{"id":3561,"date":"2015-01-25T21:23:08","date_gmt":"2015-01-25T20:23:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=3561"},"modified":"2020-05-08T16:09:20","modified_gmt":"2020-05-08T14:09:20","slug":"praktischer-kommentar-zur-biblischen-geschichte-teil-5-der-suendenfall-die-verheissung-des-erloesers-2-teil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=3561","title":{"rendered":"Praktischer Kommentar zur Biblischen Geschichte (Teil 5): Der S\u00fcndenfall. Die Verhei\u00dfung des Erl\u00f6sers (2. Teil)"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"Praktischer Kommentar zur Biblischen Geschichte (Teil 5): Der S\u00fcndenfall. Die Verhei\u00dfung des Erl\u00f6sers (2. Teil)\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=3561\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div><p class=\"western\">Nach dem ersten Teil des <a title=\"Praktischer Kommentar zur Biblischen Geschichte (Teil 5): Der S\u00fcndenfall. Die Verhei\u00dfung des Erl\u00f6sers (1. Teil)\" href=\"http:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=3507\">Teil 5 (Der S\u00fcndenfall. Die Verhei\u00dfung des Erl\u00f6sers)<\/a> folgt hier der zweite Teil aus dem \u201cPraktischen Kommentar zur Biblischen Geschichte\u201d (1913) von <a title=\"Wikipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Justus_Knecht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dr. Friedrich Justus Knecht<\/a>.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2 class=\"western\">Der S\u00fcndenfall. Die Verhei\u00dfung des Erl\u00f6sers. (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Mose3%2C1-13\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gen 3,1-13<\/a>)<\/h2>\n<h3 class=\"western\">Teil 2<\/h3>\n<h3 class=\"western\">Erz\u00e4hlung und Erkl\u00e4rung.<\/h3>\n<p class=\"western\">Und Gott der Herr sprach zur Schlange<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote1sym\" name=\"sdfootnote1anc\"><sup>1<\/sup><\/a>: \u00bbWeil du das<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote2sym\" name=\"sdfootnote2anc\"><sup>2<\/sup><\/a> getan hast, so bist du verflucht unter allen Tieren der Erde. Auf deinem Bauch sollst du kriechen und Staub fressen alle Tage deines Lebens<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote3sym\" name=\"sdfootnote3anc\"><sup>3<\/sup><\/a>. Feindschaft will<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote4sym\" name=\"sdfootnote4anc\"><sup>4<\/sup><\/a> ich setzen zwischen dir<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote5sym\" name=\"sdfootnote5anc\"><sup>5<\/sup><\/a> und der Frau und zwischen deiner Nachkommenschaft ihrer Nachkommenschaft. Sie wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihrer Ferse nachstellen.\u00ab<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote6sym\" name=\"sdfootnote6anc\"><sup>6<\/sup><\/a><\/p>\n<p class=\"western\">Darauf sagte Gott zur Frau<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote7sym\" name=\"sdfootnote7anc\"><sup>7<\/sup><\/a>: \u00bbDu sollst vieles durchzustehen haben mit deinen Kindern<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote8sym\" name=\"sdfootnote8anc\"><sup>8<\/sup><\/a> und unter der Gewalt des Mannes sein.\u00ab<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote9sym\" name=\"sdfootnote9anc\"><sup>9<\/sup><\/a><\/p>\n<p class=\"western\">Zu Adam aber sprach Gott<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote10sym\" name=\"sdfootnote10anc\"><sup>10<\/sup><\/a>: \u00bbVerflucht ist die Erde um deinetwillen<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote11sym\" name=\"sdfootnote11anc\"><sup>11<\/sup><\/a>. Dornen und Disteln soll sie dir tragen!<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote12sym\" name=\"sdfootnote12anc\"><sup>12<\/sup><\/a> Im Schwei\u00dfe deines Angesichts sollst du dein Brot essen<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote13sym\" name=\"sdfootnote13anc\"><sup>13<\/sup><\/a>, bis du zur Erde wiederkehrst, von der du genommen bist; denn Staub bist du, und zu Staub sollst du wieder werden.\u00ab<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote14sym\" name=\"sdfootnote14anc\"><sup>14<\/sup><\/a><\/p>\n<p class=\"western\">Adam nannte nun seine Frau Eva, d. h. Mutter der Lebendigen<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote15sym\" name=\"sdfootnote15anc\"><sup>15<\/sup><\/a>. Und Gott machte dem Adam und seiner Frau R\u00f6cke von Fellen<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote16sym\" name=\"sdfootnote16anc\"><sup>16<\/sup><\/a> und zog sie ihnen an<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote17sym\" name=\"sdfootnote17anc\"><sup>17<\/sup><\/a>. So<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote18sym\" name=\"sdfootnote18anc\"><sup>18<\/sup><\/a> trieb er beide aus dem Paradiese hinaus<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote19sym\" name=\"sdfootnote19anc\"><sup>19<\/sup><\/a> und stellte Cherubim mit flammendem Schwert davor<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote20sym\" name=\"sdfootnote20anc\"><sup>20<\/sup><\/a>, um den Weg zum Baume des Lebens zu bewachen<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote21sym\" name=\"sdfootnote21anc\"><sup>21<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p class=\"kleingedruckt-western\">Welche \u00c4hnlichkeit ist zwischen Adam und Jesus Christus? \u2013 Wer ist jene Frau, welche der Schlange den Kopf zertreten wird?<\/p>\n<h3 class=\"western\">Auslegung<\/h3>\n<p class=\"western\"><i>Gott ist treu. <\/i>Er hatte dem Adam gedroht: ,,Sobald du davon isst, wirst du sterben.&#8221; Wie ist diese Drohung in Erf\u00fcllung gegangen? (Aus Barmherzigkeit lie\u00df Gott die Stammeltern nicht sofort sterben, denn sie waren nicht verstockt und konnten gebessert werden; aber sie verloren sofort die \u00fcbernat\u00fcrliche Gabe der Unsterblichkeit des Leibes \u2013 der Leib war von nun an sterblich \u2013 und fielen in die Ungnade, welche der Tod der Seele ist.) Wie nennen wir Gott, weil er erf\u00fcllt, was er androht? Was hei\u00dft: Gott ist treu? (51.)<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote22sym\" name=\"sdfootnote22anc\"><sup>22<\/sup><\/a><\/p>\n<p class=\"western\"><i>Die Erbs\u00fcnde.<\/i> Die S\u00fcnde der Stammeltern ist die S\u00fcnde des ganzen Menschengeschlechtes und hat sich mit ihren schlimmen Folgen wie eine Krankheit auf alle Menschen vererbt. Darum sind alle von Geburt an \u00bbKinder des Zornes Gottes\u00ab (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Epheser2%2C3\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Eph 2, 3<\/a>), in allen ist das Ebenbild Gottes verunstaltet (der Verstand ist verdunkelt, der Wille geschw\u00e4cht, die Gel\u00fcste des Leibes wollen nicht mehr dem Geist folgen), alle Menschen sind den Leiden und dem Tode unterworfen, und kein Mensch h\u00e4tte die ewige Seligkeit erlangen k\u00f6nnen, wenn nicht der Erl\u00f6ser gekommen w\u00e4re.<\/p>\n<p class=\"western\">Denke an die vielerlei Leidenschaften, welche unter den Menschen herrschen, an die tausenderlei Krankheiten, an die zahllosen Tr\u00e4nen, die auf Erden geweint werden, an den bitteren Todeskampf, die Angst und das R\u00f6cheln der Sterbenden, an die mannigfaltigen Ungl\u00fccksf\u00e4lle (Erdbeben, Feuersnot, Wassersnot etc.): das alles sind Folgen und Strafen der S\u00fcnde.<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Gott ist gerecht<\/i> (43.)<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote23sym\" name=\"sdfootnote23anc\"><sup>23<\/sup><\/a> Die Strafen der S\u00fcnde lehren uns, wie furchtbar die g\u00f6ttliche Gerechtigkeit ist.<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Die Arbeit <\/i>vor und nach dem S\u00fcndenfall. Der Mensch soll als Nachahmer und Diener Gottes sechs Tage arbeiten und am siebten Tage ruhen. Schon im Paradies hatte der Mensch zu arbeiten, denn er sollte den Garten der Wonne bebauen und im Stande erhalten, ja \u00fcber die ganze Erde sollte er herrschen, d. h. sie durch Gebrauch seiner geistigen und k\u00f6rperlichen Kr\u00e4fte sich dienstbar machen. Und die Arbeit war f\u00fcr ihn eine Lust und eine Freude, denn seine Kraft war ungeschw\u00e4cht, und seine Unternehmungen waren erfolgreich, weil die Natur und ihre Kr\u00e4fte dem Menschen noch nicht feindselig waren. Durch die S\u00fcnde ist es anders geworden. Der Leib ist hinf\u00e4llig geworden und neigt zur Tr\u00e4gheit und Bequemlichkeit, auch die Kr\u00e4fte des Geistes sind geschw\u00e4cht, so da\u00df jede k\u00f6rperliche und geistige Arbeit M\u00fche und Anstrengung bereitet und bald erm\u00fcdet. Zudem sind die Elemente und die Kr\u00e4fte der Natur und viele Tiere dem Menschen und seiner Arbeit vielfach hinderlich und sch\u00e4dlich, so da\u00df die n\u00f6tige Nahrung dem Erdboden mit vieler M\u00fche abgerungen werden muss. Selbst edle Pflanzen verwildern oder verk\u00fcmmern, wenn sie nicht vom Menschen gepflegt werden. So ist die Arbeit dem Menschen vielfach zur Last und zur beschwerlichen, aber \u2013 wie wir sehen werden \u2013 heilsamen Bu\u00dfe geworden. Der Gottesf\u00fcrchtige arbeitet gern und flei\u00dfig, weil es Gottes Wille und darum unsre Pflicht ist, dass wir die von Gott verliehenen geistigen und k\u00f6rperlichen Kr\u00e4fte zur Arbeit gebrauchen, und er heiligt seine Arbeiten und verschafft ihnen einen \u00fcbernat\u00fcrlichen Wert durch die gute Meinung. Die Tr\u00e4gheit ist eine von den 7 Haupts\u00fcnden. \u00bbDer Mensch wird zur Arbeit geboren und der Vogel zum Fluge\u00ab (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Hiob5%2C7\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hiob 5, 7<\/a>).<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Erste messianische Weissagung.<\/i> Gott hat die Menschen f\u00fcr die ewige Gl\u00fcckseligkeit erschaffen, und dieser g\u00f6ttliche Ratschluss sollte durch die List und Bosheit des Teufels nicht vereitelt werden. Noch bevor Gott die Stammeltern aus dem Paradies hinausstie\u00df in das Elend des Erdenlebens, offenbarte er ihnen den <i>Ratschluss der Erl\u00f6sung<\/i>. Das Bewusstsein, da\u00df sie durch ihre S\u00fcnde sich selbst und ihre Nachkommen in zeitliches Ungl\u00fcck und in ewiges Verderben gest\u00fcrzt hatten, h\u00e4tte sie zur Verzweiflung treiben m\u00fcssen, wenn Gott nicht die Hoffnung auf den k\u00fcnftigen Erl\u00f6ser in ihnen erweckt h\u00e4tte. Der Fluch \u00fcber die h\u00f6llische Schlange war ein Trost f\u00fcr die gefallenen Menschen. Indem Gott \u00fcber den Teufel das Strafurteil aussprach: \u00bbIch will Feindschaft setzen etc.\u00ab, gab er den Stammeltern zu erkennen, dass der Satan und die S\u00fcnde durch die Nachkommenschaft der Frau, d. h. durch den Erl\u00f6ser, werde besiegt und der Eingang zum himmlischen Paradiese werde er\u00f6ffnet werden. Dies war die <i>erste Verhei\u00dfung des Messias oder Erl\u00f6sers<\/i> (das Urevangelium).<\/p>\n<p class=\"western\">Wir ersehen daraus, wie g\u00fctig und barmherzig Gott sogar gegen die gefallenen Menschen ist. \u00bbGn\u00e4dig und barmherzig ist der Herr, langm\u00fctig und von gro\u00dfer Erbarmung\u00ab (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Psalm144%2C8\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ps 144, 8<\/a>). Die Gerechtigkeit und die Barmherzigkeit Gottes sind in seinem Urteilsspruch aufs herrlichste vereinigt. Gott straft die Menschen, um sich ihrer erbarmen zu k\u00f6nnen; er verh\u00e4ngt zeitliche Strafen \u00fcber sie, um ihre Seelen zu retten und ewig gl\u00fcckselig zu machen. Was hei\u00dft: Gott ist g\u00fctig? . . . barmherzig? (46 f.)<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote24sym\" name=\"sdfootnote24anc\"><sup>24<\/sup><\/a> Wie w\u00e4re es den Menschen ergangen, wenn Gott sich ihrer nicht erbarmt h\u00e4tte? Wie erbarmte sich Gott der Menschen? (98 f.)<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote25sym\" name=\"sdfootnote25anc\"><sup>25<\/sup><\/a> \u2013 Lied: Nach der Eltern Falle etc.. (Ps\u00e4lt. 83.)<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Die Strafen der S\u00fcnde, Arbeit, Schmerz und Tod, sind Bu\u00dfen f\u00fcr und zugleich Heilmittel gegen die S\u00fcnde.<\/i> Die Arbeit (k\u00f6rperliche und geistige) h\u00e4lt die b\u00f6sen Begierden und Leidenschaften zur\u00fcck.<\/p>\n<p class=\"western\">Wenn die Menschen nicht arbeiten m\u00fcssten, w\u00fcrden sie noch viel mehr (als es ohnehin geschieht) nach ihren b\u00f6sen Gel\u00fcsten leben, und die Bosheit w\u00fcrde herrschend werden\u00ab ,,M\u00fc\u00dfiggang lehrt viel B\u00f6ses\u00ab (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Jesus%20Sirach33%2C29\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Sir 33, 29<\/a>).<\/p>\n<p class=\"western\">Und wenn der Tod und die Schmerzen nicht w\u00e4ren, so w\u00fcrden die Menschen ganz im Irdischen versinken und um das Ewige sich nicht k\u00fcmmern; sie w\u00fcrden ihre h\u00f6here Bestimmung ganz vergessen. Die Krankheiten und der Tod predigen uns: Das irdische Paradies ist f\u00fcr immer verloren und alles idische ist verg\u00e4nglich, strebe also nach dem himmlischen Paradies und sorge f\u00fcr das Heil deiner Seele! \u2013 An welchem Tage mahnt uns die Kirche ganz besonders daran, dass wir Staub und Asche sind und einmal sterben m\u00fcssen? (Aschermittwoch.) \u2013 \u00bbGott hat den Menschen zur Unverg\u00e4nglichkeit erschaffen und ihn zum Abbilde seines eigenen Wesens gemacht, aber durch den Neid des Teufels ist der Tod in die Welt gekommen\u00ab (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Weisheit2%2C23-24\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Weish 2, 23 f)<\/a>.<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Die S\u00fcnde ist das gr\u00f6\u00dfte \u00dcbel,<\/i> denn alle anderen \u00dcbel sind erst durch die S\u00fcnde in die Welt gekommen. Woraus erkennen wir am besten, wie b\u00f6se und strafw\u00fcrdig die Tods\u00fcnde ist? (408.)<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote26sym\" name=\"sdfootnote26anc\"><sup>26<\/sup><\/a><\/p>\n<p class=\"western\">Hoffart (Hochmut) kommt vor dem Fall. Weil Adam und Eva durch Hoffart (Hochmut) sich vers\u00fcndigt haben, darum m\u00fcssen sie jetzt das Urteil der Erniedrigung h\u00f6ren: Staub bist du, und zu Staub sollst du wieder werden.<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Schamhaftigkeit.<\/i> Gott selbst hat den gefallenen Menschen Kleider gegeben, denn es ist sein heiliger Wille, da\u00df der Mensch seinen Leib bedecke und ihn nicht frech entbl\u00f6\u00dfe. Die Kleidung dient der Ehrbarkeit und Schamhaftigkeit zum Schutze.<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Adam war ein Vorbild Jesu Christi <\/i>(<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/R%C3%B6mer5%2C14\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">R\u00f6m 5,14<\/a>). Adam ist der leibliche Stammvater der Menschen, Christus ist der geistige Stammvater aller Gl\u00e4ubigen, denn alle erlangen nur durch ihn das Leben. Adam hat f\u00fcr seine S\u00fcnde Bu\u00dfe getan durch schwere Arbeit im Schwei\u00dfe seines Angesichts. Christus hat f\u00fcr unsre S\u00fcnden geb\u00fc\u00dft, indem er unsre Strafe ans sich nahm und die Erde mit seinem blutigen Angstschwei\u00df befeuchtete. Durch Adam kamen S\u00fcnde und Tod \u00fcber alle Menschen; was ist uns aber durch Christus geworden? (Gnade und ewiges Leben) S\u00fcnde und Elend sind durch den Ungehorsam Adams in die Welt gekommen, die Erl\u00f6sung aber ist vollbracht worden durch den Gehorsam Christi bis zum Tode des Kreuzes.<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Eva und Maria.<\/i> Durch die Frau hat Satan die Menschheit zu Fall gebracht, und durch die Frau soll Satan besiegt und die Menschheit wieder emporgehoben werden. Eva hat in die S\u00fcnde eingewilligt, Maria in die Erl\u00f6sung (indem sie einwilligte, die Mutter des Erl\u00f6sers zu werden). Jene hat durch ihre S\u00fcnde allen Menschen Unheil, diese durch ihren g\u00f6ttlichen Sohn allen Heil gebracht. Eva war im nat\u00fcrlichen Sinne die Mutter der Lebendigen, Maria ist im \u00fcbernat\u00fcrlichen Sinne die Mutter der Lebendigen, d. h. der Begnadigten. Warum sagen wir (zu Maria): \u00bbDu bist gebenedeit unter den Frauen\u00ab ? (682.)<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote27sym\" name=\"sdfootnote27anc\"><sup>27<\/sup><\/a> Siehe den Vergleich zwischen Eva und Maria bei Nr 2 des N. T.<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Unbefleckte Empf\u00e4ngnis Mari<\/i><i>\u00e4<\/i><i>. <\/i>Maria hat der h\u00f6llischen Schlange den Kopf zertreten (sie vollst\u00e4ndig besiegt) nicht nur dadurch, das sie den g\u00f6ttlichen Erl\u00f6ser geboren hat, sondern auch dadurch, da\u00df sie selbst von aller Makel der S\u00fcnde (auch der Erbs\u00fcnde) stets frei geblieben, im Stande der urspr\u00fcnglichen Heiligkeit und Gerechtigkeit ins Leben getreten ist. W\u00e4re sie \u2013 gleich den \u00fcbrigen Menschen \u2013 mit der Erbs\u00fcnde behaftet zur Welt gekommen, so w\u00e4re sie ja zeitweise unter der Knechtschaft Satans gestanden und ihr Sieg \u00fcber diesen w\u00e4re kein vollst\u00e4ndiger. Deshalb hat Gott die zur Mutter des Erl\u00f6sers auserw\u00e4hlte Jungfrau Maria durch eine besondere Gnade \u2013 im Hinblick auf die Verdienste ihres g\u00f6ttlichen Sohnes \u2013 vor aller Makel der Erbs\u00fcnde bewahrt. Maria ist als Feindin Satans und seiner Nachkommenschaft erschaffen worden, sie steht \u2013 wie ihr Sohn \u2013 von Anfang an im Gegensatz zu Satan und zur S\u00fcnde, darum musste sie auch von Anfang ihres Lebens an von jeglicher Makel der S\u00fcnde frei sein. Wer wurde vor aller Makel der Erbs\u00fcnde bewahrt? (96.)<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote28sym\" name=\"sdfootnote28anc\"><sup>28<\/sup><\/a><\/p>\n<p class=\"western\"><i>Warum hat Gott die Stammeltern nicht <\/i>wie die gefallenen Engel <i>sofort in die H\u00f6lle versto\u00dfen <\/i>? 1. Weil ihre S\u00fcnde zwar sehr schwer-, aber doch nicht so gro\u00df war wie jene der gefallenen Engel, denn a) die Engel waren noch viel reicher an Gnade und Erkenntnis als die Stammeltern, b) gereicht diesen die Verf\u00fchrung durch den Betrug Satans einigerma\u00dfen zur Entschuldigung; 2. weil die Stammeltern nicht in der S\u00fcnde verh\u00e4rtet waren, sondern ihre Schuld (wenn auch unvollkommen) bekannten und bereuten.<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Der Tod <\/i>als Trennung der Seele vom Leibe ist die Folge und Strafe daf\u00fcr, dass sich die Seele (durch die S\u00fcnde) von Gott getrennt hat.<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Adam <\/i><i>u<\/i><i>nd Eva <\/i><i>si<\/i><i>nd nicht e<\/i><i>w<\/i><i>ig verloren gegangen.<\/i> Durch ihren Glauben an den k\u00fcnftigen Erl\u00f6ser, ihre Reue und ihre lange Bu\u00dfe haben sie Gnade erlangt und sind von Christus aus der Vorh\u00f6lle befreit und in den Himmel eingef\u00fchrt worden. Im Buch der Weisheit (10, 2) hei\u00dft es ausdr\u00fccklich: Die g\u00f6ttliche Weisheit \u201ezog ihn (Adam) aus der S\u00fcnde heraus\u201c.<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Der Fluch<\/i>, welcher infolge der S\u00fcnde auf der vernunftlosen Sch\u00f6pfung ruht, wird durch die <i>Weihungen<\/i> und <i>S<\/i><i>e<\/i><i>gnungen<\/i>, welche die Kirche im Namen Jesu an Gegenst\u00e4nden der Natur vornimmt, hinweggenommen. Was versteht man unter Sakramentalien? (640. mit Anm.)<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote29sym\" name=\"sdfootnote29anc\"><sup>29<\/sup><\/a><\/p>\n<p class=\"western\"><i>Die un<\/i><i>w\u00fcrdige<\/i><i> Kommunion<\/i>. Im Stande der S\u00fcnde durften die Stammeltern die Frucht vom Baum des Lebens nicht genie\u00dfen, sonst w\u00e4ren sie verh\u00e4rtet und ewig verdammt worden. Wer das heiligste Sakrament, welches durch die Frucht vom Baum des Lebens vorgebildet war, im Stande der Tods\u00fcnde empf\u00e4ngt, der zieht sich die Verdammnis zu. Was f\u00fcr eine S\u00fcnde begeht derjenige, welcher unw\u00fcrdig kommuniziert? (535.)<a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote30sym\" name=\"sdfootnote30anc\"><sup>30<\/sup><\/a><\/p>\n<h3 class=\"western\">Anwendung<\/h3>\n<p class=\"western\">Die S\u00fcnde ist das gr\u00f6\u00dfte \u00dcbel, die Quelle aller andern \u00dcbel. Du f\u00fcrchtest die geringeren \u00dcbel (Krankheit, Brand, Tod), warum f\u00fcrchtest du das gr\u00f6\u00dfte \u00dcbel so wenig? H\u00fcte dich vor der S\u00fcnde, sie bringt nur Leid und Ungl\u00fcck. Wenn du Gutes tust, hast du frohen Mut, ein gutes Gewissen, Frieden und Freude in deinem unschuldigen Herzen. Wenn du aber s\u00fcndigst, so wird dein Herz unruhig und unzufrieden, Gewissensbisse und Angst verfolgen dich, wie es bei Adam und Eva der Fall war. Setze also Feindschaft zwischen dir und der S\u00fcnde, hasse und meide sie und bete oft recht and\u00e4chtig: Erl\u00f6se uns von dem \u00dcbel, von dein \u00e4rgsten und gr\u00f6\u00dften \u00dcbel, der S\u00fcnde!<\/p>\n<p class=\"western\">Die Stammeltern haben schwer ges\u00fcndigt. Wenn aber du als Christ, f\u00fcr den der Sohn Gottes Mensch geworden und am Kreuze gestorben ist, eine Tods\u00fcnde begehst, so bist du undankbarer und s\u00fcndigst insofern schwerer als Adam und Eva. Lieber sterben, als eine Tods\u00fcnde begehen!<\/p>\n<p class=\"western\">Schlechte Gesellschaft vertreibt die Jugend aus ihrem Paradies der Unschuld und der Gottesliebe. Also . . .<\/p>\n<div id=\"sdfootnote1\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote1anc\" name=\"sdfootnote1sym\">1<\/a>Gott h\u00e4lt Gericht \u00fcber die S\u00fcnde. Nachdem er (im vorigen Absatze) den Fall untersucht und die Schuld festgestellt hat, folgt jetzt das Urteil. Die Schlange wird nicht gefragt, denn Satans Bosheit und Unbu\u00dffertigkeit steht seit seiner Verwerfung (Nr. 2) fest. Adam hatte die Schuld auf Eva geschoben, und diese hatte sich mit dem Betrug der Schlange entschuldigt. In der Tat waren alle drei schuldig; deshalb spricht nun Gott \u00fcber sie die verdiente Strafe aus, und zwar zuerst \u00fcber die Schlange, welche die Frau verf\u00fchrt, dann \u00fcber die Frau, welches den Adam zur S\u00fcnde verleitet hat, und zuletzt \u00fcber Adam. Der Teufel hatte bereits seine \u00e4rgste Strafe empfangen, da er mit den \u00fcbrigen gefallenen Engeln in die H\u00f6lle gest\u00fcrzt worden war. Weil er aber die Menschen verf\u00fchrt und um ihr Gl\u00fcck betrogen hat, so verflucht ihn Gott aufs neue, damit der Mensch ihn fliehe und verachte.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote2\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote2anc\" name=\"sdfootnote2sym\">2<\/a>Was ? (Weil du durch Lug und Trug die Eva verf\u00fchrt hast.)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote3\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote3anc\" name=\"sdfootnote3sym\">3<\/a>Diese Worte gelten nicht der sichtbaren Schlange, sondern dem Teufel, und deuten an, dass er &#8211; mit seinem Anhang &#8211; tief unter alle vern\u00fcnftigen Gesch\u00f6pfe erniedrigt werden, im Schmutze des Lasters und gemeiner Leidenschaften sich bewegen und davon sozusagen leben werde. Das Gemeine wird die Freude und die Speise dieses gefallenen stolzen Geistes sein.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote4\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote4anc\" name=\"sdfootnote4sym\">4<\/a>oder werde.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote5\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote5anc\" name=\"sdfootnote5sym\">5<\/a>d.h. der h\u00f6llischen Schlange, dem Teufel.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote6\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote6anc\" name=\"sdfootnote6sym\">6<\/a>Satan hoffte, die Menschen w\u00fcrden, nachdem sie ihm gefolgt und sich von Gott getrennt hatten, mit ihm st\u00e4ndige Freundschaft machen, ihm dienen und in seiner Gewalt bleiben. Gott aber k\u00fcndigt ihm zur Strafe an, dass es anders kommen werde. Gott selbst wird eingreifen und die (bestimmte, von Ewigkeit auserw\u00e4hlte) Frau als Feindin und Besiegerin Satans schicken. Die Nachkommenschaft des Teufels ist die S\u00fcnde (Stolz, Zorn, Neid etc.), welche er in die Menschheit ges\u00e4t hat und welche in dieser fortwuchert. Die Nachkommenschaft der Frau ist der g\u00f6ttliche Heiland, welcher als Mensch von der Frau abstammt. Sie, d.h. die Frau, wird dem Teufel den Kopf zertreten, d. h. ihn nieder treten, besiegen und ihm feine Gewalt \u00fcber die Menschen nehmen. Die Schlange aber, d. i\u00b7 der Teufel, wird sich wehren und der Frau zu schaden suchen; er wird ihr aber nicht bedeutend schaden, sondern nur ihrer Ferse nachstellen, sie an der Ferse verwunden, d. i. ihr Schmerzen bereiten, aber nicht sie besiegen k\u00f6nnen. Wer ist nun diese Frau ? \u2026 Wie hat Maria den Teufel besiegt? Durch ihre Nachkommenschaft, d. h. dadurch, da\u00df sie den g\u00f6ttlichen Erl\u00f6ser geboren hat, welcher die ganze Menschheit von der S\u00fcnde und der Gewalt des Satans erl\u00f6st hat. Und wie hat die h\u00f6llische Schlange ihrer Ferse nachgestellt? Der Teufel hat dem g\u00f6ttlichen Heiland und seiner heiligsten Mutter viele Schmerzen bereitet. Wer hat dem Judas den Entschluss eingegeben, den g\u00f6ttlichen Heiland zu verraten? Wer hat die j\u00fcdischen Priester und die Pharis\u00e4er aufgestachelt, dass sie riefen: \u00bbKreuzige, kreuzige ihn!\u00ab \u2014 ? Das hat der Teufel getan. Aber gerade durch den Kreuzestod Jesu ist der Satan besiegt und die Welt erl\u00f6st worden.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote7\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote7anc\" name=\"sdfootnote7sym\">7<\/a>Nun verk\u00fcndet Gott die Strafe der Frau; dieses Strafurteil gilt aber nicht blo\u00df der Eva, sondern allen Frauen (dem ganzen weiblichen Geschlecht).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote8\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote8anc\" name=\"sdfootnote8sym\">8<\/a>n\u00e4mlich viele Schmerzen, M\u00fchen, Kummer und Sorgen.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote9\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote9anc\" name=\"sdfootnote9sym\">9<\/a>d. h. der Mann soll der Herr der Frau sein, die Frau soll dem Mann dienen und folgen. Die Frau (Eva) hatte den entscheidenden Schritt getan, ohne ihren Mann zu fragen; von nun an soll sie dem Manne gehorsam sein. (Im Heidentum war die Frau tief erniedrigt und hart behandelt. Erst im Christentum ist die Behandlung der Frau besser geworden.)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote10\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote10anc\" name=\"sdfootnote10sym\">10<\/a>Nun folgt das Strafurteil \u00fcber Adam als Haupt der Menschheit und alle seine Nachkommen.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote11\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote11anc\" name=\"sdfootnote11sym\">11<\/a>d. h. wegen deiner S\u00fcnde. Weil der Herr der Erde (Adam) ges\u00fcndigt hat, so bleibt der Fluch (Unsegen) auf der Erde (der vernunftlosen Natur) ruhen. Infolge dieses Fluches sind die Tiere der Erde, welche vor dem S\u00fcndenfalle dem Menschen folgten, teils scheu und widerspenstig, teils ganz feindselig gegen den Menschen geworden. Auch die Elemente und Kr\u00e4fte der Natur sind von da an vielfach feindlich gegen den Menschen geworden und zerst\u00f6ren die Werke seiner H\u00e4nde. Zudem hat der Teufel eine gewisse Macht \u00fcber die Kr\u00e4fte und Erzeugnisse der Natur erlangt, so da\u00df er den Menschen durch sie Schaden zuf\u00fcgen kann.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote12\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote12anc\" name=\"sdfootnote12sym\">12<\/a>Weil du in deinem Herzen das Unkraut der S\u00fcnde hast aufkommen lassen, so wird auch aus dem Erdboden das Unkraut der Disteln und Dornen \u00fcberhand nehmen.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote13\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote13anc\" name=\"sdfootnote13sym\">13<\/a>d. h. du wirst dich bis zum Schwei\u00dfe (Schwitzen) anstrengen m\u00fcssen, um f\u00fcr dich und die Deinigen das Brot, d.h. .alles, was zum Leben notwendig ist, zu erwerben. Dornen und Disteln und allerlei Unkraut wachsen auf der Erde von selbst, aber das Getreide, welches die Hauptnahrung der Menschen ist, bringt der Erdboden nur hervor, wenn er durch den Menschen angebaut wird. Dieser Anbau verursacht aber harte, m\u00fchselige Arbeit.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote14\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote14anc\" name=\"sdfootnote14sym\">14<\/a>Der Leib des Menschen besteht aus Erde. Was bedeutet der Name Adam ? (Mann aus Erde.) Mit der heiligmachenden Gnade hat der Mensch die \u00fcbernat\u00fcrliche Gabe der leiblichen Unsterblichkeit verloren; sein Leib war jetzt dem Tode verfallen und damit auch den Krankheiten, welche die Vorboten des Todes sind. Durch den Tod zerf\u00e4llt der Leib wieder zu Staub, und dieser vermischt sich mit dein Erdboden.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote15\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote15anc\" name=\"sdfootnote15sym\">15<\/a>Er hatte von Gott geh\u00f6rt, da\u00df seine Frau Kinder bekommen und ihre Nachkommenschaft die h\u00f6llische Schlange besiegen werde. Er glaubte Gott und nannte seine Frau \u00bbMutter der Lebendigen\u00ab, weil durch ihre Kinder und Kindeskinder das Menschengeschlecht trotz dem Tode der einzelnen Menschen fortbestehen wird. Eva ist ja die Stammmutter der ganzen Menschheit.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote16\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote16anc\" name=\"sdfootnote16sym\">16<\/a>d. h. von Tierh\u00e4uten. (Gott mahnte und veranlasste sie, ihren Leib, der nur mit Bl\u00e4ttern umh\u00e4ngt war, mit dauerhafterer und w\u00e4rmerer Kleidung zu umh\u00fcllen, n\u00e4mlich mit Pelzen)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote17\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote17anc\" name=\"sdfootnote17sym\">17<\/a>Dies tat Gott, damit die Menschen in Schamhaftigkeit ihren nackten Leib (ihre Bl\u00f6\u00dfe) bedecken und sich gegen Regen und K\u00e4lte sch\u00fctzen konnten. Gott verlie\u00df also die gefallenen Menschen nicht ganz, sondern kam ihrem Elende zu Hilfe und zeigte ihnen, da\u00df er sie trotz ihrer S\u00fcnde nicht verlassen werde.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote18\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote18anc\" name=\"sdfootnote18sym\">18<\/a>d. h. nachdem sie warm bekleidet waren.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote19\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote19anc\" name=\"sdfootnote19sym\">19<\/a>Das war die Vollstreckung des Urteils. Mit welchen Gef\u00fchlen werden sie das Paradies verlassen haben ? Betrachtet und erkl\u00e4rt das Bild S. 5 der B. G. (Biblischen Geschichte)!<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote20\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote20anc\" name=\"sdfootnote20sym\">20<\/a>d. h. vornehme Engel mit gez\u00fcckten Schwert, dem Sinnbild ihrer Macht, waren die Vollstrecker des g\u00f6ttlichen Strafgerichtes Die Vertreibung aus dem irdischen Paradiese war zugleich ein Anzeichen daf\u00fcr, dass ihnen auch das himmlische Paradies verschlossen war.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote21\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote21anc\" name=\"sdfootnote21sym\">21<\/a>Da Adam und Eva ihrer S\u00fcnde wegen dem Tode verfallen (sterblich geworden) waren, durften sie nicht mehr die Frucht vom Baume des Lebens genie\u00dfen.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote22\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote22anc\" name=\"sdfootnote22sym\">22<\/a>Gott ist treu hei\u00dft: Gott h\u00e4lt, was er verspricht, und erf\u00fcllt, was er androht. \u201eHimmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen\u201c (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Matth%C3%A4us24%2C35\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Mt. 24,35<\/a>)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote23\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote23anc\" name=\"sdfootnote23sym\">23<\/a>Gott ist gerecht hei\u00dft: Gott belohnt das Gute und bestraft das B\u00f6se nach Verdienst. \u201eEr wird jedem vergelten nach seinen Werken..Denn bei Gott ist kein Ansehen der Person\u201c (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/R%C3%B6mer2%2C6.11\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">R\u00f6m. 2,6+11<\/a>). Die Welt gez\u00fcchtigt durch die Sintflut (S\u00fcndflut), Noah gerettet; Sodom und Gomorrha zerst\u00f6rt durch das Feuer vom Himmel, Lot verschont.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote24\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote24anc\" name=\"sdfootnote24sym\">24<\/a>Nr. 46: Gott ist <i>g\u00fctig<\/i> hei\u00dft: Gott ist voll Liebe gegen\u00fcber den Gesch\u00f6pfen und erweist ihnen zahllose Wohltaten. \u201eGott ist die Liebe.\u201c (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Johannes4%2C8\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">1. Joh 4,8<\/a>), \u201eSo sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn hingab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.\u201c (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Johannes3%2C16\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Joh 3,16<\/a>).<br \/>\nNr. 47: Gott ist <i>barmherzig<\/i> hei\u00dft: Gott verzeiht gern allen bu\u00dffertigen S\u00fcndern. \u201eSo wahr ich lebe, spricht Gott, der Herr, ich will nicht den Tod des Gottlosen, sondern dass der Gottlose sich bekehre von seinem Wege und lebe.\u201c (Ezech. 33,11).<br \/>\nNinive, der verlorene Sohn.<br \/>\nNr. 48: Der Gedanke an Gottes G\u00fcte und Barmherzigkeit soll uns antreiben,<br \/>\n1) Gott dankbar zu sein und ihn von Herzen zu lieben<br \/>\n2) ihn vertrauensvoll um Verzeihung unserer S\u00fcnden zu bitten.<br \/>\n1) \u201eLasst uns Gott lieben, weil uns Gott zuerst geliebt hat.\u201c (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Johannes4%2C19\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">1. Joh 4,19<\/a>)<br \/>\n2) \u201eIch will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen.\u201c (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Lukas15%2C18\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Lk 15,18<\/a>)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote25\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote25anc\" name=\"sdfootnote25sym\">25<\/a>Nr. 98: Wie w\u00e4re es den Menschen ergangen, wenn Gott sich ihrer nicht erbarmt h\u00e4tte? Wenn Gott sich nicht erbarmt h\u00e4tte, so h\u00e4tte niemand selig werden k\u00f6nnen.<br \/>\nNr. 99: Wie erbarmt sich Gott den Menschen? Gott verhie\u00df den Menschen gleich nach dem S\u00fcndenfall einen Erl\u00f6ser. \u201eIch will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deiner Nachkommenschaft und ihrer Nachkommenschaft: sie wird sire den Kopf zertreten und du wirst iherer Ferse nachstellen.\u201c (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Mose3%2C15\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">1. Mo 3,15<\/a>)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote26\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote26anc\" name=\"sdfootnote26sym\">26<\/a>Nr. 408: Wie b\u00f6se und strafw\u00fcrdig die Tods\u00fcnde ist, erkennen wir<br \/>\n1) aus der schweren Strafe der b\u00f6sen Engel und unserer Stammeltern;<br \/>\n2) aus der ewigen Strafe der H\u00f6lle, die jede Tods\u00fcnde verdient;<br \/>\n3) aus dem bitteren Leiden und Sterben, welches der Sohn Gottes unserer S\u00fcnden wegen erduldet hat.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote27\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote27anc\" name=\"sdfootnote27sym\">27<\/a>Nr. 682: Wir sagen: \u201eDu bist gebenedeit unter den Frauen\u201c,<br \/>\n1) weil Maria vor allen zur jungfr\u00e4ulichen Gottesmutter auserkoren wurde;<br \/>\n2) weil Maria der Welt das Heil, wie Eva der Welt den Fluch gebracht hat.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote28\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote28anc\" name=\"sdfootnote28sym\">28<\/a>Nr. 96: Nur die <i>allerheiligste Jungfrau <\/i>Maria wurde aus besonderer Gnade, um der Verdienste Christi willen, vor aller Makel der Erbs\u00fcnde bewahrt. (Fest der Unbefleckten Empf\u00e4ngnis Mari\u00e4).<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote29\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote29anc\" name=\"sdfootnote29sym\">29<\/a>Nr. 640: Unter <i>Sakramentalien<\/i> versteht man:<br \/>\n1) die Weihungen und die Segnungen der Kirche;<br \/>\n2) die Sachen, welche die Kirche weiht, z.B. Wasser, \u00d6l, Salz, Brot, Wein, Palmen, Kr\u00e4uter, Kerzen.<br \/>\nDurch die <i>Weihungen<\/i> der Kirche werden Personen oder Sachen f\u00fcr den Dienst Gottes oder den frommen Gebrauch der Gl\u00e4ubigen besonders geheiligt (Weihe der Kirchen, Alt\u00e4re, Glocken, Gottes\u00e4cker, der heiligen Ger\u00e4te und Gew\u00e4nder, Kreuze, Rosenkr\u00e4nze usw.). Durch die <i>Segnungen<\/i> der Kirche wird der Segen Gottes auf Personen und Sachen herabgefleht (Segen mit dem Allerheiligsten, Krankensegen, Segnung der Felder und Fr\u00fcchte usw.) Mit den Weihungen und Segnungen sind \u00f6fters auch <i>Beschw\u00f6rungen<\/i> verbunden, um den sch\u00e4dlichen Einfluss der b\u00f6sen Geister zu vertreiben oder fernzuhalten.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote30\">\n<p class=\"sdfootnote-western\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote30anc\" name=\"sdfootnote30sym\">30<\/a>Nr. 535: Wer unw\u00fcrdig kommuniziert, begeht einen entsetzlichen <i>Gottesraub<\/i>. \u201eWer unw\u00fcrdig dieses Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, der ist schuldig des Leibes und des Blutes des Herrn,&#8230;der isst und trinkt sich das Gericht, indem er den Leib des Herrn nicht unterscheidet.\u201c (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Korinther11%2C27.29\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">1. Kor 11,27+29<\/a>)<\/p>\n<p class=\"sdfootnote-western\">(Fortsetzung siehe <a title=\"Praktischer Kommentar zur Biblischen Geschichte (Teil 6): Kain und Abel\" href=\"http:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=3620\">Teil 6 (Kain und Abel)<\/a>)<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem ersten Teil des Teil 5 (Der S\u00fcndenfall. Die Verhei\u00dfung des Erl\u00f6sers) folgt hier der zweite Teil aus dem \u201cPraktischen Kommentar zur Biblischen Geschichte\u201d (1913) von Dr. Friedrich Justus Knecht.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[163],"class_list":["post-3561","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-gen-3"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p4Sdv6-Vr","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3561","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3561"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3561\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8428,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3561\/revisions\/8428"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3561"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3561"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3561"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}