{"id":2273,"date":"2013-07-16T20:39:55","date_gmt":"2013-07-16T19:39:55","guid":{"rendered":"http:\/\/sschweizer.wordpress.com\/?p=2273"},"modified":"2020-05-08T19:34:30","modified_gmt":"2020-05-08T17:34:30","slug":"am-anfang-schuf-gott-himmel-und-erde-gottesdienst-uber-genesis-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=2273","title":{"rendered":"Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde &#8211; Gottesdienst \u00fcber Genesis 1"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde &#8211; Gottesdienst \u00fcber Genesis 1\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=2273\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div><p>Vor Kurzem hatte ich den Beitrag &#8220;&lt;a title=&quot;Und es gibt doch noch gute Predigten: Robert Spaemann \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Mose1\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gen\u00a01<\/a>&#8221; href=&#8221;http:\/\/sschweizer.wordpress.com\/2013\/07\/07\/und-es-gibt-doch-noch-gute-predigten-robert-spaemann-uber-gen-1\/&#8221; rel=&#8221;bookmark&#8221;&gt;Und es gibt doch noch gute Predigten: Robert Spaemann \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Mose1\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gen\u00a01<\/a>&#8221; mit einer kurzen Zusammenfassung von der Predigt von Robert Spaemann geschrieben.<\/p>\n<p>Hier nun eine ausf\u00fchrlichere Version von fj1422, die er mir gerne zur Verf\u00fcgung gestellt hat:<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Gottesdienst in der Friedenskirche mit Prof. Robert Spaemann am 7. Juli 2013<\/strong><br \/>\nLieder\/Psalmgebet: EG Nr. 449,1-4; <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Psalm104\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Psalm 104<\/a>; EG Nr. 504; EG Nr. 510; EG Nr. 503,1-6-3.8+13; EG Nr. 421<\/p>\n<p><strong>Predigt von Prof. Spaemann zu <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Mose1%2C1-31\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Genesis 1,1-31<\/a><\/strong><\/p>\n<p><em>Gedicht von Gottfried Benn (1886-1956)<\/em><br \/>\n<em> Ich habe Menschen getroffen, die\u00a0 wenn man sie nach ihrem Namen fragte,\u00a0 sch\u00fcchtern \u2013 als ob sie gar nicht beanspruchen k\u00f6nnten, auch noch eine Benennung zu haben \u2013 \u00bbFr\u00e4ulein Christian\u00ab antworteten und dann: \u00bbwie der Vorname\u00ab, sie wollten einem die Erfassung erleichtern, kein schwieriger Name wie \u00bbPopiol\u00ab oder \u00bbBabendererde\u00ab \u2013 \u00bbwie der Vorname\u00ab \u2013 bitte, belasten Sie Ihr Erinnerungsverm\u00f6gen nicht!<\/em><br \/>\n<em> Ich habe Menschen getroffen, die\u00a0 mit Eltern und vier Geschwistern in einer Stube aufwuchsen, nachts, die Finger in den Ohren, am K\u00fcchentisch lernten, hochkamen, \u00e4u\u00dferlich sch\u00f6n und ladylike wie Gr\u00e4finnen \u2013 und innerlich sanft und flei\u00dfig wie Nausikaa die reine Stirn der Engel trugen.<\/em><br \/>\n<em> Ich habe mich oft gefragt und keine Antwort gefunden, woher das Sanfte und das Gute kommt,\u00a0 wei\u00df es auch heute nicht und muss nun gehen. (Quelle: <a title=\"Turmsegler\" href=\"http:\/\/turmsegler.net\/20091223\/menschen-getroffen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Turmsegler<\/a>)<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Woher das Sanfte und Gute kommt \u2013 eine Antwort auf diese Frage gibt uns die Bibel in <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Mose1%2C1\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Genesis 1,1<\/a>: Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Woher das B\u00f6se kommt, w\u00fcrden wir Heute fragen. Das B\u00f6se als Teil der Evolution, w\u00e4re die bevorzugte Erkl\u00e4rung. Doch das Gute l\u00e4sst uns Menschen dankbar und froh sein. Am Anfang war das Wort, so beginnt Johannes sein Evangelium. Was aber hei\u00dft am Anfang? Der Urknall? Auch dem Urknall geht Etwas voraus \u2013 es kann nicht Nichts gewesen sein. Der Urknall, so es ihn tats\u00e4chlich gab, w\u00e4re dann der Beginn dieser Erde und des Lebens, welches auf ihr entstand. Aber nicht der Anfang als Grund und Wirklichkeit in sich. Die Frage ist: Gibt es einen Grund? Wissenschaftler erforschen die Abl\u00e4ufe in der Natur. Die Erkenntnisse der Neuzeit erm\u00f6glichen dem Menschen, alle Ereignisse miteinander zu verkn\u00fcpfen in den Gesetzen von Ursache und Wirkung. Wer aber ist der Regisseur, der Grund? Unsere Wirklichkeit, die wir beobachten und ergr\u00fcnden k\u00f6nnen, ist sie die eigentliche Wirklichkeit? Nein. Die eigentliche Wirklichkeit, der Grund unserer Existenz und der ganzen, tiefen Lebenswirklichkeit, ist Gott. Was aber folgt daraus? Wo ist dann der Mensch mit seiner Freiheit, wenn das ganze Leben schon von Gott gemacht ist, so wie ein Film vom Regisseur? Der Mensch kann Entscheidungen treffen. Indem die Menschen handeln, verwirklichen sie einen g\u00f6ttlichen Plan. Freilich kann der Mensch falsche Entscheidungen treffen, k\u00f6nnen Menschen sich in einer nicht richtigen Weise verhalten. Doch es gibt dennoch einen Plan, in den der Mensch involviert ist. Und wenn Gott allwissend ist, so wei\u00df ER von Anfang an um die Irrwege und den Verrat des Menschen und hat es auch bereits in Seinen Plan miteingebaut. Jesus sagt in <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Matth%C3%A4us26%2C24\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Matth\u00e4us 26,24<\/a>: Der Menschensohn geht dahin, wie von ihm geschrieben steht \u2013 er muss verraten werden. Jesus hat hier die ganze Heilsgeschichte vor Augen. Gottes Plan gelingt immer, auch wenn das B\u00f6se eine Zeit lang die Macht zu haben scheint. Wenn wir nach dem Grund der Ereignisse in der Welt fragen, so sind wir zun\u00e4chst einmal an die Naturgesetze verwiesen. Doch die Naturgesetze sind selbst nicht voraussetzungslos, sie unterliegen Bestimmtheiten. Die Feinabstimmung der Abl\u00e4ufe in der Natur sind sogar so komplex, differenziert, tiefsinnig und fein, dass es im Grunde genommen ganz unwahrscheinlich ist, dass die Natur uns Menschen, das Leben in der Gestalt wie wir es Heute haben (d\u00fcrfen), h\u00e4tte hervorbringen k\u00f6nnen. So gibt es vielf\u00e4ltige Spuren Gottes in der Welt, eben in der Feinabstimmung der Abl\u00e4ufe dieser Welt, in den Geschehnissen der Natur, auch in dem Sanften und Guten, von dem wir nicht sagen k\u00f6nnen, woher es kommt. Das Sanfte und Gute des Geistes, von dem ber\u00fchrt, wir fasziniert sind. Dass Neues, Subjektivit\u00e4t, Denken sowie Geist existieren bzw. sich entwickeln konnten, kann jedenfalls nicht mit dem blo\u00dfen Interesse der Evolution, also des Willens zum \u00dcberleben, erkl\u00e4rt werden. Es gibt Spr\u00fcnge in der Entwicklung des Lebens, wodurch Neues entsteht, welches sich aus dem Alten und Bisherigen nicht wirklich herleiten l\u00e4sst. Doch die Gr\u00fcnde, die uns veranlassen von Gott zu reden, sind es zwingende Gr\u00fcnde? Dass hinter einer vern\u00fcnftigen Struktur (und Ordnung des Lebens) auch eine (gro\u00dfe) Vernunft stehen muss, scheint eigentlich einleuchtend. Wenn wir vorhin sagten, dass es im Grunde genommen ganz unwahrscheinlich ist, dass die Natur uns Menschen h\u00e4tte hervorbringen k\u00f6nnen, so ist diese Tatsache, welche in der Komplexit\u00e4t des geschaffenen Lebens liegt, schon ein Argument f\u00fcr die These von der Existenz eines Sch\u00f6pfers allen Lebens. Der Mensch aber tut sich schwer damit, tut sich schwer mit der Forderung, an einen Gott zu glauben, der tats\u00e4chlich alles Leben schuf. Der Mensch glaubt schlie\u00dflich dann lieber das Unwahrscheinlichere, glaubt an den Zufall, den Zufall der Evolution. Freilich gibt es auch gewichtige Einw\u00e4nde, die nicht unbedingt f\u00fcr einen allwissenden Sch\u00f6pfer sprechen, der das Leben nach einem vollkommenen Gesetz Seiner G\u00fcte (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Mose1%2C31\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Genesis 1,31<\/a>) geschaffen hat. Auf der einen Seite erkennen wir eine unglaubliche Kostbarkeit, Sch\u00f6nheit und Erhabenheit in der Natur, eine bestehende Ordnung in der ganzen Sch\u00f6pfung. Wir sind fasziniert von der Vielfalt des Lebens, von hohen Begabungen, vom einzigartigen Reichtum des Lebens. Dann aber sehen wir auch die vielen Verunstaltungen des Lebens, die auf das B\u00f6se, auf Leid, auf die Ungerechtigkeit in dieser einen Sch\u00f6pfung Gottes weisen. Gott schafft am ersten Tag das Licht. Gott greift ordnend ein in das anf\u00e4ngliche Tohuwabohu und erschafft eine Wirklichkeit, in welcher Leben gedeiht. Das anf\u00e4ngliche Chaos ist auch Heute \u00fcberall pr\u00e4sent, auch in uns selbst, in der Tiefe unserer Seele. Es werde Licht! (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Mose1%2C3\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Genesis 1,3<\/a>) Hier wird zum ersten Mal eine Struktur sichtbar. Es wird Etwas sichtbar, das vorher fehlte. Alles bekommt eine gewisse Ordnung, die bis Heute trotz der Eingriffe des Menschen Bestand hat. Die Wirklichkeit besteht aus Dingen, die Distanz zueinander haben, die einander wahrnehmen. Lebendigkeit und Ordnung geh\u00f6ren zusammen. Der Geist Gottes ist zu Beginn da, und das Chaos ist da. Es werde Licht! Diese Erfahrung, in welcher ein Grundhandeln Gottes deutlich wird, wiederholt sich seit dem Beginn der Sch\u00f6pfung. Viele Menschen, die in Dunkelheiten des Lebens gefangen waren, wurden erleuchtet und erhellt von einer anderen Wirklichkeit (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Johannes1%2C4.9\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Johannes 1,4.9<\/a>). Helen Keller, taubstumm und blind, in einer dunklen und finsteren Welt lebend (analog <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Mose1%2C2\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Genesis 1,2<\/a> \u2013 es war leer und finster auf der Tiefe), durfte pl\u00f6tzlich erkennen, dass es eine Welt gibt, die verstehbar ist, verstehbar, offen und zug\u00e4nglich im Erkennen der Liebe. Pl\u00f6tzlich war es licht in ihr, im Aufgehen des Verstehens, im Aufgehen der g\u00f6ttlichen Liebe, der Wahrheit der Liebe. Warum aber dann das B\u00f6se, die vielen Verzerrungen, die Fixierung auf die Verunstaltungen\u2026? Paulus ist hier sehr direkt und sagt in <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/R%C3%B6mer1%2C20-22\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">R\u00f6mer 1,20-22<\/a>: Aus der geschaffenen Welt k\u00f6nnen die Menschen Gott erkennen. Wenn sie es nicht wollen, dann deshalb, weil sie Gott nicht danken wollen. Sie wenden sich dann lieber dem Nichtigen zu, und ihr Herz bleibt finster und unverst\u00e4ndig. Danken k\u00f6nnen f\u00fcr das Gute, f\u00fcr das Leben, welches uns geschenkt ist, geh\u00f6rt wohl zu den anthropologischen Grundvoraussetzungen einer sinnvollen, vers\u00f6hnten menschlichen Existenz. Auch das Klagen \u00fcber eine Welt, die verunstaltet und gest\u00f6rt ist, geh\u00f6rt dazu, wie uns das Buch Hiob und auch die Psalmen zeigen. Wir wollen das Gesagte in ein Bild fassen, welches den Glauben, unsere christliche Hoffnung, enth\u00e4lt. Es gibt einen Teppich, an dem wir mitkn\u00fcpfen an der Unterseite. Wir sehen Heute nur die Unterseite und hoffen aber, irgendwann \/ eines Tages die Oberseite zu sehen. Das ist die Perspektive der Hoffnung, welche kommt aus dem Glauben. Paulus beschreibt es in <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Korinther13%2C9-10.12\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">1. Korinther 13,9f.12<\/a>f. folgenderma\u00dfen: Denn unser Wissen ist St\u00fcckwerk, und unsere Prophetie ist St\u00fcckwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das St\u00fcckwerk aufh\u00f6ren. Wir sehen jetzt nur undeutlich wie in einem tr\u00fcben Spiegel; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich st\u00fcckweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin. Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die Gr\u00f6\u00dfte unter ihnen.<\/p>\n<p>Die Vernunft ist Heute in eine Verzweiflung geraten, weil wir nicht mehr daran glauben (k\u00f6nnen), dass es eine Wahrheit gibt. Gott aber gab dem Menschen die M\u00f6glichkeit, Wahrheit zu erkennen, denn es gibt die Wahrheitsf\u00e4higkeit der Vernunft. Menschen zu allen Zeiten suchen Antworten auf die Ungerechtigkeiten dieser Welt. Jesus hat Seinen J\u00fcngern versprochen, dass sie die Wahrheit erkennen werden, wenn sie bei dem bleiben, was ER ihnen gesagt hat (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Johannes8%2C1.31-32\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Johannes 8,31f.)<\/a>. Die Krise der Menschheit ist eine Krise auch der Vernunft. Die Aufkl\u00e4rung bricht zusammen, wenn dem menschlichen Geist der Glaube an die Wahrheit verlorengegangen ist. Der Glaube aber lebt vom Zeugnis. Es gibt schon immer Zeugnisse des Glaubens mitten in den Schrecken dieser Welt, mitten in den Zerw\u00fcrfnissen dieser argen Welt. Wir wollen zum Schlu\u00df Worte h\u00f6ren, die ein zutiefst Leidender und dennoch stets Hoffender im Warschauer Ghetto aufgeschrieben hat f\u00fcr die Nachwelt, f\u00fcr Menschen nach seinem eigenen Sterben. Die Worte sind eine Aufforderung und geben Zeugnis davon, die Spur der Wahrheit auf der Stirn zu tragen.<br \/>\nIn den letzten Stunden seines Lebens hat sie ein Jude aufgeschrieben, dem kurz zuvor dort im Ghetto seine Frau und seine Kinder umgebracht worden waren: Gott von Israel \u2013 Du hast alles getan, damit ich nicht an Dich glaube. Solltest Du meinen, es wird Dir gelingen, mich von meinem Weg abzubringen, so sage ich Dir, mein Gott und Gott meiner V\u00e4ter: es wird Dir nicht gelingen. Du kannst mich zu Tode peinigen, ich werde immer an Dich glauben. Ich werde Dich immer liebhaben \u2013 Dir selbst zum Trotz. Mein Leiden ist bitter, doch bin ich nicht entt\u00e4uscht. Besiegt als ein Geschlagener, bin ich doch nicht versklavt, sondern ich habe Frieden. Ich bin erniedrigt und elend, und doch vers\u00f6hnt. Du, mein Gott, hast alles getan, dass ich an Dir irre werde. Doch ich sterbe gerade als Einer, der unheilbar ist im Glauben an Dich, als Einer, der Dich immer liebhaben wird \u2013 Dir zum Trotz. Ich sterbe, genau wie ich gelebt habe, im felsenfesten Glauben an Dich. Schma Isroel! \u2013 H\u00f6re Israel! Der HERR, unser Gott, ist Einer. In Deine H\u00e4nde befehle ich meinen Geist; Du hast mich erl\u00f6st, HERR, Du treuer Gott. Amen.<\/p>\n<p><strong>Nachtrag des Autors &#8211; Impuls<\/strong><\/p>\n<p>Die Gegenm\u00e4chte des Lebens \u2013 vor 2000 Jahren ging Jesus den Weg bis ans Kreuz. Was ist aus der Hoffnung, aus der Auferstehungsfreude geworden? F\u00e4llt es vielleicht Heute auch Gott schwer, mit den unz\u00e4hligen Zerw\u00fcrfnissen und Widerspr\u00fcchen dieser Welt umzugehen? Sechzig Millionen Christen leben in Deutschland \u2013 wir m\u00fcssten eigentlich ein christliches Land sein. Doch wir sind das Gegenteil davon geworden.<br \/>\nKlar aber ist auch, wenn diese Welt den Weg der steten H\u00f6herentwicklung hin zur Vervollkommnung des Lebens des Menschen gef\u00fchrt wird, dass dann viele Menschen auf diesem Weg zur\u00fcckbleiben, straucheln werden, nicht mehr werden folgen k\u00f6nnen. Alle diejenigen, denen es in ihrem Leben an Schutz, Bewahrung vor B\u00f6sem, guten, lebensf\u00f6rdernden Erfahrungen, heilen Bindungen und Beziehungen usw. fehlte, haben keine wirkliche Chance mehr, auf den fahrenden Expresszug aufzuspringen. F\u00fcr sie gibt es keinen Platz mehr, der ihnen Anerkennung, Liebe und Wertsch\u00e4tzung \u2013 den Wert ihres kleinen Lebens und Menschseins \u2013 geben bzw. zeigen und erweisen k\u00f6nnte. Unversehrtes Leben ist kostbar und kann nicht einfach wieder hergestellt werden, ist es einmal in den Abgrund verkehrter, falscher Wege, in den Abgrund des Versagens und des schuldhaften Lebensscheiterns gerutscht. (fj1422)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor Kurzem hatte ich den Beitrag &#8220;&lt;a title=&quot;Und es gibt doch noch gute Predigten: Robert Spaemann \u00fcber Gen\u00a01&#8221; href=&#8221;http:\/\/sschweizer.wordpress.com\/2013\/07\/07\/und-es-gibt-doch-noch-gute-predigten-robert-spaemann-uber-gen-1\/&#8221; rel=&#8221;bookmark&#8221;&gt;Und es gibt doch noch gute Predigten: Robert Spaemann \u00fcber Gen\u00a01&#8221; mit einer kurzen Zusammenfassung von der Predigt von Robert Spaemann geschrieben. Hier nun eine ausf\u00fchrlichere Version von fj1422, die er mir gerne zur Verf\u00fcgung gestellt [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[],"class_list":["post-2273","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p4Sdv6-AF","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2273","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2273"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2273\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8492,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2273\/revisions\/8492"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2273"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2273"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2273"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}