{"id":443,"date":"2008-10-02T21:51:52","date_gmt":"2008-10-02T19:51:52","guid":{"rendered":"http:\/\/sschweizer.wordpress.com\/?p=443"},"modified":"2020-05-08T14:53:57","modified_gmt":"2020-05-08T12:53:57","slug":"leiten-heist-vorbildsein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=443","title":{"rendered":"Leiten hei\u00dft Vorbildsein"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"Leiten hei\u00dft Vorbildsein\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=443\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div><p>Nun muss ich doch noch ganz auf die Schnelle ein paar Zeilen zum Thema &#8220;Mannsein&#8221; und &#8220;Leiten&#8221; schreiben.<\/p>\n<p>Der Ansto\u00df hierzu war mal wieder ein Text von <a title=\"Johannes Chrysostomus\" href=\"http:\/\/www.catena-aurea.de\/ixpatrum.html#chrysostomus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Johannes Chrysostomus<\/a>, den ich weiter unten noch zitiere. Es geht darum, was &#8220;Leiten&#8221; ganz praktisch hei\u00dft und warum wir heute damit so viele Probleme haben.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ich bin bereits in meinem letzten (ziemlich kontrovers diskutieren) Artikel <a title=\"Warum biblische Leitungsautorit\u00e4t gut ist\" href=\"http:\/\/sschweizer.wordpress.com\/2008\/09\/23\/warum-biblische-leitungsautoritat-gut-ist\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">&#8220;Warum biblische Leitungsautorit\u00e4t gut ist&#8221;<\/a> (bzw. den anschlie\u00dfenden Kommentaren) kurz darauf eingegangen.<\/p>\n<p>Meine These ist, dass wir vor allem deshalb so unterschiedliche Standpunkte haben WER (Mann oder Frau, Gemeindeleiter oder die ganze Gemeinde) leiten soll bzw. darf, weil wir so verschiedene Ansichten bzw. Vorstellungen von &#8220;Leitung&#8221; haben.<\/p>\n<p><a title=\"Johannes Chrysostomus\" href=\"http:\/\/www.catena-aurea.de\/ixpatrum.html#chrysostomus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Johannes Chrysostomus<\/a> sagt kurz zusammengefasst &#8220;Leiten hei\u00dft in erster Linie Vorbildsein&#8221;. Wenn der Mann nicht mehr (der Frau) Vorbild ist (oder der Pastor der Gemeinde), dann gibt es massive Probleme. Dann fragt man oder frau (zu Recht), warum denn nicht auch die Frauen Leitungsfunktionen in der Gemeinde haben sollten. Vor allem, wenn sie vorbildlicher (im Glauben, in der Tugend etc.) sind als die M\u00e4nner.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund ist das Vorbildsein so wichtig f\u00fcr den Menschen in leitender Funktion. Vor allem in der Kirche Jesu.<\/p>\n<p>Wenn wir immer vorbildlicher M\u00e4nner in leitenden Funktionen h\u00e4tten, dann w\u00fcrde es vermutlich weniger (Bedarf an) Diskussionen dar\u00fcber geben, ob nicht auch Frauen Leitungsfunktionen \u00fcbernehmen sollten (auch wenn es selbst dann wohl noch Streitpunkte g\u00e4be).<\/p>\n<p>Nun aber zur besagten Textstelle von <a title=\"Johannes Chrysostomus\" href=\"http:\/\/www.catena-aurea.de\/ixpatrum.html#chrysostomus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Johannes Chrysostomus<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>Vernimm von den Frauen der Vorzeit! Es waren gro\u00dfe und wunderbare Frauengestalten, eine Sara, eine Rebekka, eine Rachel, eine Debora, eine Anna; auch zu Christi Zeiten lebten solche. Doch nirgend \u00fcberholten sie die M\u00e4nner, sondern nahmen stets den zweiten Platz ein.<\/p>\n<p>Jetzt aber findet das Gegenteil statt; die Frauen laufen uns den Vorrang ab und stellen uns in Schatten. Wie ver\u00e4chtlich! Welche Schande! Wir nehmen die Stelle des Hauptes ein und werden vom Leibe besiegt. Wir sind gesetzt, um ihnen voranzugehen; nicht um schlechthin voranzugehen, sondern um auch in der Tugend voranzugehen. Der F\u00fchrer mu\u00df seine F\u00fchrerschaft besonders dadurch bet\u00e4tigen, da\u00df er [die Untergebenen] an T\u00fcchtigkeit \u00fcbertrifft; l\u00e4\u00dft er sich darin \u00fcbertreffen, so h\u00f6rt er auf, F\u00fchrer zu sein.<\/p>\n<p>(&#8230;)<\/p>\n<p>Eine Schwachheit hat das weibliche Geschlecht: es liebt n\u00e4mlich allzusehr den Schmuck. Aber auch hierin tut ihr M\u00e4nner es den Frauen noch zuvor, indem ihr auf sie, wie auf euren eigenen Schmuck stolz seid. Ich glaube die Frau br\u00fcstet sich nicht so sehr mit ihrem Goldschmuck, als der Mann mit dem seiner Frau; sie bildet sich nicht soviel auf ihren goldenen G\u00fcrtel ein, als er darauf, da\u00df seine Frau in Gold prangt. Also auch daran seid ihr Schuld, indem ihr den verborgenen Funken zur lodernden Flamme anfacht.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens ist die S\u00fcnde auf Seiten des Weibes nicht so gro\u00df als auf seiten des Mannes. Du bist gesetzt, sie zu leiten; in allen Dingen beanspruchst du den Vorrang. Nun, so zeige auch in diesem Punkte an dir selbst, da\u00df du auf jenen Prunk keinen Wert legst! Der Frau steht es besser an, sich zu schm\u00fccken, als dem Manne. Wenn nun du selbst nicht darauf verzichtest, wie sollte sie darauf verzichten? Die Frauen haben ein gewisses Ma\u00df von Eitelkeit; doch dieser Fehler ist ihnen mit den M\u00e4nnern gemein. Sie sind etwas j\u00e4hzornig; auch das teilen die M\u00e4nner mit ihnen. Ihre Tugenden dagegen teilen die M\u00e4nner nicht: n\u00e4mlich die Ehrbarkeit, den Eifer, die Gewissenhaftigkeit, die Liebe zu Christus.<\/p>\n<p>Weshalb nun, k\u00f6nnte man fragen, hat sie der Apostel vom Lehrstuhle ausgeschlossen? Auch dies ist ein Beweis daf\u00fcr, da\u00df zwischen ihnen und den M\u00e4nnern ein bedeutender Abstand ist und da\u00df die damaligen Frauen wirklich gro\u00df waren. Als ein Paulus lehrte, ein Petrus und jene heiligen M\u00e4nner, sage mir, war es da Not, da\u00df ein Weib sich zu diesem Gesch\u00e4fte dr\u00e4ngte? Jetzt dagegen hat die Schlechtigkeit bei uns so sehr \u00fcberhand genommen, da\u00df man die Frage aufwerfen darf, warum die Frauen nicht lehren. So sehr sind wir zu weiblicher Schw\u00e4che herabgesunken.<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>(<a title=\"Johannes Chrysostomus\" href=\"http:\/\/www.catena-aurea.de\/ixpatrum.html#chrysostomus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Chrysostomus<\/a> (\u2020 407) &#8211; <a title=\"Bibliothek der Kirchenv\u00e4ter\" href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/bkv\/kapitel2104-3.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kommentar zu den Briefen des hl. Paulus an die Epheser, 13. Hom., 4., BVK<\/a>)<\/p><\/blockquote>\n<p>Offenbar gab es um 400 n.Chr. ganz \u00e4hnliche Probleme und Diskussionen wie heute. Johannes Chrysostomus beklagt &#8211; \u00e4hnlich wie ich \u00fcbrigens in einem <a title=\"Neue M\u00e4nner braucht das Land\" href=\"http:\/\/sschweizer.wordpress.com\/2006\/05\/06\/neue-manner-braucht-das-land\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">fr\u00fcheren Artikel<\/a> &#8211; das mangelnde Vorbild der (christlichen) M\u00e4nner. Und da muss ich mich nat\u00fcrlich erstmal selbst an die Nase packen. Wo bin ICH denn ein Vorbild im Glauben, in der Tugend, in der Liebe?<\/p>\n<p>Heute gab es da \u00fcbrigens einen kleinen &#8220;Trost&#8221; und Ermutigung f\u00fcr mich (bitte nicht als Eigenlob missverstehen \ud83d\ude09 ):<\/p>\n<p>Heute abend lag ich mit meinem dreij\u00e4hrigen Sohn Paul im Bett und er betete noch kurz vor dem Schlafen:<\/p>\n<blockquote><p>Lieber Gott, vielen Dank f\u00fcr das leckere Essen heute, f\u00fcr den Mut, den du mir gegeben hast und dass du uns besch\u00fctzt hast. Und Entschuldigung, dass wir heute so gestritten haben.<\/p><\/blockquote>\n<p>Der Zusatz am Ende war neu f\u00fcr mich und ich dachte, dass er den einfach von einem meiner eigenen Gebete abgekupfert hat.<\/p>\n<p>Dann hat er sich an mich angekuschelt und gesagt: &#8220;Papa, ich habe dich lieb.&#8221;<\/p>\n<p>Und jetzt kommt&#8217;s: er f\u00fcgte dann noch hinzu: &#8220;Entschuldigung, dass ich heute so gestritten habe.&#8221;<\/p>\n<p>Ich verstand nicht ganz und fragte, was er damit meine. Dann erkl\u00e4rte er mir, dass er heute abend doch so sauer war, dass er die T\u00fcr zum Schlafzimmer nicht zumachen durfte (hatte ich schon ganz vergessen, da solche &#8220;kleinen&#8221; Wutanf\u00e4lle \u00f6fters vorkommen :-().<\/p>\n<p>Unglaublich, aber wahr: mein Sohn hatte offensichtlich in diesem Gebet nicht nur das &#8220;nachgeplappert&#8221;, was ich oft (vor-)bete, sondern er hat es pers\u00f6nlich auf sich bezogen. Wow! Ohne, dass ich ihm das bewusst beigebracht h\u00e4tte. Einfach nur, weil ich in diesem Fall offenbar mal ein Vorbild war und mich in einem Gebet vor einiger Zeit bei Gott f\u00fcr meinen Ehestreit entschuldigt hatte.<\/p>\n<p>Manchmal ist (christliche) Kindererziehung echt einfach \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun muss ich doch noch ganz auf die Schnelle ein paar Zeilen zum Thema &#8220;Mannsein&#8221; und &#8220;Leiten&#8221; schreiben. Der Ansto\u00df hierzu war mal wieder ein Text von Johannes Chrysostomus, den ich weiter unten noch zitiere. 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