Iren\u00e4us von Lyon (ca. 135 &#8211; 202 n.Chr.):<\/a><br \/>\n(Bischof in Lugdunum in Gallien, heute <a href=\"http:\/\/maps.google.de\/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=lyon+frankreich&amp;ie=UTF8&amp;ll=46.800059,5.141602&amp;spn=11.581086,27.246094&amp;t=p&amp;z=5&amp;msa=0&amp;msid=103763259662194171141.000001119b4522f7b23c6\">Lyon\/Frankreich<\/a>)<\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>\u201cRichten wird er auch die, welche Spaltungen verursachen. Leer von Gottesliebe, schauen sie auf den eigenen Nutzen, aber nicht auf die Einsicht der Kirche, wegen kleiner und nichtiger Ursachen zerschneiden sie den gro\u00dfen und herrlichen Leib Christi in St\u00fccke und m\u00f6chten ihn, so viel an ihnen liegt, t\u00f6ten. Sie sagen Friede und machen Krieg, seihen die M\u00fccken und verschlingen das Kamel [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Matth%C3%A4us23%2C24\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mt 23,24<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Blinde F\u00fchrer seid ihr: Ihr siebt M\u00fccken aus und verschluckt Kamele.\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>]. Denn nimmermehr k\u00f6nnen sie irgend eine Besserung bewerkstelligen, die so gro\u00df ist wie der Schaden eines Schismas.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Richten wird er auch alle, die au\u00dferhalb der Wahrheit, d.h. au\u00dferhalb der Kirche, sind. Er selbst aber wird von niemand gerichtet werden. Denn alles ist bei ihm wohlbegr\u00fcndet: ein vollst\u00e4ndiger Glaube an den einen allm\u00e4chtigen Gott, aus dem alles ist; ein festes Vertrauen auf Jesus Christus, den Sohn Gottes, unseren Herrn, durch den alles ist, und an seine F\u00fcrsorge, durch die der Mensch zum Sohne Gottes wurde, und an den Geist Gottes, der die Erkenntnis der Wahrheit verleiht und die F\u00fcrsorge des Vaters und des Sohnes darlegt, kraft deren er nach dem Willen des Vaters dem Menschengeschlecht beistand.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Die wahre Gnosis ist die Lehre der Apostel und das alte Lehrgeb\u00e4ude der Kirche f\u00fcr die ganze Welt. Den Leib Christi erkennt man an der Nachfolge der Bisch\u00f6fe, denen die Apostel die gesamte Kirche \u00fcbergeben haben. Hier sind die Schriften in treuer \u00dcberlieferung bewahrt; nichts ist hinzugetan, nichts ist fortgenommen. Hier werden sie unverf\u00e4lscht verlesen und gesetzm\u00e4\u00dfig, sorgf\u00e4ltig, gefahrlos und gottesf\u00fcrchtig erkl\u00e4rt. Hier ist vor allem das Geschenk der Liebe, das kostbarer ist als die Erkenntnis, ruhmvoller als die Prophetengabe, vortrefflicher als alle \u00fcbrigen Charismen.\u201d<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><a href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/bkv\/kapitel707-6.htm\">(aus \u201cBibliothek der Kirchenv\u00e4ter\u201d, Iren\u00e4us von Lyon: Gegen die H\u00e4resien, 4. Buch, 33.Kap.,7-8)<\/a><\/p>\n<hr id=\"HorizontaleLinie13\" align=\"CENTER\" size=\"3\" width=\"98%\" \/>\n<p><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Cyprian_von_Karthago\">Cyprian von Karthago (ca. 200 &#8211; 285 n.Chr.):<\/a><br \/>\n(Bischof von <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karthago\">Karthago<\/a> in Nordafrika, heute <a href=\"http:\/\/maps.google.de\/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=tunis,+afrika&amp;sll=33.870416,9.536133&amp;sspn=14.025425,27.246094&amp;ie=UTF8&amp;ll=38.822591,8.613281&amp;spn=13.167891,27.246094&amp;t=p&amp;z=5&amp;msa=0&amp;msid=103763259662194171141.000001119b4522f7b23c6\">Tunesien<\/a>)<\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>\u201cDenn wenn es auch offensichtlich in der Kirche Unkraut gibt, so darf doch weder unser Glaube noch unsere Liebe derart Ansto\u00df daran nehmen, dass wir selbst die Kirche verlassen, weil wir Unkraut in ihr bemerken. Wir haben vielmehr lediglich darauf hinzuarbeiten, dass wir Weizen [Vgl. <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=Mt13,25\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Mt 13,25ff<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"W\u00e4hrend nun die Leute schliefen, kam sein Feind, s\u00e4te Unkraut unter den Weizen und ging wieder weg. Als die Saat aufging und sich die \u00c4hren bildeten, kam auch das Unkraut zum Vorschein. Da gingen die Knechte zu dem Gutsherrn und sagten: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker ges\u00e4t? Woher kommt dann das Unkraut? Er antwortete: Das hat ein Feind von mir getan. Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausrei\u00dfen? Er entgegnete: Nein, sonst rei\u00dft ihr zusammen mit dem Unkraut auch den Weizen aus. Lasst beides wachsen bis zur Ernte. Wenn dann die Zeit der Ernte da ist, werde ich den Arbeitern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in B\u00fcndel, um es zu verbrennen; den Weizen aber bringt in meine Scheune.\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] zu sein verm\u00f6gen, damit wir die Frucht f\u00fcr unsere M\u00fche und Arbeit einheimsen, wenn einmal die Ernte in die Scheunen des Herrn geborgen werden soll.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Der Apostel sagt in seinem Briefe: ,,In einem gro\u00dfen Hause aber gibt es nicht nur goldene und silberne, sondern auch h\u00f6lzerne und irdene Gef\u00e4\u00dfe, und zwar sind einige zur Ehre, andere zur Unehre [<\/i><i><a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/2.Timotheus2%2C20\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2. Tim 2,20<\/a><\/i> <i> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"In einem gro\u00dfen Haus gibt es nicht nur Gef\u00e4\u00dfe aus Gold und Silber, sondern auch aus Holz und Ton - die einen f\u00fcr Reines, die anderen f\u00fcr Unreines.\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span><\/i><i>].&#8221;<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Wollen wir uns M\u00fche geben und, soviel wir k\u00f6nnen, danach streben, dass wir ein goldenes oder silbernes Gef\u00e4\u00df seien! Die irdenen Gef\u00e4\u00dfe aber zu zerbrechen, ist nur dem Herrn erlaubt, dem auch die eiserne Rute gegeben ist. Der Knecht kann unm\u00f6glich gr\u00f6\u00dfer sein als sein Herr; auch darf sich niemand etwas anma\u00dfen, was der Vater nur seinem Sohne zugeteilt hat, und sich einbilden, zur S\u00e4uberung und Reinigung der Tenne selbst schon die Wurfschaufel f\u00fchren oder durch sein menschliches Urteil alles Unkraut von dem Weizen scheiden zu k\u00f6nnen. Nur hochm\u00fctiger Starrsinn ist das und gottlose Anma\u00dfung, die sich verworfener Wahnwitz herausnimmt.\u201d<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><a href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/bkv\/kapitel1994-2.htm\">(aus \u201cBibliothek der Kirchenv\u00e4ter\u201d, Cyprian: Brief an r\u00f6mische Bekenner, 54. Brief, 3. Kap.)<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<h2 class=\"Standard-Blocksatz\">\u00dcber die N\u00e4chstenliebe<\/h2>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Chrysostomos\">Johannes Chrysostomos (ca. 349 &#8211; 407 n.Chr.):<\/a><br \/>\n(Erzbischof von Konstantinopel, heute <a href=\"http:\/\/maps.google.de\/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=istanbul+t%C3%BCrkei&amp;ie=UTF8&amp;ll=41.47566,20.830078&amp;spn=12.667326,27.246094&amp;t=p&amp;z=5\">Istanbul\/T\u00fcrkei<\/a>)<\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>\u201cDie geistliche Liebe ist erhaben \u00fcber jede andere, sie gleicht einer K\u00f6nigin, die \u00fcber ihre Untergebenen herrscht, und zeigt sich in hehrer Gestalt. Keine irdische Ursache bringt sie hervor wie jene, nicht geselliger Umgang, nicht Dienstbeflissenheit, nicht Natur, nicht Zeit; sondern von oben her kommt sie, aus dem Himmel herab. Und wie kannst du dich wundern, dass sie der Wohltat nicht bedarf zu ihrem Bestand, da sie nicht einmal durch \u00fcble Behandlung erstickt wird? <\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Dass aber diese Liebe m\u00e4chtiger ist als jene, magst du den Worten des hl. Paulus entnehmen: \u00bbGerne wollte ich selbst ausgesto\u00dfen sein, fern von Christus, anstatt meiner Br\u00fcder.\u00ab [<\/i><i><a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/R%C3%B6mer9%2C3\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">R\u00f6m 9,3<\/a><\/i> <i><span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Ja, ich m\u00f6chte selber verflucht und von Christus getrennt sein um meiner Br\u00fcder willen, die der Abstammung nach mit mir verbunden sind.\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span><\/i><i>]. Welcher Vater w\u00fcrde das w\u00fcnschen, dass er selbst ungl\u00fccklich werde? Und wiederum: \u00bbAufgel\u00f6st zu werden, um bei Christus zu sein, w\u00e4re um vieles besser; im Fleische zu bleiben aber ist notwendiger um euretwillen.\u00ab [<\/i><a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=Phil1,23\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><i>Phil 1,23f<\/i><\/a> <i><span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Es zieht mich nach beiden Seiten: Ich sehne mich danach, aufzubrechen und bei Christus zu sein - um wie viel besser w\u00e4re das! Aber euretwegen ist es notwendiger, dass ich am Leben bleibe. Im Vertrauen darauf wei\u00df ich, dass ich bleiben und bei euch allen ausharren werde, um euch im Glauben zu f\u00f6rdern und zu erfreuen, damit ihr euch in Christus Jesus umso mehr meiner r\u00fchmen k\u00f6nnt, wenn ich wieder zu euch komme.\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span><\/i><i>]. Welche Mutter m\u00f6chte eine solche Sprache f\u00fchren und sich selbst so uneigenn\u00fctzig aufopfern?<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Und vernimm einen weiteren Ausspruch von ihm: \u00bbDenn verwaist von euch f\u00fcr eine kurze Weile, dem Angesicht, nicht dem Herzen nach.\u00ab [<\/i><i><a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Thessalonicher2%2C17\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1. Thess 2,17<\/a><\/i><i> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"F\u00fcr kurze Zeit, Br\u00fcder, sind wir verwaist, weil ihr uns fern seid, den Augen fern, nicht dem Herzen; deshalb haben wir uns in gr\u00f6\u00dfter Sehnsucht umso eifriger bem\u00fcht, euch wieder zu sehen.\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] Hier hat schon oft ein schwergekr\u00e4nkter Vater jede freundliche Beziehung abgebrochen, dort aber kommt das nicht vor. Sie (die geistliche Liebe) ist vielmehr hingegangen, um jene, die mit Steinigung drohten, mit Wohltaten zu \u00fcberh\u00e4ufen. Denn nichts, nichts ist so stark als das Band des Geistes. <\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Wer wegen empfangener Wohltaten Freund geworden ist, kann sich in einen Feind verwandeln, wenn man ihm nicht best\u00e4ndig Gef\u00e4lligkeit erweist. Wer infolge vertrauten Umgangs unzertrennlich scheint, bricht den Umgang wieder ab und l\u00e4sst die Freundschaft erkalten. Das Weib verl\u00e4sst, wenn Zwistigkeiten ausbrechen, den Mann und verliert alle Liebe zu ihm. Der Sohn wird missmutig, wenn der Vater zu lange lebt. Bei der geistlichen Liebe aber findet nichts von all dem statt: sie wird durch nichts dergleichen aufgehoben, weil sie auch nicht auf dergleichen beruht. Weder Zeit noch weite Entfernung, noch schlechte Behandlung, noch \u00fcble Nachrede, nicht Zorn, nicht \u00dcbermut noch sonst etwas findet bei ihr Eingang oder vermag sie aufzul\u00f6sen. Und damit du das begreifst: Moses w\u00e4re vom Volke beinahe gesteinigt worden, und er betete f\u00fcr es. Welcher Vater h\u00e4tte das f\u00fcr den Sohn getan, der ihn steinigen wollte, und nicht statt dessen ihn get\u00f6tet?<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Nach dieser Art von Freundschaft also, die vom Heiligen Geiste stammt, wollen wir streben &#8211; denn sie ist stark und unaufl\u00f6slich -, nicht nach jener, wie sie bei der Tafel geschlossen wird. Ist es uns doch sogar verboten, Freunde dort einzuf\u00fchren. Denn h\u00f6re, was Christus im Evangelium spricht: \u00bbLade nicht deine Freunde noch deine Nachbarn ein, wenn du ein Gastmahl gibst, sondern die Lahmen und die Kr\u00fcppel!\u00ab [<a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=lk14,12\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Luk 14,12f<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Dann sagte er zu dem Gastgeber: Wenn du mittags oder abends ein Essen gibst, so lade nicht deine Freunde oder deine Br\u00fcder, deine Verwandten oder reiche Nachbarn ein; sonst laden auch sie dich ein, und damit ist dir wieder alles vergolten. Nein, wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Kr\u00fcppel, Lahme und Blinde ein. Du wirst selig sein, denn sie k\u00f6nnen es dir nicht vergelten; es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten. Als einer der G\u00e4ste das h\u00f6rte, sagte er zu Jesus: Selig, wer im Reich Gottes am Mahl teilnehmen darf.\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>]<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Einsichten-Glaubens-Alfons-Heilmann\/dp\/B0000BQTF4\/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1212339609&amp;sr=8-1\">(aus \u201cEinsichten des Glaubens &#8211; Texte der Kirchenv\u00e4ter\u201d, hrsg. A. Heilmann und H. Kraft, dtv, 1968 bzw. K\u00f6sel Verlag M\u00fcnchen, 1963-1966, Johannes Chrysostomus: Kommentar zum Kolosserbrief, 1. Homilie, 3)<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<h2 class=\"Standard-Blocksatz\">\u00dcber die Taufe<\/h2>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Justin_der_M%C3%A4rtyrer\">Justin der M\u00e4rtyrer (ca. 100 &#8211; 165 n.Chr.)<\/a>:<br \/>\n(christlicher Philosoph in <a href=\"http:\/\/maps.google.de\/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=rom,+Italien&amp;ie=UTF8&amp;ll=42.183759,12.513428&amp;spn=6.267461,13.623047&amp;t=p&amp;z=6\">Rom, Italien<\/a>)<\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>\u201cAlle, die sich von der Wahrheit unserer Lehren und Aussagen \u00fcberzeugen lassen, die glauben und\u00a0 versprechen, dass sie es verm\u00f6gen, ihr Leben darnach einzurichten, werden angeleitet zu beten, und unter Fasten Verzeihung ihrer fr\u00fcheren Vergehungen von Gott zu erflehen, Auch wir beten und fasten mit ihnen.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Dann werden sie von uns an einen Ort gef\u00fchrt, wo Wasser ist, und werden neu geboren in einer Art von Wiedergeburt, die wir auch selbst an uns erfahren haben; denn im Namen Gottes, des Vaters und Herrn aller Dinge, und im Namen unseres Heilandes Jesus Christus und des Heiligen Geistes nehmen sie alsdann im Wasser ein Bad.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Christus sagte n\u00e4mlich: \u201eWenn ihr nicht wiedergeboren werdet, werdet ihr in das Himmelreich nicht eingehen\u201c [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Johannes3%2C3\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Joh 3,3<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Jesus antwortete ihm: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.&lt;span id=&quot;b27ref43003003footnote2&quot; class=&quot;footnote&quot;&gt;&lt;\/span&gt;\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>]. Dass es nun aber f\u00fcr die einmal Geborenen unm\u00f6glich ist, in ihrer Mutter Leib zur\u00fcckzukehren, leuchtet allen ein. Durch den Propheten Isaias ist, wie wir fr\u00fcher mitgeteilt haben, gesagt worden, auf welche Weise die, welche ges\u00fcndigt haben und Bu\u00dfe tun, von ihren S\u00fcnden loskommen werden. Die Worte lauten: \u201eWaschet, reinigt euch, schafft die Bosheiten fort aus euren Herzen, lernet Gutes tun, seid Anwalt der Waise und helfet der Witwe zu ihrem Rechte, und dann kommt und lasst uns rechten, spricht der Herr. Und sollten eure S\u00fcnden sein wie Purpur, ich werde sie wei\u00df machen wie Wolle; sind sie wie Scharlach, ich werde sie wei\u00df machen wie Schnee. Wenn ihr aber nicht auf mich h\u00f6rt, wird das Schwert euch verzehren; denn der Mund des Herrn hat gesprochen\u201c [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Jesaja1%2C16-20\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jes 1,16-20<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Wascht euch, reinigt euch! Lasst ab von eurem \u00fcblen Treiben! H\u00f6rt auf, vor meinen Augen B\u00f6ses zu tun!&lt;br \/&gt;\nLernt, Gutes zu tun! Sorgt f\u00fcr das Recht! Helft den Unterdr\u00fcckten! Verschafft den Waisen Recht, tretet ein f\u00fcr die Witwen!Kommt her, wir wollen sehen, wer von uns Recht hat, spricht der Herr. W\u00e4ren eure S\u00fcnden auch rot wie Scharlach, sie sollen wei\u00df werden wie Schnee. W\u00e4ren sie rot wie Purpur, sie sollen wei\u00df werden wie Wolle.&lt;br \/&gt;\nWenn ihr bereit seid zu h\u00f6ren, sollt ihr den Ertrag des Landes genie\u00dfen.&lt;br \/&gt;\nWenn ihr aber trotzig seid und euch weigert, werdet ihr vom Schwert gefressen. Ja, der Mund des Herrn hat gesprochen. \"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>]. <\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Und hierf\u00fcr haben wir von den Aposteln folgende Begr\u00fcndung \u00fcberkommen [vgl. <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=Gal4,26\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gal 4,26ff<\/a>\u00a0<span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Das himmlische Jerusalem aber ist frei, und dieses Jerusalem ist unsere Mutter. Denn es steht in der Schrift: Freu dich, du Unfruchtbare, die nie geboren hat, brich in Jubel aus und jauchze, die du nie in Wehen lagst! Denn viele Kinder hat die Einsame, mehr als die Verm\u00e4hlte. Ihr aber, Br\u00fcder, seid Kinder der Verhei\u00dfung wie Isaak. Doch wie damals der Sohn, der auf nat\u00fcrliche Weise gezeugt war, den verfolgte, der kraft des Geistes gezeugt war, so geschieht es auch jetzt. In der Schrift aber hei\u00dft es: Versto\u00df die Sklavin und ihren Sohn! Denn nicht der Sohn der Sklavin soll Erbe sein, sondern der Sohn der Freien. Daraus folgt also, meine Br\u00fcder, dass wir nicht Kinder der Sklavin sind, sondern Kinder der Freien.\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span> und [<a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=Eph5,6\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Eph 5,6ff<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Niemand t\u00e4usche euch mit leeren Worten: All das zieht auf die Ungehorsamen den Zorn Gottes herab. Habt darum nichts mit ihnen gemein! Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr durch den Herrn Licht geworden. Lebt als Kinder des Lichts! Das Licht bringt lauter G\u00fcte, Gerechtigkeit und Wahrheit hervor.\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>]. Da wir bei unserer ersten Entstehung ohne unser Wissen nach Naturzwang aus feuchtem Samen infolge gegenseitiger Begattung unserer Eltern gezeugt wurden und in schlechten Sitten und \u00fcblen Grunds\u00e4tzen aufgewachsen sind, so wird, damit wir nicht Kinder der Notwendigkeit und der Unwissenheit bleiben, sondern Kinder der freien Wahl und der Einsicht, auch der Vergebung unserer fr\u00fcheren S\u00fcnden teilhaftig werden, im Wasser \u00fcber dem, der nach der Wiedergeburt Verlangen tr\u00e4gt und seine Vergehen bereut hat, der Name Gottes, des Allvaters und Herrn, ausgesprochen, wobei der, welcher den T\u00e4ufling zum Bade f\u00fchrt, nur eben diese Bezeichnung gebraucht.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Denn einen Namen f\u00fcr den unnennbaren Gott vermag niemand anzugeben, und sollte jemand behaupten wollen, es gebe einen solchen, so w\u00e4re er mit unheilbarem Wahnsinn behaftet. Es hei\u00dft aber dieses Bad Erleuchtung, weil diejenigen, die das an sich erfahren, im Geiste erleuchtet werden. Aber auch im Namen Jesu Christi, des unter Pontius Pilatus Gekreuzigten, und im Namen des Heiligen Geistes, der durch die Propheten alles auf Jesus Bez\u00fcgliche vorherverk\u00fcndigt hat, wird der, welcher die Erleuchtung empf\u00e4ngt, abgewaschen.\u201d<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><a href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/bkv\/kapitel77-60.htm\">(aus \u201cBibliothek der Kirchenv\u00e4ter\u201d, Justin der M\u00e4rtyrer: Erste Apologie, Kap. 61)<\/a><\/p>\n<hr id=\"HorizontaleLinie16\" align=\"CENTER\" size=\"3\" width=\"98%\" \/>\n<h2 class=\"Standard-Blocksatz\"><i><a name=\"Eucharistie\"><\/a><\/i>\u00dcber die Eucharistie (\u201cDanksagung\u201d\/Abendmahl)<\/h2>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Justin_der_M%C3%A4rtyrer\">Justin der M\u00e4rtyrer (ca. 100 &#8211; 165 n.Chr.)<\/a>:<br \/>\n(christlicher Philosoph in <a href=\"http:\/\/maps.google.de\/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=rom,+Italien&amp;ie=UTF8&amp;ll=42.183759,12.513428&amp;spn=6.267461,13.623047&amp;t=p&amp;z=6\">Rom, Italien<\/a>)<\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>\u201cDarauf werden dem Vorsteher der Br\u00fcder Brot und ein Becher mit Wasser und Wein gebracht; der nimmt es und sendet Lob und Preis dem Allvater durch den Namen des Sohnes und des Heiligen Geistes empor und spricht eine lange Danksagung daf\u00fcr, dass wir dieser Gaben von ihm gew\u00fcrdigt worden sind.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Ist er mit den Gebeten und mit der Danksagung zu Ende, so gibt das ganze Volk seine Zustimmung mit dem Worte \u201eAmen\u201c. Dieses Amen bedeutet in der hebr\u00e4ischen Sprache soviel wie: Es geschehe! Nach der Danksagung des Vorstehers und der Zustimmung des ganzen Volkes teilen die, welche bei uns Diakonen hei\u00dfen, jedem der Anwesenden von dem verdankten Brot, Wein und Wasser mit und bringen davon auch den Abwesenden.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Diese Nahrung hei\u00dft bei uns Eucharistie. Niemand darf daran teilnehmen, als wer unsere Lehren f\u00fcr wahr h\u00e4lt, das Bad zur Nachlassung der S\u00fcnden und zur Wiedergeburt empfangen hat und nach den Weisungen Christi lebt. Denn nicht als gemeines Brot und als gemeinen Trank nehmen wir sie; sondern wie Jesus Christus, unser Erl\u00f6ser, als er durch Gottes Logos Fleisch wurde, Fleisch und Blut um unseres Heiles willen angenommen hat, so sind wir belehrt worden, dass die durch ein Gebet um den Logos, der von ihm ausgeht, unter Danksagung geweihte Nahrung, mit der unser Fleisch und Blut durch Umwandlung gen\u00e4hrt wird, Fleisch und Blut jenes fleischgewordenen Jesus sei.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Denn die Apostel haben in den von ihnen stammenden Denkw\u00fcrdigkeiten, welche Evangelien hei\u00dfen, \u00fcberliefert, es sei ihnen folgende Anweisung gegeben worden: Jesus habe Brot genommen, Dank gesagt und gesprochen: \u201eDas tut zu meinem Ged\u00e4chtnis, das ist mein Leib\u201c, und ebenso habe er den Becher genommen, Dank gesagt und gesprochen: \u201eDieses ist mein Blut\u201c, und er habe nur ihnen davon mitgeteilt.\u201d<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><a href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/bkv\/kapitel77-64.htm\">(aus \u201cBibliothek der Kirchenv\u00e4ter\u201d, Justin der M\u00e4rtyrer: Erste Apologie, Kap. 65-66)<\/a><\/p>\n<hr id=\"HorizontaleLinie17\" align=\"CENTER\" size=\"3\" width=\"98%\" \/>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fulgentius_von_Ruspe\">Fulgentius von Ruspe (ca. 467 &#8211; 533 n.Chr.)<\/a>:<br \/>\n(Bischof von Ruspe in Nordafrika, heute <a href=\"http:\/\/maps.google.de\/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=tunesien&amp;ie=UTF8&amp;ll=38.959409,12.832031&amp;spn=26.21608,54.492188&amp;t=p&amp;z=4\">Tunesien<\/a>)<\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>\u201cHalte mit felsenfestem, unersch\u00fctterlichem Glauben daran fest, dass das menschgewordene, eingeborene Wort Gottes sich f\u00fcr uns als Opfer und Opfergabe Gott zum lieblichen Wohlgeruch dargebracht hat! [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Epheser5%2C2\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Eph 5,2<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"und liebt einander, weil auch Christus uns geliebt und sich f\u00fcr uns hingegeben hat als Gabe und als Opfer, das Gott gef\u00e4llt.\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] Ihm wurden in der Zeit des Alten Bundes zugleich mit dem Vater und dem Heiligen Geist von den Patriarchen, Propheten und Priestern Tiere geopfert; jetzt, in der Zeit des Neuen Testamentes, bringt die heilige katholische Kirche ihm zugleich mit dem Vater und dem Heiligen Geist, mit denen er dieselbe g\u00f6ttliche Natur besitzt, in Glaube und Liebe unaufh\u00f6rlich auf dem gesamten Erdkreis das Opfer des Brotes und Weines dar.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Jene fleischlichen Opfer n\u00e4mlich waren ein Sinnbild des Fleisches Christi, das er selbst ohne S\u00fcnden f\u00fcr uns S\u00fcnder darzubringen bestimmt war, und des Blutes, das er zur Verzeihung unserer S\u00fcnden vergie\u00dfen wollte. Dieses Opfer aber ist eine Danksagung und Erinnerung an den Leib Christi, den er f\u00fcr uns darbrachte, und an das Blut, das derselbe Gott f\u00fcr uns vergossen hat. Von ihm sagt der heilige Paulus in der Apostelgeschichte: \u201eHabet acht auf euch und die gesamte Herde, in der euch der Heilige Geist eingesetzt hat als Bisch\u00f6fe, um die Kirche Gottes zu regieren, die er mit seinem Blute erworben hat!\u201c [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Apostelgeschichte20%2C28\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Apg 20,28<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"(...)\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>]<\/i>.<i> <\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>In jenen Opfern wurde symbolisch angezeigt, was uns geschenkt werden sollte; in diesem Opfer aber wird uns klar dargestellt, was uns bereits geschenkt worden ist. In jenen Opfern wurde der Gottessohn f\u00fcr uns vorausverk\u00fcndet, der f\u00fcr die S\u00fcnder get\u00f6tet werden wollte; in diesem Opfer aber wird er als der f\u00fcr die S\u00fcnder Get\u00f6tete verk\u00fcndet nach dem Zeugnis des Apostels, da\u00df \u201eChristus, als wir schwach waren, zur rechten Zeit f\u00fcr die S\u00fcnder gestorben ist\u201c, [<\/i><i><a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/R%C3%B6mer5%2C6\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">R\u00f6m 5,6<\/a><\/i> <i><span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Gebt Acht auf euch und auf die ganze Herde, in der euch der Heilige Geist zu Bisch\u00f6fen bestellt hat, damit ihr als Hirten f\u00fcr die Kirche Gottes sorgt, die er sich durch das Blut seines eigenen Sohnes erworben hat.&lt;span id=&quot;b27ref44020028footnote2&quot; class=&quot;footnote&quot;&gt;&lt;\/span&gt;\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span><\/i><i>] und da\u00df wir, \u201eals wir Feinde waren, Gott durch den Tod seines Sohnes vers\u00f6hnt worden sind\u201c. [<\/i><i><a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/R%C3%B6mer5%2C10\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">R\u00f6m 5,10<\/a><\/i> <i><span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Da wir mit Gott vers\u00f6hnt wurden durch den Tod seines Sohnes, als wir noch (Gottes) Feinde waren, werden wir erst recht, nachdem wir vers\u00f6hnt sind, gerettet werden durch sein Leben. \"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span><\/i><i>]\u201d<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><a href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/bkv\/kapitel3136.htm\">(aus \u201cBibliothek der Kirchenv\u00e4ter\u201d, Fulgentius von Ruspe : Vom Glauben an Petrus, Kap. 60)<\/a><\/p>\n<hr id=\"HorizontaleLinie18\" align=\"CENTER\" size=\"3\" width=\"98%\" \/>\n<h2 class=\"Standard-Blocksatz\"><i><a name=\"Gottesdienst\"><\/a><\/i>\u00dcber den Gottesdienst<\/h2>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Justin_der_M%C3%A4rtyrer\">Justin der M\u00e4rtyrer (ca. 100 &#8211; 165 n.Chr.)<\/a>:<br \/>\n(christlicher Philosoph in <a href=\"http:\/\/maps.google.de\/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=rom,+Italien&amp;ie=UTF8&amp;ll=42.183759,12.513428&amp;spn=6.267461,13.623047&amp;t=p&amp;z=6\">Rom, Italien<\/a>)<\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>\u201cAn dem Tage, den man Sonntag nennt, findet eine Versammlung aller statt, die in St\u00e4dten oder auf dem Lande wohnen; dabei werden die Denkw\u00fcrdigkeiten der Apostel oder die Schriften der Propheten vorgelesen, solange es angeht. Hat der Vorleser aufgeh\u00f6rt, so gibt der Vorsteher in einer Ansprache eine Ermahnung und Aufforderung zur Nachahmung all dieses Guten. Darauf erheben wir uns alle zusammen und senden Gebete empor.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Und wie schon erw\u00e4hnt wurde, wenn wir mit dem Gebete zu Ende sind, werden Brot, Wein und Wasser herbeigeholt, der Vorsteher spricht Gebete und Danksagungen mit aller Kraft, und das Volk stimmt ein, indem es das Amen sagt. Darauf findet die Ausspendung statt, jeder erh\u00e4lt seinen Teil von dem Konsekrierten; den Abwesenden aber wird er durch die Diakonen gebracht.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Wer aber die Mittel und guten Willen hat, gibt nach seinem Ermessen, was er will, und das, was da zusammenkommt, wird bei dem Vorsteher hinterlegt; dieser kommt damit Waisen und Witwen zu Hilfe, solchen, die wegen Krankheit oder aus sonst einem Grunde bed\u00fcrftig sind, den Gefangenen und den Fremdlingen, die in der Gemeinde anwesend sind, kurz, er ist allen, die in der Stadt sind, ein F\u00fcrsorger.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Am Sonntage aber halten wir alle gemeinsam die Zusammenkunft, weil er der erste Tag ist, an welchem Gott durch Umwandlung der Finsternis und des Urstoffes die Welt schuf und weil Jesus Christus, unser Erl\u00f6ser, an diesem Tage von den Toten auferstanden ist, Denn am Tage vor dem Saturnustage kreuzigte man ihn und am Tage nach dem Saturnustage, d. h. am Sonntage, erschien er seinen Aposteln und J\u00fcngern und lehrte sie das, was wir zur Erw\u00e4gung auch euch vorgelegt haben.\u201d<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><a href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/bkv\/kapitel77-66.htm\">(aus \u201cBibliothek der Kirchenv\u00e4ter\u201d, Justin der M\u00e4rtyrer: Erste Apologie, Kap. 67)<\/a><\/p>\n<hr id=\"HorizontaleLinie20\" align=\"CENTER\" size=\"3\" width=\"98%\" \/>\n<h2 class=\"Standard-Blocksatz\"><a name=\"UeberDieVergaenglichkeitDesLebens\"><\/a>\u00dcber die Verg\u00e4nglichkeit des irdischen Lebens<\/h2>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Chrysostomos\">Johannes Chrysostomos (ca. 349 &#8211; 407 n.Chr.):<\/a><br \/>\n(Erzbischof von Konstantinopel, heute <a href=\"http:\/\/maps.google.de\/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=istanbul+t%C3%BCrkei&amp;ie=UTF8&amp;ll=41.47566,20.830078&amp;spn=12.667326,27.246094&amp;t=p&amp;z=5\">Istanbul\/T\u00fcrkei<\/a>)<\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>\u201cDie gegenw\u00e4rtige Welt vergeht, alles dauert nur eine Zeit lang, aber niemand bedenkt das, obgleich die Tatsachen es jeden Tag laut verk\u00fcnden und ihre Stimme erschallen lassen. Die vorzeitigen Todesf\u00e4lle, die verschiedenen Wechself\u00e4lle auch bei Lebzeiten sind uns keine Warnung, auch nicht die K\u00f6rperschw\u00e4che und die sonstigen Krankheiten. Und nicht nur an unserem Leibe, auch an den Elementen l\u00e4sst sich die Verg\u00e4nglichkeit wahrnehmen.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Wie wir an den einzelnen Lebensaltern tagt\u00e4glich den Tod studieren k\u00f6nnen, so zeigt sich auch in den Erscheinungen der Natur allenthalben das Unbest\u00e4ndige als das Charakteristische. Nie ist der Winter best\u00e4ndig, nie der Sommer, nie der Fr\u00fchling, nie der Herbst: alles ist im Enteilen, im Fortfliegen, im Vor\u00fcberstr\u00f6men begriffen. Und was soll ich von den Blumen sagen, von den Ehren und W\u00fcrden, von den K\u00f6nigen, die heute sind und morgen nicht mehr sind? Von den Reichen, von den gl\u00e4nzenden Pal\u00e4sten, von Nacht und Tag, von Sonne und Mond?&#8230;<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Gibt es etwas Best\u00e4ndiges in der sichtbaren Welt? Nein. Nur die Seele in uns ist unverg\u00e4nglich, und um diese k\u00fcmmern wir uns nicht. F\u00fcr die unbest\u00e4ndigen Dinge tragen wir Sorge, als seien sie bleibend; doch an die unsterbliche Seele denken wir \u00fcberhaupt nicht, als sei sie ein verg\u00e4ngliches Ding. Dort steht ein Gewalthaber. Ja, bis morgen, dann ist es mit ihm vorbei. Es hat schon gewaltigere gegeben, und heute ist ihre Spur verschwunden.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Das Leben ist ein Schauspiel, ein Traum. Wie auf der B\u00fchne mit der Entfernung der Szenerie die bunten Illusionen zerstieben, wie beim ersten Sonnenstrahl die Traumbilder entflattern, so ist es auch, wenn die letzte Stunde kommt, f\u00fcr die Gesamtheit und f\u00fcr den Einzelnen: alles zerflie\u00dft und entschwindet. Der Baum, den du gepflanzt, bleibt stehen, auch das Haus, das du gebaut, bleibt stehen: der Pflanzer aber und der Erbauer werden hinweggerafft und vernichtet. Und trotz alledem lassen wir uns nicht bekehren. Gleich Unsterblichen richten wir unser ganzes Dasein ein und ergeben uns dem Schwelgen und Prassen.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>H\u00f6re, was Salomon spricht, der die Dinge dieser Welt aus Erfahrung kannte. \u00bbIch habe mir H\u00e4user gebaut\u00ab, sagt er, \u00bbG\u00e4rten, Parkanlagen, Weinberge gepflanzt; ich hatte Wasserteiche, hatte Gold und Silber, verschaffte mir S\u00e4nger und S\u00e4ngerinnen, Schaf- und Rinderherden.\u00ab Niemand huldigte so sehr dem Lebensgenuss, niemand war so ber\u00fchmt, niemand so weise, niemand trug eine so gl\u00e4nzende Krone, niemand ging alles so sehr nach seinem Sinn. Nun, und was war es ? Von all dem hatte er gar nichts. Im Gegenteil: was ruft er nach an diesen Gen\u00fcssen? \u00bbO Eitelkeit der Eitelkeiten, alles ist Eitelkeit!\u00ab Nicht einfach Eitelkeit, nein, der h\u00f6chste Steigerungsgrad.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Glauben wir ihm, ich bitte euch, dem erfahrenen Manne! Glauben wir ihm und wenden wir uns einem Gebiete zu, wo keine Eitelkeit, sondern Wahrheit, wo alles fest und best\u00e4ndig, wo alles auf Felsen gegr\u00fcndet ist, wo es kein Altern, keine Verg\u00e4nglichkeit gibt, wo alles in ewiger Bl\u00fcte steht; wo nichts altert, nichts grau wird, nichts schwindet. Suchen wir Gott, ich bitte euch, in echter Weise, nicht aus Furcht vor der H\u00f6lle, sondern aus Sehnsucht nach dem Himmel!<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Denn, sage doch: was kann ein gr\u00f6\u00dferes Gl\u00fcck sein, als Christus zu schauen, als die ewige Seligkeit zu genie\u00dfen? Nichts, gar nichts. Ganz nat\u00fcrlich. Denn: \u00bbKein Auge hat es geschaut, kein Ohr hat es vernommen, und in keines Menschen Herz ist es gekommen, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.\u00ab [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Korinther2%2C9\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1. Kor 2,9<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Nein, wir verk\u00fcndigen, wie es in der Schrift hei\u00dft, was kein Auge gesehen und kein Ohr geh\u00f6rt hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Gro\u00dfe, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.&lt;span id=&quot;b27ref46002009footnote3&quot; class=&quot;footnote&quot;&gt;&lt;\/span&gt;\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] Nach jenen G\u00fctern wollen wir trachten und die irdischen verschm\u00e4hen.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Tausendmal beklagen wir uns \u00fcber diese und sagen, es sei gar nichts mit dem menschlichen Dasein. Aber warum jagst du dann diesem Nichts nach? Warum m\u00fchst du dich um dieses Nichts? Du siehst gl\u00e4nzende Pal\u00e4ste, und dieser Anblick bedr\u00fcckt dich. Schaue doch gleich zum Himmel empor, wende das Auge von diesen Steinen und S\u00e4ulen empor zu der Sch\u00f6nheit dort oben, dann wird dir das da unten wie ein Werk von Ameisen und M\u00fccken vorkommen. W\u00e4hle den Gesichtspunkt der Weisheit. Steige hinaus zum Himmel und blicke von dort herunter auf die gl\u00e4nzenden Pal\u00e4ste: da wirst du sehen, dass sie nichts sind, ein Spielzeug f\u00fcr kleine Kinder.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Wei\u00dft du nicht, wieviel d\u00fcnner, wieviel leichter, wieviel reiner und durchsichtiger die Luft ist, je weiter man in die H\u00f6he steigt? Dort oben haben jene, die Barmherzigkeit \u00fcben, ihre H\u00e4user und Zelte. Die da unten zerfallen am Tag der Auferstehung zu Staub, oder vielmehr schon vor der Auferstehung hat sie der Lauf der Zeit zerst\u00f6rt, weggewischt, vernichtet, ja, fr\u00fcher als der Zahn der Zeit hat oft ein Erdbeben sie mitten in ihrer Frische und Pracht weggefegt, oder ein Brand hat die ganze Herrlichkeit geschw\u00e4rzt. Denn nicht nur im menschlichen Leben gibt es einen vorzeitigen Tod, sondern auch bei Geb\u00e4uden. Oft sind Bauwerke, die mit der Zeit morsch geworden waren, bei einer Erdersch\u00fctterung unversehrt stehen geblieben; leuchtende, festgegr\u00fcndete Neubauten aber sind bei einem blo\u00dfen Donnerschlag eingest\u00fcrzt und zugrunde gegangen, wie ich glaube, auf F\u00fcgung Gottes, damit wir nicht so gro\u00dfen Stolz in unsere H\u00e4user setzen.\u201d <\/i><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Einsichten-Glaubens-Alfons-Heilmann\/dp\/B0000BQTF4\/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1212339609&amp;sr=8-1\">(aus \u201cEinsichten des Glaubens &#8211; Texte der Kirchenv\u00e4ter\u201d, hrsg. A. Heilmann und H. Kraft, dtv, 1968 bzw. K\u00f6sel Verlag M\u00fcnchen, 1963-1966, Johannes Chrysostomus: Homilien <\/a><a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Timotheus6%2C3-4\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1. Timotheusbrief 15,3-4<\/a>)<\/p>\n<hr id=\"HorizontaleLinie24\" align=\"CENTER\" size=\"3\" width=\"98%\" \/>\n<h2 class=\"Standard-Blocksatz\">\u00dcber die Bestrafung der B\u00f6sen<\/h2>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Chrysostomos\">Johannes Chrysostomos (ca. 349 &#8211; 407 n.Chr.):<\/a><br \/>\n(Erzbischof von Konstantinopel, heute <a href=\"http:\/\/maps.google.de\/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=istanbul+t%C3%BCrkei&amp;ie=UTF8&amp;ll=41.47566,20.830078&amp;spn=12.667326,27.246094&amp;t=p&amp;z=5\">Istanbul\/T\u00fcrkei<\/a>)<\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>\u201cLasst uns best\u00e4ndig denken an den furchtbaren Richterstuhl, an den Feuerstrom, an die unl\u00f6slichen Ketten, an die Finsternis, die kein Lichtstrahl erhellt, an das Z\u00e4hneknirschen, an den giftgeschwollenen Wurm!<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>\u2014 Aber Gott liebt ja die Menschen, (wendet man ein).<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>\u2014 So sind das also leere Worte? So hat also jener Reiche, der den Lazarus keines Blickes w\u00fcrdigte, keine Strafe zu leiden? So sind also die t\u00f6richten Jungfrauen nicht vom Hochzeitsmahle ausgeschlossen? Und diejenigen, welche Christus nicht gespeist haben, werden nicht in das Feuer wandern, welches dem Teufel bereitet ist? Fiel also jener, der kein hochzeitliches Kleid anhatte, nicht, an H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen gebunden, dem Verderben anheim? Und der Knecht, der von seinem Mitknechte unbarmherzig die hundert Denare forderte, ist also nicht dem Peiniger \u00fcberantwortet? Es ist also nicht wahr, was von den Ehebrechern gesagt ist: \u201eIhr Wurm wird nicht sterben, ihr Feuer nicht erl\u00f6schen\u201c?\u00a0 So sind das alles nur leere Drohungen?<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>\u2014 Jawohl, antwortest du.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>\u2014 Sag\u2019 mir, wie kannst du dich erk\u00fchnen, \u00fcber eine so wichtige Sache eine so willk\u00fcrliche Behauptung auszusprechen? Ich kann dir sowohl aus den Worten wie auch aus den Taten Christi das Gegenteil beweisen. Wenn du den Drohungen mit zuk\u00fcnftigen Strafen nicht glauben willst, so glaube wenigstens denen, die bereits vollzogen sind; denn die sind eben bereits vollzogen und zu Tatsachen geworden, also gewiss keine blo\u00dfe Drohungen und leeren Worte.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Wer hat den ganzen Erdkreis unter Wasserfluten begraben, jene entsetzliche \u00dcberschwemmung und den Untergang unseres ganzen Geschlechtes herbeigef\u00fchrt? Wer hat nachher jene Blitze und jenen Vertilgungsbrand \u00fcber das Gebiet von Sodoma herabgesandt? Wer hat die ganze Macht \u00c4gyptens ins Meer versenkt? Wer hat die sechshunderttausend Menschen in der W\u00fcste umkommen lassen? Wer hat die Rotte Abirons durch Feuer vernichtet? Wer hat der Erde geboten, ihren Mund aufzutun und die Gef\u00e4hrten des Kore und Dathan zu verschlingen? Wer hat zur Zeit Davids siebzigtausend Menschen in einem Augenblick dahingerafft? Soll ich noch jene anf\u00fchren, die einzeln gestraft wurden? Den Kain, den nie endende Strafe traf? Den Charmi, der mit seinem ganzen Hause gesteinigt ward? Den Mann, der dasselbe Schicksal erlitt, weil er am Sabbate Holz gesammelt hatte? Jene zweiundvierzig Knaben, die von wilden Tieren zerrissen wurden und nicht einmal mit R\u00fccksicht auf ihr jugendliches Alter Verzeihung erhielten?<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Willst du aber auch Beispiele aus dem Zeitalter der Gnade sehen, so denk daran, was die Juden zu erleiden hatten: wie Weiber ihre eigenen Kinder aufa\u00dfen, manche gebraten, manche auf andere Weise als Speise zubereitet; wie sie unertr\u00e4glicher Hungersnot und vielf\u00e4ltigen schrecklichen Kriegen preisgegeben, durch das \u00dcberma\u00df ihres Ungl\u00fcckes der Welt ein nie gesehenes Trauerspiel darboten. Es war Christus, der diese Leiden \u00fcber sie kommen lie\u00df. H\u00f6re nur, wie er sie ihnen vorausgesagt hatte teils in Parabeln, teils in klaren, deutlichen Worten! In Parabeln, wenn er z. B. sagt: \u201eDie mich nicht zum K\u00f6nige haben wollten, die f\u00fchret her und t\u00f6tet sie!\u201c\u00a0 Ferner in den Parabeln vom Weinstock und vom Hochzeitsmahl. In klaren Worten wenn er droht, dass sie werden fallen durch die Sch\u00e4rfe des Schwertes und gefangen weggef\u00fchrt werden unter alle V\u00f6lker; \u2026 dass sie im fremden Lande Angst ausstehen werden wegen des ungest\u00fcmen Rauschens des Meeres, da\u00df die Menschen verschmachten werden vor Furcht . Ferner: \u201eEs wird alsdann eine gro\u00dfe Tr\u00fcbsal sein dergleichen nicht gewesen ist noch fernerhin sein wird\u201c .<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Was Ananias und Saphira f\u00fcr eine Strafe litten wegen der Unterschlagung weniger Geldst\u00fccke, ist euch allen bekannt. \u00dcbrigens siehst du nicht selbst t\u00e4glich Ungl\u00fccksf\u00e4lle \u00fcber die Menschen hereinbrechen? Oder sind das auch nicht wirkliche Tatsachten? Siehst du nicht auch jetzt Leute vor Hunger umkommen? an Elephantiasis und Aussatz hinsiechen? in bitterer Not und Armut ihr Dasein fristen? tausendf\u00e4ltige Leiden erdulden? Was h\u00e4tte es f\u00fcr einen Sinn, die einen zu strafen, die andern nicht? Wenn Gott nicht ungerecht ist \u2014und er ist es nicht \u2014, dann wirst gewiss auch du f\u00fcr deine S\u00fcnden Strafe erleiden.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Wenn es wahr w\u00e4re, dass Gott nicht straft, weil er zu lieb dazu ist, dann h\u00e4tte er auch jene nicht strafen d\u00fcrfen. Nun straft aber Gott oft schon hier auf Erden gerade um solcher Reden willen, wie ihr sie f\u00fchrt. Wenn ihr seinen Drohworten nicht glaubt, sollt ihr durch Tatsachen dazu gebracht werden, an seine Strafe zu glauben. Und weil fr\u00fcher Geschehenes euch nicht solche Furcht einjagt, darum l\u00e4\u00dft er in jedem Menschenalter solche Dinge geschehen, um durch das, was sich in der Jetztzeit ereignet, der Vermessenheit jeden Vorwand zu nehmen. <\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Aber, fragst du, warum straft Gott nicht alle schon hier auf Erden? \u2014 Um den andern Frist zur Umkehr zu gew\u00e4hren.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>\u2014 Und warum straft er nicht alle erst im Jenseits? \u2014 Damit nicht etwa viele an seiner Vorsehung irre werden. \u2014 Wie viele R\u00e4uber werden gefangen, w\u00e4hrend andere straflos entkommen? Wo bleibt da die Liebe Gottes? \u2014 An mir w\u00e4re es, dich so zu fragen. Denn w\u00e4re nie jemand gestraft worden dann h\u00e4ttest du allerdings eine Ausflucht. So aber, wenn die einen bestraft werden, die andern aber trotz schlimmerer S\u00fcnden straflos ausgehen, wo bliebe da die Gerechtigkeit, wenn es f\u00fcr dieselben S\u00fcnden nicht dieselben Strafen g\u00e4be? \u2014 Hat es aber da nicht den Anschein, dass denen, die gestraft werden, unrecht geschieht?<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Warum werden nicht alle hier auf Erden gestraft? \u2014 H\u00f6re die Antwort, die Christus selbst auf diese Frage gibt! Als n\u00e4mlich beim Einsturz eines Turmes einige Leute ums Leben gekommen waren, sprach er zu denen, die dar\u00fcber betroffen waren: \u201eMeint ihr, dass diese gr\u00f6\u00dfere S\u00fcnder waren als alle andern? Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr euch nicht bekehrt, werdet ihr alle auf dieselbe Weise zugrunde gehen\u201c . Er gibt uns eine Mahnung, nicht vermessentlich zu vertrauen, wenn wir trotz unserer vielen S\u00fcnden keine Strafe erleiden, w\u00e4hrend andere gestraft werden. Denn wenn wir uns nicht bekehren, so werden wir gewiss dieselbe Strafe erleiden. <\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Wieso, fragt man, werden wir ewig gestraft werden, da wir doch hienieden nur kurze Zeit ges\u00fcndigt haben?\u00a0 \u2014 Wieso wird, frage ich dawider, ein Mensch f\u00fcr einen Mord, den er in einem Augenblick begangen hat, zu lebensl\u00e4nglicher Zwangsarbeit in den Metallbergwerken verurteilt? \u2014 Aber Gott tut das nicht, sagst du. \u2014 Warum, sagt mir, lie\u00df er aber den Gichtbr\u00fcchigen achtunddrei\u00dfig Jahre lang in so schwerer Strafe schmachten? Dass sein Leiden eine Strafe f\u00fcr S\u00fcnden war, vernimm aus seinem eigenen Munde: \u201eSiehe\u201c, spricht er, \u201edu bist gesund geworden; s\u00fcndige nun ferner nicht mehr!\u201c<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>\u2014 Aber er wurde ja doch davon erl\u00f6st, sagst du. Ja, aber dort wird es nicht so sein. Dass es dort keine Erl\u00f6sung geben wird, daf\u00fcr vernimm den Ausspruch Christi selbst: \u201eIhr Wurm wird nicht sterben und das Feuer nicht erl\u00f6schen\u201c , und: \u201eDiese werden zum ewigen Leben, jene aber zur ewigen Strafe gehen\u201c . Wenn nun das Leben ewig ist, so ist auch die Strafe ewig.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Siehst du nicht, was der Herr den Juden angedroht hatte? Traf nun diese Drohung nicht ein, oder waren es leere Worte? \u201eEs wird kein Stein auf dem andern bleiben\u201c . Nun, und blieb einer auf dem andern? Und das weitere, was er sprach: \u201eEs wird eine Tr\u00fcbsal sein, wie dergleichen keine gewesen ist\u201c?\u00a0 Hat sich\u2019s nicht erf\u00fcllt? Lies nur die Geschichte des Josephus (Flavius), und der Atem wird dir stehen bleiben beim blo\u00dfen H\u00f6ren der Dinge, die damals die Juden erlitten. Das sage ich, nicht um euch zu betr\u00fcben, sondern um euch nicht in falsche Sicherheit einzuwiegen und euch nicht durch unangebrachte Milde ein ungl\u00fcckliches Los zu bereiten. Warum, sag\u2019 mir, solltest du f\u00fcr S\u00fcnden nicht Strafe verdient haben? Hat dir der Herr nicht alles vorausgesagt? Hat er dir nicht gedroht? Hat er dir nicht Hilfe geleistet? Hat er nicht unendlich viel f\u00fcr dein Heil getan? Hat er dir nicht das Bad der Wiedergeburt geschenkt und alles Fr\u00fchere nachgelassen? Hat er dir nicht auch nach dieser S\u00fcndennachlassung und nach diesem Bad, wenn du wieder ges\u00fcndigt hast, seine Hilfe zur Bekehrung gew\u00e4hrt? Hat er dir nicht den Weg der S\u00fcndenvergebung leicht gemacht? <\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>H\u00f6re nur, welches Gebot er gegeben hat! \u201eWenn du deinem N\u00e4chsten vergibst, so vergebe ich auch dir\u201c , sagt er. Liegt darin eine Schwierigkeit? \u201eSchaffet Recht der Waise und nehmt euch der Witwe an bei Gericht\u201c, spricht er, \u201eund dann werden wir rechten mitsammen. Wenn eure S\u00fcnden rot w\u00e4ren wie Purpur, so will ich sie wei\u00df machen wie Schnee.\u201c\u00a0 Kostet das eine Anstrengung? \u201eBekenne deine S\u00fcnden, auf dass du der Rechtfertigung teilhaftig werdest!\u201c\u00a0 Ist das etwas Schweres? \u201eKaufe dich los von deinen S\u00fcnden durch Almosen!\u201c\u00a0 Geh\u00f6rt dazu besondere M\u00fche? Der Z\u00f6llner sprach blo\u00df: \u201eSei gn\u00e4dig mir S\u00fcnder!\u201c\u00a0 und er ging gerechtfertigt von dannen. Ist es denn schwer, diesem Z\u00f6llner es nachzutun?<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Und doch willst du es immer noch nicht glauben, dass es eine Strafe und eine r\u00e4chende Vergeltung gibt? \u201eGehet hinweg in das Feuer\u201c, hei\u00dft es, \u201edas dem Teufel bereitet ist!\u201c\u00a0 Gibt es keine H\u00f6lle, dann hat auch der Teufel keine Strafe zu erleiden. Wird aber der Teufel gestraft, dann auch wir; denn auch wir haben Gott den Gehorsam verweigert, wenn auch nicht auf dieselbe Weise. Wie du dich nur nicht f\u00fcrchtest und es wagst, eine so vermessene Rede zu f\u00fchren? Denn wenn du sagst: Gott liebt uns Menschen und straft uns darum nicht, und er straft euch dennoch, so erscheint er euch gegen\u00fcber nicht als Gott der Liebe. Siehst du, zu was f\u00fcr t\u00f6richten Reden euch der Teufel verleitet?<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>\u2014 Und was weiter? Werden denn wohl die M\u00f6nche, die einsam in Gebirgen wohnen und ungez\u00e4hlten Tugend\u00fcbungen obliegen, keinen Lohn daf\u00fcr empfangen? Denn wenn die B\u00f6sen nicht bestraft werden und es keine Vergeltung gibt, so k\u00f6nnte jemand mit dem gleichen Recht behaupten, dass es auch keine Belohnung der Guten geben wird. \u2014 Nein, antwortest du. Gerade das geziemt sich f\u00fcr Gott, dass es einen Himmel gebe, aber keine H\u00f6lle. \u2014 Also wird der Unz\u00fcchtige und der Ehebrecher und der schlimmste S\u00fcnder der n\u00e4mlichen Seligkeit teilhaftig werden wie jene, die sich durch ein enthaltsames und heiligm\u00e4\u00dfiges Leben ausgezeichnet haben? Und Paulus wird neben Nero gestellt werden, ja selbst der Teufel neben Paulus? Denn wenn es keine H\u00f6lle gibt, aber doch eine Auferstehung aller, dann werden die B\u00f6sen ja derselben Seligkeit teilhaftig werden wie die Gerechten. Welcher Mensch, und w\u00e4re er auch ganz vom Verstand gekommen, m\u00f6chte so etwas behaupten? Ja, welcher Teufel, frage ich, m\u00f6chte so etwas sagen? Denn auch die b\u00f6sen Geister bekennen, dass es eine H\u00f6lle gibt. Darum schrieen sie (zu Christi Zeiten): \u201eBist du hierher gekommen, uns vor der Zeit zu qu\u00e4len?\u201c\u00a0 F\u00fcrchtest du dich nicht, erschauderst du nicht davor, das zu leugnen, was selbst die b\u00f6sen Geister bekennen? Wie kannst du nur nicht sehen, wer der ist der dich so verderbliche S\u00e4tze lehrt? Es ist der, welcher schon von Anbeginn den Menschen betrogen, ihm Hoffnungen auf Gr\u00f6\u00dferes vorgespiegelt und ihm dabei das Gute, das er in H\u00e4nden hielt, entrissen hat; derselbe ist es auch jetzt, der dir solche Reden und Gedanken einfl\u00fcstert. Seine Absicht, warum er manche \u00fcberreden m\u00f6chte, zu denken, es gebe keine H\u00f6lle, ist die, dass er sie in die H\u00f6lle hinabst\u00fcrze, Gott dagegen droht mit der H\u00f6lle und hat sie vorbereitet, damit du dir die Drohung zu Gem\u00fcte f\u00fchrest und so lebest, dass du nicht in die H\u00f6lle kommst.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Es k\u00f6nnte noch die Frage entstehen, warum die b\u00f6sen Geister, wenn es keine H\u00f6lle g\u00e4be, doch ihren Glauben an eine solche bekannten, w\u00e4hrend der Teufel dich \u00fcberreden m\u00f6chte, nicht daran zu glauben, obzwar es doch eine gibt? Liegt ja jenen doch auch daran, dass wir nichts dergleichen f\u00fcrchten, damit wir auf diese Weise sorglos und um so leichtsinniger werden und so mit ihnen in jenes Feuer hinabst\u00fcrzen. Warum bekannten sie also, k\u00f6nnte man fragen, zu Jesu Zeit ihren Glauben an die H\u00f6lle? Sie konnten einfach dem Zwang, der sich ihnen aufdr\u00e4ngte, nicht widerstehen.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>(&#8230;)<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Siehst du denn nicht, was der Heiland schon hienieden getan hat? Wie er von den zwei R\u00e4ubern, die er neben sich hatte, nicht jedem dasselbe Schicksal zuteil werden lie\u00df, sondern den einen in den Himmel einf\u00fchrte, den andern aber zur H\u00f6lle schickte? Doch was spreche ich von einem R\u00e4uber und M\u00f6rder? Hat er doch seines Apostels nicht geschont, als er zum Verr\u00e4ter geworden war! Obzwar er voraussah, dass er dem Stricke zu renne, sich aufh\u00e4ngen und zerbersten werde \u2014 \u201eer barst mitten entzwei, und alle seine Eingeweide fielen heraus\u201c\u00a0 \u2014, obzwar er das alles voraus wusste, so lie\u00df er ihn doch alles das erleiden, um dich zum Glauben an die Strafen im Diesseits und Jenseits zu bewegen.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Betr\u00fcgt euch also nicht selbst, indem ihr euch vom Teufel beschwatzen lasst! Jawohl, Teufelsgedanken sind das. Denn wenn schon irdische Richter und Herren und Lehrer, auch Heiden, die Guten belohnen und die B\u00f6sen bestrafen, was w\u00e4re das f\u00fcr eine Gerechtigkeit, wenn bei Gott das Gegenteil der Fall w\u00e4re, wenn er den Guten und den B\u00f6sen ganz gleich behandelte? Wie sollten da die Menschen ablassen von der S\u00fcnde? Wenn sie schon jetzt, wo sie doch Strafe zu f\u00fcrchten haben und in best\u00e4ndiger Furcht vor den Richtern und den Gesetzen schweben, nicht abstehen von der S\u00fcnde, wie sollen sie erst dann davon ablassen, wenn sie sich auch noch frei gemacht haben von der Furcht vor einer Strafe nach dem Tode im Jenseits, ja, wenn sie nicht blo\u00df nicht in die H\u00f6lle, sondern sogar noch in den Himmel kommen sollen? Sag\u2019 nun, ist das Liebe, wenn man die Schlechtigkeit f\u00f6rdert, wenn man f\u00fcr die S\u00fcnde noch eine Belohnung in Aussicht stellt, wenn man den Enthaltsamen und den W\u00fcstling, den Gl\u00e4ubigen und den Gottlosen, Paulus und den Teufel ganz gleich einsch\u00e4tzt?<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Doch was ereifern wir uns noch weiter dar\u00fcber? \u2014 Ich bitte euch also, lasst ab von diesem Wahnsinn, kommt zu euch selbst, lehrt eure Seele Furcht und Zittern! So werdet ihr im Jenseits der H\u00f6lle entgehen, im Diesseits ein eingezogenes Leben f\u00fchren und einst die ewigen G\u00fcter erlangen, was uns allen zuteil werden m\u00f6ge durch die Gnade und Liebe unseres Herrn Jesus Christus, durch den und mit dem Ehre sei dem Vater zugleich mit dem Hl. Geiste bis in alle Ewigkeit. Amen.\u201d <\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><a href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/bkv\/kapitel2712-3.htm\">(aus \u201cBibliothek der Kirchenv\u00e4ter\u201d, Chrysostomus: Kommentar zum Briefe des hl. Paulus an die R\u00f6mer, 26. Homilie, Kap. 14, 4.-6.)<\/a><\/p>\n<hr id=\"HorizontaleLinie25\" align=\"CENTER\" size=\"3\" width=\"98%\" \/>\n<h2 class=\"Standard-Blocksatz\">\u00dcber die Unterordnung unter die Obrigkeit<\/h2>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Chrysostomos\">Johannes Chrysostomos (ca. 349 &#8211; 407 n.Chr.):<\/a><br \/>\n(Erzbischof von Konstantinopel, heute <a href=\"http:\/\/maps.google.de\/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=istanbul+t%C3%BCrkei&amp;ie=UTF8&amp;ll=41.47566,20.830078&amp;spn=12.667326,27.246094&amp;t=p&amp;z=5\">Istanbul\/T\u00fcrkei<\/a>)<\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>\u201c R\u00f6m Kap. 13, V. 1\u201410.<br \/>\nV. 1: \u201eJegliche Seele hat sich den obrigkeitlichen Gewalten unterzuordnen.\u201d<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Auf diesen Gegenstand legt der Apostel auch in andern Briefen viel Gewicht; wie er das Hausgesinde den Herren, so ordnet er die Untertanen den Herrschern unter. Er tut dies, um zu zeigen, dass Christus seine Gesetze nicht zum Umsturz der staatlichen Ordnung, sondern zu ihrer Verbesserung gegeben habe, und um uns zu belehren, dass wir nicht \u00fcberfl\u00fcssige und unn\u00fctze K\u00e4mpfe gegen dieselbe f\u00fchren sollen. Es gen\u00fcgen ja schon die Anfeindungen, denen wir der Wahrheit wegen ausgesetzt sind, und es ist nicht n\u00f6tig, noch \u00fcberfl\u00fcssige und unn\u00fctze Gefahren heraufzubeschw\u00f6ren.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>(&#8230;)<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>\u00a0\u201eDenn es gibt keine Obrigkeit ausser von Gott.\u201c<br \/>\n\u2014 Was sagst du da? Jede obrigkeitliche Person ist also von Gott eingesetzt? So meine ich das nicht, will der Apostel sagen; ich spreche jetzt nicht von jeder einzelnen obrigkeitlichen Person, sondern von der Obrigkeit im allgemeinen. Dass es \u00fcberhaupt obrigkeitliche Personen, dass es Herrscher und Untertanen gibt, dass nicht alles drunter und dr\u00fcber geht, dass die V\u00f6lker nicht wie Meereswogen hin- und hergetrieben werden, das, sag\u2019 ich, ist ein Werk der Weisheit Gottes. Darum sagt er nicht: \u201eDenn es gibt keine obrigkeitliche Person ausser von Gott\u201c, sondern von der Einrichtung spricht er, wenn er sagt: \u201eDenn es gibt keine Obrigkeit ausser von Gott.\u201c<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>\u00a0\u201eDie Obrigkeiten aber, die bestehen, sind von Gott angeordnet.\u201c<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>\u2014 So will auch jener Weise, wenn er sagt: \u201eVon Gott ist das Weib dem Manne verbunden\u201c , sagen, dass Gott die Ehe eingesetzt hat, nicht dass er jeden, der mit einem Weibe beisammen ist, selbst mit ihm verbindet. Wir sehen ja viele, die s\u00fcndhafterweise und doch nach Ehegesetz miteinander beisammen sind, und k\u00f6nnen dies doch wohl nicht Gott zuschreiben. Der Weise will an jener Stelle nur dasselbe sagen, was Christus einmal gesagt hat: \u201eDer von Anfang die Menschen schuf, hat sie als Mann und Weib erschaffen\u201c, und weiter: \u201eDarum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen\u201c.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Weil Gleichheit im Range oft Anlass zu Streit gibt, so hat Gott verschiedene Obrigkeits- und Untert\u00e4nigkeitsverh\u00e4ltnisse festgelegt, wie: zwischen Mann und Weib, zwischen Sohn und Vater, zwischen Greis und J\u00fcngling, zwischen Sklave und Freiem, zwischen Herrscher und Untertan, zwischen Lehrer und Sch\u00fcler. Was Wunder, dass das in der menschlichen Gesellschaft so ist, da doch Gott dasselbe beim menschlichen K\u00f6rper so eingerichtet hat! Er hat an demselben nicht allen Gliedern den gleichen Rang gegeben, sondern das eine weniger vornehm, das andere vornehmer geschaffen. Auch bei den Tieren kann man dieselbe Beobachtung machen, so bei den Bienen, bei den Kranichen und bei den wilden Schafherden. Sogar das Meer entbehrt dieser Ordnung nicht, sondern auch hier ordnet sich bei manchen Gattungen von Fischen die Menge einem einzigen Leitfisch unter und unternimmt so weite Streifz\u00fcge.\u201d<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><a href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/bkv\/kapitel2710.htm\">(aus \u201cBibliothek der Kirchenv\u00e4ter\u201d, Chrysostomus: Kommentar zum Briefe des hl. Paulus an die R\u00f6mer, 24. Homilie, Kap. 13, 1.)<\/a><\/p>\n<hr id=\"HorizontaleLinie21\" align=\"CENTER\" size=\"3\" width=\"98%\" \/>\n<h2 class=\"Standard-Blocksatz\"><a name=\"UeberdieSchoepfung\"><\/a>\u00dcber die Erschaffung des Menschen durch den dreieinigen Gott<\/h2>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Iren%C3%A4us_von_Lyon\">Iren\u00e4us von Lyon (ca. 135 &#8211; 202 n.Chr.):<\/a><br \/>\n(Bischof in Lugdunum in Gallien, heute <a href=\"http:\/\/maps.google.de\/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=lyon+frankreich&amp;ie=UTF8&amp;ll=46.800059,5.141602&amp;spn=11.581086,27.246094&amp;t=p&amp;z=5&amp;msa=0&amp;msid=103763259662194171141.000001119b4522f7b23c6\">Lyon\/Frankreich<\/a>)<\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>\u201cIn seiner Gr\u00f6\u00dfe also k\u00f6nnen wir Gott nicht erkennen, denn unm\u00f6glich ist es, den Vater zu messen. In seiner Liebe aber, die uns durch das Wort zu Gott hinf\u00fchrt, werden wir, wenn wir ihm gehorchen, immer besser verstehen, dass Gott so gro\u00df ist und durch sich selbst alles beschlossen, erw\u00e4hlt und ausgeschm\u00fcckt hat und alles umf\u00e4ngt. Somit auch diese Welt hienieden. Und unter dem, was von ihm umfasst wird, sind auch wir erschaffen. Hier\u00fcber sagt die Schrift: \u201eUnd es bildete Gott den Menschen, indem er den Schlamm der Erde nahm, und er hauchte in sein Antlitz den Hauch des Lebens\u201c [<a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=Gen2,7\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gen. 2,7<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Da formte Gott, der Herr, den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies in seine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen.\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>].<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Die Engel also haben uns nicht gemacht, noch gebildet, noch konnten sie uns nach dem Bilde Gottes machen, noch irgend ein anderer au\u00dfer dem Worte des Herrn, noch irgend eine Kraft, die von dem Vater des Weltalls weit entfernt war. Auch bedurfte Gott keiner solchen Hilfe, um das zu machen, was er bei sich beschlossen hatte, gleich als ob er selbst keine H\u00e4nde h\u00e4tte. Denn immer ist bei ihm das Wort und die Weisheit, der Sohn und der Geist, durch die und in denen er alles aus freiem Willen und Entschluss geschaffen hat. Zu ihnen spricht er auch: \u201eLasst uns den Menschen machen nach unserm Bild und Gleichnis\u201c [<a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=Gen1,26\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gen. 1,26<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns \u00e4hnlich. Sie sollen herrschen \u00fcber die Fische des Meeres, \u00fcber die V\u00f6gel des Himmels, \u00fcber das Vieh, \u00fcber die ganze Erde und \u00fcber alle Kriechtiere auf dem Land.\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>], indem er aus sich selbst die Substanz der Gesch\u00f6pfe und ihre Idee und ihre sch\u00f6ne reale Gestalt hernahm.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Es gibt einen sch\u00f6nen Ausspruch der Schrift, welcher lautet: \u201eZuerst vor allem glaube, dass es einen Gott gibt, der das Weltall geschaffen und aus dem Nichtsein alles Sein gemacht und vollendet hat. Alles umfasst er, und von niemand wird er umfasst\u201c [<a href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/bkv\/kapitel19.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hirte des Hermas 2,1<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"\u201eF\u00fcrs allererste: glaube, da\u00df es &lt;b&gt; einen &lt;\/b&gt; Gott gibt, der alles erschaffen und vollendet und aus Nichts gemacht hat, da\u00df es sei, indem er auch alles umfa\u00dft, w\u00e4hrend er allein unfa\u00dfbar ist, (...)\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>]. Sch\u00f6n hei\u00dft es aber auch bei dem Propheten Malachias: \u201eIst nicht einer Gott, der uns erschaffen hat? Ist nicht einer der Vater von uns allen?\u201c[<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Maleachi2%2C10\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mal 2,10<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Haben wir nicht alle denselben Vater? Hat nicht der eine Gott uns alle erschaffen? Warum handeln wir dann treulos, einer gegen den andern, und entweihen den Bund unserer V\u00e4ter?\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] Desgleichen sagt auch der Apostel: \u201eEin Gott Vater, der \u00fcber allem und in uns allen ist\u201c [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Epheser4%2C6\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Eph 4,6<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"ein Gott und Vater aller, der \u00fcber allem und durch alles und in allem ist. \"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] . In gleicher Weise spricht auch der Herr: \u201eAlles ist mir von meinem Vater \u00fcbergeben worden\u201c [<a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=Mat11,27\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Mat 11,27<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Mir ist von meinem Vater alles \u00fcbergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>]; offenbar von dem, welcher alles gemacht hat. Denn nicht Fremdes, sondern das Eigene \u00fcbergab er ihm. Wenn aber alles, dann ist nichts seiner Macht entzogen, und deshalb ist er auch der Richter der Lebendigen und der Toten; \u201eer hat den Schl\u00fcssel Davids, er \u00f6ffnet, und niemand schlie\u00dft, er schlie\u00dft, und niemand \u00f6ffnet\u201c [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Offenbarung3%2C7\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Off 3,7<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"An den Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe: So spricht der Heilige, der Wahrhaftige, der den Schl\u00fcssel Davids hat, der \u00f6ffnet, sodass niemand mehr schlie\u00dfen kann, der schlie\u00dft, sodass niemand mehr \u00f6ffnen kann:(...)\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>]. Kein anderer weder im Himmel, noch auf der Erde, noch unter der Erde konnte das Buch des Vaters \u00f6ffnen, noch ihn sehen, als das Lamm, welches geschlachtet wurde und mit seinem Blute uns erl\u00f6ste. Von ebendemselben, der alles durch das Wort gemacht und mit seiner Weisheit geschm\u00fcckt hat, empfing er auch die Gewalt \u00fcber alles, als das Wort Fleisch wurde.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Nun herrscht das Wort auch auf Erden, wie es im Himmel geherrscht hat, denn als gerechter Mensch \u201etut es keine S\u00fcnde, noch wird in seinem Munde Falsch gefunden\u201c [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Petrus2%2C22\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1. Petr 2,22<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Er hat keine S\u00fcnde begangen und in seinem Mund war kein tr\u00fcgerisches Wort.&lt;span id=&quot;b27ref60002022footnote4&quot; class=&quot;footnote&quot;&gt;&lt;\/span&gt;\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>], herrscht auch unter der Erde, da es der Erstgeborene der Toten geworden ist. So sah, wie wir gesagt haben, alles seinen K\u00f6nig, und im Fleische des Herrn begegnete uns das Licht des Vaters, strahlte von seinem Fleische auf uns aus, und so kam der Mensch zur Unverweslichkeit, indem er von dem v\u00e4terlichen Lichte umgeben wurde.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Und dass das Wort, d. h. der Sohn, immer bei dem Vater war, haben wir vielfach dargetan. Dass aber auch die Weisheit, d. h. der Geist, bei ihm vor aller Sch\u00f6pfung war, sagt er durch Salomon: \u201eGott hat durch die Weisheit die Erde gegr\u00fcndet, den Himmel bereitet durch die Klugheit. Durch seinen Geist brachen die Abgr\u00fcnde hervor und die Wolken tr\u00e4ufelten Tau\u201c [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Spr%C3%BCche3%2C19-20\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spr 3,19-20<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"&lt;\/i&gt;Der Herr hat die Erde mit Weisheit gegr\u00fcndet und mit Einsicht den Himmel befestigt. Durch sein Wissen brechen die tiefen Quellen hervor und tr\u00e4ufeln die Wolken den Tau herab.&lt;i&gt;\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] .Und wiederum; \u201eDer Herr schuf mich am Anfang seiner Wege zu seinen Werken, vor der Ewigkeit gr\u00fcndete er mich, im Anfang, bevor er die Erde machte, bevor er die Abgr\u00fcnde festlegte, und bevor die Wasserquellen hervorgingen und die Berge befestigt wurden, vor allen H\u00fcgeln erzeugte er mich\u201c [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Spr%C3%BCche8%2C22-25\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spr 8,22-25<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>]. Und wiederum: \u201eAls er den Himmel bereitete, war ich bei ihm, und als er die festen Quellen des Abgrundes machte, als er die starken Fundamente der Erde legte, war ich bei ihm helfend. Ich war es, mit dem er sich freute, t\u00e4glich aber freute ich mich vor seinem Angesichte zu jeder Zeit, als er sich freute \u00fcber die Vollendung des Erdkreises, und er erg\u00f6tzte sich unter den Menschenkindern\u201c [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Spr%C3%BCche8%2C27-31\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spr 8,27-31<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"&lt;\/i&gt;Als er den Himmel baute, war ich dabei, als er den Erdkreis abma\u00df \u00fcber den Wassern, als er droben die Wolken befestigte und Quellen str\u00f6men lie\u00df aus dem Urmeer, als er dem Meer seine Satzung gab und die Wasser nicht seinen Befehl \u00fcbertreten durften, als er die Fundamente der Erde abma\u00df, da war ich als geliebtes Kind bei ihm. Ich war seine Freude Tag f\u00fcr Tag und spielte vor ihm allezeit. Ich spielte auf seinem Erdenrund und meine Freude war es, bei den Menschen zu sein.&lt;i&gt;\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>].<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Der eine Gott also, der durch sein Wort und die Weisheit alles gemacht und geordnet hat, ist auch der Demiurg, der diese Welt dem Menschengeschlecht angewiesen hat. In seiner Gr\u00f6\u00dfe ist er allen denen, die er gemacht hat, unbekannt, denn keiner von den Alten, die dahingegangen sind, noch von denen, die jetzt noch leben, hat seine H\u00f6he erforscht; in seiner Liebe aber wird er immer von dem erkannt, durch den er alles gemacht hat. Das ist aber sein Wort, unser Herr Jesus Christus, der in den letzten Zeiten Mensch unter Menschen geworden ist, um das Ende mit dem Anfang zu verbinden, d. h. den Menschen mit Gott. Deswegen empfingen die Propheten von demselben Worte die Prophetengabe und verk\u00fcndeten seine Ankunft im Fleische, wodurch die Vermischung und Vereinigung des Menschen mit Gott nach dem Wohlgefallen des Vaters bewirkt wurde. Hatte doch das Wort von Anfang an vorherverk\u00fcndigt, dass \u201eGott von den Menschen geschaut werden\u201c [<a class=\"bibleserver extern\" href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/text\/SLT\/Baruch3%2C37\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bar 3,37<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Er hat den Weg der Weisheit ganz erkundet und hat sie Jakob, seinem Diener, verliehen, Israel, seinem Liebling. \"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] und mit ihnen auf Erden verkehren und sprechen wird und beistehen seinem Gesch\u00f6pfe, und es retten und von ihm sich aufnehmen lassen wird und uns \u201eerretten werde aus den H\u00e4nden aller, die uns hassen\u201c [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Lukas1%2C71\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lk 1,71<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"&lt;span class=&quot;verseNumber&quot;&gt; &lt;\/span&gt;Er hat uns errettet vor unseren Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen; \"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] , d. h. von jedem Geist des Ungehorsams, und bewirken, dass wir \u201eihm dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit alle unsere Tage\u201c [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Lukas1%2C75\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lk 1,75<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor seinem Angesicht all unsre Tage. \"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>], damit der Mensch den Geist Gottes umarme und eingehe in die Herrlichkeit des Vaters.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><a href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/bkv\/kapitel694-4.htm\">(aus \u201cBibliothek der Kirchenv\u00e4ter\u201d, Iren\u00e4us von Lyon: Gegen die H\u00e4resien, 4. Buch, 20.Kap.,5. Abs.)<\/a><\/p>\n<hr id=\"HorizontaleLinie26\" align=\"CENTER\" size=\"3\" width=\"98%\" \/>\n<h2 class=\"Standard-Blocksatz\"><a name=\"DreieinigkeitGottes\"><\/a>\u00dcber die Dreieinigkeit Gottes<\/h2>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tertullian\">Tertullian (ca. 150 -230 n.Chr.):<\/a><br \/>\n(christlicher Schriftsteller, geb. in <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karthago\">Karthago<\/a> im heutigen <a href=\"http:\/\/maps.google.de\/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=tunesien&amp;ie=UTF8&amp;ll=38.959409,12.832031&amp;spn=26.21608,54.492188&amp;t=p&amp;z=4\">Tunesien<\/a>, lebte nach seiner Bekehrung zum Christentum in <a href=\"http:\/\/maps.google.de\/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=rom,+Italien&amp;ie=UTF8&amp;ll=42.183759,12.513428&amp;spn=6.267461,13.623047&amp;t=p&amp;z=6\">Rom, Italien<\/a>)<\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>\u201c(&#8230;)Vor allem dem [der Erschaffung der Welt] n\u00e4mlich existierte Gott allein und war sich selbst Welt, Raum und alles. Allein existierte er, weil nichts au\u00dfer ihm war. Er war aber auch nicht einmal damals allein. Denn er hatte bei sich die Vernunft, die er in sich selbst hatte, die seinige. Denn Gott ist vern\u00fcnftig und die Vernunft ist in Gott das erste, und so kommt von ihm alles. Diese Vernunft ist seine Erkenntnis. Die Griechen nennen sie Logos, wof\u00fcr wir das Wort &#8220;Wort&#8221; brauchen. Daher ist es bei den Unsern infolge schlichter \u00dcbersetzung gebr\u00e4uchlich, zu sagen, &#8220;das Wort sei im Anfange bei Gott gewesen&#8221;, da man doch richtiger die Vernunft f\u00fcr \u00e4lter halten m\u00fcsste, weil Gott nicht blo\u00df von Anfang an mit dem Worte, sondern auch noch vor dem Anfange mit der Vernunft versehen war und weil das Wort selbst, das auf der Vernunft basiert, anzeigt, dass letztere als seine Substanz das \u00e4ltere sei. Jedoch auch so macht es keinen Unterschied. Denn, wenngleich Gott sein Wort noch nicht hatte ausgehen lassen, so hatte er es doch ebenso mit und in der Vernunft selbst bei sich, indem er schweigend dachte und mit sich \u00fcberlegte, was er durch das Wort alsbald aussprechen wollte. Indem er n\u00e4mlich mit seiner Vernunft ratschlagte und \u00fcberlegte, machte er sie, die er mit dem Worte behandelte, zum Worte.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Um dies besser zu verstehen, erinnere Dich zuvor an Dich selber als an ein Bild und Gleichnis Gottes [<a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=Gen1,26\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gen. 1,26<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns \u00e4hnlich. Sie sollen herrschen \u00fcber die Fische des Meeres, \u00fcber die V\u00f6gel des Himmels, \u00fcber das Vieh, \u00fcber die ganze Erde und \u00fcber alle Kriechtiere auf dem Land.\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] , zu welchem Zwecke Du die Vernunft in Dir hast. Denn Du bist ein mit Vernunft begabtes Wesen, und nicht bloss von einem mit Vernunft begabten Bildner geschaffen, sondern auch aus seiner Substanz beseelt. Betrachte, wie sich in Dir, wenn Du schweigend mit Dir selbst durch die Vernunft zu Kate gehest, genau dasselbe zutr\u00e4gt, indem sie Dir bei jeder Bewegung Deines Denkens, bei jeder Regung Deiner Erkenntnis mit dem Worte entgegenkommt. Alles, was Du gedacht hast, ist Wort, was Du einsiehst, ist Vernunft. Du musst es in Deinem Geiste aussprechen, und wenn Du es aussprichst, so f\u00fchlst Du, dass das Wort mitspricht. Darin besteht eben diese Eigent\u00fcmlichkeit selbst, kraft deren Du mit ihm denkend sprichst und sprechend denkst. So findet sich gewisserma\u00dfen in Dir ein zweites Wort, durch welches Du beim Denken sprichst und durch welches Du sprechend denkst; das Wort selbst ist ein zweites. Um wie viel vollkommener geht nun aber dieser Vorgang in Gott vor sich, f\u00fcr dessen Bild und \u00c4hnlichkeit Du auch angesehen wirst! Denn er hat seine Vernunft und in der Vernunft das Wort in sich, sogar wenn er schweigt. Ich konnte also ohne Verwegenheit den Satz vorausschicken, Gott sei auch vor Erschaffung des Weltall nicht allein gewesen, da er ebenfalls seine Vernunft und in der Vernunft das Wort in sich selbst hatte, welch letzteres er durch Ansto\u00dfen zur zweiten Person in sich macht.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Diese Macht und dieses Verhalten der g\u00f6ttlichen Erkenntnis tritt in der hl. Schrift auch am Namen der Sophia zutage. Denn was ist weiser als die Vernunft, Gottes oder sein Wort? Vernimm daher von der Sophia, als von der erschaffenen zweiten Person auch die Worte: &#8220;Zuerst schuf mich der Herr, als den Anfang der Wege zu seinen Sch\u00f6pfungen, bevor er die Erde machte, bevor die Berge hingestellt wurden; vor den H\u00fcgeln erzeugte er mich&#8221; [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Spr%C3%BCche8%2C22-25\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spr 8,22-25<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"&lt;\/i&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;div id=&quot;b27ref20008025&quot; class=&quot;v20008025 verse highlight&quot;&gt;Der Herr hat mich geschaffen im Anfang seiner Wege, vor seinen Werken in der Urzeit; in fr\u00fchester Zeit wurde ich gebildet, am Anfang, beim Ursprung der Erde. Als die Urmeere noch nicht waren, wurde ich geboren, als es die Quellen noch nicht gab, die wasserreichen. Ehe die Berge eingesenkt wurden, vor den H\u00fcgeln wurde ich geboren.&lt;i&gt;&lt;i&gt;\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>], n\u00e4mlich in seiner Erkenntnis schaffend und zeugend. Erkenne sodann, wie sie bei der Trennung selbst bei ihm steht: &#8220;Als er den Himmel bereitete, war ich zugegen bei ihm zugleich, und als er die Feste gr\u00fcndete \u00fcber den Winden, die dar\u00fcber befindlichen Wolken, und als er ihre Quellen sicherstellte, die unter dem Himmel sind, da war ich mit ihm, alles festigend; ich war es, bei der er sich erfreute; alle Tage aber erg\u00f6tzte ich mich in seiner Person.&#8221; [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Spr%C3%BCche8%2C27-30\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spr 8,27-30<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"&lt;\/i&gt;&lt;\/i&gt;Als er den Himmel baute, war ich dabei, als er den Erdkreis abma\u00df \u00fcber den Wassern, als er droben die Wolken befestigte und Quellen str\u00f6men lie\u00df aus dem Urmeer, als er dem Meer seine Satzung gab und die Wasser nicht seinen Befehl \u00fcbertreten durften, als er die Fundamente der Erde abma\u00df, da war ich als geliebtes Kind bei ihm. Ich war seine Freude Tag f\u00fcr Tag und spielte vor ihm allezeit.&lt;i&gt;\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] Denn sobald Gott das, was er in sich mit der Vernunft, der Sophia und dem Wort beratschlagt hatte, in den betreffenden Substanzen und Arten hervortreten lassen wollte, brachte er zuerst das Wort selbst hervor, welches seine besondere Erkenntnis und Sophia in sich barg, damit das Weltall ins Dasein trete durch dasselbe Wort, durch welches es gedacht und beschlossen, oder richtiger schon gemacht worden war, insofern es sich in der g\u00f6ttlichen Erkenntnis befand. Denn nur das fehlte dem Weltall noch, dass es auch in seinen Einzeldingen und Substanzen offen erkannt und ergriffen w\u00fcrde.<\/i><\/div>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Seine Eigenart und seinen Schmuck, seinen Laut und Ton empfing das Wort selbst damals, als Gott sprach: &#8220;Es werde Licht&#8221;.[<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Mose1%2C3\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gen 1,3<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"(...)\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] Das ist die eigentliche Geburt des Wortes, wenn es aus Gott ausgeht, nachdem es von ihm unter dem Namen der Sophia zuerst zum Denken gegr\u00fcndet worden war. &#8220;Der Herr gr\u00fcndete mich am Anfang der Wege.&#8221; [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Spr%C3%BCche8%2C22\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spr 8,22<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht. \"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] Sodann wurde es zum Wirken gezeugt: &#8220;Als er den Himmel bereitete, war ich bei ihm.&#8221; [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Spr%C3%BCche8%2C27\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spr 8,27<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Als er den Himmel baute, war ich dabei, als er den Erdkreis abma\u00df \u00fcber den Wassern,(...)\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] Darnach machte er es sich gleich. Durch sein Ausgehen aus ihm ist es sein &#8220;eingeborener Sohn&#8221; [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Kolosser1%2C15\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kol 1,15<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Sch\u00f6pfung.&lt;span id=&quot;b27ref51001015footnote3&quot; class=&quot;footnote&quot;&gt;&lt;\/span&gt;\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] geworden, weil vor allem geboren, und zugleich einziger Sohn, weil allein aus Gott geboren im eigentlichen Sinne aus dem Mutterscho\u00dfe seines Herzens, wie der Vater selber bezeugt: &#8220;Mein Herz lie\u00df aufsteigen das vortreffliche Wort&#8221;. [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Psalm45%2C2\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ps 45,2<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Mein Herz flie\u00dft \u00fcber von froher Kunde, ich weihe mein Lied dem K\u00f6nig. Meine Zunge gleicht dem Griffel des flinken Schreibers.\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] Sodann sich \u00fcber ihn freuend, sagt er zu ihm, der sich ebenfalls an seiner Person erfreute: &#8220;Du bist mein Sohn, heute habe ich Dich gezeugt&#8221; [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Psalm2%2C7\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ps 2,7<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Den Beschluss des Herrn will ich kundtun. Er sprach zu mir: \u00abMein Sohn bist du. Heute habe ich dich gezeugt.\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] und &#8220;vor dem Morgenstern habe ich Dich gezeugt.&#8221;\u00a0 In \u00e4hnlicher Weise bekannte auch der Sohn in seiner Person unter dem Namen der Sophia den Vater: &#8220;Der Herr hat mich gegr\u00fcndet zum Anfang der Wege zu seinen Werken&#8221;; &#8220;vor allen H\u00fcgeln hat er mich gezeugt.&#8221; [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Spr%C3%BCche8%2C22-25\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spr 8,22-25<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"&lt;\/i&gt;Der Herr hat mich geschaffen im Anfang seiner Wege, vor seinen Werken in der Urzeit; in fr\u00fchester Zeit wurde ich gebildet, am Anfang, beim Ursprung der Erde. Als die Urmeere noch nicht waren, wurde ich geboren, als es die Quellen noch nicht gab, die wasserreichen. Ehe die Berge eingesenkt wurden, vor den H\u00fcgeln wurde ich geboren.&lt;i&gt;\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>], Wenn hier die Sophia allerdings zu sagen scheint, dass sie vom Herrn zu seinen Werken und Wegen gegr\u00fcndet sei, anderw\u00e4rts dagegen erkl\u00e4rt wird, dass durch das Wort alles und ohne dasselbe nichts gemacht worden sei, [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Johannes1%2C3\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Joh 1,3<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] wie es auch wiederum heisst: &#8220;Durch sein Wort sind die Himmel befestigt und durch seinen Geist alle ihre Gewalten&#8221;, [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Psalm33%2C6\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ps 33,6<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Durch das Wort des Herrn wurden die Himmel geschaffen, ihr ganzes Heer durch den Hauch seines Mundes.\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] nat\u00fcrlich durch den Geist, der dem Worte innewohnte, &#8212;- dann leuchtet ein, dass der Name &#8220;Sophia&#8221; und die Bezeichnung &#8220;Wort&#8221;, die den Anfang der Wege zu den Werken Gottes erhielt und den Himmel befestigte, durch welche alles gemacht und ohne die nichts gemacht worden ist, &#8212;- eine und dieselbe Bedeutung haben.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Doch nun nichts mehr \u00fcber den Irrtum, als sei es nicht das Wort selber, das auch unter dem Namen der Sophia, des Intellektes und des gesamten g\u00f6ttlichen Odems und Geistes Sohn Gottes geworden ist, von welchem letztern es ausging und erzeugt wurde! Folglich gebt Ihr zu, fragt man uns, dass das Wort, das auf dem Geiste und der \u00dcbergabe der Sophia beruht, eine Substanz sei? Allerdings. Man will n\u00e4mlich nicht, dass das Wort kraft seiner ihm eigent\u00fcmlichen Substanz Substanzialit\u00e4t habe, dass es nicht als Ding f\u00fcr sich und als Person erscheine und dass somit der von Gott als zweiter hingestellte nicht imstande sei, das Dasein zweier Personen zu bewirken, des Vaters und des Sohnes, Gottes und des Wortes. &#8216; Denn, sagt man, was ist denn Wort anders als ein Laut und Ton des Mundes, oder wie die Grammatiker sagen, bewegte Luft, die dem Geh\u00f6r vernehmlich wird, im \u00fcbrigen aber etwas Wesenloses, Leeres und Unk\u00f6rperliches?<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Dagegen behaupte ich, aus Gott kann nichts Wesenloses und Leeres hervorgehen, weil es n\u00e4mlich nicht aus etwas selbst Wesenlosem und Leerem hervorgegangen ist, und was von einer so erhabenen Substanz ausging und so bedeutende Substanzen hervorrief, das kann nicht selber ohne Substanz sein. Denn, was durch ihn geschaffen worden ist, das erschuf er selber. Was sollte es heissen, wenn der, von welchem alles gemacht worden ist, selber nichts w\u00e4re, dass ein Wesenloser das Stoffliche, das Leere Volles, der Unk\u00f6rperliche K\u00f6rperliches gemacht habe?! Wenn das Bewirkte auch manchmal vom Bewirkenden verschieden sein kann, so kann doch nichts gewirkt werden durch ein wesenloses und leeres Ding. Ist nun wohl das Wort Gottes, das auch Sohn genannt, das sogar selbst als Gott bezeichnet wird, etwas Leeres und Wesenloses? &#8220;Das Wort war bei Gott und Gott war das Wort.&#8221; Es steht geschrieben: &#8220;Du sollst den Namen Gottes nicht eitel nennen.&#8221; Es ist ganz gewiss dasselbe mit dem, &#8220;der, da er als ein Bild Gottes hingestellt war, es nicht f\u00fcr Raub hielt, Gott gleich zu sein&#8221;.[<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Philipper2%2C6\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Phil 2,6<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein,&lt;span id=&quot;b27ref50002006footnote1&quot; class=&quot;footnote&quot;&gt;&lt;\/span&gt; (...)\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] Aber in welchem Bilde Gottes? Jedenfalls nicht in einem un\u00e4hnlichen, nicht in einem schlechten. Denn wer wollte leugnen, dass Gott, obwohl Geist, doch auch K\u00f6rper sei. Denn der Geist ist K\u00f6rper in seiner Weise, in seinem Bilde. Ja auch die unsichtbaren Dinge, so viel deren existieren, haben bei Gott sowohl ihren K\u00f6rper als auch ihre Gestalt, wodurch sie Gott sichtbar sind; um wie viel weniger wird das, was aus seiner Substanz selber hervorgegangen ist, der Substanzialit\u00e4t entbehren. Welches nun auch die Substanz des Wortes ist, ich nenne es eine Person, lege ihm den Namen Sohn bei, und indem ich es als Sohn anerkenne, behaupte ich, er sei der zweite nach dem Vater.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>(&#8230;) Bei uns kennt der Sohn allein den Vater, er hat den Scho\u00df des Vaters selbst beschrieben; [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Johannes1%2C18\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Joh 1,18<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.&lt;span id=&quot;b27ref43001018footnote4&quot; class=&quot;footnote&quot;&gt;&lt;\/span&gt;\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] er hat beim Vater alles geh\u00f6rt und gesehen, und was ihm vom Vater aufgetragen worden ist, das verk\u00fcndet er; er tut nicht seinen Willen, sondern den des Vaters, den er ganz genau, ja sogar von Anfang an gekannt hat. &#8220;Denn wer weiss, was in Gott ist, als der Geist, der in ihm ist&#8221;? [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Korinther2%2C11\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1. Kor. 2,11<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Wer von den Menschen kennt den Menschen, wenn nicht der Geist des Menschen, der in ihm ist? So erkennt auch keiner Gott - nur der Geist Gottes. \"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] Das Wort ist aber auf den Geist gebaut, ja es ist gewisserma\u00dfen der K\u00f6rper des Geistes. Das Wort ist also stets im Vater, wie es heisst: &#8220;Ich Mir im Vater&#8221; [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Johannes14%2C11\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Joh 14,11<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"(...)\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] und stets bei dem Vater, wie geschrieben steht: &#8220;Das Wort war bei Gott&#8221; [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Johannes1%2C1\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Joh 1,1<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke!\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] und es ist niemals vom Vater getrennt, noch ein anderes als der Vater. Denn &#8212;- &#8220;ich und der Vater sind eins&#8221;. [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Johannes10%2C30\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Joh 10,30<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Ich und der Vater sind eins.\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>]<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Das ist die Probole [Hervorbringung] in der richtigen Lehre, die Wahrerin der Einheit, wonach wir den Sohn vom Vater hervorgebracht, aber nicht abgesondert sein lassen. Gott hat n\u00e4mlich, wie auch der Paraklet [Hl. Geist] lehrt, das Wort hervorgebracht, wie eine Wurzel den Sch\u00f6ssling, eine Quelle den Bach oder die Sonne den Strahl. Denn auch diese Einzelwesen sind eine Probole der Substanzen, aus denen sie hervorgehen. Ich w\u00fcrde gar keinen Anstand nehmen, auch den Sohn Sch\u00f6ssling der Wurzel, Bach der Quelle und Strahl der Sonne zu nennen. Denn jeder Ursprung ist ein Vater, und alles, was aus dem Ursprung hervorgeht, ist ein Abk\u00f6mmling davon, noch viel mehr also das Wort Gottes, welches sogar im eigentlichen Sinne den Namen Sohn bekommen hat. Der Sch\u00f6ssling reisst sich ebenso wenig von der Wurzel, der Bach von der Quelle und der Strahl von der Sonne los, als das Wort von Gott. Nach Analogie solcher Beispiele rede ich also, wie ich gestehe, von zweien, von Gott und seinem Wort, vom Vater und seinem Sohn. Denn auch der Sch\u00f6ssling und die Wurzel sind zweierlei Dinge, aber sie sind verbunden; der Bach und die Quelle zwei verschiedene Einzelwesen aber ungeteilt; die Sonne und der Strahl zwei Formen, aber zusammenh\u00e4ngend. Alles, was aus irgend etwas anderem hervorgeht, ist notwendig das zweite nach dem, woraus es hervorgeht, aber darum doch nicht von ihm getrennt. Wo ein zweiter ist, da sind zwei, und wo ein dritter, drei. Der dritte ist n\u00e4mlich der Geist von Vater und Sohn, wie das dritte die aus dem Sch\u00f6ssling hervorgehende Frucht, der aus dem Bach von der Quelle entstehende Fluss, das aus dem Strahl von der Sonne kommende Lichtfl\u00e4mmchen. Nichts jedoch wird von seinem Mutterwesen, woraus es seine Eigenschaften ableitet, losgerissen. So tut auch die Dreifaltigkeit, die vom Vater durch zusammenh\u00e4ngende und an einander gef\u00fcgte Stufen herkommt, der Monarchie keinen Eintrag, sondern leistet dem Wesen der \u00d6konomie Vorschub.\u201d <\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><a href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/bkv\/kapitel1905-4.htm\">(aus \u201cBibliothek der Kirchenv\u00e4ter\u201d, Tertullian: Gegen Praxeas, 5.-8. Kap.)<\/a><\/p>\n<hr id=\"HorizontaleLinie27\" align=\"CENTER\" size=\"3\" width=\"98%\" \/>\n<h2 class=\"Standard-Blocksatz\"><a name=\"GeistesWundergaben\"><\/a>\u00dcber die Geistes- und Wundergaben<\/h2>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Justin_der_M%C3%A4rtyrer\">Justin der M\u00e4rtyrer (ca. 100 &#8211; 165 n.Chr.)<\/a>:<br \/>\n(christlicher Philosoph in <a href=\"http:\/\/maps.google.de\/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=rom,+Italien&amp;ie=UTF8&amp;ll=42.183759,12.513428&amp;spn=6.267461,13.623047&amp;t=p&amp;z=6\">Rom, Italien<\/a>)<\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>\u201c2. Gleichwie Gott damals um jener siebentausend Mann willen seinen Zorn zur\u00fcckhielt, ebenso lie\u00df beziehungsweise l\u00e4\u00dft er auch jetzt noch nicht sein Gericht kommen, da er wei\u00df, da\u00df es noch t\u00e4glich solche gibt, die J\u00fcnger seines Christus werden und den Weg des Irrtums verlassen, welche auch, erleuchtet durch den Namen dieses Christus, je nach dem Ma\u00dfe ihrer W\u00fcrdigkeit Gaben empfangen, indem der eine den Geist des Verstandes, ein anderer den des Rates, dieser den Geist der St\u00e4rke, jener den der Heilung, der eine den Geist der Prophetie, der andere den der Belehrung, wieder ein anderer den der Furcht Gottes erh\u00e4lt\u201d [vgl. <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Jesaja11%2C2\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jes 11,2<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Der Geist des Herrn l\u00e4sst sich nieder auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der St\u00e4rke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht. \"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>, <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Korinther12%2C7-10\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1. Kor 12,7-10<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"&lt;\/i&gt;Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen n\u00fctzt. Dem einen wird vom Geist die Gabe geschenkt, Weisheit mitzuteilen, dem andern durch den gleichen Geist die Gabe, Erkenntnis zu vermitteln, dem dritten im gleichen Geist Glaubenskraft, einem andern - immer in dem einen Geist - die Gabe, Krankheiten zu heilen, einem andern Wunderkr\u00e4fte, einem andern prophetisches Reden, einem andern die F\u00e4higkeit, die Geister zu unterscheiden, wieder einem andern verschiedene Arten von Zungenrede, einem andern schlie\u00dflich die Gabe, sie zu deuten.&lt;i&gt;\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] (&#8230;) Es wurde doch prophezeit, da\u00df\u00a0 Christus nach seiner Himmelfahrt uns vom Irrtum befreie, gefangen nehme und uns Geschenke gebe. Es hei\u00dft [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Psalm68%2C19\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ps 68,19<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Du zogst hinauf zur H\u00f6he, f\u00fchrtest Gefangene mit; du nahmst Gaben entgegen von den Menschen. Auch Emp\u00f6rer m\u00fcssen wohnen bei Gott, dem Herrn. \"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>, vgl. <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Epheser4%2C8\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Eph 4,8<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Deshalb hei\u00dft es: Er stieg hinauf zur H\u00f6he und erbeutete Gefangene, er gab den Menschen Geschenke.&lt;span id=&quot;b27ref49004008footnote1&quot; class=&quot;footnote&quot;&gt;&lt;\/span&gt;\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>]: ,Er fuhr auf in die H\u00f6he, nahm gefangen die Gefangenschaft, gab Geschenke den Menschen.\u2019 5. Da wir nun von Christus, der in die H\u00f6he aufgefahren ist, Geschenke erhalten haben, beweisen wir euch, die ihr ,bei euch selbst weise und vor euren eigenen Augen verst\u00e4ndig\u2019\u00a0 [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Jesaja5%2C21\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jes 5,21<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Weh denen, die in ihren eigenen Augen weise sind und sich selbst f\u00fcr klug halten. \"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] seid, aus den prophetischen Worten, da\u00df ihr t\u00f6richt seid und Gott und seinen Christus nur ,mit den Lippen ehrt\u2019 [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Jesaja29%2C13\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jes 29,13<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Der Herr sagte: Weil dieses Volk sich mir nur mit Worten n\u00e4hert und mich blo\u00df mit den Lippen ehrt, sein Herz aber fern h\u00e4lt von mir, weil seine Furcht vor mir nur auf einem angelernten menschlichen Gebot beruht, (...)\"><span style=\"color: #333333;\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>]; wir dagegen, die wir die Weisheit aus der Quelle der vollen Wahrheit gesch\u00f6pft haben, ehren dieselben in der Tat, in der Erkenntnis und von Herzen bis zu unserem Tode.\u201d <\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><a href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/bkv\/kapitel100-38.htm\">(aus \u201cBibliothek der Kirchenv\u00e4ter\u201d, Justin der M\u00e4rtyrer: Dialog mit dem Juden Trypho, Abs.39,1+4)<\/a><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>\u201cBei uns gibt es n\u00e4mlich noch bis auf den heutigen Tag prophetische Charismen. Daraus solltet auch ihr ersehen, da\u00df sie von eurem Volke [der Jude], wo sie ehedem waren, auf uns \u00fcbertragen wurden.\u201d<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><a href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/bkv\/kapitel100-81.htm\">(aus \u201cBibliothek der Kirchenv\u00e4ter\u201d, Justin der M\u00e4rtyrer: Dialog mit dem Juden Trypho, Abs.82,1)<\/a><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>\u201c5. Die Geistesgaben ruhten nun, das hei\u00dft sie h\u00f6rten auf, sobald jener [Jesus Christus] kam, nach welchem sie infolge dieses unter den Seinigen in der Zeit verwirklichten Heilsplanes bei euch [Juden] aufh\u00f6ren mu\u00dften, um in ihm ruhend gem\u00e4\u00df der Prophezeiung zu Geschenken zu werden, welche er an jeden Christgl\u00e4ubigen, den er f\u00fcr w\u00fcrdig h\u00e4lt, erteilt durch die G\u00fcte jenes m\u00e4chtigen Geistes. 6. Da\u00df es nun prophezeit worden war, er werde nach seiner Himmelfahrt so handeln, habe ich bereits gesagt,<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Literatur zu den Kirchenv\u00e4tern Bibliothek der Kirchenv\u00e4ter Texte der Kirchenv\u00e4ter (vergriffen) Theologie der Kirchenv\u00e4ter The kingdom of God in the writings of the Fathers \u00dcber die Kircheneinheit Iren\u00e4us von Lyon (ca. 135 &#8211; 202 n.Chr.): (Bischof in Lugdunum in Gallien, heute Lyon\/Frankreich) \u201cRichten wird er auch die, welche Spaltungen verursachen. 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