{"id":3507,"date":"2015-01-13T20:24:17","date_gmt":"2015-01-13T19:24:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=3507"},"modified":"2020-05-08T16:09:22","modified_gmt":"2020-05-08T14:09:22","slug":"praktischer-kommentar-zur-biblischen-geschichte-teil-5-der-suendenfall-die-verheissung-des-erloesers-1-teil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=3507","title":{"rendered":"Praktischer Kommentar zur Biblischen Geschichte (Teil 5): Der S\u00fcndenfall. Die Verhei\u00dfung des Erl\u00f6sers (1. Teil)"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"Praktischer Kommentar zur Biblischen Geschichte (Teil 5): Der S\u00fcndenfall. Die Verhei\u00dfung des Erl\u00f6sers (1. Teil)\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=3507\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div><p class=\"western\">Nach <a title=\"Praktischer Kommentar zur Biblischen Geschichte (Teil 4): Die Erschaffung des Menschen. Das Paradies.\" href=\"http:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=3001\">Teil 4 (Die Erschaffung des Menschen. Das Paradies)<\/a> folgt hier der erste Teil von Teil 5 zum \u201cPraktischen Kommentar zur Biblischen Geschichte\u201d (1913) von <a title=\"Wikipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Justus_Knecht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dr. Friedrich Justus Knecht<\/a>.<\/p>\n<h2 class=\"western\">Der S\u00fcndenfall. Die Verhei\u00dfung des Erl\u00f6sers. (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Mose3%2C1-13\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gen 3,1-13<\/a>)<\/h2>\n<h3 class=\"western\"><a name=\"__RefHeading__1755_689040434\"><\/a>1. Teil<\/h3>\n<p class=\"western\">In dieser Geschichte wird erz\u00e4hlt,<\/p>\n<p class=\"western\">1. wie die ersten Menschen in die S\u00fcnde gefallen sind und<\/p>\n<p class=\"western\">2. wie Gott den Erl\u00f6ser versprochen und die S\u00fcnde bestraft hat.<\/p>\n<p class=\"western\">Wir nehmen heute nur die erste H\u00e4lfte durch, n\u00e4mlich den S\u00fcndenfall.<\/p>\n<p class=\"western\"><!--more--><\/p>\n<h4 class=\"western\"><a name=\"__RefHeading__1757_689040434\"><\/a>Erz\u00e4hlung und Erkl\u00e4rung<\/h4>\n<p class=\"western\">Voll Neid<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote1sym\" name=\"sdfootnote1anc\"><sup>1<\/sup><\/a> schaute der Teufel auf das Gl\u00fcck der Menschen<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote2sym\" name=\"sdfootnote2anc\"><sup>2<\/sup><\/a>. Um sie zu verf\u00fchren, bediente er sich der Schlange<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote3sym\" name=\"sdfootnote3anc\"><sup>3<\/sup><\/a>. Diese war listiger als alle Tiere der Erde und sprach<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote4sym\" name=\"sdfootnote4anc\"><sup>4<\/sup><\/a> zur Frau: \u201eWarum hat euch Gott geboten<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote5sym\" name=\"sdfootnote5anc\"><sup>5<\/sup><\/a>, nicht von allen B\u00e4umen des Gartens zu essen?\u201c. Die Frau antwortete: \u201eWir essen von den Fr\u00fcchten der B\u00e4ume des Gartens; aber von der Frucht dieses Baumes, der in der Mitte steht, hat uns Gott verboten zu essen und ihn anzur\u00fchren<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote6sym\" name=\"sdfootnote6anc\"><sup>6<\/sup><\/a>, damit wir nicht etwa sterben.\u201c<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote7sym\" name=\"sdfootnote7anc\"><sup>7<\/sup><\/a> Die Schlange sprach: \u201eKeineswegs werdet ihr sterben, wenn ihr davon esst<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote8sym\" name=\"sdfootnote8anc\"><sup>8<\/sup><\/a>; vielmehr<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote9sym\" name=\"sdfootnote9anc\"><sup>9<\/sup><\/a> werden euch die Augen<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote10sym\" name=\"sdfootnote10anc\"><sup>10<\/sup><\/a> aufgehen, ihr werdet Gott gleich<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote11sym\" name=\"sdfootnote11anc\"><sup>11<\/sup><\/a> sein und das Gute und das B\u00f6se erkennen.\u201c<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote12sym\" name=\"sdfootnote12anc\"><sup>12<\/sup><\/a> Nun sah die Frau, dass die Frucht sch\u00f6n sei zum Anschauen und gut zum Essen. Sie nahm davon und a\u00df, dann gab sie ihrem Mann, und er a\u00df auch<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote13sym\" name=\"sdfootnote13anc\"><sup>13<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p class=\"western\">Jetzt gingen ihnen die Augen<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote14sym\" name=\"sdfootnote14anc\"><sup>14<\/sup><\/a>, und sie erkannten, dass sie nackt waren. Voll Scham f\u00fcgten sie Feigenbl\u00e4tter zusammen und machten sich Sch\u00fcrzen daraus. Und als sie die Stimme Gottes h\u00f6rten, versteckten sie sich unter den B\u00e4umen des Gartens<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote15sym\" name=\"sdfootnote15anc\"><sup>15<\/sup><\/a>. Gott der Herr aber rief: \u201eAdam, wo bist du?\u201c<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote16sym\" name=\"sdfootnote16anc\"><sup>16<\/sup><\/a> Adam antwortete: \u201eIch f\u00fcrchte mich vor dir, weil ich nackt bin<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote17sym\" name=\"sdfootnote17anc\"><sup>17<\/sup><\/a>, und habe mich versteckt.\u201c Gott sprach: \u201eWer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Nicht wahr, du hast vom verbotenen Baum gegessen?\u201c<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote18sym\" name=\"sdfootnote18anc\"><sup>18<\/sup><\/a> Adam erwiderte: \u201eDie Frau, die du mir beigesellt hast, gab mir davon, und ich a\u00df.\u201c Da sprach Gott zur Frau: \u201eWarum hast du das getan?\u201c Eva antwortete: \u201eDie Schlange hat mich betrogen<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote19sym\" name=\"sdfootnote19anc\"><sup>19<\/sup><\/a>, und ich a\u00df.\u201c<\/p>\n<h3 class=\"western\"><a name=\"__RefHeading__2219_1449474593\"><\/a>Auslegung<\/h3>\n<p class=\"western\"><i>Die S\u00fcnde. <\/i>Adam und Eva haben das Gebot Gottes \u00fcbertreten. Sie sind freilich dazu verf\u00fchrt worden; aber hat denn der Teufel die Eva gezwungen, von dem verbotenen Baum zu essen? Oder hat Eva den Adam gen\u00f6tigt?&#8230; Also haben beide es freiwillig getan; sie haben freiwillig das Gebot Gottes \u00fcbertreten, obwohl die Stimme des Gewissens sie innerlich warnte.<\/p>\n<p class=\"kleingedruckt-western\">Wodurch werden wir innerlich vor der S\u00fcnde gewarnt? (398.)<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote20sym\" name=\"sdfootnote20anc\"><sup>20<\/sup><\/a> Was begeht man, wenn man freiwillig das Gebot (oder Gesetz) Gottes \u00fcbertritt? Was ist die S\u00fcnde? (397.)<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote21sym\" name=\"sdfootnote21anc\"><sup>21<\/sup><\/a><\/p>\n<p class=\"western\"><i>A<\/i><i>uf wie vielerlei Weise kann man s\u00fcndigen?<\/i> (399.)<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote22sym\" name=\"sdfootnote22anc\"><sup>22<\/sup><\/a> Zuerst hat Eva in (durch) <i>Gedanken<\/i> ges\u00fcndigt. Was hat sie gedacht? Ja, sie hat gezweifelt, ob es auch wahr sei, dass sie des Todes sterben w\u00fcrden, wenn sie etc., und ob Gott es auch wirklich gut mit ihnen meine. Sie hat also an Gottes Wahrhaftigkeit und G\u00fcte gezweifelt. Hat sie auch durch <i>Begierde<\/i> ges\u00fcndigt? Wieso? Sie hat 1. begehrt (im Herzen verlangt), Gott gleich zu werden (das war hoff\u00e4rtiges\/hochm\u00fctiges Begehren oder eine Begierde der Hoffart\/Hochmut); 2. hat sie begehrt, von der Frucht zu essen, weil sie meinte, diese m\u00fcsse gar gut schmecken (das war eine Begierde des Leibes, ein sinnliches Gel\u00fcste oder eine Fleischeslust). Weil sie der b\u00f6sen Begierde nachgab, sie nicht unterdr\u00fcckte, so geschah dann auch die S\u00fcnde im Werke: nachdem ihr Auge gel\u00fcstet und ihr Herz begehrt hatte, streckte sie die Hand aus, ber\u00fchrte, nahm und a\u00df. Hat Eva nicht auch durch <i>Worte<\/i> ges\u00fcndigt? Doch, sie hat einen Glaubenszweifel ausgesprochen (\u201enicht etwa sterben\u201c) und hat dem Adam zugeredet, ebenfalls von der verbotenen Frucht zu essen. Welche S\u00fcnde begingen sie (die Stammeltern)? (92.)<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote23sym\" name=\"sdfootnote23anc\"><sup>23<\/sup><\/a><\/p>\n<p class=\"western\">War ihre S\u00fcnde eine <i>schwere S\u00fcnde<\/i>? Wann begeht man eine Tods\u00fcnde? Welche St\u00fccke geh\u00f6ren also zu einer Tods\u00fcnde? (401f.)<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote24sym\" name=\"sdfootnote24anc\"><sup>24<\/sup><\/a> Haben nun die Stammeltern das g\u00f6ttliche Gesetz<\/p>\n<p class=\"western\">1. in einer wichtigen Sache \u00fcbertreten? Ja, denn a) war das Verbot, vom Baum der Erkenntnis zu essen, das einzige Gesetz, welches Gott ihnen gegeben hatte; b) hing von dessen Beobachtung das Gl\u00fcck der Stammeltern und ihren Nachkommen ab; deshalb hatte Gott ihnen die Todesstrafe angedroht, wenn sie etc.<\/p>\n<p class=\"western\">2. Hatten sie auch eine klare Erkenntnis des B\u00f6sen, welches sie taten? Ja, denn sie wussten genau, dass sie dadurch das klare und bestimmte Verbot Gottes \u00fcbertraten.<\/p>\n<p class=\"western\">3. Haben sie mit voller Einwilligung das Verbot \u00fcbertreten? (s. oben) Ihre S\u00fcnde war also eine Tods\u00fcnde, und zwar eine sehr schwere. Warum war es eine sehr schwere S\u00fcnde? a) Weil sie nicht blo\u00df eine einfache, sondern eine mehrfache S\u00fcnde war. Ihre S\u00fcnde war ein Ungehorsam gegen das klare und leichte Gebot Gottes. Zu dieser Emp\u00f6rung gegen Gott hat sie der Stolz verleitet, das Verlangen, aus eigenen Kr\u00e4ften und gegen Gottes Ordnung h\u00f6here Erkenntnis zu erlangen, selbstherrlich und soweit m\u00f6glich Gott gleich zu werden. Zugleich s\u00fcndigten sie durch Glaubenszweifel, durch unordentliche sinnliche Begierde und durch gro\u00dfen Undank. Gott hatte ihnen so viel Gutes getan (was? Was noch?), er war so liebreich und freigebig (gro\u00dfz\u00fcgig) gegen sie; daf\u00fcr waren sie ihm gro\u00dfen Dank schuldig, aber statt dessen beleidigten sie Gott schwer, machten sich also eines sch\u00e4ndlichen Undankes schuldig. b) Weil sie das Gebot so leicht h\u00e4tten halten k\u00f6nnen (warum?). c) Weil sie mit hoher Erkenntnis begabt waren und die unendliche Liebe, Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes viel besser erkannten als wir.<\/p>\n<p class=\"western\">Die <i>Folgen<\/i> ihrer S\u00fcnde waren sehr schlimm. Der Teufel hatte ihnen vorgegeben, sie w\u00fcrden erh\u00f6ht werden und Gott gleich sein; aber gerade das Gegenteil ist eingetreten. Sie sind nicht gestiegen, sondern gefallen, nicht mehr geworden, sondern weniger. Sie waren nun Gott viel weniger \u00e4hnlich als vorher, weil sie die \u00fcbernat\u00fcrlichen Gaben \u2013 besonders die heiligmachende Gnade \u2013 verloren hatten. Sie waren nicht mehr Kinder Gottes und Erben des Himmels (denn sie hatten sich durch ihre gro\u00dfe S\u00fcnde von Gott losgesagt), sondern sie waren Kinder des Teufels und Erben der H\u00f6lle geworden. Haben sie auch die nat\u00fcrlichen Gaben, welche sie Gott \u00e4hnlich machten, verloren? Warum nicht?&#8230; Diese gaben sind also durch die S\u00fcnde nicht verloren gegangen, aber sie sind verdorben worden. Ihre Vernunft wurde verfinstert, so dass sie das Rechte nicht mehr so gut wie vorher erkannten. Woraus sehen wir das? (Daraus, dass sie sich t\u00f6richterweise\/einf\u00e4ltigerweise vor Gott verstecken wollten.) Und ihr Herz und Wille war jetzt vom B\u00f6sen angesteckt, es regten sich s\u00fcndhafte Neigungen in ihrem Herzen; deshalb sch\u00e4mten sie sich und bedeckten ihren Leib. Sie hatten sich gegen Got aufgelehnt,nun lehnten sich ihre nideren Triebe gegen die h\u00f6heren, gegen Vernunft und Gewissen auf. Ihr Gl\u00fcck war dahin; sie waren wohl noch im Paradies, und das Paradies war so sch\u00f6n wie vorher, aber sie f\u00fchlten sich doch ganz ungl\u00fccklich, denn sie hatten jetzt ein <i>b\u00f6ses (schlechtes) Gewissen <\/i>und waren voll Unruhe und Angst. \u201eTr\u00fcbsal und Angst kommt \u00fcber eines jeden Menschen Seele, der B\u00f6ses tut\u201c (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/R%C3%B6mer2%2C1\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">R\u00f6m 2,0<\/a>). Wahrhaft gl\u00fccklich kann nur der Mensch sein, welcher ein gutes Gewissen, den Frieden Gottes im Herzen hat. Alle G\u00fcter der Welt k\u00f6nnen den Menschen nicht gl\u00fccklich machen, wenn ihm der innere Friede fehlt. Ein gutes Gewissen &#8211; ist das beste Ruhekissen.<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Die Erbs\u00fcnde. <\/i>Die S\u00fcnde der Stammeltern hat nicht nur ihnen selbst, sondern auch ihren Nachkommen geschadet. Sie haben ja die \u00fcbernat\u00fcrlichen Gaben nicht blo\u00df f\u00fcr sich, sondern auch f\u00fcr ihre Nachkommen (Kinder, Enkel, Urenkel etc.) empfangen. H\u00e4tten Adam und Eva sie bewahrt, so h\u00e4tten auch ihre Nachkommen sie erhalten (geerbt) und w\u00e4ren im Stande der Gnade auf die Welt gekommen. Weil aber die Stammeltern ges\u00fcndigt haben, also nicht mehr im Stande der Gnade, sondern der Ungnade waren, deshalb ist auch ihre S\u00fcndhaftigkeit auf ihre Nachkommen \u00fcbergegangen, so dass jetzt alle Menschen als S\u00fcnder zur Welt kommen.<\/p>\n<p class=\"kleingedruckt-western\">Haben unsere Stammeltern das Ebenbild Gottes bewahrt? Etc. (91ff.) Welche b\u00f6sen Folgen sind mit der Erbs\u00fcnde auf alle Menschen \u00fcbergegangen? (*97.) Lied: Nach der Eltern Fall \u2013 traf der Fluch uns alle etc. (Ps\u00e4lt. 83.)<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Gott ist g\u00fctig.<\/i><i> <\/i>Nach dem Fall flohen die Stammeltern vor Gott und h\u00e4tten sich immer weiter entfernt und der Hoffnungslosigkeit \u00fcberlassen, wenn nicht Gott in seiner unbegrenzten Liebe ihnen nachgegangen w\u00e4re und sie gerufen und gesucht h\u00e4tte, wie eine liebevolle Mutter ihr verlorenes Kind. Gott hat sich trotz ihrer Beleidigung nicht von ihnen abgewandt und sie nicht sich selbst \u00fcberlassen, sondern sich liebevoll ihrer angenommen.<\/p>\n<p class=\"western\"><i>S<\/i><i>\u00fcndenbekenntnis.<\/i> Durch seine Fragen wollte Gott die gefallenen Stammeltern zur Erkenntnis und zum Bekenntnis ihrer Schuld veranlassen. Adam und Eva bekannten zwar ihre S\u00fcnde, suchten sich aber zu entschuldigen. Das war ein Zeichen mangelhafter Erkenntnis und ungen\u00fcgender Reue, denn wer seine Schuld recht bereut, der bekennt sie auch aufrichtig. Erst durch die Strafen und die schlimmen Folgen ihrer S\u00fcnde lernten die Stammeltern ihre Schuld recht erkennen und bereuen.<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Der Teufel <\/i>und sein Anhang sind voll Hass und Neid gegen uns. Wie sind die b\u00f6sen Geister gegen uns gesinnt? Was sollen wir gegen die Nachstellungen der b\u00f6sen Geister tun? (80f.)<\/p>\n<p class=\"western\"><i>A<\/i><i>bstinenz.<\/i> Das erste Gebot, das Gott dem Menschen gegeben hat, war ein Fasten- bzw. Abstinenzgebot. Was sollten sie nicht essen? Ja, war die Frucht giftig? Oder ungesund? Hat sie ihnen geschadet? Nein, geschadet hat ihnen ihr Ungehorsam, denn dieser war eine schwere S\u00fcnde. Gebot der Abstinenz am Freitag.<\/p>\n<p class=\"kleingedruckt-western\"><i>D<\/i><i>ie Urs\u00fcnde.<\/i> Die S\u00fcnde Satans und der ersten Menschen bestand nicht darin, dass sie absolute Gleichheit mit Gott anstrebten, denn solcher Wahnsinn ist nur bei bereits gefallenen Vernunftwesen m\u00f6glich. Und ihr Streben nach m\u00f6glichst gro\u00dfer \u00c4hnlichkeit mit Gott und nach hoher Erkenntnis war an sich nicht s\u00fcndhaft, liegt vielmehr in der ewigen Bestimmung der vern\u00fcnftigen Gesch\u00f6pfe. Wir sollen ja Gott m\u00f6glichst \u00e4hnlich werden in Erkenntnis, G\u00fcte und Heiligkeit! Ihre S\u00fcnde bestand vielmehr darin, dass sie diese hohen geistigen G\u00fcter gegen Gottes Ordnung, auf dem Wege auf dem Wege der Abwendung von Gott, also nicht nach Gottes Willen und durch Gottes Gnade, sondern nach ihrem eigenen Willen und durch eigene Kraft erstrebten. Sie wollten aus eigener Kraft und zu hoch fliegen, darum sind sie so tief gefallen. Selbstherrlichkeit, sich selbst gen\u00fcgender Stolz war und ist die tiefste Wurzel der S\u00fcnde, wie bei den gefallenen Engeln, so auch bei den s\u00fcndigenden Menschen.Und die Erl\u00f6sung von der S\u00fcnde wurde vollbracht durch die unendliche Selbsterniedrigung des Gottessohnes, der Mensch und gehorsam geworden ist bis zum Tod am Kreuz.<\/p>\n<p class=\"kleingedruckt-western\"><i>Satanische Sprache. <\/i>Die Widersacher Gottes fl\u00fcstern den Opfern ihrer Verf\u00fchrungskunst noch immer zu: \u201eTu es nur, obschon es verboten ist. Du wirst ungeahnte Freude und Lust haben und gl\u00fccklich sein. Die Religion und die Kirche wollen dich bevormunden; glaube ihnen nicht, sage dich los von ihnen und du wirst hohe Erkenntnis erlangen, frei und aufgekl\u00e4rt werden.\u201c Ist das nicht die Sprache der Schlange im Paradies?<\/p>\n<p class=\"kleingedruckt-western\"><i>Auch Christus<\/i>, der zweite Adam, ist vom Teufel versucht worden, hat aber die dreifache Versuchung \u00fcberwunden und uns die Gnade verdient, ebenfalls den Versuchungen zu widerstehen und zu \u00fcberwinden. Siehe Nr. 12 des N.T.<\/p>\n<h3 class=\"western\">Anwendung<\/h3>\n<p class=\"western\">Durch L\u00fcgen hat der Teufel die ersten Menschen zur S\u00fcnde verf\u00fchrt. Darum sagt auch der g\u00f6ttliche Heiland: \u201eDer Teufel ist ein L\u00fcgner und der Vater der L\u00fcge\u201c (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Johannes8%2C44\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Joh 8,44<\/a>). Er ist der Vater, d.h. der Urheber der L\u00fcge, denn er hat zuerst gelogen. Hast du ihm auch schon nachgemacht? Hasse das L\u00fcgen, denn es ist teuflisch! Gib dich nicht mit L\u00fcgen ab, sonst wirst du ein Kind des Teufels! Gott ist die Wahrheit, er will und liebt nur die Wahrheit; willst du ein Kind Gottes sein, so bleibe stets bei der Wahrheit!<\/p>\n<p class=\"western\">Du denkst vielleicht, du h\u00e4ttest dich nicht verf\u00fchren lassen, wenn du an Evas Stelle gewesen w\u00e4rst, aber pr\u00fcfe dich einmal: Hast du noch nie Verbotenes (Zucker, \u00c4pfel, Milch etc.) genommen? Hat dir Gott das Naschen und Stehlen nicht ebenso verboten wie den ersten Menschen die Frucht vom Baum der Erkenntnis? Und hat dir Gott in der heiligen Taufe nicht ebenfalls die heiligmachende Gnade gegeben? Hat er dich nicht in das Paradies seiner heiligen Kirche gesetzt, damit du heilig lebst und dir das himmlische Paradies verdienst? Hast du nicht durch den Unterricht im Glauben hohe Erkenntnis erlangt, so dass du wohl wei\u00dft, was Recht und Unrecht ist? Wenn du also dennoch Gottes Gebot \u00fcbertrittst, so bist du so wenig zu entschuldigen wie Eva. H\u00fcte dich also vor der S\u00fcnde und nimm dir fest vor, das du freiwillig Gott nicht mehr beleidigen willst.<\/p>\n<p class=\"western\">Die Versuchung Eva kam von au\u00dfen. Auch wir haben, so lange wir leben allerlei Versuchungen zu bestehen. Diese kommen teils von au\u00dfen (durch schlechte Kameraden, b\u00f6se Gelegenheiten etc.), teils von innen durch unsere b\u00f6sen Neigungen (zum Zorn, zur Tr\u00e4gheit, zum Eigensinn etc.) oder durch Einfl\u00fcsterungen des b\u00f6sen Feindes (d.h.?). Evas Fall soll uns zur Warnung dienen, damit wir uns nicht zur S\u00fcnde verf\u00fchren lassen. W\u00e4re Eva vom verbotenen Baum weggeblieben, so h\u00e4tte sie nicht ges\u00fcndigt. Bleib also weg von b\u00f6sen Kameraden, von s\u00fcndhaften Lustbarkeiten, sonst l\u00e4ufst du der S\u00fcnde entgegen! Kommt dir ein b\u00f6ser Gedanke, so halte dich nicht darin auf, sondern schlage dir ihn gleich aus dem Sinn, sonst entsteht aus dem b\u00f6sen Gedanken die b\u00f6se Begierde. Will der Verf\u00fchrer oder deine eigene Leidenschaft dir einfl\u00fcstern: \u201eDu wirst nicht sterben \u2013 es wird keine so gro\u00dfe S\u00fcnde sein \u2013 Gott wird es nicht so genau nehmen\u201c, o so denke gleich an die Gegenwart des heiligen und gerechten Gottes, welcher durch die S\u00fcnde beleidigt und verachtet wird, und erinnere dich, dass die S\u00fcnde das gr\u00f6\u00dfte \u00dcbel ist! Besonders h\u00fcte dich vor s\u00fcndhafter Neugierde. Wer neugierig (vorwitzig) ist, alles sehen und h\u00f6ren will und seine Augen und Ohren nicht verschlie\u00dft, wenn er etwas B\u00f6ses sieht oder h\u00f6rt, der wird bald ein verdorbenes Herz haben und seine Unschuld verlieren. Bete oft und and\u00e4chtig: F\u00fchre uns nicht in Versuchung, d.h.: Lieber Gott, wende die Versuchungen zum B\u00f6sen von mir ab und gib mir Gnade, den unvermeidlichen Versuchungen standhaft zu widerstehen!<\/p>\n<div id=\"sdfootnote1\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote1anc\" name=\"sdfootnote1sym\">1<\/a>oder Missgunst (nicht zu verwechseln mit Zorn!)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote2\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote2anc\" name=\"sdfootnote2sym\">2<\/a>Auf welches Gl\u00fcck? Erstens beneidete er sie um das Gl\u00fcck, welches sie schon im Paradies besa\u00dfen. Er beneidete sie aber zweitens noch um ein gr\u00f6\u00dferes Gl\u00fcck; um welches? Ja, es erf\u00fcllte ihn mit Neid und Hass, dass die Menschen die ewige Gl\u00fcckseligkeit erlangen sollten, die er selbst f\u00fcr immer verloren hatte.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote3\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote3anc\" name=\"sdfootnote3sym\">3<\/a>d.h. er gebrauchte die Schlange, indem er sich in dieselbe versteckte und aus ihr heraus zur Frau redete. Zu was wollte er die Menschen verf\u00fchren? Und warum bediente er sich gerade der Schlange? Weil Gott ihm kein anderes Werkzeug erlaubte als die Schlange. Diese wird das listigste Tier genannt im Hinblick auf den Teufel, der aus ihr sprach.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote4\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote4anc\" name=\"sdfootnote4sym\">4<\/a>Wer sprach aus der Schlange?<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote5\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote5anc\" name=\"sdfootnote5sym\">5<\/a>Der Teufel hat seine Absicht nicht gleich merken lassen, er hat nicht gleich herausgesagt: \u201eEsst nur davon\u201c, sondern ganz listig fragt er zuerst: \u201eWarum etc.?\u201c, damit Eva zweifeln und nachgr\u00fcbeln sollte, ob auch das Verbot, vom Baum der Erkenntnis zu essen, ein rechtm\u00e4\u00dfiges sei, und ob Gott es wirklich auch gut mit ihnen meine. Eva wusste wohl, dass eine gew\u00f6hnliche Schlange keine Vernunft hat und nicht reden kann; sie musste also gleich merken, dass ein anderes Wesen (ein Geist) aus der Schlange redete; sie h\u00e4tte auch merken k\u00f6nnen, dass kein guter Geiste aus der Schlage redete, denn ein guter Geist (ein Engel) fragt nicht: \u201eWarum will es Gott der Herr so haben und nicht anders?\u201c, weil er fest \u00fcberzeugt ist, dass es so am besten ist, wie Gott es angeordnet hat. Was h\u00e4tte Eva nun tun sollen? Sie h\u00e4tte entweder gar keine Antwort geben und fliehen sollen, oder sie h\u00e4tte sagen sollen: Gott will es so haben; ich frage nicht, warum, denn Gott wei\u00df am besten, was f\u00fcr uns gut ist. Stattdessen aber hat sich Eva mit der Schlange in ein Gespr\u00e4ch eingelassen, und dadurch hatte der Teufel sein Spiel schon halb gewonnen.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote6\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote6anc\" name=\"sdfootnote6sym\">6<\/a>Warum wohl? Damit sie nicht in Versuchung kommen sollten, davon zu essen. Sie sollten die Gelegenheit zur S\u00fcnde meiden.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote7\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote7anc\" name=\"sdfootnote7sym\">7<\/a>In diesem Satz ist ein ganz auffallendes W\u00f6rtchen, n\u00e4mlich welches? \u201eEtwa\u201c ist soviel als vielleicht. Hat denn Gott gesagt: \u201eSonst m\u00fcsst ihr vielleicht sterben?\u201c Man sieht also aus der Antwort Evas, dass diese schon halb gezweifelt hat, ob die Drohung Gottes (\u201esobald du davon isst etc.\u201c) ernst gemeint sei. Sie kennt das Verbot und dessen Zweck und die auf die \u00dcbertretung angesetzte Strafe und denkt daran, aber sie f\u00fcrchtet weniger die S\u00fcnde als die Strafe und f\u00e4ngt an zu zweifeln.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote8\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote8anc\" name=\"sdfootnote8sym\">8<\/a>Jetzt ist der Teufel frecher geworden und sagt das gerade Gegenteil von dem, was Gott gesagt hatte. Er stellt also Gott den Herrn als einen L\u00fcgner hin!<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote9\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote9anc\" name=\"sdfootnote9sym\">9<\/a>d.h. im Gegenteil.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote10\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote10anc\" name=\"sdfootnote10sym\">10<\/a>n\u00e4mlich die Augen des Geistes. Ein zweideutiges, t\u00e4uschendes Wort! Waren denn ihre Augen bisher geschlossen? Nein, Adam und Eva besa\u00dfen hohe Erkenntnis, nur von der S\u00fcnde wussten sie aus eigener Erfahrung nichts, und das war ja ihr Gl\u00fcck. Jetzt machte ihnen der Teufel Aussicht, sie w\u00fcrden eine h\u00f6here Erkenntnis erlangen, das Gute und das B\u00f6se erkennen; dadurch wollte er s\u00fcndhafte Neugierde (Vorwitz) in ihnen erregen.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote11\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote11anc\" name=\"sdfootnote11sym\">11<\/a>Durch diese L\u00fcge will Satan ihr Herz hochm\u00fctig machen. Er stellt Gott den Herrn als einen L\u00fcgner dar, der ihnen nicht aus Liebe das Verbot gegeben habe, sondern aus Selbstsucht und Missgunst, damit sie nicht ihm selbst gleich w\u00fcrden. Er will somit der Eva den Glauben an die Wahrhaftigkeit und an die Liebe Gottes aus dem Herzen rei\u00dfen und Misstrauen gegen Gott, Hoffart (Stolz) und s\u00fcndhafte Neugierde in ihr erwecken. Leider ist ihm sein Anschlag gelungen. Anstatt sich \u00fcber die gottesl\u00e4sterliche Rede Satans zu entsetzen, fand Eva Freude an dem, was der Teufel ihnen in Aussicht stellte; sie lie\u00df hoff\u00e4rtiges (stolzes) Verlangen und s\u00fcndhafte Neugierde in ihrem Herzen aufkommen, und jetzt kam ihr die Frucht \u201esch\u00f6n und gut\u201c vor, weil deren Genuss so viel versprach. Und da sie sich innerlich bereits von Gott abgewandt hatte, so erwachte in ihr sinnliche Begierde: Sie bekam Gel\u00fcste nach der verbotenen Frucht, nahm davon und a\u00df. Dann verf\u00fchrte sie auch den Adam, dass er ebenfalls a\u00df.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote12\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote12anc\" name=\"sdfootnote12sym\">12<\/a>d.h. ihr werdet unabh\u00e4ngig von Gott, selbst erkennen und bestimmen, was f\u00fcr euch gut oder b\u00f6se ist. Sehr schlau ben\u00fctzt Satan den Namen, den Gott selbst dem Baum (\u201eder Erkenntnis\u201c) gegeben hat, um seine tr\u00fcgerische Verhei\u00dfung glaubw\u00fcrdig zu machen. \u201eGott selbst hat ihn ja \u2013 so will er sagen \u2013 Baum der Erkenntnis genannt, also nehmt nur von seiner Frucht, und ihr werdet hohe Erkenntnis erlangen.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote13\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote13anc\" name=\"sdfootnote13sym\">13<\/a>denn er wollte nicht furchtsamer erscheinen als Eva, die noch lebend vor ihm stand, obschon sie die verbotene Frucht gekostet hatte.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote14\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote14anc\" name=\"sdfootnote14sym\">14<\/a>des Geistes auf, aber nicht so, wie sie gemeint hatten. Sie erkannten, dass, dass sie betrogen waren, dass sie sich schwer vers\u00fcndigt, ihre Unschuld verloren und Strafe verdient hatten. Der verbotene Baum war f\u00fcr sie wirklich der Baum der Erkenntnis geworden, aber diese Erkenntnis brachte ihnen keine Freude, sondern nur Unruhe, Angst und Ungl\u00fcck. Und weil sie ihre Unschuld verloren hatten, so sch\u00e4mten sie sich ihrer Nacktheit und bedeckten ihren Leib mit Feigenbl\u00e4ttern.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote15\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote15anc\" name=\"sdfootnote15sym\">15<\/a>Vorher war es ihre h\u00f6chste Freude, wenn Gott sich herablie\u00df, mit ihnen zu sprechen; jetzt zittern sie, da Gott ihnen, und voll Verwirrung suchen sie sich zu verbergen. Kann man sich denn vor Gott verstecken? Warum nicht? Es war also t\u00f6richt (naiv), sich vor Gott verbergen zu wollen. Aber ihr b\u00f6ses Gewissen gab ihnen diesen t\u00f6richten (dummen) Wunsch ein.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote16\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote16anc\" name=\"sdfootnote16sym\">16<\/a>d.h. nicht blo\u00df: An welchem Ort bist du? Sondern auch: In welchem Zustand bist du? Wohin ist es mit dir gekommen? Wo ist deine Unschuld, dein gutes Gewissen?<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote17\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote17anc\" name=\"sdfootnote17sym\">17<\/a>Er war nackt nicht blo\u00df am Leibe, sondern auch an der Seele, weil er die heiligmachende Gnade, dieses Kleid der Unschuld, verloren hatte.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote18\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote18anc\" name=\"sdfootnote18sym\">18<\/a>Warum fragt denn Gott? Hat er es nicht gewusst? Doch, aber er wollte, dass Adam seine Schuld reum\u00fctig eingestehe. Hat Adam dies getan? Er hat seine Schuld nicht weggeleugnet, er hat es eingestanden: \u201eIch a\u00df\u201c, aber er hat sich zugleich entschuldigen und die Schuld der Eva, ja gewisserma\u00dfen Gott selbst zuschieben wollen, der ihm die Frau beigegeben hatte. Eva aber schob die Schuld auf die Schlange.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote19\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote19anc\" name=\"sdfootnote19sym\">19<\/a>Sie sieht es also ein, dass sie betrogen (angef\u00fchrt) ist. Die Schlange hatte ihr vorgegeben, sie w\u00fcrden noch viel vornehmer und gl\u00fccklicher werden, und doch f\u00fchlen sie sich schon so tief erniedrigt und ungl\u00fccklich.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote20\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote20anc\" name=\"sdfootnote20sym\">20<\/a>Kat. Nr. 398: Wir werden innerlich vor der S\u00fcnde gewarnt durch die Stimme des Gewissens. Die Stimme des Gewissens treibt uns an, das Gute zu tun und das B\u00f6se zu meiden. Haben wir Gutes getan, so lobt uns das Gewissen (gutes Gewissen); haben wir aber B\u00f6ses getan, so macht es uns Vorw\u00fcrfe (b\u00f6ses\/schlechtes Gewissen, Gewissensbisse).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote21\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote21anc\" name=\"sdfootnote21sym\">21<\/a>Kat. Nr. 397: Die S\u00fcnde ist eine freiwillige \u00dcbertretung des g\u00f6ttlichen Gesetzes.<br \/>\nDie \u00dcbertretung ist freiwillig, wenn die Erkenntnis des B\u00f6sen und die Einwilligung vorhanden sind.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote22\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote22anc\" name=\"sdfootnote22sym\">22<\/a>Kat. Nr. 399: Man kann s\u00fcndigen<br \/>\n1) durch b\u00f6se Gedanken. Begierden, Worte und Werke;<br \/>\n2) durch Unterlassung des Guten, das man zu tun schuldig ist.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote23\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote23anc\" name=\"sdfootnote23sym\">23<\/a>Kat. Nr. 92: Sie wollten Gott gleich sein und a\u00dfen von der verbotenen Frucht.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote24\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote24anc\" name=\"sdfootnote24sym\">24<\/a>Kat. 401: Man begeht eine Tods\u00fcnde, wenn man das g\u00f6ttliche Gesetz in einer wichtigen Sache freiwillig \u00fcbertritt. Kat. 402: Zu einer Tods\u00fcnde geh\u00f6ren diese drei St\u00fcck:<br \/>\n1) eine wichtige Sache;<br \/>\n2) klare Erkenntnis des B\u00f6sen;<br \/>\n3) volle Einwilligung.<\/p>\n<p class=\"sdfootnote-western\">Fortsetzung siehe zweiter Teil des Teil 5 (<a title=\"Praktischer Kommentar zur Biblischen Geschichte (Teil 5): Der S\u00fcndenfall. Die Verhei\u00dfung des Erl\u00f6sers (2. Teil)\" href=\"http:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=3561\">Der S\u00fcndenfall. Die Verhei\u00dfung des Erl\u00f6sers (2. Teil)<\/a>)<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach Teil 4 (Die Erschaffung des Menschen. Das Paradies) folgt hier der erste Teil von Teil 5 zum \u201cPraktischen Kommentar zur Biblischen Geschichte\u201d (1913) von Dr. Friedrich Justus Knecht. Der S\u00fcndenfall. Die Verhei\u00dfung des Erl\u00f6sers. (Gen 3,1-13) 1. 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