{"id":10423,"date":"2025-11-18T20:26:33","date_gmt":"2025-11-18T19:26:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=10423"},"modified":"2025-11-20T08:12:56","modified_gmt":"2025-11-20T07:12:56","slug":"biblische-schoepfungsgeschichte-naturwissenschaft-was-stimmt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=10423","title":{"rendered":"Biblische Sch\u00f6pfungsgeschichte &amp; Naturwissenschaft &#8211; Was stimmt?"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"Biblische Sch\u00f6pfungsgeschichte &amp; Naturwissenschaft &#8211; Was stimmt?\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=10423\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div>\n<p>Vor \u00fcber zwei Jahren habe ich einen Artikel mit dem Titel <a href=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=9760\" data-type=\"post\" data-id=\"9760\">Warum es nicht verr\u00fcckt ist, an die biblische Sch\u00f6pfungsgeschichte zu glauben<\/a> geschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Darin hatte ich im Kern behauptet, dass es keine zwingenden naturwissenschaftlichen Belege gibt, die einen Glauben an ein w\u00f6rtliches Verst\u00e4ndnis der biblischen Sch\u00f6pfungsgeschichte als unvern\u00fcnftig erscheinen lassen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Das halte ich im Grundsatz weiterhin f\u00fcr vertretbar. Aus theologischer und heilsgeschichtlicher Sicht kann es n\u00e4mlich sinnvoll sein, zun\u00e4chst von einem eher w\u00f6rtlichen Verst\u00e4ndnis auszugehen, um den Kern des christlichen Glaubens nicht vorschnell zu verw\u00e4ssern.<\/p>\n\n\n\n<p>Andererseits denke ich: F\u00fcr Skeptiker und Atheisten wird der Glaube eher schwieriger, wenn Christen keine Auslegung der Heiligen Schrift anbieten k\u00f6nnen, die die Widerspr\u00fcche zwischen dem heutigen naturwissenschaftlichen Forschungsstand und den biblischen Sch\u00f6pfungsberichten ernst nimmt und zu l\u00f6sen versucht. Und dies will ich hiermit nachholen.<\/p>\n\n\n\n<p>Angefangen hatte meine weitere Recherche mit dem sehr lesenswerten Buch <a href=\"https:\/\/www.scm-shop.de\/schoepfung-und-evolution.html\">Sch\u00f6pfung und Evolution? Drei Wissenschaftler. Drei Positionen. Eine Debatte.<\/a>, in dem Barbara Drossel, (Professorin f\u00fcr Theoretische Physik an der TU Darmstadt), Reinhard Junker (studierter Mathematiker, Biologe und promovierter Theologe) und Siegfried Scherer (em. Professor f\u00fcr Mikrobielle \u00d6kologie an der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen) ihre Ansichten zu diesem Thema austauschten, das aber letztlich f\u00fcr mich auch keine befriedigende Antwort auf meine Fragestellung lieferte.<\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst aber mal eine Zusammenfassung der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse von <a href=\"https:\/\/chatgpt.com\/\">ChatGPT<\/a>, die ein (rein) w\u00f6rtliches Verst\u00e4ndnis der biblischen Sch\u00f6pfungsberichte (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Mose1%2C1-31\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\">Genesis 1,1\u20132,3<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Mose2%2C4-25\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\">Genesis 2,4\u201325<\/a>) praktisch unm\u00f6glich machen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">7 Gr\u00fcnde, warum der biblische Sch\u00f6pfungsbericht nicht naturwissenschaftlich verstanden werden darf<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">&#x2705; 1. Kosmologie: Alter des Universums (13,8 Mrd. Jahre)<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Gesicherte Erkenntnis:<\/strong><br \/>Das Alter des Universums ist durch mehrere unabh\u00e4ngige Methoden eindeutig bestimmt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Kosmische Hintergrundstrahlung (CMB)<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Hubble-Konstante und kosmische Expansion<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Sternentwicklung<\/strong> in Kugelsternhaufen<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Radioaktive Zerfallsreihen<\/strong> in Meteoriten<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>&#x27a1;&#xfe0f; <strong>Die Daten stimmen alle \u00fcberein: ca. 13,8 Milliarden Jahre.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Konflikt mit w\u00f6rtlicher Genesis:<\/strong><br \/>Eine Welt, die erst vor ca. 6.000\u201310.000 Jahren geschaffen wurde, ist mit den heutigen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen praktisch unvereinbar.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">&#x2705; 2. Geologie: Alter der Erde (4,54 Mrd. Jahre)<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Gesicherte Erkenntnisse:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Uran-Blei-Datierung von Meteoriten<\/li>\n\n\n\n<li>Datierung der \u00e4ltesten Mineralien (Zirkone)<\/li>\n\n\n\n<li>Schichtenfolge der Erdkruste<\/li>\n\n\n\n<li>Plattentektonik &amp; Kontinentaldrift (Geschwindigkeit messbar)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>&#x27a1;&#xfe0f; Die Erde ist <strong>4,54 Milliarden Jahre alt<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Konflikt:<\/strong><br \/>Ein w\u00f6rtlicher Sch\u00f6pfungsbericht setzt eine junge Erde voraus, die mit den heutigen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen nicht vereinbar ist.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">&#x2705; 3. Evolution: Gemeinsame Abstammung aller Lebewesen<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Gesicherte Erkenntnisse:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Genetik (homologe Gene, Pseudogene, Endogene Retroviren)<\/li>\n\n\n\n<li>Fossilfunde mit klaren \u00dcbergangsformen<\/li>\n\n\n\n<li>Biogeographie<\/li>\n\n\n\n<li>vergleichende Anatomie<\/li>\n\n\n\n<li>beobachtbare Evolution in Echtzeit (z. B. Resistenzentwicklung)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>&#x27a1;&#xfe0f; Evolution ist <strong>grundlegend gesichert<\/strong> (auch wenn es noch offene Fragen gibt).<br \/>&#x27a1;&#xfe0f; Menschen teilen <strong>98\u201399 % der Gene mit Schimpansen<\/strong>.<br \/>&#x27a1;&#xfe0f; Die genetischen Marker zeigen <strong>gemeinsame Abstammung<\/strong>, keinen Sondererschaffungsakt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Konflikt:<\/strong><br \/>Ein w\u00f6rtliches Genesis-Verst\u00e4ndnis behauptet:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Arten wurden <em>fertig erschaffen<\/em><\/li>\n\n\n\n<li>Es gab <em>keine<\/em> gemeinsame Abstammung<\/li>\n\n\n\n<li>Der Mensch wurde <em>direkt<\/em> aus Lehm erschaffen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Das widerspricht allen genetischen Daten.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">&#x2705; 4. Reihenfolge der Entstehung \u2013 unvereinbar mit der Naturwissenschaft<\/h3>\n\n\n\n<p>In <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Mose1\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\">Genesis 1<\/a> entstehen u. a.:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Licht<\/li>\n\n\n\n<li>Trennung von Wasser und Himmel<\/li>\n\n\n\n<li>Pflanzen<\/li>\n\n\n\n<li>Sonne, Mond und Sterne<\/li>\n\n\n\n<li>Tiere<\/li>\n\n\n\n<li>Mensch<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><strong>Problem:<\/strong><br \/>Die <strong>Sonne<\/strong> entsteht <strong>nach<\/strong> den Pflanzen.<br \/>&#x27a1;&#xfe0f; Das ist astronomisch und biologisch unm\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Entstehungsreihenfolge der Tiere passt nicht:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>In Genesis kommen V\u00f6gel <strong>vor<\/strong> Landtieren \u2192 evolution\u00e4r falsch.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Mensch entsteht \u201eaus dem Lehm\u201c \u2192 biologisch falsch.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">&#x2705; 5. Genetik des Menschen: kein \u201eeinzelnes erstes Paar\u201c<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Gesicherte Erkenntnisse:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die menschliche Population war <strong>niemals kleiner als etwa 1.000\u201310.000 Individuen<\/strong> (genetische Flaschenh\u00e4lse).<\/li>\n\n\n\n<li>Die genetische Vielfalt des Menschen l\u00e4sst ein \u201eAdam-und-Eva-Paar\u201c biologisch ausschlie\u00dfen.<\/li>\n\n\n\n<li>Es gibt zahlreiche <strong>menschliche Linien<\/strong>, die parallel existierten (Neandertaler, Denisova-Menschen usw.).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Konflikt:<\/strong><br \/>Ein w\u00f6rtliches Verst\u00e4ndnis setzt ein einziges Ursprungspaar voraus \u2192 genetisch unm\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">&#x2705; 6. Tod und Krankheit existierten lange vor Menschen<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Belege:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Fossilien zeigen Krebs, Br\u00fcche, Parasiten, Infektionen \u2013 hunderte Millionen Jahre alt.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Tod ist Teil der Evolution.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Konflikt:<\/strong><br \/>Ein w\u00f6rtliches Verst\u00e4ndnis behauptet:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>\u201eVor dem S\u00fcndenfall gab es keinen Tod.\u201c<br \/>&#x27a1;&#xfe0f; Aus naturwissenschaftlicher Sicht falsch.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">&#x2705; 7. Arch\u00e4ologie: Der Mensch ist viel \u00e4lter als 6.000 Jahre<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Gesicherte Erkenntnisse:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Homo sapiens existiert ca. <strong>300.000 Jahre<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li>symbolische Kunst: <strong>70.000\u2013100.000 Jahre alt<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li>Ackerbau: <strong>10.000 Jahre alt<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li>Schrift: <strong>5.000 Jahre alt<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>&#x27a1;&#xfe0f; Die Welt des Alten Testaments beginnt <strong>lange nach der tats\u00e4chlichen Menschheitsgeschichte<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\uf50d Fazit: Was schlie\u00dfen die Wissenschaften wirklich aus?<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>eine 6-Tage-Sch\u00f6pfung<\/li>\n\n\n\n<li>eine junge Erde<\/li>\n\n\n\n<li>ein biologisch erstes Menschenpaar<\/li>\n\n\n\n<li>v\u00f6lliges Fehlen von Leid und Tod vor dem Menschen<\/li>\n\n\n\n<li>eine Sch\u00f6pfung \u201ePflanzen vor der Sonne\u201c<\/li>\n\n\n\n<li>unabh\u00e4ngige Erschaffung der Arten<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie kann man nun die biblischen Sch\u00f6pfungsberichte verstehen, um diese Widerspr\u00fcche zu den Naturwissenschaften aufzul\u00f6sen?<\/h2>\n\n\n\n<p>Die erste Frage, die ich mir gestellt habe ist, warum man denn die Sch\u00f6pfungsberichte \u00fcberhaupt anders verstehen sollte bzw. darf als sie von so ziemlich allen Christen inkl. der Kirchenv\u00e4ter bis in die Neuzeit verstanden wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Papst Benedikt XVI bzw. Joseph Ratzinger hat sich mit dieser Frage in der ersten Predigt &#8220;Gott der Sch\u00f6pfer&#8221; des B\u00fcchleins <a href=\"https:\/\/www.johannes-verlag.de\/3340.htm\">Im Anfang schuf Gott<\/a> recht ausf\u00fchrlich besch\u00e4ftigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Er behauptet darin, dass man die Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlungen heute nicht mehr so lesen kann wie fr\u00fchere Generationen. Er gibt aber auch zu, dass dadurch der Eindruck bei vielen Menschen entstehen muss, dass die Kirche den Text nur deshalb anders deute, weil \u00e4ltere Lesarten nicht mehr haltbar sind und sagt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201e\u2026da\u00df die Geschichte des Christentums in den letzten vierhundert Jahren ein st\u00e4ndiges R\u00fcckzugsgefecht gewesen sei (\u2026) So steigt der Verdacht auf, da\u00df am Ende vielleicht doch diese Auskunft [= die heutige Erkl\u00e4rung, dass Genesis keine naturwissenschaftliche Beschreibung ist] nur ein Trick der Kirche und der Theologen sei\u2026\u201c (S. 18)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ratzinger nimmt diesen Verdacht ernst. Gleichzeitig erkl\u00e4rt er, warum eine andere Auslegung heute notwendig und legitim ist: Gerade die fr\u00fchen Kapitel der Genesis geh\u00f6ren zu einer literarischen Form, in der geschichtliche Wahrheit in verdichteter und symbolischer Sprache ausgedr\u00fcckt wird. Ihre eigentliche Aussage entstand erst allm\u00e4hlich im Laufe der Geschichte Israels \u2014 und nicht als fertiges Wissenssystem, das man einfach w\u00f6rtlich \u00fcbernehmen muss.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>\u201eDer ganze Alte Bund ist ein Unterwegssein mit dem Wort Gottes\u2026 Nur in solchem Unterwegssein hat sich die eigentliche Aussage der Bibel Schritt um Schritt geformt.\u201c (S. 20)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Darum kann man die Sch\u00f6pfungsberichte nicht wie moderne Geschichtsschreibung oder Naturwissenschaft lesen. Ihre Wahrheit liegt nicht im zeitlichen Ablauf der Ereignisse, sondern in den grundlegenden Aussagen \u00fcber Gott, die Welt und den Menschen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum haben die Kirchenv\u00e4ter die Sch\u00f6pfungstexte dann nicht schon \u00e4hnlich ausgelegt wie wir heute?<\/h2>\n\n\n\n<p>Das erkl\u00e4rt Ratzinger an dieser Stelle nicht direkt. Historisch l\u00e4sst sich aber sagen, dass die Kirchenv\u00e4ter die Frage \u201ew\u00f6rtlich oder nicht?\u201c gar nicht so stellen konnten wie wir heute \u2014 aus mehreren Gr\u00fcnden:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>1. Es gab damals keine Trennung zwischen \u201eGeschichte\u201c und \u201eWissenschaft\u201c<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>In der Antike und Sp\u00e4tantike waren:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>naturkundliches Wissen,<\/li>\n\n\n\n<li>Geschichtsschreibung,<\/li>\n\n\n\n<li>Weltbilder,<\/li>\n\n\n\n<li>religi\u00f6se Deutung<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>ein einziges zusammenh\u00e4ngendes Denken.<\/strong><br \/>Niemand hat zwischen naturwissenschaftlicher Beschreibung und theologischer Aussage unterschieden, weil es diese Kategorien <strong>noch gar nicht gab<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Darum konnte man den Text praktisch nur \u201ew\u00f6rtlich-kosmologisch\u201c oder \u201esymbolisch-theologisch\u201c zugleich lesen \u2014 aber nicht im modernen Sinn \u201eals Nicht-Naturwissenschaft\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>2. Es gab keine Hinweise, dass eine w\u00f6rtliche Lesart problematisch w\u00e4re<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Kirchenv\u00e4ter hatten:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>keine Evolutionsbiologie,<\/li>\n\n\n\n<li>keine Genetik,<\/li>\n\n\n\n<li>keine Erkenntnisse \u00fcber Erdzeitalter,<\/li>\n\n\n\n<li>keine Kosmologie wie heute.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Der Text bot ihnen <strong>keine erkennbaren Bruchstellen<\/strong> zur Welt, die sie kannten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>3. Sie konnten keine \u201eandere Option\u201c sehen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Wenn niemand wei\u00df, dass es eine 4,5 Milliarden Jahre alte Erde gibt,<br \/>und niemand wei\u00df, dass Arten sich entwickeln,<br \/>dann wirkt die biblische Erz\u00e4hlung <strong>v\u00f6llig plausibel<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Man interpretiert nicht \u201efalsch\u201c, sondern <strong>mit dem Wissen der eigenen Zeit<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>4. Die Kirchenv\u00e4ter waren trotzdem keine primitiven Literalisten<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Viele Kirchenv\u00e4ter (z. B. Origenes, Augustinus) sagten ausdr\u00fccklich,<br \/>dass Genesis <em>nicht einfach historisch zu lesen<\/em> sei.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber ihre Alternativen waren:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>allegorisch-spirituelle Lesung<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li>oder <strong>grob w\u00f6rtliche Lesung<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Nicht die moderne literarische Gattungsanalyse.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>5. Moderne literarische Gattungsforschung gab es nicht<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Unterscheidung:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Mythos<\/li>\n\n\n\n<li>Bildwort<\/li>\n\n\n\n<li>Urgeschichte<\/li>\n\n\n\n<li>historische Erz\u00e4hlung<\/li>\n\n\n\n<li>prophetisches Bild<\/li>\n\n\n\n<li>poetisches Bekenntnis<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>existierte theologisch erst <strong>seit dem 19.\/20. Jahrhundert<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Erst damit konnte man sagen:<br \/>\u201eDiese Texte sind <em>eine bestimmte literarische Form<\/em>, kein naturwissenschaftlicher Bericht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie kann man sich dann aber jetzt die Erschaffung der Menschen im Einklang mit den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen konkret vorstellen?<\/h2>\n\n\n\n<p>Hierzu gibt es das recht aktuelle Buch <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Science-Reason-Faith-Discovering-Bible\/dp\/1639660577\/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=36KNK8S24Z9CU&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.iypY9Ku4empLa-QCrCJUq9Y5p6Q2scmXtbGf03G0CjEiFJueBQEY1k_L5xNHnLERkizEKkG-Vl8fTr9m7K0R2AXKPBj62_Uh58orpemPeGwssgxyYDKnfEEBGvWcPugtZ37gXNi3LATiTZP0Ls9FNlRbpRi5cCg1Z_BaR_r9lE4ZNzCrXX4UI7_O0h0MuLVADyvuJAkAJnaXzxgWQ4liW3W_d-XXBf-J3HwlbWWaMco.HWP8_UCjeq7gExiAMahIBUv8Ms9xDLGcWndUfTW8_-k&amp;dib_tag=se&amp;keywords=science+reason+faith&amp;qid=1763462121&amp;sprefix=science+reason+faith%2Caps%2C86&amp;sr=8-1\">Science, Reason, and Faith<\/a> (2023) des amerikanischen Jesuitenpriesters und pensionierten Pr\u00e4sidenten der Gonzaga University in Spokane (Washington), Robert Spitzer. Darin werden die verschiedenen Themen bzgl. der Erschaffung der Welt und der Menschen unter Ber\u00fccksichtigung der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse aus katholischer Sicht betrachtet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Eine m\u00f6gliche Synthese: Evolution + Einhauchung der Seele<\/h3>\n\n\n\n<p>Robert Spitzer nimmt wie der aktuelle wissenschaftliche Stand eine Evolution der Menschen an, aber unterscheidet zwischen<br \/><strong>(a) unseren genetischen Vorfahren<\/strong> (der Mitochondrialen Eva und dem Y-Chromosom-Adam, die vor etwa 150.000-200.000 Jahren lebten und Teil der etwa 300.000 Jahre alten fr\u00fchen Homo-sapiens-Linie waren und sich evolution\u00e4r entwickelt haben)<br \/>und<br \/><strong>(b) unseren ersten beseelten Vorfahren<\/strong> (Adam und Eva im theologischen Sinn, die eine direkt von Gott erschaffene menschliche Seele erhalten haben).<\/p>\n\n\n\n<p>Er argumentiert, dass erst vor etwa<strong> 70.000 und 50.000 Jahren<\/strong> jene geistigen F\u00e4higkeiten auftreten, die eine <strong>transphysische Seele<\/strong> voraussetzen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>abstraktes Denken<\/li>\n\n\n\n<li>syntaktische Sprache<\/li>\n\n\n\n<li>Kunst<\/li>\n\n\n\n<li>Religion<\/li>\n\n\n\n<li>Moral<\/li>\n\n\n\n<li>Mathematik<\/li>\n\n\n\n<li>Technologie<\/li>\n\n\n\n<li>gro\u00dfe Migration (\u201eGreat African Diaspora\u201c)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Daher identifiziert er Adam und Eva nicht mit den ersten biologischen Menschen, sondern mit den ersten <strong>geistbegabten<\/strong> Menschen, deren Auftreten er (in einer philosophisch-theologischen Hypothese) auf etwa <strong>60.000 Jahre<\/strong> datiert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was geschieht vor etwa 70.000-50.000 Jahren?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Spitzer z\u00e4hlt sieben Bereiche auf, die alle gleichzeitig auftauchen:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Abstrakte Sprache<\/strong> (Chomsky\/Berwick: m\u00f6glicherweise in einer einzigen Mutation entstanden)<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Konzeptuelles Denken &amp; Logik<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Mathematik<\/strong> (fr\u00fcheste Z\u00e4hlger\u00e4te ~40.000 Jahre)<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kunst &amp; Musik<\/strong> (H\u00f6hlenmalerei, Fl\u00f6ten, Skulpturen)<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Religion &amp; Jenseitsvorstellung<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Moralische Symbolik<\/strong> (Tabus, Regeln)<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Technologische Revolution<\/strong> (B\u00f6gen, Feuerbohrer, Seefahrt, Kleidung)<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Gro\u00dfe Migration<\/strong> (pl\u00f6tzlich weltweite Expansion)<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Der entscheidende Punkt:<\/p>\n\n\n\n<p>\uf449 <strong>Diese F\u00e4higkeiten unterscheiden den Menschen kategorial vom Tier.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sie sind nicht nur <em>mehr vom Gleichen<\/em>, sondern qualitativ anders.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Spitzers Schlussfolgerung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Da diese F\u00e4higkeiten laut philosophischer Anthropologie nicht durch<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>rein materielle Prozesse,<\/li>\n\n\n\n<li>hirnbiologische Mutation oder<\/li>\n\n\n\n<li>nat\u00fcrliche Selektion allein<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>erkl\u00e4rbar sind, deutet er sie als Effekt eines neuen Prinzips:<\/p>\n\n\n\n<p>\uf449 <strong>Die Gabe der geistigen Seele.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Damit setzt er den \u201eAdam-und-Eva-Moment\u201c nicht in die biologische Fr\u00fchgeschichte, sondern in die Zeit, in der der Mensch <strong>geistf\u00e4hig<\/strong> wird.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie kann man dann nach Spitzers Hypothese den S\u00fcndenfall verstehen (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Mose3%2C1-7\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\">Gen 3,1-7<\/a>)?<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>1. Ausgangsfrage: Konflikt zwischen Bibel und Naturwissenschaft?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Spitzer stellt zwei h\u00e4ufige Probleme dar, die modernen Menschen Schwierigkeiten machen:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Monogenismus vs. Polygenismus<\/strong><br \/>\u2013 also: stammt die Menschheit von <em>einem<\/em> Paar oder von <em>vielen<\/em> fr\u00fchen Menschen ab?<\/li>\n\n\n\n<li><strong>\u201eDer Tod kam durch die S\u00fcnde\u201c<\/strong><br \/>\u2013 wie passt das zu Milliarden Jahren biologischen Sterbens vor dem Menschen?<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Sein Kernanliegen: <strong>Es gibt keinen echten Widerspruch<\/strong>, wenn man die <strong>Absicht der biblischen Texte<\/strong> und die <strong>kirchliche Lehre<\/strong> richtig versteht.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>2. Wie die Bibel den S\u00fcndenfall deutet<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Spitzer zeigt: <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Mose2\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\">Genesis 2\u20133<\/a> ist <em>kein naturwissenschaftlicher Bericht<\/em>, sondern ein <strong>theologisch inspirierter Text<\/strong>, der eine grundlegende Wahrheit \u00fcber den Menschen ausdr\u00fcckt:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Grundbotschaft des S\u00fcndenfalls<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Der Mensch wurde <strong>in Harmonie mit Gott<\/strong> geschaffen.<\/li>\n\n\n\n<li>Diese Harmonie wurde gebrochen, weil der Mensch <strong>sich selbst zum Ma\u00df machen wollte<\/strong> (\u201ewie Gott sein\u201c = Selbstverg\u00f6tterung).<\/li>\n\n\n\n<li>Der Satan (die Schlange) verf\u00fchrt, indem er <strong>Misstrauen gegen Gott<\/strong> s\u00e4t.<\/li>\n\n\n\n<li>Nach der S\u00fcnde folgt:\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Verlust der urspr\u00fcnglichen Gottesn\u00e4he<\/li>\n\n\n\n<li>innere Zerrissenheit<\/li>\n\n\n\n<li>Schuldabwehr, Verstrickung, Unehrlichkeit<\/li>\n\n\n\n<li>Kampf mit dem B\u00f6sen<\/li>\n\n\n\n<li>Angst vor Leid und Tod<\/li>\n\n\n\n<li>&#8220;Vertreibung&#8221; aus der paradiesischen Gemeinschaft<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Wichtig: Das alles sind <strong>geistliche Konsequenzen<\/strong>, nicht naturwissenschaftliche Aussagen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>3. Warum Tod und Leid nicht \u201eneu\u201c in die Welt kamen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Spitzer betont \u2013 im Einklang mit Pius XII. und Bellarmin \u2013 dass:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Bibel <strong>nicht<\/strong> beabsichtigt, naturwissenschaftliche Aussagen zu machen.<\/li>\n\n\n\n<li>Es gab <strong>Milliarden Jahre Tod und Schmerz im Tierreich<\/strong>, lange vor dem Menschen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Daher gilt:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u201eTod\u201c im theologischen Sinn<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>= Verlust der <em>urspr\u00fcnglichen Gabe<\/em> der Unsterblichkeit und der N\u00e4he Gottes<br \/>\u21d2 Der Mensch erlebt jetzt den Tod als <strong>existentielles Ende<\/strong>, als Angst und Bedrohung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u201eSuffering\u201c (Leiden) im theologischen Sinn<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>= die <strong>selbstbewusste<\/strong>, geistig-geistliche Erfahrung von Leid und Angst<br \/>\u21d2 nicht blo\u00df Schmerzempfinden wie bei Tieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die S\u00fcnde brachte also <strong>nicht das biologische Sterben<\/strong> in die Welt,<br \/>sondern die <strong>geistliche Todeserfahrung<\/strong>, die Angst, die Entfremdung, die Verlorenheit.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>4. Was die Kirche \u00fcber Erbs\u00fcnde lehrt (CCC 404\u2013418)<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Spitzer fasst die Lehre so zusammen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Adam und Eva begingen <strong>eine pers\u00f6nliche S\u00fcnde<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li>Wir erben <strong>nicht ihre Schuld<\/strong>, sondern deren <strong>Auswirkung<\/strong>:\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Verlust der urspr\u00fcnglichen Heiligkeit<\/li>\n\n\n\n<li>innere Schw\u00e4che, Zerrissenheit (Konkupiszenz)<\/li>\n\n\n\n<li>Neigung zum B\u00f6sen<\/li>\n\n\n\n<li>Unwissenheit<\/li>\n\n\n\n<li>Angst vor Leid und Tod<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n\n\n\n<li>Der Mensch ist nicht v\u00f6llig verdorben (Augustinus: verwundet, nicht zerst\u00f6rt).<\/li>\n\n\n\n<li>Christus stellt durch Gnade den Weg zur Gemeinschaft mit Gott wieder her.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Ein zentraler Satz Spitzers:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Wir sind vielleicht zu 49 % \u201everderbt\u201c, aber zu 51 % noch heil \u2013 und Christus heilt uns weiter.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>5. Monogenismus, Polygenismus und moderne Wissenschaft<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Spitzer zeigt:<br \/>Die katholische Lehre verlangt nicht zwingend einen <em>biologischen<\/em> Monogenismus.<\/p>\n\n\n\n<p>Sondern einen <strong>theologischen Monogenismus<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Es gab <strong>ein erstes Paar<\/strong>, dem Gott erstmals eine <em>transzendente Seele<\/em> schenkte und das durch seine freie Entscheidung den S\u00fcndenfall verursachte.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Naturwissenschaftlich sieht Spitzer folgendes Bild:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die <strong>ersten genetischen Vorfahren<\/strong> (Mitochondriale Eva &amp; Y-Chromosom-Adam) lebten vor ca. <strong>200.000 Jahren<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li>Die <strong>ersten beseelten Menschen<\/strong> (unsere ersten wahren geistbegabten Vorfahren, \u201eAdam und Eva\u201c) lebten nach Spitzer vor ca. <strong>60.000 Jahren<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Gott musste dabei <strong>nicht<\/strong> zwei Menschen aus dem Nichts schaffen.<br \/>Er konnte <strong>einem Paar der damaligen Homo-sapiens-Population<\/strong> die geistige Seele verleihen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses erste Paar:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>war die Quelle aller geistbegabten Menschen<\/li>\n\n\n\n<li>konnte frei s\u00fcndigen<\/li>\n\n\n\n<li>\u00fcbertrug den gefallenen Zustand auf seine Nachkommen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Damit bleibt sowohl die kirchliche Lehre <strong>als auch<\/strong> die moderne Genetik bestehen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Aber wie sind dann die Folgen des S\u00fcndenfalls zu verstehen?<\/h2>\n\n\n\n<p>Gott bestraft ja sowohl die Schlange als auch die ersten Menschen f\u00fcr ihre S\u00fcnden:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>14&nbsp;Da sprach Gott, der HERR, zur Schlange:<br \/>Weil du das getan hast, bist du verflucht \/ unter allem Vieh und allen Tieren des Feldes. \/ Auf dem Bauch wirst du kriechen \/ und Staub fressen alle Tage deines Lebens.<br \/>15&nbsp;Und Feindschaft setze ich zwischen dir und der Frau, \/ zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen. \/ Er trifft dich am Kopf \/ und du triffst ihn an der Ferse.<br \/>16&nbsp;Zur Frau sprach er:<br \/>Viel M\u00fchsal bereite ich dir und h\u00e4ufig wirst du schwanger werden. \/ Unter Schmerzen gebierst du Kinder. \/ Nach deinem Mann hast du Verlangen \/ und er wird \u00fcber dich herrschen.<br \/>17&nbsp;Zum Menschen sprach er: Weil du auf die Stimme deiner Frau geh\u00f6rt und von dem Baum gegessen hast, von dem ich dir geboten hatte, davon nicht zu essen,<br \/>ist der Erdboden deinetwegen verflucht. \/ Unter M\u00fchsal wirst du von ihm essen alle Tage deines Lebens.<br \/>18&nbsp;Dornen und Disteln l\u00e4sst er dir wachsen \/ und die Pflanzen des Feldes wirst du essen.<br \/>19&nbsp;Im Schwei\u00dfe deines Angesichts \/ wirst du dein Brot essen, \/ bis du zum Erdboden zur\u00fcckkehrst; \/ denn von ihm bist du genommen, \/ Staub bist du \/ und zum Staub kehrst du zur\u00fcck.<\/p>\n<cite><a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Mose3%2C14-19\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\">Genesis 3,14-19<\/a> (Enheits\u00fcbersetzung)<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>John Walton schreibt dazu in dem Bibelkommentar <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Genesis-NIV-Application-Commentary-English-ebook\/dp\/B004FPZ29A\/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=KQRF81Y65A1F&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.jcl683Bzl-FQ-SYPaVdF7QrrJwRBmB5S2szx5KsDi8GIV8Fq-fpaRKhg6baskjAELQFcqzfexQoxnyHlWtVa7fdk4EhGFR5x0zd25dFqKmiRXSH2tMIipnp6NPg2yafOstkFXaz4rHhDibhXqlIxWJ7jtx_EyAnTHYRYMC9mQCPpS15cJhyQeUCMnaPjoE7025GMYbgK997AYfG3C5Rn43NSxdwLwQkueZVTuaSn86s.BYeJda6lYkT3C6cPcfBNR-F9uvvpKE-_oNJ9hxpikRs&amp;dib_tag=se&amp;keywords=genesis+niv+application&amp;qid=1763462810&amp;sprefix=genesis+niv+applicatio%2Caps%2C99&amp;sr=8-1\">Genesis (The NIV Application Commentary)<\/a> :<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Bestrafung der Schlange<\/h3>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>SCHLANGEN SIND in der antiken Welt oft Gegenstand von Fl\u00fcchen, und der Fluch in Vers 14 folgt in gewisser Weise vorhersehbaren Mustern. Die \u00e4gyptischen Pyramidentexte (zweite H\u00e4lfte des dritten Jahrtausends v. Chr.) enthalten eine Reihe von Zauberspr\u00fcchen gegen Schlangen, aber auch Zauberspr\u00fcche gegen andere Kreaturen, die als Gefahren oder Sch\u00e4dlinge galten. Die Schlange genie\u00dft jedoch eine gewisse Bedeutung, da sie auf der Krone des Pharaos dargestellt ist. Einige Zauberspr\u00fcche fordern die Schlange auf, auf ihrem Bauch zu kriechen (ihr Gesicht auf dem Weg zu halten). Dies steht im Gegensatz dazu, ihren Kopf zum Zuschlagen zu erheben. Die Schlange auf dem Bauch ist nicht bedrohlich, w\u00e4hrend die aufgerichtete Schlange sch\u00fctzt oder angreift. Das Treten auf eine Schlange wird in diesen Texten als Mittel zur \u00dcberwindung oder Besiegung verwendet. Dies deutet darauf hin, dass wir uns die Schlange nicht so vorstellen sollten, als w\u00e4re sie zuvor auf Beinen gegangen. Stattdessen bek\u00e4mpft der Fluch ihre aggressive Natur.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenso sollten wir den Fluch, Staub zu fressen, nicht als Beschreibung der Ern\u00e4hrung von Schlangen verstehen. Die Darstellung von Staub oder Erde als Nahrung ist typisch f\u00fcr Beschreibungen der Unterwelt in antiker Literatur. Im Gilgamesch-Epos tr\u00e4umt Enkidu auf seinem Sterbebett von der Unterwelt und beschreibt sie als einen Ort ohne Licht, wo \u201eStaub ihre Speise, Lehm ihr Brot ist\u201c, eine Beschreibung, die auch aus dem Abstieg der Ishtar bekannt ist. Dies sind h\u00f6chstwahrscheinlich Merkmale der Unterwelt, weil sie das Grab beschreiben. Staub f\u00fcllt den Mund der Leiche, aber Staub wird auch den Mund der Schlange f\u00fcllen, w\u00e4hrend sie auf dem Boden kriecht. Vor diesem Hintergrund kann der Fluch \u00fcber die Schlange als Wunsch nach einem Zustand verstanden werden, der mit Unterw\u00fcrfigkeit (auf dem Bauch kriechen) und Tod (Staub fressen) verbunden ist.<\/p>\n<cite><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Genesis-NIV-Application-Commentary-English-ebook\/dp\/B004FPZ29A\/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=KQRF81Y65A1F&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.jcl683Bzl-FQ-SYPaVdF7QrrJwRBmB5S2szx5KsDi8GIV8Fq-fpaRKhg6baskjAELQFcqzfexQoxnyHlWtVa7fdk4EhGFR5x0zd25dFqKmiRXSH2tMIipnp6NPg2yafOstkFXaz4rHhDibhXqlIxWJ7jtx_EyAnTHYRYMC9mQCPpS15cJhyQeUCMnaPjoE7025GMYbgK997AYfG3C5Rn43NSxdwLwQkueZVTuaSn86s.BYeJda6lYkT3C6cPcfBNR-F9uvvpKE-_oNJ9hxpikRs&amp;dib_tag=se&amp;keywords=genesis+niv+application&amp;qid=1763462810&amp;sprefix=genesis+niv+applicatio%2Caps%2C99&amp;sr=8-1\">Genesis (The NIV Application Commentary),<\/a> zu <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Mose3%2C14\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\">Gen 3,14<\/a> (dt. \u00dcbersetzung <a href=\"https:\/\/www.deepl.com\/\">DeepL<\/a>)<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Bestrafung der Frau<\/h3>\n\n\n\n<p>Die NET Bible bietet hier eine pr\u00e4zisere \u00dcbersetzung als die deutsche Einheits\u00fcbersetzung: Sie zeigt, dass der Frau nicht v\u00f6llig neue Geburtswehen auferlegt werden, als w\u00e4re die Geburt zuvor schmerzlos gewesen, sondern dass ihre Schmerzen <strong>vermehrt<\/strong> bzw. <strong>verst\u00e4rkt<\/strong> werden.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>To&nbsp;the&nbsp;woman&nbsp;he&nbsp;said,<\/p>\n\n\n\n<p>\u201cI will&nbsp;greatly&nbsp;increase&nbsp;your&nbsp;labor&nbsp;pains;<\/p>\n\n\n\n<p>with&nbsp;pain&nbsp;you will&nbsp;give birth&nbsp;to&nbsp;children.<\/p>\n\n\n\n<p>You will&nbsp;want to control&nbsp;your&nbsp;husband,<\/p>\n\n\n\n<p>but&nbsp;he&nbsp;will&nbsp;dominate&nbsp;you.\u201d<\/p>\n<cite><a href=\"https:\/\/netbible.org\/bible\/Genesis+3\">NET Bible, <\/a><a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Mose3%2C16\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\">Gen 3,16<\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Eine Fu\u00dfnote der NET Bible erkl\u00e4rt dies n\u00e4her:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><em>Heb<\/em>&nbsp;\u201cyour pain and your conception,\u201d suggesting to some interpreters that having a lot of children was a result of the judgment (probably to make up for the loss through death). But the next clause shows that the pain is associated with conception and childbirth. The two words form a hendiadys (where two words are joined to express one idea, like \u201cgood and angry\u201d in English), the second explaining the first. \u201cConception,\u201d if the correct meaning of the noun, must be figurative here since there is no pain in conception; it is a synecdoche, representing the entire process of childbirth and child rearing from the very start. However, recent etymological research suggests the noun is derived from a root&nbsp;\u05d4\u05e8\u05e8&nbsp;(hrr), not&nbsp;\u05d4\u05e8\u05d4&nbsp;(hrh), and means \u201ctrembling, pain\u201d (see D. Tsumura, \u201cA Note on&nbsp;\u05d4\u05e8\u05d5\u05b9\u05df&nbsp;(<a href=\"javascript:{}\">Gen 3<\/a>, 16),\u201d&nbsp;<em>Bib<\/em>&nbsp;75 [1994]: 398-400). In this case \u201cpain and trembling\u201d refers to the physical effects of childbirth. The word&nbsp;\u05e2\u05b4\u05e6\u05b0\u05bc\u05d1\u05d5\u05b9\u05df&nbsp;(\u02bfitsvon, \u201cpain\u201d), an abstract noun related to the verb (\u05e2\u05b8\u05e6\u05b7\u05d1,&nbsp;\u02bfatsav), includes more than physical pain. It is emotional distress as well as physical pain. The same word is used in v.&nbsp;<a href=\"javascript:{}\">17<\/a>&nbsp;for the man\u2019s painful toil in the field.<\/p>\n<cite><a href=\"https:\/\/netbible.org\/bible\/Genesis+3#\">NET Bible translation Note to <\/a><a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Mose3%2C16\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\">Gen 3,16<\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ganz \u00e4hnlich argumentiert Walton in <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Genesis-NIV-Application-Commentary-English-ebook\/dp\/B004FPZ29A\/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=KQRF81Y65A1F&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.jcl683Bzl-FQ-SYPaVdF7QrrJwRBmB5S2szx5KsDi8GIV8Fq-fpaRKhg6baskjAELQFcqzfexQoxnyHlWtVa7fdk4EhGFR5x0zd25dFqKmiRXSH2tMIipnp6NPg2yafOstkFXaz4rHhDibhXqlIxWJ7jtx_EyAnTHYRYMC9mQCPpS15cJhyQeUCMnaPjoE7025GMYbgK997AYfG3C5Rn43NSxdwLwQkueZVTuaSn86s.BYeJda6lYkT3C6cPcfBNR-F9uvvpKE-_oNJ9hxpikRs&amp;dib_tag=se&amp;keywords=genesis+niv+application&amp;qid=1763462810&amp;sprefix=genesis+niv+applicatio%2Caps%2C99&amp;sr=8-1\">Genesis (The NIV Application Commentary)<\/a> :<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Zwei wichtige EXEGETISCHE Fragen m\u00fcssen in Bezug auf die Aussage, die Gott der Frau macht, behandelt werden. Diese konzentrieren sich auf die W\u00f6rter \u201eSchmerz\u201c und \u201eVerlangen\u201c, die beide untersucht und gekl\u00e4rt werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schmerz. Das Substantiv, das in der ersten Zeile mit \u201eSchmerz\u201c \u00fcbersetzt wird, ist \u02bfi\u1e63\u1e63abon, ein Wort, das nur noch zweimal im Alten Testament vorkommt (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Mose3%2C17\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\">Gen 3,17<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Mose5%2C29\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\">5,29<\/a>). Substantive von derselben Wurzel (\u02bfe\u1e63eb II, \u02bfo\u1e63eb II und \u02bfa\u1e63\u1e63ebet) beziehen sich auf Schmerz, Qual, Not, Sorge, \u00c4rgernis und Angst. Die verbale Wurzel (\u02bf\u1e63b II) kommt in einer Vielzahl von St\u00e4mmen mit einem semantischen Bereich vor, der in erster Linie Kummer und Sorge ausdr\u00fcckt. Wichtig an diesem Profil ist, dass die Wurzel typischerweise nicht verwendet wird, um auf k\u00f6rperlichen Schmerz abzuzielen, sondern auf seelische oder psychische Qual (obwohl k\u00f6rperlicher Schmerz die Qual begleiten oder die Ursache daf\u00fcr sein kann).<\/p>\n\n\n\n<p>Dies ist in der Tat hilfreich, da Ausleger im Allgemeinen Schwierigkeiten hatten, herauszufinden, inwiefern die Empf\u00e4ngnis schmerzhaft ist. Trotz der Wiedergabe \u201eKinderkriegen\u201c in der NIV bezieht sich das hebr\u00e4ische Wort spezifisch auf die Empf\u00e4ngnis. Das Wort, das in der zweiten Zeile mit \u201eSchmerz\u201c \u00fcbersetzt wird (\u02bfe\u1e63eb), wird anderswo verwendet, um anstrengende Arbeit zu bezeichnen, und ist daher eine angemessene Beschreibung der Geburt. Eine letzte Anmerkung zur Syntax ist, dass in der ersten Zeile \u201eSchmerzen beim Kinderkriegen\u201c eine Hendiadyoin ist (zwei Substantive, die durch \u201eund\u201c verbunden sind, aber als eine einzige Einheit fungieren, z. B. amerikanisch \u201eassault and battery\u201c) und somit so etwas wie \u201eEmpf\u00e4ngnisangst\u201c vermittelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus diesen Beobachtungen k\u00f6nnen wir schlie\u00dfen, dass die erste H\u00e4lfte von Vers 16 ein erweiterter Merismus ist (zwei Endpunkte, die verwendet werden, um sich auf alles dazwischen zu beziehen, z. B. \u201evon A bis Z\u201c), der sich auf die Angst bezieht, die eine Frau w\u00e4hrend des gesamten Prozesses von der Empf\u00e4ngnis bis zur Geburt erlebt. Dies beinhaltet die Angst, ob sie ein Kind empfangen kann, die Angst, die mit all den k\u00f6rperlichen Beschwerden der Schwangerschaft einhergeht, die Angst um die Gesundheit des Kindes im Mutterleib und die Angst, ob sie und das Baby den Geburtsvorgang \u00fcberleben werden. Selbst in einer Welt moderner Technologie und erst recht im unsicheren medizinischen Klima der Antike m\u00fcssen wir zustimmen, dass Angst den Geburtsvorgang bestimmt. Eine daraus resultierende Paraphrase von Vers 16a lautet: \u201eIch will die Qual, die du im Geburtsvorgang erlebst, von der Angst um die Empf\u00e4ngnis bis zur anstrengenden Arbeit der Geburt, sehr vermehren. (&#8230;)&#8221;<\/p>\n<cite><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Genesis-NIV-Application-Commentary-English-ebook\/dp\/B004FPZ29A\/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=KQRF81Y65A1F&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.jcl683Bzl-FQ-SYPaVdF7QrrJwRBmB5S2szx5KsDi8GIV8Fq-fpaRKhg6baskjAELQFcqzfexQoxnyHlWtVa7fdk4EhGFR5x0zd25dFqKmiRXSH2tMIipnp6NPg2yafOstkFXaz4rHhDibhXqlIxWJ7jtx_EyAnTHYRYMC9mQCPpS15cJhyQeUCMnaPjoE7025GMYbgK997AYfG3C5Rn43NSxdwLwQkueZVTuaSn86s.BYeJda6lYkT3C6cPcfBNR-F9uvvpKE-_oNJ9hxpikRs&amp;dib_tag=se&amp;keywords=genesis+niv+application&amp;qid=1763462810&amp;sprefix=genesis+niv+applicatio%2Caps%2C99&amp;sr=8-1\">Genesis (The NIV Application Commentary),<\/a> zu <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Mose3%2C16\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\">Gen 3,16<\/a> (dt. \u00dcbersetzung <a href=\"https:\/\/www.deepl.com\/\">DeepL<\/a>)<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Kurz gesagt:<\/strong> Nach Walton geht es bei \u201eSchmerz\u201c und \u201eEmpf\u00e4ngnis\u201c nicht nur um k\u00f6rperliche Schmerzen bei der Geburt, sondern um die ganze Spannbreite der Angst, M\u00fchsal und Unsicherheit von Kinderwunsch, Schwangerschaft und Geburt. Der S\u00fcndenfall verst\u00e4rkt diese existenziellen \u00c4ngste \u2013 er schafft sie nicht erst neu.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Bestrafung des Mannes<\/h3>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>IN DEN VERSEN 17\u201319 sehen wir uns erneut mit einem Fluch konfrontiert, diesmal gerichtet gegen den Erdboden. Was bedeutet es, dass der Erdboden verflucht ist? Die hier verwendete Verbalwurzel (\u02berr) wird als das Gegenteil von segnen (brk) erkannt. Jemanden zu segnen bedeutet, diese Person unter Gottes Schutz zu stellen und sich an Gottes Gunst zu erfreuen. Verfluchen bedeutet, den Schutz und die Gunst Gottes zu entziehen. Es bedeutet nicht, etwas zu verhexen oder seinen Charakter oder seine Natur durch magische oder mystische Mittel zu ver\u00e4ndern. Es bedeutet nicht, etwas zu bezaubern oder zu verhexen. Eines der deutlichsten Beispiele findet sich in Davids Rede an Saul in <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Samuel26%2C19\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\">1. Samuel 26,19<\/a>. Wenn Menschen Saul gegen David aufgehetzt haben, erkl\u00e4rt David sie f\u00fcr \u201everflucht\u201c (d. h. des g\u00f6ttlichen Wohlwollens, Segens und Schutzes beraubt), weil sie ihn des g\u00f6ttlichen Wohlwollens (Anteil am Erbe des Herrn) und Schutzes (seiner Gegenwart) beraubt und ihn dadurch zu anderen G\u00f6ttern geschickt haben, um Schutz und Gunst zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Deutschen l\u00e4sst sich \u02berr am besten mit dem Wort \u201everdammen\u201c wiedergeben. Es w\u00fcnscht einer Person, f\u00fcr immer aus Gottes Schutz, Gunst und Gegenwart entfernt zu sein. Weil dem Ackerboden Gottes Gunst, Schutz und Segen entzogen sind, wird er seine Ertr\u00e4ge nur durch harte Arbeit hervorbringen. Das Wort, das die Neue Internationale Version (NIV) mit \u201em\u00fchselige Arbeit\u201c \u00fcbersetzt, ist dasselbe Wort, das in der ersten Zeile von 3,16 verwendet wird (\u201eSchmerzen\u201c), das oben als \u201eQual\u201c interpretiert wurde. Die Auswirkung dieses Fluches ist, dass den Menschen zwar weiterhin Nahrung zur Verf\u00fcgung steht, es aber viel schwieriger sein wird, sie zu produzieren.<\/p>\n<cite><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Genesis-NIV-Application-Commentary-English-ebook\/dp\/B004FPZ29A\/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=KQRF81Y65A1F&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.jcl683Bzl-FQ-SYPaVdF7QrrJwRBmB5S2szx5KsDi8GIV8Fq-fpaRKhg6baskjAELQFcqzfexQoxnyHlWtVa7fdk4EhGFR5x0zd25dFqKmiRXSH2tMIipnp6NPg2yafOstkFXaz4rHhDibhXqlIxWJ7jtx_EyAnTHYRYMC9mQCPpS15cJhyQeUCMnaPjoE7025GMYbgK997AYfG3C5Rn43NSxdwLwQkueZVTuaSn86s.BYeJda6lYkT3C6cPcfBNR-F9uvvpKE-_oNJ9hxpikRs&amp;dib_tag=se&amp;keywords=genesis+niv+application&amp;qid=1763462810&amp;sprefix=genesis+niv+applicatio%2Caps%2C99&amp;sr=8-1\">Genesis (The NIV Application Commentary),<\/a> zu <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Mose3%2C17-19\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\">Gen 3,17-19<\/a> (dt. \u00dcbersetzung <a href=\"https:\/\/www.deepl.com\/\">DeepL<\/a>)<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Kurz gesagt:<\/strong> Der \u201eFluch\u201c \u00fcber den Erdboden bedeutet nicht, dass Gott die Sch\u00f6pfung magisch ver\u00e4ndert, sondern dass er seinen besonderen Schutz und Segen zur\u00fcckzieht. Der Boden bringt weiterhin Nahrung hervor, aber nur noch unter M\u00fchsal und harter Arbeit \u2013 ein Zeichen daf\u00fcr, dass der Mensch die Folgen der S\u00fcnde jetzt existenziell sp\u00fcrt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Soweit mein Versuch, die biblische Sch\u00f6pfungsgeschichte in den Kontext von naturwissenschaftlich m\u00f6glichen Ereignissen zu bringen, ohne die christliche Heilsgeschichte zu verw\u00e4ssern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das bedeutet aber auch: <\/strong>Nach dieser Hypothese gab es hier auf Erden wohl kein Paradies im Sinne eines bereits vollkommen himmlischen Zustands ohne Leid, Krankheit und Tod \u2013 jedenfalls nicht so, wie ich mir das fr\u00fcher vorgestellt habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Sehr wohl aber spricht die Kirche von einem <strong>besonderen Gnadenzustand<\/strong> der ersten Menschen: einer urspr\u00fcnglichen Gemeinschaft mit Gott, einem inneren Einklang, der durch die S\u00fcnde zerbrochen wurde. Dieser geistliche \u201aParadieszustand\u2018 ist nicht identisch mit einer physikalisch perfekten Welt ohne Tod \u2013 aber er meint eine reale innere N\u00e4he zu Gott, die wir heute nur bruchst\u00fcckhaft kennen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Oder anders ausgedr\u00fcckt:<\/strong> Die Bibel spricht beim S\u00fcndenfall nicht davon, dass zum ersten Mal ein biologischer Organismus stirbt, sondern davon, dass der Mensch seine urspr\u00fcngliche Gottesgemeinschaft verliert und den Tod nun als existenzielles Getrenntsein, Angst und Verlorenheit erlebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das zuk\u00fcnftige himmlische Paradies hat <strong>Jesus Christus<\/strong> jedoch durch sein Leiden, seinen Tod und seine Auferstehung bereits f\u00fcr uns er\u00f6ffnet. Diese Hoffnung tr\u00e4gt uns Christen: Sie gibt Kraft, die Widrigkeiten dieses irdischen Lebens zu ertragen, weil wir wissen, dass Gott uns nicht fallen l\u00e4sst und wir eines Tages zur ersehnten Gl\u00fcckseligkeit gelangen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<p><strong>In aller K\u00fcrze:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Naturwissenschaft schlie\u00dft eine w\u00f6rtliche 6-Tage-Sch\u00f6pfung und eine junge Erde aus. <\/li>\n\n\n\n<li>Die biblischen Sch\u00f6pfungstexte wollen keine Naturwissenschaft sein, sondern theologische Wahrheit in symbolischer Sprache sagen.<\/li>\n\n\n\n<li>Nach Spitzer ist es m\u00f6glich, Evolution ernst zu nehmen und gleichzeitig an einen realen S\u00fcndenfall und erste \u201ebeseelte\u201c Menschen zu glauben.<\/li>\n\n\n\n<li>Das Paradies ist weniger ein physischer Garten ohne Schmerz, sondern ein urspr\u00fcnglicher Gnadenzustand in Gemeinschaft mit Gott \u2013 den Christus f\u00fcr uns in vollendeter Form neu er\u00f6ffnet.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Quellen\/Literatur:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.johannes-verlag.de\/3340.htm\">Im Anfang schuf Gott (Joseph Ratzinger \/ Benedikt XVI.)<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Science-Reason-Faith-Discovering-Bible\/dp\/1639660577\/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=36KNK8S24Z9CU&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.iypY9Ku4empLa-QCrCJUq9Y5p6Q2scmXtbGf03G0CjEiFJueBQEY1k_L5xNHnLERkizEKkG-Vl8fTr9m7K0R2AXKPBj62_Uh58orpemPeGwssgxyYDKnfEEBGvWcPugtZ37gXNi3LATiTZP0Ls9FNlRbpRi5cCg1Z_BaR_r9lE4ZNzCrXX4UI7_O0h0MuLVADyvuJAkAJnaXzxgWQ4liW3W_d-XXBf-J3HwlbWWaMco.HWP8_UCjeq7gExiAMahIBUv8Ms9xDLGcWndUfTW8_-k&amp;dib_tag=se&amp;keywords=science+reason+faith&amp;qid=1763462121&amp;sprefix=science+reason+faith%2Caps%2C86&amp;sr=8-1\">Science, Reason, and Faith (Fr Robert Spitzer)<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Genesis-NIV-Application-Commentary-English-ebook\/dp\/B004FPZ29A\/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=KQRF81Y65A1F&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.jcl683Bzl-FQ-SYPaVdF7QrrJwRBmB5S2szx5KsDi8GIV8Fq-fpaRKhg6baskjAELQFcqzfexQoxnyHlWtVa7fdk4EhGFR5x0zd25dFqKmiRXSH2tMIipnp6NPg2yafOstkFXaz4rHhDibhXqlIxWJ7jtx_EyAnTHYRYMC9mQCPpS15cJhyQeUCMnaPjoE7025GMYbgK997AYfG3C5Rn43NSxdwLwQkueZVTuaSn86s.BYeJda6lYkT3C6cPcfBNR-F9uvvpKE-_oNJ9hxpikRs&amp;dib_tag=se&amp;keywords=genesis+niv+application&amp;qid=1763462810&amp;sprefix=genesis+niv+applicatio%2Caps%2C99&amp;sr=8-1\">Genesis (The NIV Application Commentary, Walton)<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.scm-shop.de\/schoepfung-und-evolution.html\">Sch\u00f6pfung und Evolution? (Drossel, Junker, Scherer)<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/netbible.org\/\">The NET Bible<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Hinweis: Dieser Artikel und das Titelbild wurden mit Unterst\u00fctzung einer KI erstellt.<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor \u00fcber zwei Jahren habe ich einen Artikel mit dem Titel Warum es nicht verr\u00fcckt ist, an die biblische Sch\u00f6pfungsgeschichte zu glauben geschrieben. Darin hatte ich im Kern behauptet, dass es keine zwingenden naturwissenschaftlichen Belege gibt, die einen Glauben an ein w\u00f6rtliches Verst\u00e4ndnis der biblischen Sch\u00f6pfungsgeschichte als unvern\u00fcnftig erscheinen lassen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":10441,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[3,15,73,90],"tags":[149,163,367,255],"class_list":["post-10423","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-christentum","category-evolution","category-schoepfungslehre","category-wissenschaft","tag-evolution","tag-gen-3","tag-naturwissenschaften","tag-schopfung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/ChatGPT-Image-18.-Nov.-2025-17_35_41.png?fit=1536%2C1024&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p4Sdv6-2I7","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10423","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10423"}],"version-history":[{"count":48,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10423\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10482,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10423\/revisions\/10482"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/10441"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10423"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10423"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10423"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}