{"id":5176,"date":"2018-01-04T09:33:49","date_gmt":"2018-01-04T08:33:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=5176"},"modified":"2020-05-08T20:08:24","modified_gmt":"2020-05-08T18:08:24","slug":"praktischer-kommentar-zur-biblischen-geschichte-teil-11-10-der-turmbau-zu-babel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=5176","title":{"rendered":"Praktischer Kommentar zur Biblischen Geschichte (Teil 11): Der Turmbau zu Babel"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"Praktischer Kommentar zur Biblischen Geschichte (Teil 11): Der Turmbau zu Babel\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=5176\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div><p>Nach <a href=\"http:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=5171\">Teil 10 (Die S\u00f6hne Noahs)<\/a> folgt hier der Teil 11 aus dem \u201cPraktischen Kommentar zur Biblischen Geschichte\u201d (1913) von <a title=\"Wikipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Justus_Knecht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dr. Friedrich Justus Knecht<\/a>:<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"western\">Es wird erz\u00e4hlt, dass die Menschen einen Turm zu Babel gebaut und danach sich zerstreut haben und in Abg\u00f6tterei gefallen sind.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Erz\u00e4hlung und Erkl\u00e4rung<\/h4>\n<p class=\"western\">Von den Bergen Armeniens zogen die Nachkommen Noahs in eine gro\u00dfe,<br \/>\nfruchtbar Ebene<sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote1sym\" name=\"sdfootnote1anc\">1<\/a><\/sup> hinab. Sie wurden bald sehr zahlreich, und es war nur <i>e<\/i><i>ine<\/i> Sprache unter ihnen.<\/p>\n<p class=\"western\">Gott wollte, dass die Menschen sich \u00fcber die Erde hin verbreiteten<sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote2sym\" name=\"sdfootnote2anc\">2<\/a><\/sup>. Sie aber sprachen trotzig: ,,Kommt, wir wollen uns eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, und unsern Namen ber\u00fchmt machen, damit wir nicht zerstreut werden in alle L\u00e4nder!\u00ab<sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote3sym\" name=\"sdfootnote3anc\">3<\/a><\/sup> <i>Da verwirrte Gott die Sprache der Menschen<\/i><i><sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote4sym\" name=\"sdfootnote4anc\">4<\/a><\/sup><\/i><i>, so da<\/i><i>ss<\/i><i> keiner mehr die Rede des andern verstand<\/i>. Sie mussten aufh\u00f6ren zu bauen, und die Stadt, welche sie angefangen hatten, wurde Babel<sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote5sym\" name=\"sdfootnote5anc\">5<\/a><\/sup> genannt, d. h. Wirrwarr<sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote6sym\" name=\"sdfootnote6anc\">6<\/a><\/sup>.<\/p>\n<p>Nun zogen sie auseinander und wanderten in andere Gegenden. So entstanden verschiedene V\u00f6lker und Reiche.<\/p>\n<p class=\"western\">Von dieser Zeit an nahm die S\u00fcnde wieder \u00fcberhand<sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote7sym\" name=\"sdfootnote7anc\">7<\/a><\/sup>. Die Menschen wurden allm\u00e4hlich so blind in ihren Herzen, dass sie Gott nicht mehr erkannten<sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote8sym\" name=\"sdfootnote8anc\">8<\/a><\/sup>. Sie fielen in Abg\u00f6tterei und beteten Gesch\u00f6pfe an statt des Sch\u00f6pfers, ja sogar leblose Bilder. Die Lasterhaftigkeit wurde jetzt noch gr\u00f6\u00dfer, denn Gott \u00fcberlie\u00df die G\u00f6tzendiener ihren b\u00f6sen Neigungen<sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote9sym\" name=\"sdfootnote9anc\">9<\/a><\/sup>.<\/p>\n<h4 class=\"western\">Auslegung<\/h4>\n<p class=\"western\">Die <i>Abg\u00f6tterei<\/i> ist ein Abfall von Gott und deshalb eine gro\u00dfe S\u00fcnde gegen das 1. Gebot. Sie ist auch unvern\u00fcnftig und t\u00f6richt und ein trauriger Beweis f\u00fcr die schlimmen Folgen der in der Menschheit fortwuchernden Erbs\u00fcnde. Wie hei\u00dft das 1. Gebot? (,,Du sollst keine fremde G\u00f6tter neben mir haben etc.\u201c Vgl. Nr 37.) Wodurch s\u00fcndigt man (noch ferner) gegen die schuldige Gottesverehrung? (*278.)<sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote10sym\" name=\"sdfootnote10anc\">10<\/a><\/sup><\/p>\n<p class=\"western\"><i>Notwendigkeit der Gnade<\/i>. Gott \u00fcberlie\u00df die G\u00f6tzendiener ihre b\u00f6sen Neigungen, und so sind sie in schlimme Laster versunken. Weil infolge der Erbs\u00fcnde Begierlichkeit und Neigung zum B\u00f6sen im Menschen sich regen, so kann der Mensch nur dann die Gebote halten und das Gute tun, wenn Gott ihm mit seiner Gnade beisteht. Da nun Gott die Heiden, welche sich von ihm abgewandt hatten, sich selbst und ihren b\u00f6sen Neigungen \u00fcberlie\u00df und ihnen nicht mit seiner Gnade zu Hilfe kam, so wurden sie von ihren entfesselten Leidenschaften zu den sch\u00e4ndlichsten Lastern hingerissen. Ist uns die wirkliche Gnade notwendig? (447.)<sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote11sym\" name=\"sdfootnote11anc\">11<\/a><\/sup><\/p>\n<p class=\"western\"><i>Stolz (Hoffart)<\/i> (*414)<sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote12sym\" name=\"sdfootnote12anc\">12<\/a><\/sup>. Auch aus dieser Geschichte erseht ihr, wie der Abfall von Gott mit dem Stolz (der Hoffart) seinen Anfang genommen hat. Zur Zeit des Turmbaues hatten sich die Nachkommen Noahs bereits aus einige Millionen vermehrt. Diese wollten Gott zum Trotz im Vertrauen auf ihre Kraft, ihre Zahl und ihre Einigkeit eine gro\u00dfe Stadt mit einem zum Himmel reichenden Turm bauen. Dieser sollte nicht ein herrlicher Tempel zur Ehre Gottes des Sch\u00f6pfers und Erhalters sein, sondern ein Denkmal menschlicher Macht und Gr\u00f6\u00dfe. Sie gaben Gott nicht mehr die Ehre, sie wollten es nicht mehr anerkennen, dass sie alles von Gott hatten und ohne ihn nichts vermochten, deshalb wollten sie wider Gottes Willen den himmelhohen Bau ausf\u00fchren und sich dadurch ber\u00fchmt machen und ein Einigungsmittel schaffen f\u00fcr alle Zeiten. Der Stolz (die Hoffart) hat sie also zum Trotz gegen Gott und zum Abfall von Gott verleitet.<\/p>\n<p class=\"western\"><i>An Gottes Segen ist alles gelegen.<\/i> Wie wahr dieser Spruch ist, zeigt uns die Geschichte des Turmbaues zu Babel. Wodurch vereitelte der Herr das \u00fcberm\u00fctige Unternehmen? &#8230; \u00bbWenn der Herr das Haus nicht baut, so arbeiten die Bauleute umsonst \u00ab (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Psalm126%2C1\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ps 126, 1<\/a>).<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Notwendigkeit der \u00fcbernat\u00fcrlichen Offenbarung.<\/i> Die Mehrzahl der Menschen fiel gegen Ende des 3. Jahrtausends vor Christus in Abg\u00f6tterei; doch gab es immer noch einzelne Gerechte, welche mit ihren Familien den Glauben an den wahren Gott und seine Offenbarung bewahrten, z. B. Abraham, Melchisedek, Hiob u. a. Aber auch in diesen Familien w\u00e4re nach und nach der wahre Glaube verloren gegangen, wenn Gott sich nicht aufs neue geoffenbart h\u00e4tte, wie ihr in den folgenden Geschichten erfahren werdet. Die \u00fcbernat\u00fcrliche Offenbarung war notwendig, sonst w\u00e4re den Menschen auch die nat\u00fcrliche Erkenntnis Gottes ganz abhanden gekommen.<\/p>\n<p class=\"kleingedruckt-western\"><i>Die Strafe der Trennung war zugleich eine Wohltat <\/i>f\u00fcr die Menschen. Wenn diese n\u00e4mlich noch l\u00e4nger auf engem Raum beisammen geblieben w\u00e4ren, so w\u00fcrden sie ganz sicher einander durch Streit und Krieg aufgerieben haben. Vgl. den Streit zwischen den Hirten Abrahams und Lots (Nr. 12 des A. T.).<\/p>\n<p class=\"kleingedruckt-western\"><i>Ursachen der Gottlosigkeit. <\/i>Wie kam es denn, dass vern\u00fcnftige Menschen so tief sinken und der Torheit des G\u00f6tzendienstes sich hingeben konnten? Hat sich denn Gott ihnen nicht zu erkennen gegeben? Die Antwort auf diese Frage findet ihr sicher, wenn ihr an jene Frage des Katechismus euch erinnert: Wie hat sich Gott den Menschen zu erkennen gegeben? (53.)<sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote13sym\" name=\"sdfootnote13anc\">13<\/a><\/sup> \u2026 Die Offenbarung durch die sichtbare Welt und durch die Stimme des Gewissens ist, wie ihr wisst, die nat\u00fcrliche Offenbarung; die Offenbarung durch die Patriarchen und Propheten etc. ist die \u00fcbernat\u00fcrliche Offenbarung. Auch die Menschen zur Zeit des Turmbaues hatten eine \u00fcbernat\u00fcrliche Offenbarung, denn Noah hatte seinen Nachkommen die Offenbarungen Gottes von Adam an getreu \u00fcberliefert. Aber dadurch, dass die Menschen immer mehr ihren b\u00f6sen Neigungen folgten, wurde ihr Glaube schwach; sie glaubten wohl noch, aber ihr Glaube war nicht lebendig, sie lebten, als ob kein Herr und Gott \u00fcber ihnen w\u00e4re, und verloren zuletzt ganz den (\u00fcbernat\u00fcrlichen) Glauben. H\u00e4tten sie denn Gott nicht durch ihre Vernunft ans der nat\u00fcrlichen Offenbarung erkennen k\u00f6nnen? Doch; denn \u00bbdas Unsichtbare an ihm (Gott) wird seit Erschaffung der Welt durch die Werke geistig erschaut, n\u00e4mlich seine ewige Macht und G\u00f6ttlichkeit, so dass sie (die Heiden) keine Entschuldigung haben\u00ab (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/R%C3%B6mer1%2C20\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">R\u00f6m 1,20<\/a>). Aber sie verloren auch die nat\u00fcrliche Gotteserkenntnis, weil ihr Herz und ihr Wille verdorben war, so dass sie den wahren, heiligen und gerechten Gott nicht mehr erkennen wollten. Nachdem ihr Herz sich von Gott abgewandt hatte, wurde ihre Vernunft durch die b\u00f6sen Leidenschaften immer mehr verblendet (blind gemacht), so dass sie in die schlimmste Unwissenheit (in Religionssachen) und in die Torheit (Dummheit) des G\u00f6tzendienstes gerieten und sich unter die Tiere erniedrigten, indem sie diesen g\u00f6ttliche Ehre erwiesen. Unterlassung der Gebete, Hochmut und Lasterhaftigkeit f\u00fchren auch jetzt noch manche Menschen zum Unglauben und zur Gottlosigkeit. Viele Christen, die noch Religion zu haben behaupten, haben sich von dem heiligen und lebendigen Gott der Offenbarung losgesagt und ,,schaffen sich Gott nach ihrem Ebenbild\u00ab \u2013 einen G\u00f6tzen ein Erzeugnis der Phantasie, ein Nichts.<\/p>\n<p class=\"kleingedruckt-western\">Es gibt auch ein <i>modernes Heidentum<\/i>. Die Natur ist ein Spiegel der Gottheit. Aus ihrer Gr\u00f6\u00dfe und Sch\u00f6nheit, ihren Gesetzen und ihren Gaben sollen wir die unermessliche Gr\u00f6\u00dfe und Macht, die unbeschreibliche Sch\u00f6nheit, die unerforschliche Weisheit und die unergr\u00fcndliche G\u00fcte unseres Gottes erkennen und deshalb Gott in dankbarer Liebe anbeten. Wenn aber manche \u00bbChristen\u00ab die Natur anstatt Gottes verehren, an Sonn- und Feiertagen den gebotenen Gottesdienst vers\u00e4umen, um Ausfl\u00fcge zu machen und Naturschw\u00e4rmerei zu treiben, so ist das eine neue Art des Heidentums, ein Abfall vom lebendigen Gott und f\u00fchrt zur vollst\u00e4ndigen Religionslosigkeit. \u00bbDie Piet\u00e4t gegen das Universum\u00ab, die nach Fr. David Strau\u00df noch allein den Ungl\u00e4ubigen bleibt, ist keine Piet\u00e4t und keine Religion, sondern nur ein Deckblatt der Irreligiosit\u00e4t, der vollendeten Gottlosigkeit.<\/p>\n<p class=\"kleingedruckt-western\"><i>Wiedervereinigung der Menschheit durch die Kirche. <\/i>Im Gebet zum Heiligen Geist sprecht ihr: \u00bbKomm, Heiliger Geist&#8230;, der du die V\u00f6lker aller Zungen in der Einheit des Glaubens versammelt hast\u00ab (Kat. S. x). Wo sind die V\u00f6lker aller Sprachen in Einheit des Glaubens versammelt ? In der katholischen Kirche, denn alle katholischen Christen der ganzen Erde haben denselben Glauben, dieselbe Hoffnung und dieselbe Liebe. Diese innere Einigkeit der Gesinnung ist ausgedr\u00fcckt durch die eine (lateinische) Kirchensprache. <i>In der katholischen Kirche<\/i>, die vom Heiligen Geiste geleitet wird, v<i>ollzieht sich also das Gegenteil von <\/i><i>dem<\/i><i>, was bei der bab<\/i><i>y<\/i><i>lonischen Verwirrung geschehen ist<\/i>. Bei dieser sind die Menschen nach Religionen, Sprachen und Rassen geschieden und zerstreut worden; in der Kirche werden die Menschen aller L\u00e4nder und Zungen durch den Heiligen Geist, welchen Christus am Pfingstfest gesandt hat, in Einheit des Glaubens und der gottesdienstlichen Sprache versammelt. Wann hat diese Sammlung der V\u00f6lker ihren Anfang genommen? Bei der Herabkunft des Heiligen Geistes am Pfingstfest (s. Nr 93 des N. T.). Da waren Menschen aus allerlei V\u00f6lkern beisammen, die verschiedene Sprachen redeten, und doch verstanden sie alle die Sprache (Predigt) der Apostel, und 3000 von ihnen nahmen den christlichen Glauben an. Da wurde auch eine Stadt gebaut, welche auf Erden steht und bis zum Himmel reicht, in welcher alle dieselbe Sprache, d. h. denselben Glauben und dieselbe Wahrheit etc. haben, an welcher Gott sein gr\u00f6\u00dftes Wohlgefallen hat \u2013 was ist das f\u00fcr eine Stadt? (Die Kirche.) Ist die r\u00f6misch-katholische Kirche einig &#8230; katholisch? (*190<sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote14sym\" name=\"sdfootnote14anc\">14<\/a><\/sup> und *192.<sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote15sym\" name=\"sdfootnote15anc\">15<\/a><\/sup>) \u2013 Lied: Er kam herab vom h\u00f6chsten Thron etc. (Ps\u00e4lt. 192.)<\/p>\n<h4 class=\"western\">Anwendung<\/h4>\n<p class=\"western\">Es gibt jetzt noch ca. 800 Millionen Heiden auf Erden, welche Gott und seinen eingeborenen Sohn Jesus Christus nicht kennen. Gebet f\u00fcr die Belehrung der Heiden. Missionsvereine, besonders das Werk der heiligen Kindheit und der Franziskus Xaveriusverein.<\/p>\n<p class=\"western\">Auch unsere Vorfahren waren Heiden und sind erst durch die Glaubensboten (Bonifatius etc.), welche die r\u00f6mische Kirche zu ihnen schickte, zum christlichen Glauben bekehrt worden. Danke Gott f\u00fcr den heiligen Glauben und bekenne ihn durch Wort und Tat. Bete inst\u00e4ndig zum Heiligen Geist, er m\u00f6ge dir und den Deinigen das Licht des Glaubens erhalten! \u2013 Bonifatiusverein.<\/p>\n<p>Fortsetzung folgt.<\/p>\n<div id=\"sdfootnote1\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote1anc\" name=\"sdfootnote1sym\">1<\/a>N\u00e4mlich in die Ebene zwischen Euphrat und Tigris (s. Die erste Karte!).<\/div>\n<div id=\"sdfootnote2\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote2anc\" name=\"sdfootnote2sym\">2<\/a>\u201eErf\u00fcllt die Erde!\u201c (G. Nr. 8)<\/div>\n<div id=\"sdfootnote3\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote3anc\" name=\"sdfootnote3sym\">3<\/a>Sie wollten ein ungeteiltes Weltreich gr\u00fcnden, dessen Mittelpunkt und Feste die Stadt mit dem hohen Turme sein sollte.<\/div>\n<div id=\"sdfootnote4\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote4anc\" name=\"sdfootnote4sym\">4<\/a>d. h. Gott lie\u00df verschiedene Sprachen unter ihnen entstehen. Bisher hatten die Menschen nur <i>eine<\/i> Sprache, weil alle von Adam und Eva (bzw. von Noah) abstammten, dieselbe Gesinnung und denselben Glauben (an den lebendigen Gott) hatten. Diese eine Sprache (die Ursprache) h\u00e4tte sich im Laufe der Zeit mit der Ausbreitung der Menschen, ihrer geistigen Spaltung, ihrem Abfall vom wahren Gott und ihrer Trennung in verschiedene V\u00f6lkerschaften von selbst in verschiedene Sprachen zerteilt, wie ja auch die k\u00f6rperliche und die geistige Entwicklung der Menschen in den verschiedenen Gegenden sich nach und nach verschiedenartig gestaltet hat. Aber zur Strafe f\u00fcr ihren \u00fcberm\u00fctigen Trotz und um sie nun zum Auseinandergehen zu n\u00f6tigen, lie\u00df Gott durch eine wunderbare Einwirkung jetzt schon, da sie noch ein Volk bildeten und am Turme bauten, verschiedene Sprachen unter Ihnen entstehen. so dass sie einander nicht mehr verstanden, den Bau aufgeben und sich trennen mussten<\/div>\n<div id=\"sdfootnote5\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote5anc\" name=\"sdfootnote5sym\">5<\/a>Oder (griechisch) Babylon (am Euphrat). Unter den Ruinen dieser einst so gro\u00dfen Stadt findet sich jetzt noch ein Turm mit gewaltigem Unterbau, welcher f\u00fcr einen \u00dcberrest des vor der Sprachverwirrung gebauten Turmes gehalten wird.<\/div>\n<div id=\"sdfootnote6\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote6anc\" name=\"sdfootnote6sym\">6<\/a>Warum wurde die Stadt so genannt ? (Weil bei ihrem Bau die Verschiedenheit oder die Verwirrung der Sprachen ihren Anfang genommen hat.)<\/div>\n<div id=\"sdfootnote7\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote7anc\" name=\"sdfootnote7sym\">7<\/a>d. h. die S\u00fcndhaftigkeit und Gottvergessenheit nahm schnell zu, so dass die Zahl der Lasterhaften immer gr\u00f6\u00dfer, die Zahl der Gerechten immer kleiner wurde. Warum hei\u00dft es: \u00bbwieder\u00ab? (Wie in der Zeit vor der S\u00fcndflut.)<\/div>\n<div id=\"sdfootnote8\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote8anc\" name=\"sdfootnote8sym\">8<\/a>Weil sich die Menschen ganz ihren b\u00f6sen Leidenschaften \u00fcberlie\u00dfen und durch ihre S\u00fcnden immer weiter von Gott entfernten, so erkannten sie nicht mehr den wahren, unsichtbaren Gott, sondern beteten Gesch\u00f6pfe (z. B. die Sonne, einzelne Menschen, Tiere) und sogar von Menschenh\u00e4nden gemachte Bilder an. Wie nennt man die Anbetung falscher G\u00f6tter? (Abg\u00f6tterei oder G\u00f6tzendienst.) Und wie nennt man die Menschen\u00ab welche falsche G\u00f6tter anbeten ? (G\u00f6tzendiener oder Heiden.)<\/div>\n<div id=\"sdfootnote9\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote9anc\" name=\"sdfootnote9sym\">9<\/a>Als in Kain die Leidenschaften des Neides und des Hasses zu herrschen anfingen, hat ihn da Gott ungewarnt diesen Leidenschaften \u00fcberlassen ? &#8230; Und als sich die Nachkommen Kains, die Kinder der Menschen, immer mehr von Gott abwandten, da hat Gott sie durch einen heiligen Mann (Henoch) zur Bu\u00dfe und Umkehr eingeladen. Und noch unmittelbar vor der Sintflut (S\u00fcndflut) hat Gott den gerechten Noah auftreten und das kommende Strafgericht verk\u00fcnden lassen. Damals also hat Gott die S\u00fcnder gewarnt, er hat sich ihnen auf au\u00dferordentliche Weise zu erkennen gegeben. Als aber die Menschen nach dem babylonischen Turmbau ganz von Gott abfielen, da hat der Herr sie nicht, wie zur Zeit der Sintflut (S\u00fcndflut), vertilgt, aber er hat sich ihnen auch nicht mehr auf au\u00dferordentliche Weise geoffenbart. er hat sie sich selbst und den b\u00f6sen Neigungen, die in ihnen herrschten, \u00fcberlassen. Weil sie Gott verlassen hatten, so hat Gott auch sie verlassen. Die Menschheit sollte erfahren, wohin sie komme ohne Gott, d. h. wenn sie von Gott abgefallen ist.<\/div>\n<div id=\"sdfootnote10\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote10anc\" name=\"sdfootnote10sym\">10<\/a>Kat.-Nr. *278: Man s\u00fcndigt <i>noch ferner gegen die schuldige Gottesverehrung<\/i> 1) durch Vernachl\u00e4ssigung der schuldigen Gebete; 2) durch Abg\u00f6tterei; 3) durch Aberglauben; 4) durch Gottesraub; 5) durch Simonie oder geistlichen Wucher.<br \/>\nMan s\u00fcndigt durch <i>Abg\u00f6tterei<\/i>, wenn man einem Gesch\u00f6pf g\u00f6ttliche Ehre erweist, wie die Heiden taten. &#8211; Man s\u00fcndigt durch <i>Simonie<\/i> oder geistlichen Wucher, wenn man geistliche Dinge kauft oder verkauft, wie Simon der Zauberer es tun wollte.<\/div>\n<div id=\"sdfootnote11\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote11anc\" name=\"sdfootnote11sym\">11<\/a>Kat.-Nr. 447: Die wirklich Gnade ist uns so notwendig, dass wir ohne sie nicht das geringste zu unserem Heil anfangen, fortsetzen und vollenden k\u00f6nnen.<br \/>\n\u201eGott ist es, der in euch sowohl das Wollen als das Vollbringen bewirkt.\u201c (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Philipper2%2C13\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Phil. 2,13<\/a>)<\/div>\n<div id=\"sdfootnote12\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote12anc\" name=\"sdfootnote12sym\">12<\/a>Kat.-Nr. *414: Man s\u00fcndigt durch <i>Stolz (Hoffart)<\/i>, wenn man sich selbst \u00fcbersch\u00e4tzt, Gott die schuldige Ehre nicht gibt und den N\u00e4chsten verachtet.<br \/>\n\u201eDer Stolz (die Hoffart) ist vor Gott und den Menschen verhasst&#8230;Sie ist der Anfang aller S\u00fcnde.\u201c (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Jesus%20Sirach10%2C7.15\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Sir. 10,7.15<\/a>.)<br \/>\nLuzifer, Nebukadnezar, der Pharis\u00e4er im Tempel<\/div>\n<div id=\"sdfootnote13\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote13anc\" name=\"sdfootnote13sym\">13<\/a>Kat.-Nr. 53: Gott hat sich den Menschen auf verschiedene Weise zu <i>erkennen<\/i> gegeben, n\u00e4mlich 1) durch die <i>sichtbare<\/i> Welt; 2) durch die <i>Stimme des Gewissens<\/i>; 3) vorz\u00fcglich durch die <i>\u00fcbernat\u00fcrliche Offenbarung<\/i><br \/>\n1) \u201eDie Himmel erz\u00e4hlen die Herrlichkeit Gottes, und das Firmament verk\u00fcndet die Werke seiner H\u00e4nde.\u201c (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Psalm18%2C2\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ps. 18,2<\/a>)<br \/>\n2) \u201eDie Heiden zeigen, dass das Werk des Gesetzes in ihre Herzen geschrieben ist, indem ihr Gewissen ihnen davon Zeugnis gibt.\u201c (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/R%C3%B6mer2%2C15\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">R\u00f6m. 2,15<\/a>)<br \/>\n3) \u201eNiemand hat Gott je gesehen: der eingeborene Sohn, der im Scho\u00df des vaters ist, er hat es uns erz\u00e4hlt.\u201c (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Johannes1%2C18\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Joh. 1,18<\/a>)<br \/>\n<i>Nutzanwendung.<\/i> \u201eAlle Tage deines Lebens habe Gott in deinem Herzen, und h\u00fcte dich, je in eine S\u00fcnde zu willigen.\u201c (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Hiob4%2C6\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hiob 4,6<\/a>)<\/div>\n<div id=\"sdfootnote14\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote14anc\" name=\"sdfootnote14sym\">14<\/a>Kat.-Nr. *190: Die r\u00f6misch-katholische Kirche ist <i>einig<\/i>, weil sie allzeit und \u00fcberall<br \/>\n1) denselben Glauben,<br \/>\n2) dasselbe Opfer und dieselben Sakramente<br \/>\n3) ein gemeinsames Oberhaupt hat<\/div>\n<div id=\"sdfootnote15\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote15anc\" name=\"sdfootnote15sym\">15<\/a>Kat.-Nr. *192: Die r\u00f6mische Kirche ist <i>katholisch<\/i>, d.h. allgemein<br \/>\n1) weil sie von Christus durch alle Zeiten fortbestanden hat;<br \/>\n2) weil sie sich \u00fcber alle Erdteile ausgebreitet hat;<br \/>\n3) weil sie sich noch immer weiter ausbreitet.<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach Teil 10 (Die S\u00f6hne Noahs) folgt hier der Teil 11 aus dem \u201cPraktischen Kommentar zur Biblischen Geschichte\u201d (1913) von Dr. Friedrich Justus Knecht:<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[],"class_list":["post-5176","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p4Sdv6-1lu","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5176","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5176"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5176\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8508,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5176\/revisions\/8508"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5176"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5176"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5176"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}