{"id":10170,"date":"2025-01-26T15:03:48","date_gmt":"2025-01-26T14:03:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=10170"},"modified":"2025-01-26T15:04:03","modified_gmt":"2025-01-26T14:04:03","slug":"ueber-die-liebe-zur-bibel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=10170","title":{"rendered":"\u00dcber die Liebe zur Bibel"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"\u00dcber die Liebe zur Bibel\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=10170\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div>\n<p>Das folgende Zitat von Hieronymus (347-420), eines der bedeutendsten Kirchenlehrer, Priester und Bibel\u00fcbersetzer der Sp\u00e4tantike, l\u00e4dt uns ein, \u00fcber die Heiligen Schriften und ihren Platz in unserem Leben nachzudenken. Seine Worte aus dem Brief an Paulinus von Nola sind eine tiefgr\u00fcndige Reflexion \u00fcber die Heilige Schrift als Quelle der Weisheit, des Trostes und der spirituellen Erhebung.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Sag mir, liebster Bruder: In den Heiligen Schriften zu leben, sie ohne Unterlass zu meditieren, nichts au\u00dferhalb von ihnen zu wissen oder zu suchen, ist das nicht schon der Himmel auf Erden?<br \/>Und sto\u00dfe dich in den Heiligen Schriften nicht an der Einfachheit oder gar Rauheit der Sprache, sei es durch Fehler der \u00dcbersetzer oder sogar mit Absicht. Sie bieten sich immer so dar, dass jedwede Zuh\u00f6rerschaft in ihnen Belehrung findet, und dass in ein und demselben Satz sowohl der Weise als auch der Unwissende ungeahnte Sinngehalte entdecken kann.<br \/>Nicht dass ich die Dreistigkeit und Dummheit bes\u00e4\u00dfe, mich damit zu br\u00fcsten, alles zu wissen, was in ihnen enthalten ist, denn das hie\u00dfe, auf Erden Fr\u00fcchte pfl\u00fccken zu wollen von B\u00e4umen, deren Wurzeln in den Himmel reichen. Aber ich gestehe, dass ich es ersehne, und ich behaupte, dass ich mich darum bem\u00fche. Lass uns hier auf Erden das studieren, dessen Erkenntnis uns im Himmel erhalten bleibt.<\/p>\n<cite>Brief 53 an den Heiligen Paulinus, Bischof von Nola<br \/>(in Lectures chr\u00e9tiennes pour notre temps, fiche L25; trad. Orval; \u00a9&nbsp;1972 Abbaye d&#8217;Orval&nbsp;; ins Dt. \u00fcbers. \u00a9&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.evangeliumtagfuertag.org\">evangelizo<\/a>)<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Ein Himmel auf Erden?<\/strong><br \/><br \/>\u201e<em>In den Heiligen Schriften zu leben, sie ohne Unterlass zu meditieren, nichts au\u00dferhalb von ihnen zu wissen oder zu suchen, ist das nicht schon der Himmel auf Erden?<\/em>\u201c Diese Frage des Hieronymus ist zugleich eine Herausforderung an uns. Die Heilige Schrift als Himmel auf Erden? F\u00fcr viele klingt das zun\u00e4chst fremd, vielleicht sogar weltfremd. Doch was Hieronymus beschreibt, ist die tiefe Vertrautheit mit Gottes Wort, die unser Herz und unseren Geist so erf\u00fcllt, dass wir bereits jetzt Anteil an der g\u00f6ttlichen Wirklichkeit haben k\u00f6nnen.<br \/><br \/>Die Schrift, so Hieronymus, ist mehr als ein Buch. Sie ist eine lebendige Quelle, die uns mit Gottes Weisheit verbindet und in der wir immer neue Erkenntnisse finden \u2013 unabh\u00e4ngig von unserem Bildungsstand oder unserer bisherigen Erfahrung. Sie ist universell und gleichzeitig tief pers\u00f6nlich.<br \/><br \/><strong>Einfachheit und Tiefe der Schrift<\/strong><br \/><br \/>Ein weiterer Gedanke, den Hieronymus hervorhebt, ist die scheinbare Einfachheit oder Rauheit der Heiligen Schrift. Er mahnt uns, uns nicht an sprachlichen oder inhaltlichen H\u00fcrden zu sto\u00dfen, die entweder durch \u00dcbersetzungsfehler oder durch die Absicht der Autoren bedingt sind. Gerade diese Einfachheit ist es, die es jedem erm\u00f6glicht, die Schrift zu verstehen. Sie \u00f6ffnet die T\u00fcr sowohl f\u00fcr den Weisen, der tiefsinnige Wahrheiten entdeckt, als auch f\u00fcr den Unwissenden, der vielleicht zum ersten Mal Gottes Stimme vernimmt.<br \/><br \/>In den Heiligen Schriften liegt eine Demut verborgen, die die Gr\u00f6\u00dfe Gottes nicht versteckt, sondern sie auf eine Weise zug\u00e4nglich macht, die uns alle ber\u00fchrt. Sie sind wie ein Baum, dessen Wurzeln in den Himmel reichen \u2013 eine unersch\u00f6pfliche Quelle, deren wahre F\u00fclle uns erst in der Ewigkeit ganz offenbar wird.<br \/><br \/><strong>Das Streben nach Weisheit<\/strong><br \/><br \/>Hieronymus betont, dass er keineswegs behauptet, alles zu wissen, was in der Heiligen Schrift enthalten ist. Diese Demut ist bezeichnend f\u00fcr einen wahren Gelehrten des Glaubens. Doch seine Sehnsucht, immer tiefer in die Geheimnisse der Schrift einzudringen, sollte uns Vorbild sein. Was wir hier auf Erden in der Schrift studieren, ist das, was uns im Himmel vollkommen enth\u00fcllt wird. Die Besch\u00e4ftigung mit der Schrift ist also nicht nur Bildung f\u00fcr den Verstand, sondern Nahrung f\u00fcr die Seele \u2013 eine Vorbereitung auf die Ewigkeit.<br \/><br \/><strong>Die Einladung des Hieronymus<\/strong><br \/><br \/>Dieser Text des heiligen Hieronymus ist mehr als ein Appell an Bibelstudierende. Es ist eine Einladung an uns alle, die Heilige Schrift in unser t\u00e4gliches Leben zu integrieren \u2013 sie zu meditieren, in ihr zu leben und in ihr die Weisheit zu suchen, die Gott f\u00fcr uns bereith\u00e4lt.<br \/><br \/>K\u00f6nnen wir uns vorstellen, die Schrift als \u201e<em>Himmel auf Erden<\/em>\u201c zu erfahren? Vielleicht ist es eine Herausforderung, aber sie ist es wert, angenommen zu werden. Denn je mehr wir uns auf die Schrift einlassen, desto mehr werden wir erfahren, wie sie unser Leben bereichert, uns tr\u00f6stet und uns auf den Himmel vorbereitet.<br \/><br \/><strong>Fazit<\/strong><br \/><br \/>Hieronymus zeigt uns, dass die Heilige Schrift mehr ist als ein Buch. Sie ist ein Lebensweg, ein Schl\u00fcssel zu Gottes Weisheit und eine Vorbereitung auf die Ewigkeit. In ihr zu leben, bedeutet, bereits hier und jetzt einen Vorgeschmack auf den Himmel zu erhalten. Lassen wir uns von seinen Worten inspirieren, die Bibel neu zu entdecken \u2013 nicht als Pflicht, sondern als Freude, nicht als B\u00fcrde, sondern als Gabe.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">(Der Text und die Grafik wurden mithilfe einer KI erstellt, jedoch manuell \u00fcberpr\u00fcft und bearbeitet.) <\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das folgende Zitat von Hieronymus (347-420), eines der bedeutendsten Kirchenlehrer, Priester und Bibel\u00fcbersetzer der Sp\u00e4tantike, l\u00e4dt uns ein, \u00fcber die Heiligen Schriften und ihren Platz in unserem Leben nachzudenken. 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