{"id":2754,"date":"2014-09-01T19:39:39","date_gmt":"2014-09-01T17:39:39","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.projekt-kirche.de\/?p=2754"},"modified":"2020-05-08T21:53:33","modified_gmt":"2020-05-08T19:53:33","slug":"was-tun-wenn-mir-unrecht-getan-wurde-mt1815-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=2754","title":{"rendered":"Was tun, wenn mir Unrecht getan wurde? (Mt 18,15-20)"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"Was tun, wenn mir Unrecht getan wurde? (Mt 18,15-20)\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=2754\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div><p>Unser Leben ist voll von Konflikten. Kaum ein Tag vergeht, an dem wir uns nicht gegenseitig verletzen oder entt\u00e4uschen. Auch als Christen.<br \/>\nWas soll ich also tun, wenn mir jemand Unrecht getan hat? Die Sache einfach wortlos erdulden, den anderen &#8220;zur Schnecke machen&#8221;, mein Recht einklagen? <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Jesus lehrt uns in <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Matth%C3%A4us18%2C15-20\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Mt 18,15-20<\/a> wie wir mit einem S\u00fcnder umgehen sollen. Und dabei legt er den Fokus mehr auf die liebevolle Hilfe zur Umkehr f\u00fcr den S\u00fcnder als auf die Erlangung von Recht und Genugtuung f\u00fcr den Gesch\u00e4digten. Zumindest verstanden das so die Kirchenv\u00e4ter wie die folgende Zitate aus der <a href=\"http:\/\/www.catena-aurea.de\">Catena Aurea<\/a> zeigen.<\/p>\n<blockquote><p>Unser Herr mahnt uns, nicht gegenseitig \u00fcber unsere S\u00fcnden hinwegzusehen. Er verlangt aber nicht, da\u00df du nach etwas suchst, was du tadeln kannst, sondern da\u00df du siehst, was du verbessern kannst. Wir sollen n\u00e4mlich in Liebe zurechtweisen, und nicht weil wir begierig sind, dem anderen zu schaden, sondern weil wir ihn besser machen wollen. (Augustinus)<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>Man mu\u00df n\u00e4mlich wissen, da\u00df ihr, wenn euer Bruder gegen euch s\u00fcndigt oder aus irgendeinem Grund verletzt, die Vollmacht habt zu vergeben, ja, ihr habt sogar die Pflicht. (Hieronymus)<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>Wenn also jemand gegen uns s\u00fcndigt (&#8230;) weise ihn zurecht, wenn du mit ihm allein bist, sei bem\u00fcht, ihn zu bessern und nimm dabei R\u00fccksicht auf sein Schamgef\u00fchl. Denn [sonst] beginnt er vielleicht vor lauter Scham, seine S\u00fcnde zu verteidigen, und du machst den, den du besser machen willst, schlechter. (Augustinus, De Verbo Dom.)<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>Der Apostel sagt: <em>&#8220;Den S\u00fcnder klage vor allen an, damit auch die \u00fcbrigen Furcht haben&#8221;<\/em> (1 <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Titus3%2C15\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Tit 5,20<\/a>): Wisse also, da\u00df ein Bruder manchmal unter vier Augen zurechtzuweisen ist, manchmal aber vor allen. Doch was soll man zuerst tun? (&#8230;) [Es hei\u00dft:] Du wei\u00dft, da\u00df er ges\u00fcndigt hat, da es im Verborgenen war, als er gegen dich ges\u00fcndigt hat. Also sollst Du auch im Verborgenen verbessern, was er ges\u00fcndigt hat. Denn wenn du allein wei\u00dft, da\u00df er gegen dich ges\u00fcndigt hat, und ihn in aller \u00d6ffentlichkeit anklagen willst, dann verbesserst du ihn nicht, sondern verr\u00e4tst ihn. (&#8230;) Diejenigen S\u00fcnden sind also \u00f6ffentlich zu tadeln, die auch \u00f6ffentlich begangen wurden, im Verborgenen dagegen diejenigen, die im Verborgenen begangen wurden. (&#8230;) Und aus welchem Grund verbesserst du deinen N\u00e4chsten? Weil dir die S\u00fcnde, die er gegen dich beging, wehtut? Das soll nicht sein! Wenn du es nur aus Liebe zu dir selbst tust, tust du nichts [Gutes]; handelst du aber aus Liebe zu ihm, dann tust du sehr gut. Der Text selbst sagt schlie\u00dflich, aus Liebe zu wem du dies tun sollst: <em>&#8220;H\u00f6rt er auf dich, so hast du deinen Bruder zur\u00fcckgewonnen&#8221;<\/em>. Tu es also seinetwegen, damit du ihn zur\u00fcckgewinnst. Erkenne ferner [in dem Text]: du verlierst das Heil auch schon, wenn du [nur] gegen einen Menschen s\u00fcndigst &#8211; denn wenn du es nicht verloren h\u00e4ttest, wie konnte dein Bruder dich zur\u00fcckgewinnen? Niemandem soll also gleichg\u00fcltig sein, wenn er sich an seinen Bruder vers\u00fcndigt. (Augustinus)<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>Das belegt auch, da\u00df Feindschaft ein Schaden f\u00fcr beide Seiten ist. Darum hei\u00dft es ja nicht, da\u00df jener sich selbst gewonnen hat, sondern da\u00df du ihn gewonnen hast. Das zeigt, da\u00df aus der Zwietracht f\u00fcr dich und f\u00fcr ihn ein Schaden entstanden ist. (Chrysostomus, In Matth.)<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>Durch das Heil des anderen, werden wir selbst heil. (Hieronymus)<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>Was du tun sollst, wenn er sich nicht \u00fcberzeugen l\u00e4\u00dft, folgt: <em>&#8220;nimm einen oder zwei M\u00e4nner mit&#8221;!<\/em> Je unversch\u00e4mter und hartn\u00e4ckiger er ist, umso mehr m\u00fcssen wir uns bem\u00fchen, ihm die Medizin zu verabreichen, anstatt Zorn und Ha\u00df [gegen ihn] zu hegen. Denn wenn ein Arzt sieht, da\u00df die Krankheit nicht nachl\u00e4\u00dft, dann gibt er nicht auf, sondern er bem\u00fcht sich umso mehr, sie zu heilen. Beachte, da\u00df der Tadel nicht aus Rache geschieht, sondern um den anderen zu bessern. Darum soll man auch nicht gleich zwei [Zeugen] hinzunehmen, sondern erst, wenn er sich nicht verbessern lassen will; und man soll auch nicht mit einer ganzen Menge daherkommen, sondern mit einem oder zwei. Dazu zitiert er das Gesetz, <em>&#8220;denn jede Sache mu\u00df durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden&#8221;<\/em> &#8211; er will sagen: Du sollst ein Zeugnis haben, da\u00df du alles getan hast, was in deiner Macht stand. (Chrysostomus)<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>Und darum werden wir, wenn wir beten, nicht erh\u00f6rt: weil wir auf Erden nicht in allem \u00fcbereinstimmen, weder in den Glaubenslehren noch im Umgang [miteinander]. Denn so wie in der Musik der Zuh\u00f6rer keine Freude hat, wenn die Stimmen nicht harmonisch zueinander klingen, so ist es auch in der Kirche: wenn es keinen Konsens gibt, hat Gott keine Freude an ihr und h\u00f6rt auch nicht auf sie. (Origenes)<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser Leben ist voll von Konflikten. Kaum ein Tag vergeht, an dem wir uns nicht gegenseitig verletzen oder entt\u00e4uschen. Auch als Christen. Was soll ich also tun, wenn mir jemand Unrecht getan hat? 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