{"id":716,"date":"2009-01-25T23:06:50","date_gmt":"2009-01-25T21:06:50","guid":{"rendered":"http:\/\/sschweizer.wordpress.com\/?p=716"},"modified":"2020-05-09T00:03:10","modified_gmt":"2020-05-08T22:03:10","slug":"weichgespultes-evangelium","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=716","title":{"rendered":"&#8220;Weichgesp\u00fcltes&#8221; Evangelium?"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"&#8220;Weichgesp\u00fcltes&#8221; Evangelium?\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=716\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div><p>Ulrich Parzany machte auf der Generalprobe zu ProChrist 2009 folgende bemerkenswerte Aussagen (siehe <a title=\"ProChrist-Redner gegen \u201eweichgesp\u00fcltes Evangelium\u201c\" href=\"http:\/\/www.idea.de\/index.php?id=355&amp;tx_ttnews[tt_news]=72003&amp;tx_ttnews[backPid]=18&amp;cHash=0cefd1edbe\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">idea.de<\/a>):<\/p>\n<p><strong>Es gebe eine Tendenz unter Christen, das Evangelium so zu ver\u00e4ndern, dass es bei den Menschen besser ankommt.<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Die Menschen sind auf der Suche nach Gl\u00fcck \u2013 also bieten wir ihnen Gl\u00fcck an und sagen: Mit Jesus wird man gl\u00fccklich.<\/p><\/blockquote>\n<p>und<\/p>\n<blockquote><p>In China, Indien oder Nigeria werden Christen wegen ihres Glaubens verfolgt, gefoltert und get\u00f6tet.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Mit Jesus zu leben, hei\u00dfe keinesfalls, ein sorgenfreies Leben zu f\u00fchren. \u201eAber es bedeutet ewiges Leben\u201c.<\/strong><\/p>\n<p>Starker Tobak! Parzany spricht m.E. ein wichtiges Thema an. N\u00e4mlich das Problem eines &#8220;weichgesp\u00fclten&#8221; Evangeliums, das in immer mehr christlichen Gemeinden verk\u00fcndet und gepredigt wird (nicht nur in der evangelischen und katholischen Kirche, sondern auch in vielen Freikirchen). Dar\u00fcber mache ich mir ernsthaft Sorgen!<\/p>\n<p>Vorweg: ich bin eigentlich kein &#8220;Hardcore&#8221;-Christ, der anderen und sich selbst st\u00e4ndig Druck machen muss, damit das Leben als Christ nur nicht zu leicht ist. Andererseits bringt m.E. ein Evangelium nichts, das nur auf sch\u00f6nen Worten und verlockenden Versprechungen basiert. <strong>Eine Botschaft, die nicht wirklich von Jesus und seinen Aposteln stammt (bzw. falsch gedeutet weitergegeben wird) hat nicht die Kraft, die zum ewigen, d.h. wahren Leben f\u00fchrt.<\/strong><\/p>\n<p><!--more-->Heute hielt z.B. eine Frau im Gottesdienst eine Predigt \u00fcber die Geschichte von Jona (siehe <a title=\"www.bibleserver.com\" href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/go.php?lang=de&amp;bible=EU&amp;ref=jona1,1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Jona 1,1ff<\/a>). Eigentlich eine ziemlich heftige Geschichte:<\/p>\n<p>Gott beauftragt den Propheten Jona, eine Strafpredigt in der Stadt Ninive zu halten (und das nicht ohne Grund, denn die B\u00fcrger von Ninive hatten wirklich einiges auf dem &#8220;Kerbholz&#8221;). Jona weigerte sich jedoch und wollte per Schiff woanders hin fliehen. Daraufhin lie\u00df Gott einen heftigen Sturm \u00fcber das Schiff kommen, so dass es fast kenterte. Jona wusste offensichtlich warum und lie\u00df sich freiwillig von Bord werfen (!), damit das Schiff mit der Besatzung nicht untergeht. Jona w\u00e4re fast ertrunken, wenn Gott nicht einen gro\u00dfen Fisch (vielleicht ein Walfisch) gesandt h\u00e4tte, der Jona verschluckte. In gro\u00dfer Not betete Jona zu Gott, der schlie\u00dflich den Fisch dazu brachte, dass er Jona nach drei Tagen wieder ausspuckte. Gott beauftragte Jona daraufhin nochmals, die Strafpredigt in Ninive zu halten, was Jona diesmal auch tat. Das Gute zum Schluss: die Leute in Ninive nahmen sich die Strafpredigt zu Herzen, taten Bu\u00dfe und besserten sich. Gott lie\u00df Gnade walten und verschonte die Stadt Ninive vor dem angek\u00fcndigten Strafgericht (was \u00fcbrigens Jona gar nicht gefiel, da er eine Bestrafung besser gefunden h\u00e4tte. Aber das ist eine andere Geschichte&#8230;).<\/p>\n<p><strong>So, und was machte die &#8220;Predigerin&#8221; aus dieser Story?<\/strong><\/p>\n<p>Sie sah in den drei Tagen im Bauch des Fisches eine Art &#8220;Auszeit&#8221;, in der Jona wieder &#8220;zu sich selbst finden&#8221; konnte. Auch bei uns im Leben g\u00e4be es Dinge, die wir nicht gerne machen und vor denen wir uns am Liebsten dr\u00fccken w\u00fcrden. Auch wir br\u00e4uchten ab und zu mal eine &#8220;Auszeit&#8221;, um uns zu besinnen. Sie sprach zwar auch davon, dass es darum ginge Gott zu gehorchen, aber letztendlich blieb die Predigt ziemlich an der Oberfl\u00e4che.<\/p>\n<p><strong>Kein Wort davon, dass Jona eigentlich gesandt war, um die Leute von Ninive zur Umkehr zu bewegen und dass Gott eine Strafe f\u00fcr sie angek\u00fcndigt hatte. <\/strong>Kein Wort davon, dass Gott die Natur beherrscht und die Macht hat St\u00fcrme zu schicken, um uns aufzur\u00fctteln. Kein Wort davon, dass Jona riesige Angst im Bauch des Fisches gehabt haben musste. Schlie\u00dflich war er kurz davor, im Bauch des Fisches zu sterben. Da war es stockdunkel und Trinkwasser gab es sicherlich auch keins. Von einer &#8220;Auszeit&#8221; zur Selbstfindung kann man hier wohl kaum sprechen, oder?<\/p>\n<p>Die junge Frau, die die Predigt hielt hat es sicherlich gut gemeint. Man kann ihr pers\u00f6nlich kaum vorwerfen, dass ihre Predigt etwas &#8220;weichgesp\u00fclt&#8221; war. <strong>Denn wie h\u00e4tte sie es auch besser wissen k\u00f6nnen? <\/strong>Wo finden sich denn noch Prediger, die ein gutes Vorbild sind? Solche Predigten sind m.E. in den meisten heutigen christlichen Gemeinden leider Standard. In diesen Predigten fehlt die Kraft Gottes.<\/p>\n<p><strong>Es geht doch im christlichen Glauben nicht um Selbstfindung, sondern um &#8220;Gottfindung&#8221;.<\/strong> Erst, wenn wir Gott gefunden haben, dann haben wir das wahre Leben gefunden. Und nur, wenn wir nach Gottes Geboten leben, dann werden wir den Sinn und das Ziel des Lebens erreichen. Und erst dann k\u00f6nnen wir doch vom wahren Gl\u00fcck und echter &#8220;Selbstfindung&#8221; sprechen, oder etwa nicht?<\/p>\n<p><strong>Wo k\u00f6nnen die Menschen heute noch wirklich das &#8220;reine&#8221; Evangelium h\u00f6ren?<\/strong> Wo wird uns noch ehrlich gesagt, wer wir vor Gott wirklich sind und wie \u00fcberaus gl\u00fccklich wir sein d\u00fcrfen, dass Gott so ein guter und barmherziger Gott ist? In welchen Predigten treffen uns Gottes Worte noch ins Herz?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ulrich Parzany machte auf der Generalprobe zu ProChrist 2009 folgende bemerkenswerte Aussagen (siehe idea.de): Es gebe eine Tendenz unter Christen, das Evangelium so zu ver\u00e4ndern, dass es bei den Menschen besser ankommt. 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