{"id":2457,"date":"2014-08-04T17:46:15","date_gmt":"2014-08-04T15:46:15","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.projekt-kirche.de\/?p=2457"},"modified":"2020-05-09T08:52:00","modified_gmt":"2020-05-09T06:52:00","slug":"bist-du-bereit-auf-dem-wasser-zu-gehen-mt-1422-36","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=2457","title":{"rendered":"Bist du bereit auf dem Wasser zu gehen? (Mt 14,22-36)"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"Bist du bereit auf dem Wasser zu gehen? (Mt 14,22-36)\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=2457\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div><p>Das heutige Tagesevangelium (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Matth%C3%A4us14%2C22-36\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Mt 14,22-36<\/a>) folgt auf die Geschichte der wundersamen Brotvermehrung. Die J\u00fcnger standen noch ganz unter dem Eindruck dieses unglaublichen Ereignisses. Die Leute wollten Jesus sogar gleich zum K\u00f6nig machen. Aber ganz offensichtlich verstanden sie seine (eigentliche) Sendung nicht wirklich.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Nun schickte Jesus seine J\u00fcnger erstmal weg, um alleine auf einem Berg beten zu k\u00f6nnen. Seine J\u00fcnger trennten sich nur widerwillig von ihm. So beeindruckt waren sie von ihm, so sehr liebten sie ihn.<\/p>\n<p>Interessant ist wie wichtig Jesus das Gebet war und es offenbar als absolut notwendig ansah f\u00fcr seine Mission. Er war und ist eben nicht nur ganz Gott, sondern auch ganz Mensch. Wie wir lebte er nicht nur &#8220;vom Brot allein&#8221;.<\/p>\n<p>Ist uns das bewusst? Wie l\u00e4stig erscheint uns doch oft das Gebet, wie \u00fcberfl\u00fcssig diese Pflicht! Hat das denn \u00fcberhaupt einen Sinn?<\/p>\n<p>Wir d\u00fcrfen sicher sein, dass wenn Jesus als unser Lehrer, Vorbild und Herr regelm\u00e4\u00dfig, oft auch in v\u00f6lliger Abgeschiedenheit betete, dass das auch f\u00fcr uns gut und sehr wichtig ist. Denn auch wir brauchen das Gespr\u00e4ch und die N\u00e4he zu Gott, um dadurch Kraft, Einsicht und Liebe f\u00fcr unsere Mission zu bekommen. Unsere Mission ist ja nicht uns selbst zu leben, sondern &#8220;Jesus in uns&#8221;. Ein ganz praktisches Beispiel folgt dazu gleich in unserem heutigen Bibeltext.<\/p>\n<p>Kaum hatten die J\u00fcnger nun mit dem Boot abgelegt, zog schon ein Sturm auf. So ergeht es uns doch oft im Leben, wenn Jesus nicht mit uns ist. Zumindest wenn wir Jesu N\u00e4he nicht wahrnehmen. Aber Jesus ist immer bei uns, selbst wenn wir ihn nicht sehen. So auch damals bei den J\u00fcngern.<\/p>\n<p>Jesus kam den J\u00fcngern zur Hilfe, indem er wundersam die Naturgesetze au\u00dfer Kraft setzte. Er ging auf dem Wasser auf das Boot mit den J\u00fcngern zu. Unglaublich! Glauben wir das? Glauben wir noch an Wunder? An einen m\u00e4chtigen, ja allm\u00e4chtigen Gott? Wie klein machen wir Jesus all zu oft! Wie oft erscheint uns Gott genauso hilflos wie wir selbst!<\/p>\n<p>Gut, wir begr\u00fcnden das h\u00e4ufig mit unserer Erfahrung. Wo ist denn Gott in unserem Leben? Wo tut er denn noch Wunder? Dabei \u00fcbersehen wir, dass Gottes Eingreifen eher selten das Aufheben von Naturgesetzen erfordert und dass Gott oft eher unscheinbar wirkt. Und dennoch greift er in unser Leben ein. Allein dass unser Herz schl\u00e4gt und zwar ein Leben lang ist ein Wunder.<\/p>\n<p>Aber nat\u00fcrlich macht Gott auch heute noch &#8220;richtige&#8221; Wunder. Ganze B\u00fccher sind voll von Erlebnissen verschiedenster Menschen, die deutlich wahrnehmbare Wunder mit Gott erlebt haben. Aber Gott ist kein Magier, der beliebige Wunder wirkt. Es h\u00e4ngt von seinen guten Pl\u00e4nen ab wie er wirkt und h\u00e4ufig auch von unserem Glauben. Aber dazu kommen wir gleich.<\/p>\n<p>Nach dem ersten Schreck der J\u00fcnger \u00fcber den scheinbaren Geist ruft Petrus voller Liebe und Glauben in Jesu aus: &#8220;Befiehl mir, dir auf dem Wasser entgegen zu kommen!&#8221; Und was passiert? Ein Wunder! Petrus ist genauso wie Jesus in der Lage auf dem Wasser zu gehen! Und auch wir k\u00f6nnen solche Wunder erleben, wenn wir nur versuchen Jesus zu lieben und ihm zu vertrauen. Ich denke z. B. an das <a title=\"Gebetshaus Augsburg\" href=\"http:\/\/www.gebetshaus.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gebetshaus Augsburg<\/a>, das von Johannes Hartl geleitet wird. Da passieren Wunder \u00fcber Wunder.<\/p>\n<p>Als nun Petrus \u00fcber das Wasser Jesus entgegen ging machte er jedoch einen typisch menschlichen Fehler. Er richtete seinen Blick weg von Jesus auf das st\u00fcrmische Meer. Statt einfach voll und ganz auf Jesus zu vertrauen, sah er auf die angstmachenden hohen Wellen. Er verlor den Mut und drohte unterzugehen. Wir k\u00f6nnten so viel mehr Wunder erleben, wenn wir statt auf unsere schwierige Lebenssituation zu schauen einfach nur Jesus vertrauen w\u00fcrden!<\/p>\n<p>Aber nat\u00fcrlich sollten wir auch nicht ganz planlos sein. Voraussetzung f\u00fcr ein &#8220;erfolgreiches&#8221; Leben mit Gott ist, dass wir Jesus vorher fragen, ob wir den jeweiligen Weg gehen sollen oder nicht. Genauso wie Petrus erst einmal auf Jesu Ruf wartete, bevor er aufs Wasser ging, sollten wir Gott im Gebet befragen. Denn Wunder passieren nur dann, wenn unser Anliegen mit Gottes Willen im Einklang ist. Aber wer nicht fragt wird auch keine Antwort erhalten&#8230;<\/p>\n<p>Als Petrus nun zu sinken begann machte er das einzig richtige: er rief Jesus um Hilfe! Und unverz\u00fcglich reichte ihm Jesus die rettende Hand. Wenn doch auch wir statt uns von der Angst l\u00e4hmen zu lassen, Jesus im Gebet um Hilfe bitten w\u00fcrden! Er wird uns erh\u00f6ren, auch wenn nicht immer in der Weise wie wir uns das vorstellen.<\/p>\n<p>Unsere Herausforderung heute wie damals besteht nun darin statt kleingl\u00e4ubig und mutlos durchs Leben zu gehen, Jesus aufzufordern Wunder in unserem Leben zu tun! Bist du bereit auf dem Wasser zu gehen?<\/p>\n<p>Zum Schluss noch ein Praxistipp:<br \/>\nWenn dir Gott ein Projekt oder \u00e4hnliches aufs Herz legt, auch wenn es etwas verr\u00fcckt oder zumindest gewagt erscheinen mag, schiebe diesen Gedanken nicht einfach weg! Denn er k\u00f6nnte vom Hl. Geist sein. Genauso wie der Hl. Geist Petrus eingegeben hatte, Jesus zu bitten, dass er ihn befehlen sollte auf dem Wasser zu gehen, genauso k\u00f6nnte genau das der Wille Gottes f\u00fcr dein Leben oder zumindest f\u00fcr die n\u00e4chste Zeit sein.<\/p>\n<p>Bete dar\u00fcber, lass dich von reifen Glaubensgeschwistern beraten und wenn du eine innere Gewissheit dar\u00fcber erlangt hast, dann tue es! Gott wird dir helfen (oder auch bremsen wenn du dich geirrt haben solltest) . Aber auf jeden Fall wirst du Abenteuer wie Petrus erleben!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das heutige Tagesevangelium (Mt 14,22-36) folgt auf die Geschichte der wundersamen Brotvermehrung. Die J\u00fcnger standen noch ganz unter dem Eindruck dieses unglaublichen Ereignisses. Die Leute wollten Jesus sogar gleich zum K\u00f6nig machen. 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