{"id":3468,"date":"2015-01-11T16:39:55","date_gmt":"2015-01-11T15:39:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.projekt-kirche.de\/?page_id=3468"},"modified":"2020-05-09T00:33:08","modified_gmt":"2020-05-08T22:33:08","slug":"ueber-die-dreieinigkeit-gottes","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?page_id=3468","title":{"rendered":"\u00dcber die Dreieinigkeit Gottes"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"\u00dcber die Dreieinigkeit Gottes\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?page_id=3468\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div><p class=\"Standard-Blocksatz\"><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tertullian\">Tertullian (ca. 150 -230 n.Chr.):<\/a><br \/>\n(christlicher Schriftsteller, geb. in <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karthago\">Karthago<\/a> im heutigen <a href=\"http:\/\/maps.google.de\/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=tunesien&amp;ie=UTF8&amp;ll=38.959409,12.832031&amp;spn=26.21608,54.492188&amp;t=p&amp;z=4\">Tunesien<\/a>, lebte nach seiner Bekehrung zum Christentum in <a href=\"http:\/\/maps.google.de\/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=rom,+Italien&amp;ie=UTF8&amp;ll=42.183759,12.513428&amp;spn=6.267461,13.623047&amp;t=p&amp;z=6\">Rom, Italien<\/a>)<\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>\u201c(&#8230;)Vor allem dem [der Erschaffung der Welt] n\u00e4mlich existierte Gott allein und war sich selbst Welt, Raum und alles. Allein existierte er, weil nichts au\u00dfer ihm war. Er war aber auch nicht einmal damals allein. Denn er hatte bei sich die Vernunft, die er in sich selbst hatte, die seinige. Denn Gott ist vern\u00fcnftig und die Vernunft ist in Gott das erste, und so kommt von ihm alles. Diese Vernunft ist seine Erkenntnis. Die Griechen nennen sie Logos, wof\u00fcr wir das Wort &#8220;Wort&#8221; brauchen. Daher ist es bei den Unsern infolge schlichter \u00dcbersetzung gebr\u00e4uchlich, zu sagen, &#8220;das Wort sei im Anfange bei Gott gewesen&#8221;, da man doch richtiger die Vernunft f\u00fcr \u00e4lter halten m\u00fcsste, weil Gott nicht blo\u00df von Anfang an mit dem Worte, sondern auch noch vor dem Anfange mit der Vernunft versehen war und weil das Wort selbst, das auf der Vernunft basiert, anzeigt, dass letztere als seine Substanz das \u00e4ltere sei. Jedoch auch so macht es keinen Unterschied. Denn, wenngleich Gott sein Wort noch nicht hatte ausgehen lassen, so hatte er es doch ebenso mit und in der Vernunft selbst bei sich, indem er schweigend dachte und mit sich \u00fcberlegte, was er durch das Wort alsbald aussprechen wollte. Indem er n\u00e4mlich mit seiner Vernunft ratschlagte und \u00fcberlegte, machte er sie, die er mit dem Worte behandelte, zum Worte.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Um dies besser zu verstehen, erinnere Dich zuvor an Dich selber als an ein Bild und Gleichnis Gottes [<a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=Gen1,26\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gen. 1,26<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns \u00e4hnlich. Sie sollen herrschen \u00fcber die Fische des Meeres, \u00fcber die V\u00f6gel des Himmels, \u00fcber das Vieh, \u00fcber die ganze Erde und \u00fcber alle Kriechtiere auf dem Land.\"><span style=\"color:#333333\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] , zu welchem Zwecke Du die Vernunft in Dir hast. Denn Du bist ein mit Vernunft begabtes Wesen, und nicht bloss von einem mit Vernunft begabten Bildner geschaffen, sondern auch aus seiner Substanz beseelt. Betrachte, wie sich in Dir, wenn Du schweigend mit Dir selbst durch die Vernunft zu Kate gehest, genau dasselbe zutr\u00e4gt, indem sie Dir bei jeder Bewegung Deines Denkens, bei jeder Regung Deiner Erkenntnis mit dem Worte entgegenkommt. Alles, was Du gedacht hast, ist Wort, was Du einsiehst, ist Vernunft. Du musst es in Deinem Geiste aussprechen, und wenn Du es aussprichst, so f\u00fchlst Du, dass das Wort mitspricht. Darin besteht eben diese Eigent\u00fcmlichkeit selbst, kraft deren Du mit ihm denkend sprichst und sprechend denkst. So findet sich gewisserma\u00dfen in Dir ein zweites Wort, durch welches Du beim Denken sprichst und durch welches Du sprechend denkst; das Wort selbst ist ein zweites. Um wie viel vollkommener geht nun aber dieser Vorgang in Gott vor sich, f\u00fcr dessen Bild und \u00c4hnlichkeit Du auch angesehen wirst! Denn er hat seine Vernunft und in der Vernunft das Wort in sich, sogar wenn er schweigt. Ich konnte also ohne Verwegenheit den Satz vorausschicken, Gott sei auch vor Erschaffung des Weltall nicht allein gewesen, da er ebenfalls seine Vernunft und in der Vernunft das Wort in sich selbst hatte, welch letzteres er durch Ansto\u00dfen zur zweiten Person in sich macht.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Diese Macht und dieses Verhalten der g\u00f6ttlichen Erkenntnis tritt in der hl. Schrift auch am Namen der Sophia zutage. Denn was ist weiser als die Vernunft, Gottes oder sein Wort? Vernimm daher von der Sophia, als von der erschaffenen zweiten Person auch die Worte: &#8220;Zuerst schuf mich der Herr, als den Anfang der Wege zu seinen Sch\u00f6pfungen, bevor er die Erde machte, bevor die Berge hingestellt wurden; vor den H\u00fcgeln erzeugte er mich&#8221; [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Spr%C3%BCche8%2C22-25\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Spr 8,22-25<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"&lt;\/i&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;div id=&quot;b27ref20008025&quot; class=&quot;v20008025 verse highlight&quot;&gt;Der Herr hat mich geschaffen im Anfang seiner Wege, vor seinen Werken in der Urzeit; in fr\u00fchester Zeit wurde ich gebildet, am Anfang, beim Ursprung der Erde. Als die Urmeere noch nicht waren, wurde ich geboren, als es die Quellen noch nicht gab, die wasserreichen. Ehe die Berge eingesenkt wurden, vor den H\u00fcgeln wurde ich geboren.&lt;i&gt;&lt;i&gt;\"><span style=\"color:#333333\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>], n\u00e4mlich in seiner Erkenntnis schaffend und zeugend. Erkenne sodann, wie sie bei der Trennung selbst bei ihm steht: &#8220;Als er den Himmel bereitete, war ich zugegen bei ihm zugleich, und als er die Feste gr\u00fcndete \u00fcber den Winden, die dar\u00fcber befindlichen Wolken, und als er ihre Quellen sicherstellte, die unter dem Himmel sind, da war ich mit ihm, alles festigend; ich war es, bei der er sich erfreute; alle Tage aber erg\u00f6tzte ich mich in seiner Person.&#8221; [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Spr%C3%BCche8%2C27-30\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Spr 8,27-30<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"&lt;\/i&gt;&lt;\/i&gt;Als er den Himmel baute, war ich dabei, als er den Erdkreis abma\u00df \u00fcber den Wassern, als er droben die Wolken befestigte und Quellen str\u00f6men lie\u00df aus dem Urmeer, als er dem Meer seine Satzung gab und die Wasser nicht seinen Befehl \u00fcbertreten durften, als er die Fundamente der Erde abma\u00df, da war ich als geliebtes Kind bei ihm. Ich war seine Freude Tag f\u00fcr Tag und spielte vor ihm allezeit.&lt;i&gt;\"><span style=\"color:#333333\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] Denn sobald Gott das, was er in sich mit der Vernunft, der Sophia und dem Wort beratschlagt hatte, in den betreffenden Substanzen und Arten hervortreten lassen wollte, brachte er zuerst das Wort selbst hervor, welches seine besondere Erkenntnis und Sophia in sich barg, damit das Weltall ins Dasein trete durch dasselbe Wort, durch welches es gedacht und beschlossen, oder richtiger schon gemacht worden war, insofern es sich in der g\u00f6ttlichen Erkenntnis befand. Denn nur das fehlte dem Weltall noch, dass es auch in seinen Einzeldingen und Substanzen offen erkannt und ergriffen w\u00fcrde.<\/i><\/div>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Seine Eigenart und seinen Schmuck, seinen Laut und Ton empfing das Wort selbst damals, als Gott sprach: &#8220;Es werde Licht&#8221;.[<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Mose1%2C3\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gen 1,3<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"(...)\"><span style=\"color:#333333\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] Das ist die eigentliche Geburt des Wortes, wenn es aus Gott ausgeht, nachdem es von ihm unter dem Namen der Sophia zuerst zum Denken gegr\u00fcndet worden war. &#8220;Der Herr gr\u00fcndete mich am Anfang der Wege.&#8221; [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Spr%C3%BCche8%2C22\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Spr 8,22<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht. \"><span style=\"color:#333333\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] Sodann wurde es zum Wirken gezeugt: &#8220;Als er den Himmel bereitete, war ich bei ihm.&#8221; [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Spr%C3%BCche8%2C27\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Spr 8,27<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Als er den Himmel baute, war ich dabei, als er den Erdkreis abma\u00df \u00fcber den Wassern,(...)\"><span style=\"color:#333333\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] Darnach machte er es sich gleich. Durch sein Ausgehen aus ihm ist es sein &#8220;eingeborener Sohn&#8221; [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Kolosser1%2C15\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kol 1,15<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Sch\u00f6pfung.&lt;span id=&quot;b27ref51001015footnote3&quot; class=&quot;footnote&quot;&gt;&lt;\/span&gt;\"><span style=\"color:#333333\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] geworden, weil vor allem geboren, und zugleich einziger Sohn, weil allein aus Gott geboren im eigentlichen Sinne aus dem Mutterscho\u00dfe seines Herzens, wie der Vater selber bezeugt: &#8220;Mein Herz lie\u00df aufsteigen das vortreffliche Wort&#8221;. [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Psalm45%2C2\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ps 45,2<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Mein Herz flie\u00dft \u00fcber von froher Kunde, ich weihe mein Lied dem K\u00f6nig. Meine Zunge gleicht dem Griffel des flinken Schreibers.\"><span style=\"color:#333333\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] Sodann sich \u00fcber ihn freuend, sagt er zu ihm, der sich ebenfalls an seiner Person erfreute: &#8220;Du bist mein Sohn, heute habe ich Dich gezeugt&#8221; [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Psalm2%2C7\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ps 2,7<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Den Beschluss des Herrn will ich kundtun. Er sprach zu mir: \u00abMein Sohn bist du. Heute habe ich dich gezeugt.\"><span style=\"color:#333333\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] und &#8220;vor dem Morgenstern habe ich Dich gezeugt.&#8221;\u00a0 In \u00e4hnlicher Weise bekannte auch der Sohn in seiner Person unter dem Namen der Sophia den Vater: &#8220;Der Herr hat mich gegr\u00fcndet zum Anfang der Wege zu seinen Werken&#8221;; &#8220;vor allen H\u00fcgeln hat er mich gezeugt.&#8221; [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Spr%C3%BCche8%2C22-25\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Spr 8,22-25<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"&lt;\/i&gt;Der Herr hat mich geschaffen im Anfang seiner Wege, vor seinen Werken in der Urzeit; in fr\u00fchester Zeit wurde ich gebildet, am Anfang, beim Ursprung der Erde. Als die Urmeere noch nicht waren, wurde ich geboren, als es die Quellen noch nicht gab, die wasserreichen. Ehe die Berge eingesenkt wurden, vor den H\u00fcgeln wurde ich geboren.&lt;i&gt;\"><span style=\"color:#333333\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>], Wenn hier die Sophia allerdings zu sagen scheint, dass sie vom Herrn zu seinen Werken und Wegen gegr\u00fcndet sei, anderw\u00e4rts dagegen erkl\u00e4rt wird, dass durch das Wort alles und ohne dasselbe nichts gemacht worden sei, [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Johannes1%2C3\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Joh 1,3<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.\"><span style=\"color:#333333\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] wie es auch wiederum heisst: &#8220;Durch sein Wort sind die Himmel befestigt und durch seinen Geist alle ihre Gewalten&#8221;, [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Psalm33%2C6\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ps 33,6<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Durch das Wort des Herrn wurden die Himmel geschaffen, ihr ganzes Heer durch den Hauch seines Mundes.\"><span style=\"color:#333333\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] nat\u00fcrlich durch den Geist, der dem Worte innewohnte, &#8212;- dann leuchtet ein, dass der Name &#8220;Sophia&#8221; und die Bezeichnung &#8220;Wort&#8221;, die den Anfang der Wege zu den Werken Gottes erhielt und den Himmel befestigte, durch welche alles gemacht und ohne die nichts gemacht worden ist, &#8212;- eine und dieselbe Bedeutung haben.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Doch nun nichts mehr \u00fcber den Irrtum, als sei es nicht das Wort selber, das auch unter dem Namen der Sophia, des Intellektes und des gesamten g\u00f6ttlichen Odems und Geistes Sohn Gottes geworden ist, von welchem letztern es ausging und erzeugt wurde! Folglich gebt Ihr zu, fragt man uns, dass das Wort, das auf dem Geiste und der \u00dcbergabe der Sophia beruht, eine Substanz sei? Allerdings. Man will n\u00e4mlich nicht, dass das Wort kraft seiner ihm eigent\u00fcmlichen Substanz Substanzialit\u00e4t habe, dass es nicht als Ding f\u00fcr sich und als Person erscheine und dass somit der von Gott als zweiter hingestellte nicht imstande sei, das Dasein zweier Personen zu bewirken, des Vaters und des Sohnes, Gottes und des Wortes. &#8216; Denn, sagt man, was ist denn Wort anders als ein Laut und Ton des Mundes, oder wie die Grammatiker sagen, bewegte Luft, die dem Geh\u00f6r vernehmlich wird, im \u00fcbrigen aber etwas Wesenloses, Leeres und Unk\u00f6rperliches?<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Dagegen behaupte ich, aus Gott kann nichts Wesenloses und Leeres hervorgehen, weil es n\u00e4mlich nicht aus etwas selbst Wesenlosem und Leerem hervorgegangen ist, und was von einer so erhabenen Substanz ausging und so bedeutende Substanzen hervorrief, das kann nicht selber ohne Substanz sein. Denn, was durch ihn geschaffen worden ist, das erschuf er selber. Was sollte es heissen, wenn der, von welchem alles gemacht worden ist, selber nichts w\u00e4re, dass ein Wesenloser das Stoffliche, das Leere Volles, der Unk\u00f6rperliche K\u00f6rperliches gemacht habe?! Wenn das Bewirkte auch manchmal vom Bewirkenden verschieden sein kann, so kann doch nichts gewirkt werden durch ein wesenloses und leeres Ding. Ist nun wohl das Wort Gottes, das auch Sohn genannt, das sogar selbst als Gott bezeichnet wird, etwas Leeres und Wesenloses? &#8220;Das Wort war bei Gott und Gott war das Wort.&#8221; Es steht geschrieben: &#8220;Du sollst den Namen Gottes nicht eitel nennen.&#8221; Es ist ganz gewiss dasselbe mit dem, &#8220;der, da er als ein Bild Gottes hingestellt war, es nicht f\u00fcr Raub hielt, Gott gleich zu sein&#8221;.[<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Philipper2%2C6\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Phil 2,6<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein,&lt;span id=&quot;b27ref50002006footnote1&quot; class=&quot;footnote&quot;&gt;&lt;\/span&gt; (...)\"><span style=\"color:#333333\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] Aber in welchem Bilde Gottes? Jedenfalls nicht in einem un\u00e4hnlichen, nicht in einem schlechten. Denn wer wollte leugnen, dass Gott, obwohl Geist, doch auch K\u00f6rper sei. Denn der Geist ist K\u00f6rper in seiner Weise, in seinem Bilde. Ja auch die unsichtbaren Dinge, so viel deren existieren, haben bei Gott sowohl ihren K\u00f6rper als auch ihre Gestalt, wodurch sie Gott sichtbar sind; um wie viel weniger wird das, was aus seiner Substanz selber hervorgegangen ist, der Substanzialit\u00e4t entbehren. Welches nun auch die Substanz des Wortes ist, ich nenne es eine Person, lege ihm den Namen Sohn bei, und indem ich es als Sohn anerkenne, behaupte ich, er sei der zweite nach dem Vater.<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>(&#8230;) Bei uns kennt der Sohn allein den Vater, er hat den Scho\u00df des Vaters selbst beschrieben; [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Johannes1%2C18\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Joh 1,18<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.&lt;span id=&quot;b27ref43001018footnote4&quot; class=&quot;footnote&quot;&gt;&lt;\/span&gt;\"><span style=\"color:#333333\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] er hat beim Vater alles geh\u00f6rt und gesehen, und was ihm vom Vater aufgetragen worden ist, das verk\u00fcndet er; er tut nicht seinen Willen, sondern den des Vaters, den er ganz genau, ja sogar von Anfang an gekannt hat. &#8220;Denn wer weiss, was in Gott ist, als der Geist, der in ihm ist&#8221;? [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Korinther2%2C11\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">1. Kor. 2,11<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Wer von den Menschen kennt den Menschen, wenn nicht der Geist des Menschen, der in ihm ist? So erkennt auch keiner Gott - nur der Geist Gottes. \"><span style=\"color:#333333\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] Das Wort ist aber auf den Geist gebaut, ja es ist gewisserma\u00dfen der K\u00f6rper des Geistes. Das Wort ist also stets im Vater, wie es heisst: &#8220;Ich Mir im Vater&#8221; [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Johannes14%2C11\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Joh 14,11<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"(...)\"><span style=\"color:#333333\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] und stets bei dem Vater, wie geschrieben steht: &#8220;Das Wort war bei Gott&#8221; [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Johannes1%2C1\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Joh 1,1<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke!\"><span style=\"color:#333333\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>] und es ist niemals vom Vater getrennt, noch ein anderes als der Vater. Denn &#8212;- &#8220;ich und der Vater sind eins&#8221;. [<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Johannes10%2C30\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Joh 10,30<\/a> <span class=\"tooltips \" style=\"\" title=\"Ich und der Vater sind eins.\"><span style=\"color:#333333\"><a class=\"nof-navPositioning\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/buch_301.gif?w=629\" alt=\"\" \/><\/a><\/span><\/span>]<\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><i>Das ist die Probole [Hervorbringung] in der richtigen Lehre, die Wahrerin der Einheit, wonach wir den Sohn vom Vater hervorgebracht, aber nicht abgesondert sein lassen. Gott hat n\u00e4mlich, wie auch der Paraklet [Hl. Geist] lehrt, das Wort hervorgebracht, wie eine Wurzel den Sch\u00f6ssling, eine Quelle den Bach oder die Sonne den Strahl. Denn auch diese Einzelwesen sind eine Probole der Substanzen, aus denen sie hervorgehen. Ich w\u00fcrde gar keinen Anstand nehmen, auch den Sohn Sch\u00f6ssling der Wurzel, Bach der Quelle und Strahl der Sonne zu nennen. Denn jeder Ursprung ist ein Vater, und alles, was aus dem Ursprung hervorgeht, ist ein Abk\u00f6mmling davon, noch viel mehr also das Wort Gottes, welches sogar im eigentlichen Sinne den Namen Sohn bekommen hat. Der Sch\u00f6ssling reisst sich ebenso wenig von der Wurzel, der Bach von der Quelle und der Strahl von der Sonne los, als das Wort von Gott. Nach Analogie solcher Beispiele rede ich also, wie ich gestehe, von zweien, von Gott und seinem Wort, vom Vater und seinem Sohn. Denn auch der Sch\u00f6ssling und die Wurzel sind zweierlei Dinge, aber sie sind verbunden; der Bach und die Quelle zwei verschiedene Einzelwesen aber ungeteilt; die Sonne und der Strahl zwei Formen, aber zusammenh\u00e4ngend. Alles, was aus irgend etwas anderem hervorgeht, ist notwendig das zweite nach dem, woraus es hervorgeht, aber darum doch nicht von ihm getrennt. Wo ein zweiter ist, da sind zwei, und wo ein dritter, drei. Der dritte ist n\u00e4mlich der Geist von Vater und Sohn, wie das dritte die aus dem Sch\u00f6ssling hervorgehende Frucht, der aus dem Bach von der Quelle entstehende Fluss, das aus dem Strahl von der Sonne kommende Lichtfl\u00e4mmchen. Nichts jedoch wird von seinem Mutterwesen, woraus es seine Eigenschaften ableitet, losgerissen. So tut auch die Dreifaltigkeit, die vom Vater durch zusammenh\u00e4ngende und an einander gef\u00fcgte Stufen herkommt, der Monarchie keinen Eintrag, sondern leistet dem Wesen der \u00d6konomie Vorschub.\u201d <\/i><\/p>\n<p class=\"Standard-Blocksatz\"><a href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/bkv\/kapitel1905-4.htm\">(aus \u201cBibliothek der Kirchenv\u00e4ter\u201d, Tertullian: Gegen Praxeas, 5.-8. Kap.)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tertullian (ca. 150 -230 n.Chr.): (christlicher Schriftsteller, geb. in Karthago im heutigen Tunesien, lebte nach seiner Bekehrung zum Christentum in Rom, Italien) \u201c(&#8230;)Vor allem dem [der Erschaffung der Welt] n\u00e4mlich existierte Gott allein und war sich selbst Welt, Raum und alles. Allein existierte er, weil nichts au\u00dfer ihm war. 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