{"id":30,"date":"2008-08-03T20:18:49","date_gmt":"2008-08-03T18:18:49","guid":{"rendered":"http:\/\/sschweizer.wordpress.com\/?p=30"},"modified":"2020-05-08T17:08:39","modified_gmt":"2020-05-08T15:08:39","slug":"gottes-liebe-erfahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=30","title":{"rendered":"Gottes Liebe erfahren"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"Gottes Liebe erfahren\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=30\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div><p>Nachdem ich nun mein erstes <a title=\"Bento's Blogst\u00f6ckchen\" href=\"http:\/\/bento-bernd.blogspot.com\/2008\/08\/blockstock.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">&#8220;Blogst\u00f6ckchen&#8221; von Bento<\/a> zugeworfen bekommen habe, bin ich erstmal krank geworden. Aber vermutlich lag das weniger an Bentos Wurf als an irgendwelchen fiesen Bakterien, Viren oder sonstwas  \ud83d\ude42 Immerhin geht es mir heute wieder besser.<\/p>\n<p>Bevor es mich wieder erwischt, mal schnell meine Gedanken zu den folgenden (urspr\u00fcnglich von <a title=\"Dirk's Blog\" href=\"http:\/\/dikosss.wordpress.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dirk<\/a> gestellten) Fragen:<\/p>\n<p><strong><em>1. Wie hast Du Gottes Liebe erfahren und empfangen?<br \/>\n2. Was sind f\u00fcr Dich Hindernisse und Schwierigkeiten im Empfangen dieser Liebe?<br \/>\n3. Was w\u00fcrdest Du anderen raten, die Gottes Liebe erfahren wollen?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Da muss ich erstmal dar\u00fcber nachdenken, was (f\u00fcr mich) &#8220;Gottes Liebe erfahren&#8221; \u00fcberhaupt bedeutet.<br \/>\nIch kann Gottes Liebe in folgenden Weise prinzipiell erfahren:<\/p>\n<ol>\n<li>Durch den Glauben bzw. den Verstand, dass Gott gut ist und mir Gutes will (Aussagen der Bibel)<\/li>\n<li>Durch meine Erfahrung, dass Gott mir tats\u00e4chlich Gutes getan hat (i.d.R. erst im Nachhinein erfassbar)<\/li>\n<li>Durch innerliches Erfahren der Liebe Gottes (Gef\u00fchle)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ich muss vorwegschicken, dass mein Gottesbild von meiner Mutter gepr\u00e4gt ist. Sie war jemand (sie ist leider schon tot), die sehr viel Liebe f\u00fcr uns vier Kinder hatte. Eine ihrer St\u00e4rken war, dass sie sehr gut im Vergessen unserer Ungezogenheiten war. Zudem war sie immer sehr gro\u00dfz\u00fcgig und machte uns gerne (viele) Geschenke (auch wenn bei uns die finanzielle Lage oft angespannt war). Und sie war die erste Person, die mir von Jesus und Gott erz\u00e4hlte. Somit erfuhr ich die Liebe Gottes zuerst und vor allem durch die Liebe meiner Mutter.<\/p>\n<p>Durch meine Mutter hat sich die \u00dcberzeugung, dass Gott gut ist und es gut mit mir meint sehr tief eingepr\u00e4gt. Nat\u00fcrlich ist das auch eine Glaubenssache. Bei mir ist es auf jeden Fall die Grundlage all meiner (christlichen) \u00dcberzeugungen. Immer wenn ich in der Bibel seltsame und mir unverst\u00e4ndliche Sachen lese, die die Liebe Gottes in Frage zu stellen scheinen oder in meinem Leben schlimme Dinge passieren, kann ich auf diese Grund\u00fcberzeugung zur\u00fcckgreifen. Ich danke Gott \u00fcber alles, dass Er mir diesen Glauben in mein Herz gepflanzt hat. Das gibt mir eine unheimliche Stabilit\u00e4t im Glauben (leider nicht unbedingt in meinem Lebenswandel, d.h. ich falle nat\u00fcrlich trotz allem immer noch in alle m\u00f6glichen S\u00fcnden).<\/p>\n<p>Dadurch, dass meine Mutter immer und ohne Ausnahme vergebungsbereit war und auch immer wieder mir und meinen Geschwistern vergab, habe ich (indirekt) eine Menge \u00fcber Gottes Vergebungsbereitschaft erfahren. Wenn meine Mutter &#8211; ein s\u00fcndiger Mensch wie wir alle &#8211; so gut vergeben konnte (und wollte), wie muss das erst Gott (als die Liebe selbst) tun! Diese Liebe, die ich erleben durfte und sich letztendlich darin begr\u00fcndet, dass Gott bereit war, Seinen einzigen Sohn f\u00fcr mich zu opfern ist ein riesiges Geschenk. Wie viele Christen gibt es, die diese Liebe tragischerweise (noch) nicht so begreifen konnten? Die, wenn sie in gro\u00dfe S\u00fcnde gefallen sind, sich nicht mehr zu Gott trauen. Aus Angst und Scham. Und dadurch alles nur noch schlimmer wird.<br \/>\nDurch meine Mutter hat mich Gott gelehrt, dass ich immer zu Ihm kommen darf und Er auf meiner Seite steht. Nat\u00fcrlich ist mir klar, dass man seine S\u00fcnden auch bereuen und man sich ernsthaft vornehmen muss, diese nicht mehr zu begehen. Schlie\u00dflich ist Gott auch gerecht und will, dass wir uns zum Guten ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>In meinem Leben habe ich schon so oft erfahren wie Gott mir Gutes tat.<br \/>\nHier mal ein paar Beispiele:<\/p>\n<ul>\n<li> Ich bin zwar seit vielen Jahren psychisch krank (Depressionen), konnte aber dennoch durch Gottes Kraft ohne Unterbrechung weiter arbeiten (was vor allem f\u00fcr einen Mann f\u00fcr das Selbstbewusstsein und auch finanziell ein Segen ist). Zudem hat Er mir (als Ausgleich) meist ganz besonders tolle Jobs (mit netten Kollegen) geschenkt.<\/li>\n<li>Seltsamerweise sind die Urlaube, die ich bislang machen konnte (meist auf Initiative von anderen, da ich selbst eigentlich keine Urlaube plane) immer besonders sch\u00f6n gewesen. Vom Wetter, dem Ort, der Unterkunft etc.. Widerspricht eigentlich der allg. Wahrscheinlichkeit, oder? \ud83d\ude42<\/li>\n<li>Mein gr\u00f6\u00dfter Wunsch f\u00fcr dieses (irdische) Leben war, einmal heiraten zu d\u00fcrfen. Ich bin ja nicht so ein Typ gewesen, der immer &#8220;tausend&#8221; Freundinnen um sich hatte (das war leider nur in sehr jungen Jahren bis ich ca. 5 Jahre alt war der Fall \ud83d\ude42 ). Und nach einer negativen Erfahrung wusste ich auch, dass ich Gottes Hilfe f\u00fcr eine &#8220;erfolgreiche&#8221; Beziehung ben\u00f6tige. Und schwupp gleich nach meiner Taufe war sie da! &#8211; n\u00f6\u00f6, nat\u00fcrlich nicht \ud83d\ude42 Aber nach ein paar Jahren dann schon&#8230; (dass Gott dann auch noch zwei wirklich au\u00dfergew\u00f6hnliche und gesunde Jungs als Kinder dazugegeben hat ist mal wieder typisch f\u00fcr Ihn :-))<\/li>\n<li>Ich wollte schon immer mal die Bibel wirklich tief verstehen. Ohne immer sagen zu m\u00fcssen: es gibt da verschiedene Meinungen was dieses oder jenes Thema oder Bibelstelle angeht. Auch die Bibelkommentatoren sind sich ja meist nicht einig. So viel Leid und Spaltungen sind in der Christenheit durch (un\u00fcberbr\u00fcckbare) Lehrdifferenzen entstanden. W\u00e4hrend meiner Krankheit hatte ich viel Zeit zu lesen und bin nach einigen Jahren auf die Schriften der fr\u00fchen Christen (inkl. der sog. Kirchenv\u00e4ter) gesto\u00dfen. Und das hat mich fast umgeblasen, was ich dadurch lernen konnte und weiterhin lernen darf (was nat\u00fcrlich nicht hei\u00dfen soll, dass ich jetzt alles in der Bibel genau verstehen kann. Vieles werden wir erst im Himmel bei Gott erfahren bzw. begreifen. Aber es hat zumindest mein Verst\u00e4ndnis von Gott und Seinem Wort unheimlich vertieft).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es gibt da noch eine Menge anderer Beispiele, die ich nat\u00fcrlich hier nicht alle aufz\u00e4hlen kann.<\/p>\n<p>Ab und zu (das kommt bei mir nicht so h\u00e4ufig vor), erfahre ich Gottes Liebe auch durch besondere emotionale Erlebnisse. Z.B. als ich einer Schwester (in Jesus) helfen wollte, ihre bereits getroffene Entscheidung r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen, ihren Mann zu verlassen, um mit einem anderen zusammen zu leben. Im Gespr\u00e4ch musste ich auf einmal weinen, da mir innerlich bewusst wurde, welchen liebenden Gott diese Frau zur\u00fcckweist, der doch alles f\u00fcr sie tat. Ich sp\u00fcrte also streng genommen nicht die Liebe Gottes zu mir pers\u00f6nlich, sondern zu ihr. Und ich musste irgendwie Gottes Tr\u00e4nen weinen. Und das ber\u00fchrte mein Herz, dass Gott durch Seinen Geist mich so sehr in dieser Sache mitf\u00fchlen lie\u00df.<\/p>\n<p>Aber nat\u00fcrlich ist es nicht so, dass ich die perfekte Beziehung zu Gott h\u00e4tte und mich in jeder Minute unglaublich von Gott geliebt f\u00fchle. Interessant ist hierbei z.B., dass ich feststellen muss wie wenig ich doch noch von Gottes Liebe begreife. Wenn z.B. mir der Gedanke in den Sinn kommt, dass Gott zu mir sagt (was ich mir \u00fcbrigens kaum eingestehen kann): &#8220;Stefan, ich hab&#8217; dich lieb.&#8221; oder &#8220;Toll, wie bzw. was du da gemacht hast!&#8221;, dann kommen mir oft die Tr\u00e4nen, weil mir bewusst wird wie wenig ich das wirklich tief in meinem Innersten glaube oder an mich heranlasse. Tief drin bin ich eben doch noch ein sehr leistungsorientierter Mensch, der viel an sich kritisiert (was grunds\u00e4tzlich auch nicht schlecht sein muss, wenn man gewisse Grenzen nicht \u00fcberschreitet).<\/p>\n<p>Tja, mittlerweile habe ich glaube ich bereits Frage 1 und 2 soweit beantwortet (so gut es eben in meinen Worten geht).<\/p>\n<p>Zur Frage 3, was ich anderen raten w\u00fcrde, um Gottes Liebe zu erfahren:<\/p>\n<p>Ich will nicht behaupten, dass ich Experte bei diesem Thema w\u00e4re. Aber ich habe oft feststellen m\u00fcssen, dass sich andere Christen (noch) viel schwerer tun, sich von Gott geliebt zu f\u00fchlen als ich mich (s.o.). Weiter muss man sicherlich wissen, dass es jemanden gibt, der uns einreden m\u00f6chte, dass Gott uns nicht wirklich liebt: der Teufel. Bereits im Garten Eden log er Adam und Eva an und wollten ihnen weismachen, dass Gott doch nicht das Beste f\u00fcr sie wolle. Dass Gott gelogen h\u00e4tte und dass Er ihnen das Beste vorenthalten wolle. Tja, und solche verleumderischen Gedanken streut der Teufel auch heute noch aus. Selbst in die K\u00f6pfe und Herzen von Christen. Und deshalb w\u00fcrde ich als aller erstes raten: Glaube das nicht! Niemals! Das sind L\u00fcgen des Teufels. Wirf solche Gedanken sofort wieder weg, bevor sie bei Dir Fu\u00df fassen (k\u00f6nnen).<br \/>\nIch meine nicht, dass man als Mensch nicht zweifeln oder mal \u00fcber gewisse Fragen nachdenken d\u00fcrfe. Aber diese eine Tatsache, dass Gott gut ist und es keinen gibt der g\u00fctiger und uns wohlgesonnener ist als Er ist unumst\u00f6\u00dflich wahr! Wenn du einmal zu diesem Glauben gefunden hast (und dich immer wieder durch die Bibel, Gebet, gute Freunde etc. davon \u00fcberzeugen l\u00e4sst), dann halte daran fest und wanke nicht! Alles andere bringt irgendwann den (geistlichen) Tod. Also, weigere dich, an Gottes Liebe zu zweifeln, egal wie mies es dir geht und Satan dir seine L\u00fcgen (bzw. Halbwahrheiten) eintrichtern will.<br \/>\nHier kann man sehr gut von Hiob lernen. Gott wird uns wie Hiob, die Kraft schenken auszuharren, wenn wir das wirklich wollen (nat\u00fcrlich hatte auch Hiob mal richtige Tiefs und beschwerte sich lauthals bei Gott. Er h\u00f6rte aber nie auf, prinzipiell an Gottes G\u00fcte zu glauben).<\/p>\n<p>Und zum Schluss:<\/p>\n<p>Gottes Liebe so richtig genie\u00dfen kann man meines Erachtens am Besten mit guten Freunden, die auch an Christus glauben. Wenn du noch keine hast, dann bete darum, welche zu finden (mache ich auch, da man nie genug davon haben kann) \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich nun mein erstes &#8220;Blogst\u00f6ckchen&#8221; von Bento zugeworfen bekommen habe [&#8230;]<br \/>\nmeine Gedanken zu den folgenden (urspr\u00fcnglich von Dirk gestellten) Fragen:<\/p>\n<p>1. Wie hast Du Gottes Liebe erfahren und empfangen?<br \/>\n2. 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