{"id":925,"date":"2009-05-28T17:52:19","date_gmt":"2009-05-28T15:52:19","guid":{"rendered":"http:\/\/sschweizer.wordpress.com\/?p=925"},"modified":"2020-05-08T15:04:40","modified_gmt":"2020-05-08T13:04:40","slug":"ueber-die-kindertaufe-teil1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=925","title":{"rendered":"\u00dcber die Kindertaufe (Teil 1)"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"\u00dcber die Kindertaufe (Teil 1)\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=925\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div><p><a title=\"Philip's Blog\" href=\"http:\/\/frohebotschaft.wordpress.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Philip<\/a> hat mir vor einigen Tagen einen Link auf einen <a title=\"&quot;\u00dcber die Entstehung der Kindertaufe&quot; von Ernst G. Maier\" href=\"http:\/\/www.efg-hohenstaufenstr.de\/downloads\/bibel\/T02%20Die%20Entstehung%20der%20Kindertaufe.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Artikel von Ernst G. Maier \u00fcber &#8220;Die Entstehung der Kindertaufe&#8221;<\/a> zugesandt (der \u00fcbrigens der Teil 2 seiner <a title=\"4-teilige Serie \u00fcber die Taufe von Ernst G. Maier\" href=\"http:\/\/www.efg-hohenstaufenstr.de\/downloads\/bibel\/taufe03.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">4-teiligen Serie \u00fcber die Taufe<\/a> ist). Ich kannte den Artikel bereits aus der Zeit als ich genau dieses Thema intensiv studierte (siehe auch meinen Blogbeitrag &#8220;<a title=\"Warum ich mich mit dem katholischen Glauben besch\u00e4ftige (Teil 2)\" href=\"http:\/\/sschweizer.wordpress.com\/2008\/12\/26\/warum-ich-mich-mit-dem-katholischen-glauben-beschaftige-teil-2\/\">Warum ich mit dem katholischen Glauben besch\u00e4ftige (Teil 2)&#8221;<\/a>).<\/p>\n<p>Der besagte Artikel gibt einen ziemlich umfassenden \u00dcberblick \u00fcber Entstehung und Bedeutung der Kindertaufe (bzw. S\u00e4uglingstaufe). Er enth\u00e4lt eine Menge wichtiger und richtiger Informationen. Meines Erachtens werden aber auch eine ganze Reihe von Lehren der Bibel bzw. Ereignisse der Kirchengeschichte falsch oder zumindest sehr missverst\u00e4ndlich dargestellt. So kann ich die Schl\u00fcsse, die der Autor aus seinen Betrachtungen zieht nicht best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Nachdem das Thema &#8220;Kindertaufe&#8221; eines der gro\u00dfen kirchenspaltenden Themen der Christenheit ist, m\u00f6chte ich im Folgenden im Detail auf den genannten Artikel eingehen.<\/p>\n<p>Ich habe dabei die Hoffnung, dass meine Anmerkungen einige weit verbreitete Missverst\u00e4ndnisse zum Thema &#8220;Kindertaufe&#8221; aus dem Weg r\u00e4umen k\u00f6nnen oder doch zumindest einen Einstieg in eine sachliche Diskussion diesem Thema schaffen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Im Folgenden werde jeweils eine Stelle aus dem besagten Artikel zitieren und diese dann kommentieren.<\/p>\n<p>Zu:<\/p>\n<blockquote><p><strong>1\u00a0 Das Neue Testament kennt keine Kindertaufe<\/strong><\/p>\n<p>Zur Zeit des Neuen Testamentes wurden nur Gl\u00e4ubige getauft, die bezeugten, da\u00df sie an Jesus Christus gl\u00e4ubig geworden sind.<sup>1<\/sup> Vgl. <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Apostelgeschichte2%2C41\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Apg. 2,41<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/text\/SLT\/Apostelgeschichte8%2C12-16\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">8,12-16<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/text\/SLT\/Apostelgeschichte8%2C26-39\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">8,26-39<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/text\/SLT\/Apostelgeschichte9%2C18\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">9,18<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/text\/SLT\/Apostelgeschichte10%2C44-48\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">10,44-48<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/text\/SLT\/Apostelgeschichte11%2C16-17\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">11,16-17<\/a>; <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/text\/SLT\/Apostelgeschichte16%2C14-15\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">16,14-15<\/a>; <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/text\/EU\/Apostelgeschichte16%2C33-34\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">16,33-34<\/a>; <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/text\/EU\/Apostelgeschichte18%2C8\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">18,8<\/a>.<\/p>\n<p>1.\u00a0 Die Taufe war eine \u201eBekenntnistaufe,\u201c die dem Gl\u00e4ubigwerden unmittelbar folgte.<\/p><\/blockquote>\n<p>Bereits die Kapitel\u00fcberschrift (&#8220;Das Neue Testament kennt keine Kindertaufe&#8221;) ist aus meiner Sicht eine zumindest sehr missverst\u00e4ndliche Aussage. Denn man bekommt gleich zu Anfang den Eindruck als w\u00e4re die Kindertaufe unbiblisch, da sie im Neuen Testament nicht <em>explizit<\/em> erw\u00e4hnt wird.<\/p>\n<p>Es ist zwar richtig, dass im Neuen Testament <em>explizit<\/em> nur von Erwachsenentaufen berichtet wird (was im \u00dcbrigen auch nicht so verwunderlich ist, da die ersten Christen nat\u00fcrlich als Erwachsene bekehrt wurden), jedoch gibt es durchaus auch Anspielungen auf &#8211; zumindest m\u00f6gliche &#8211; Kinder- und S\u00e4uglingstaufen.<\/p>\n<p>So hei\u00dft es z.B.:<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;Jesus antwortete: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; was aber aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr m\u00fcsst von neuem geboren werden.&#8221; (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Johannes3%2C5-7\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Joh 3,5-7<\/a>\/E\u00dc)<\/p>\n<p>&#8220;Doch Jesus sagte: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen geh\u00f6rt das Himmelreich.&#8221; (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Matth%C3%A4us19%2C14\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Mt 19,14<\/a>\/E\u00dc)<\/p>\n<p>&#8220;Petrus antwortete ihnen: Kehrt um und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner S\u00fcnden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Denn euch und euren Kindern gilt die Verhei\u00dfung und all denen in der Ferne, die der Herr, unser Gott, herbeirufen wird.&#8221; (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Apostelgeschichte2%2C38-39\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Apg 2,38-39<\/a>\/E\u00dc)<\/p>\n<p>&#8220;Er f\u00fchrte sie hinaus und sagte: Ihr Herren, was muss ich tun, um gerettet zu werden? Sie antworteten: Glaube an Jesus, den Herrn und du wirst gerettet werden, du und dein Haus. Und sie verk\u00fcndeten ihm und allen in seinem Haus das Wort Gottes. Er nahm sie in jener Nachtstunde bei sich auf, wusch ihre Striemen und lie\u00df sich sogleich mit allen seinen Angeh\u00f6rigen taufen.&#8221; (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Apostelgeschichte16%2C30-33\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Apg 16,30-33<\/a>\/E\u00dc)<\/p><\/blockquote>\n<p>Damit wird also praktisch gesagt, dass ein (bzw. <em>jeder<\/em>) Mensch aus &#8220;Wasser und Geist&#8221; (damit ist die christliche Taufe gemeint) neu geboren werden muss, um in das Reich Gottes (bzw. das Himmelreich) gelangen zu k\u00f6nnen (d.h. gerettet zu werden). Das schlie\u00dft Kinder und S\u00e4uglinge erstmal nicht aus. Genauso wenig schlie\u00dft Jesus die Kinder aus, wenn er sagt, dass ihnen das &#8220;Himmelreich&#8221; geh\u00f6re. Und ins Himmelreich gelangt man eben nur durch die Taufe (siehe <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Johannes3%2C5-36\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Joh 3,5ff)<\/a>. Das Gleiche predigt Petrus zu Pfingsten (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Apostelgeschichte2%2C38-39\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Apg 2,38f)<\/a>. Und in <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Apostelgeschichte16%2C30-40\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Apg 16,30ff w<\/a>ird eine ganze Familie getauft (was Kinder und Kleinkinder zumindest nicht ausschlie\u00dft).<\/p>\n<p>Damit w\u00e4re dann auch der Aussage von Ernst Maier widersprochen, dass die christliche Taufe lediglich eine &#8220;Bekenntnistaufe&#8221; sei, also lediglich ein Bekenntnis darstelle und keine wirkliche Wiedergeburt.<\/p>\n<p>Zu:<\/p>\n<blockquote><p><strong><em>2.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Taufe im zweiten Jahrhundert<\/em><\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Die <span style=\"text-decoration:underline\">Didache<\/span><sup>2<\/sup> ist vermutlich um die Jahrhundertwende entstanden. Die Taufe wird in Kapitel 7 behandelt. Kapitel 1 bis 6 beschreiben den vorausgehenden Taufunterricht. In Kapitel 7, Abschnitt 4 wird vorgeschrieben, da\u00df der T\u00e4ufer und die T\u00e4uflinge vor der Taufe fasten sollen. Der Taufe folgt dann die Feier des Mahls des Herrn. Diese Bestimmungen zeigen, da\u00df keine S\u00e4uglinge oder Kinder getauft wurden.<\/li>\n<\/ol>\n<\/blockquote>\n<p>Der letzte Satz (&#8220;Diese Bestimmungen zeigen, da\u00df keine S\u00e4uglinge oder Kinder getauft wurden&#8221;) ist m.E. zumindest missverst\u00e4ndlich. Pr\u00e4ziser m\u00fcsste man sagen, dass sich die Bestimmungen eben nur auf Erwachsene bezogen. Dass es zu damaliger Zeit keine S\u00e4uglingstaufen gab, kann man daraus nicht zwingend schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Zu:<\/p>\n<blockquote><p>2. Der <span style=\"text-decoration:underline\">Hirte des Hermas<\/span><sup>3<\/sup> wurde w\u00e4hrend der ersten H\u00e4lfte des zweiten Jahrhunderts geschrieben. Er fordert eine Bew\u00e4hrungszeit, die der Taufe vorausgeht. Diese Bew\u00e4hrungszeit, und die Tatsache, da\u00df die Taufe von \u201evor der Taufe begangenen S\u00fcnden reinigt\u201c, zeigt, da\u00df auch hier von keiner S\u00e4uglings- oder Kindertaufe die Rede ist.<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch hier wird der Eindruck erweckt als dass es damals \u00fcberhaupt keine Kinder- oder S\u00e4uglingstaufen gegeben haben kann. Richtig ist lediglich, dass der Hirte des Hermas&#8221; von keinen Kindertaufen (sondern offensichtlich von Erwachsenentaufen) sprach. Das kann nat\u00fcrlich ein Indiz gegen die Praktizierung der Kindertaufe zur damaligen Zeit sein, mehr aber auch nicht (auf jeden Fall kein eindeutiger Beweis).<\/p>\n<p>Zu:<\/p>\n<blockquote><p>3. Der <span style=\"text-decoration:underline\">Barnabasbrief<\/span><sup>4<\/sup> bezeugt, da\u00df die Christen \u201evoll von S\u00fcnden und Schmutz\u201c ins Taufwasser steigen. Auch das spricht gegen die S\u00e4uglings- und Kindertaufe.<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch hier gilt das oben Gesagte, dass eine Schrift, die vermutlich nur das Thema &#8220;Erwachsenentaufe&#8221; behandelt nicht automatisch beweist, dass es \u00fcberhaupt keine S\u00e4uglingstaufen gab oder diese ggf. sogar falsch bzw. ung\u00fcltig w\u00e4ren. Jedoch kann man diese Schrift wie gesagt als <em>Indiz<\/em> gegen die Praxis der Kindertaufe werten.<\/p>\n<p>Zu:<\/p>\n<blockquote>\n<ol>\n<li><span style=\"text-decoration:underline\">Justinus der M<\/span><span style=\"text-decoration:underline\">\u00e4<\/span><span style=\"text-decoration:underline\">rtyrer<\/span> wurde ums Jahr 100 geboren und wurde im Jahre 165 oder 166 unter Kaiser Marcus Aurelius hingerichtet. Justinus beschrieb in seiner ersten <span style=\"text-decoration:underline\">Apologie<\/span>, Kapitel 61, die Taufe.<sup>5<\/sup><\/li>\n<\/ol>\n<p>a. Getauft wird nur, wer von der Wahrheit der christlichen Lehre \u00fcberzeugt ist,<br \/>\nund wer verspricht, ein Leben im Gehorsam zu leben.<\/p>\n<p>b. Die T\u00e4uflinge werden angeleitet, zu beten und zu fasten, damit sie von Gott<br \/>\nVergebung erflehen.<\/p>\n<p>c. Die T\u00e4uflinge werden dann an einen Ort gef\u00fchrt, wo Wasser zum Taufen ist.<br \/>\nDort werden sie \u201ewiedergeboren\u201c. Er zitiert <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Johannes3%2C3\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Johannes 3,3<\/a>.<\/p>\n<p>d. Er bezeichnet die Taufe auch als ein \u201eBad\u201c in dem S\u00fcnden abgewaschen<br \/>\nwerden\u201c. Dazu zitiert er <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Jesaja1%2C16-20\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Jesaja 1,16-20<\/a>.<\/p>\n<p>e. Er nennt die Taufe auch das \u201eBad der Erleuchtung\u201c.<\/p><\/blockquote>\n<p>Hier liegt wieder der gleiche Sachverhalt wie oben vor. Ich will an dieser Stelle nur noch anmerken, dass Justinus offensichtlich erkl\u00e4ren wollte, wie man Erwachsene tauft (die Schrift richtet sich ja auch an Erwachsene). Kinder waren ja damals (wie auch heute) unter der Vormundschaft der Eltern, so dass sie in solchen Angelegenheiten sowieso nicht einfach selbst entscheiden konnten (was in vielen Dingen auch Sinn macht, da sie entwicklungsm\u00e4\u00dfig noch gar nicht f\u00e4hig w\u00e4ren in Glaubensfragen mit zu entscheiden; und manche Entscheidung &#8211; vor allem wenn es um &#8220;Leben und Tod&#8221; geht &#8211; kann man eben nicht aufschieben).<\/p>\n<p>Zu:<\/p>\n<blockquote><p>5. Auch die <span style=\"text-decoration:underline\">Apologie des Aristides<\/span> stammt aus dem zweiten Jahrhundert. Hier wird von den Kindern christlicher Eltern geredet: \u201eDie Knechte aber und M\u00e4gde oder die Kinder, wenn einzelne von ihnen (welche) haben, unterweisen sie, da\u00df sie Christen werden, wegen der Liebe, die sie zu ihnen haben. Und wenn sie es geworden sind, nennen sie sie Br\u00fcder ohne Unterschied\u201c.<sup>6<\/sup> Kinder christlicher Eltern gelten also noch<br \/>\nnicht als Christen, sondern werden unterwiesen, damit sie \u201eChristen werden\u201c.<\/p><\/blockquote>\n<p>Nat\u00fcrlich gelten Kinder von Christen nicht als Christen, <em>wenn<\/em> sie noch nicht getauft wurden. Die Apologie des Aristide beweist &#8220;lediglich&#8221;, dass damals nicht alle Kinder <em>gleich<\/em> getauft wurden (wie \u00fcbrigens auch nicht nicht alle Erwachsene!). In den ersten Jahrhunderten gab es tats\u00e4chlich keine einheitliche\u00a0 Taufpraxis von Kindern und S\u00e4uglingen. Die theologische Grundlage wurde (m.W.) erst im im 5.Jh ( <a title=\"Konzil von Karthago\" href=\"http:\/\/www.romancatholicism.org\/jansenism\/augustine-approvals.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Papst Zosimus auf dem Konzil von Karthago, 418 n.Chr.<\/a> bzw. <a title=\"Reformation Today - Infant Baptism in the Early Church\" href=\"http:\/\/reformationtoday.tripod.com\/chemnitz\/id43.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Council of Mileum II, Can 3, 416 n.Chr.<\/a>) verbindlich festgelegt.<\/p>\n<p>Zu:<\/p>\n<blockquote><p><strong><em>2.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Taufe im dritten Jahrhundert<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>1. Die \u201e<span style=\"text-decoration:underline\">Kirchenordnung Hippolyts<\/span>\u201c <\/strong>(Kapitel 40,42 bis 46,8) wurde zwischen 200 und 230 nach Christus geschrieben. Darin wird das Taufritual beschrieben, wie es damals praktiziert wurde.<sup>7<\/sup> Beim Lesen der folgenden stichpunktartigen Zusammenfassung wird deutlich, wie stark die neutestamentliche Taufe \u201eangereichert\u201c wurde, und wie sie sich in einen Mysterienkult verwandelt hat.<\/p><\/blockquote>\n<p>Hier wird behauptet, dass die &#8220;neutestamentliche Taufe \u201eangereichert\u201c wurde&#8221; und dass &#8220;sie sich in einen Mysterienkult verwandelt hat.&#8221; Das ist m.E. lediglich eine Meinung des Autors, die er nicht weiter belegt (und m.E. auch nicht belegen kann). Eine solche Argumentationsweise ist f\u00fcr mich unsachlich und unterstellt den fr\u00fchen Christen in unfairer Weise ein Abirren von der g\u00f6ttlichen Wahrheit.<\/p>\n<p>Zu:<\/p>\n<blockquote><p><strong>2. <span style=\"text-decoration:underline\">Tertullian<\/span> <\/strong>(ca. 150 bis 223 n. Chr.) berichtete zum erstenmal ums Jahr 197 n. Chr. von der Kindertaufe.<sup>8<\/sup><\/p>\n<p>Er f\u00fchrte einen heftigen Kampf gegen die in Nordafrika aufkommende Kin\u00addertaufe (De baptismo).<sup>9<\/sup> Dies zeigt, da\u00df zu seiner Zeit die Kindertaufe noch nicht allgemeine Praxis geworden ist.<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese <em>Interpretation<\/em> der Schrift Tertullians ist m.E. tendenzi\u00f6s (gegen die S\u00e4uglingstaufe). Denn das sagt Tertullians Schrift n\u00e4mlich <em>nicht<\/em> (siehe <a title=\"&quot;\u00dcber die Taufe&quot;, Kap. 18, Tertullian (BKV)\" href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/bkv\/kapitel89-17.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">&#8220;\u00dcber die Taufe&#8221;, Kap. 18<\/a>).<\/p>\n<p>Es ist richtig, dass &#8220;zu seiner Zeit die Kindertaufe noch nicht allgemeine Praxis geworden ist&#8221; (was auch niemand bestreitet), falsch ist hingegen, dass Tertullian einen &#8220;heftigen Kampf gegen die in Nordafrika aufkommende Kin\u00addertaufe f\u00fchrt&#8221;.<\/p>\n<p>Er bef\u00fcrwortet lediglich einen <em>Aufschub<\/em> der Taufe bis die Kinder den Vorsatz nicht mehr zu s\u00fcndigen selbst und bewusst treffen k\u00f6nnen (Tertullian bef\u00fcrchtete n\u00e4mlich in dieser Sache eine gef\u00e4hrliche Leichtfertigkeit), erkl\u00e4rt die S\u00e4uglingstaufe aber nicht generell f\u00fcr ung\u00fcltig.<\/p>\n<p>Zu:<\/p>\n<blockquote><p>b. Tertullian hielt die Kindertaufe f\u00fcr unn\u00f6tig, da \u201eJesus ungetaufte S\u00e4uglinge gesegnet und ihnen das Reich Gottes zugesprochen hat (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Matth%C3%A4us19%2C14\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Mt. 19,14<\/a>).\u201c<sup>10<\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Hier wurde Tertullian offensichtlich gr\u00fcndlich missverstanden. Hier der genaue Wortlaut der besagten Stelle (siehe <a title=\"&quot;\u00dcber die Taufe&quot;, Kap. 18, Tertullian (BKV)\" href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/bkv\/kapitel89-17.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">&#8220;\u00dcber die Taufe&#8221;, Kap. 18<\/a>)):<\/p>\n<blockquote><p>Sie sollen demnach auch kommen, wenn sie herangewachsen sind; sie sollen kommen, wenn sie gelernt haben, wenn sie dar\u00fcber belehrt sind, wohin sie gehen sollen: sie m\u00f6gen Christen werden, sobald sie imstande sind, Christum zu kennen. Aus welchem Grunde hat das Alter der Unschuld es so eilig mit der Nachlassung der S\u00fcnden?<\/p><\/blockquote>\n<p>Tertullian spricht von der <em>pers\u00f6nlichen<\/em> Unschuld der Kinder. Eine Taufe ist aufgrund des S\u00fcndenfalls jedoch bei <em>jedem<\/em> Menschen erforderlich. Auch wenn ein Mensch noch nicht selbst ges\u00fcndigt hat (oder s\u00fcndigen kann aufgrund des geringen Alters oder auch geistigen Behinderungen o.\u00e4.) muss er nach dem Glauben der Alten Kirche von der &#8220;Erbs\u00fcnde&#8221; befreit werden. Denn mit Adam kam die S\u00fcnde (erstmalig) in die (menschliche) Welt und haftet seither jedem Menschen von Geburt an (vgl. <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/R%C3%B6mer5%2C12-14\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">R\u00f6m 5,12-14<\/a>).<\/p>\n<p>H\u00e4tte Tertullian dies nicht geglaubt, h\u00e4tte er sich seine ganze Argumentation f\u00fcr den Taufaufschub sparen k\u00f6nnen. Er h\u00e4tte dann einfach sagen k\u00f6nnen, dass man S\u00e4uglinge sowieso nicht taufen muss, da bei ihnen die Taufe nichts bewirken w\u00fcrde, da sie ja noch gar nicht &#8220;verloren&#8221; seien. Dies tat er jedoch nicht, sondern begr\u00fcndetet den Taufaufschub damit, dass man, wenn man sich <em>bewusst<\/em> taufen l\u00e4sst, auch st\u00e4rker die Verantwortung \u00fcbernimmt, danach nicht mehr zu s\u00fcndigen (was ja sicherlich richtig ist).<\/p>\n<p>Zu:<\/p>\n<blockquote><p>c. Aland schrieb: \u201eTertullian h\u00e4lt es also f\u00fcr richtig, Kinder erst zu taufen, wenn sie ein Alter erreicht haben, in dem ihnen ein eigentliches Verst\u00e4ndnis des Christentums, ein eigenes Bekenntnis zu Christus m\u00f6glich ist.\u201c<sup>11 <\/sup><\/p>\n<p>d. Tertullian empfiehlt das Alter der Pubert\u00e4t als das f\u00fcr die Taufe geeignete<br \/>\nAlter.<sup>12<\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Diesen Aussagen kann ich voll zustimmen.<\/p>\n<p>Zu:<\/p>\n<blockquote><p>e. Tertullian sagt: man kann auch mit guten Dingen voreilig umgehen.<sup>13<\/sup> Die Tatsache, da\u00df Tertullian die Kindertaufe so energisch bek\u00e4mpft, zeigt, da\u00df die Kindertaufe keine apostolische Tradition ist.<sup>14<\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Der erste Satz stimmt noch, der nachfolgende ist eine unbegr\u00fcndete Behauptung. Wie oben bereits erl\u00e4utert bek\u00e4mpfte Tertullian nicht generell die Kindertaufe, sondern pl\u00e4dierte f\u00fcr einen<em> Taufaufschub<\/em> bis die Kinder alt genug sind, eigene und feste Entscheidungen zu treffen. Selbst wenn Tertullian die Kindertaufe generell &#8220;energisch bek\u00e4mpft&#8221; h\u00e4tte, w\u00e4re das noch kein <em>Beweis daf\u00fcr<\/em>, dass die Kindertaufe keine &#8220;apostolische Tradition&#8221; w\u00e4re. Auch ein Tertullian k\u00f6nnte sich (als Einzelner) irren (was er sp\u00e4ter dann \u00fcbrigens in einer anderen Sache auch tat als er der montanistischen Sekte beitrat).<\/p>\n<p>Zu:<\/p>\n<blockquote><p>f.\u00a0 Zur Zeit Tertullians ist die Taufe heilsnotwendig geworden. \u201eOhne Taufe ist das Heil nicht erh\u00e4ltlich.\u201c<sup>15<\/sup><\/p>\n<p>15) Henry F. Brown, <span style=\"text-decoration:underline\">Baptism through the Centuries<\/span> (Mountain View, CA: Pacific Press Publishing Association, 1965), S.12.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dieser Aussage kann ich nur widersprechen (ohne die angegebene Quelle gelesen zu haben). Dass die Taufe heilsnotwendig ist, glaubten die Christen von Anfang an. Ich kenne zumindest keine einzige Quelle, die belegen w\u00fcrde, dass es mal eine Zeit vor Tertullian gab, in der die Christen (allgemein) <em>nicht<\/em> glaubten, dass die Taufe heilsnotwendig ist.<\/p>\n<p>Zu:<\/p>\n<blockquote><p>3. Ohne Beweise zu erbringen behauptete <strong><span style=\"text-decoration:underline\">Origenes<\/span> <\/strong>(ca. 185 bis 254), da\u00df die Kindertaufe apostolisch sei. Sondheimer h\u00e4lt dies f\u00fcr unm\u00f6glich, da noch im vierten Jahrhundert prominente Christen erst im fortgeschrittenen Alter getauft wurden.<sup>17<br \/>\n<\/sup>Auch f\u00fcr Origenes wird durch die Taufe die Erbs\u00fcnde aufgehoben.<\/p><\/blockquote>\n<p>Welche &#8220;Beweise&#8221; sollte denn Origenes daf\u00fcr erbringen, dass die Kindertaufe apostolisch sei? Besser m\u00fcsste man fragen, warum denn damals niemand Origenes widersprochen hatte, wenn es denn nicht so gewesen w\u00e4re&#8230;<\/p>\n<p>Es ist zwar richtig, dass &#8220;noch im vierten Jahrhundert prominente Christen erst im fortgeschrittenen Alter getauft wurden.&#8221; Das beweist aber lediglich, dass es damals noch keine Einheitlichkeit bzgl. der Taufpraxis gab. Das ist nicht sonderlich ungew\u00f6hnlich, da es auch in vielen anderen religi\u00f6sen Dingen noch keine Einheitlichkeit gab. Ich vermute mal, dass die Apostel nicht anordneten, dass Kinder <em>sofort<\/em> getauft werden m\u00fcssten, sondern dass sie lediglich <em>auch<\/em> (wie die Erwachsenen) getauft werden sollen (in welchem Alter auch immer). Wir wissen leider nichts Genaueres, da uns nicht alle Anordnungen der Apostel \u00fcberliefert wurden (zumindest nicht in schriftlicher Form).<\/p>\n<p>Zu:<\/p>\n<blockquote><p>4.\u00a0\u00a0 <strong><span style=\"text-decoration:underline\">Cyprian<\/span><\/strong>, Bischof von Karthago, forderte in einem Brief kurz nach 250, \u201eda\u00df die Taufe der S\u00e4uglinge am zweiten oder dritten Tage nach der Geburt geschehe.\u201c Die Forderung mit der Taufe bis zum 8. Tage zu warten wurde von den Bisch\u00f6fen verworfen.<sup>18<\/sup> Vermutlich wurde in der nordafrikanischen Kirche damals die Kindertaufe praktiziert. Dies gilt jedoch nicht f\u00fcr die gesamte Kirche, da es damals keine einheitliche Kirchenleitung gab.<sup>19<\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Immerhin wird hier zugegeben, dass es zumindest in manchen Regionen \u00fcblich war, auch S\u00e4uglinge zu taufen (und dies wurde sogar verbindlich gefordert). Falls die S\u00e4uglingstaufe in den anderen Regionen jedoch als falsch und ung\u00fcltig abgelehnt worden w\u00e4re, dann h\u00e4tte es sicherlich heftigen Protest gegeben.<\/p>\n<p>Wenn damals ein Bischof(!) in einer solchen grundlegenden und wichtigen Angelegenheit (bei der es um das Heil eines Kindes geht) geirrt h\u00e4tte, dann w\u00e4re dieser m.E. mit sehr gro\u00dfer Sicherheit abgesetzt worden (damals war man n\u00e4mlich noch nicht so &#8220;tolerant&#8221; wie heute).<\/p>\n<p>Zu:<\/p>\n<blockquote><p>5. In der Mitte des dritten Jahrhunderts entbrannte der Ketzertaufstreit. Im Gegensatz zur nordafrikanischen Kirche, wurden in Rom \u201eKetzer und Schismatiker, die auf die<br \/>\ntriadische Formel oder den Namen Jesu getauft waren, durch blo\u00dfe Handauflegung in die Kirche\u201c aufgenommen.<sup>20<\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Das ist richtig. Die r\u00f6mische Praxis setzte sich (wie bei vielen anderen Streitfragen) dann auch allgemein durch.<\/p>\n<p>Zu:<\/p>\n<blockquote><p><strong><em>2.4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Taufe im vierten Jahrhundert<\/em><\/strong><\/p>\n<p>1.\u00a0\u00a0 Kurt Aland bezeugt:<\/p>\n<p>\u201eDie ersten direkten Zeugnisse f\u00fcr die \u00dcbung der Kindertaufe in Syrien bieten<span style=\"text-decoration:underline\">Asterius, der Sophist<\/span> (gest. nach 341) und die <span style=\"text-decoration:underline\">Apostolischen Konstitutionen <\/span>(370\/380).\u201c<sup>21<\/sup><\/p>\n<p>\u201eIn den kritischen Jahrzehnten nach 330 n. Chr. ist <span style=\"text-decoration:underline\">Asterius der Sophist<\/span> der einzige Theologe, der die Taufe der von christlichen Eltern geborenen S\u00e4uglinge bezeugt, fordert und begr\u00fcndet.\u201c<sup>22<\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Das kann gut m\u00f6glich sein. Immerhin wieder ein klarer Beweis, dass die S\u00e4uglingstaufe nachweislich schon sehr fr\u00fch praktiziert wurde.<\/p>\n<p>Warum \u00fcbrigens das fr\u00fcheste Zeugnis der Kindertaufe im Artikel von Ernst Maier nicht zitiert wird, ist mir unklar. Das erg\u00e4nze ich mal an dieser Stelle:<\/p>\n<blockquote><p>Ist er [Jesus] doch gekommen, um alle zu retten, alle, die durch ihn f\u00fcr Gott wiedergeboren werden, die S\u00e4uglinge und die Kleinen, die Kinder, die J\u00fcnglinge und die Greise. So durchlebte er jedes Lebensalter, wurde den S\u00e4uglingen zuliebe ein S\u00e4ugling und heiligte die S\u00e4uglinge; wurde den Kindern zuliebe ein Kind und heiligte die, welche in diesem Alter stehen, indem er Ihnen das Vorbild der Fr\u00f6mmigkeit, der Gerechtigkeit und des Gehorsames gab; wurde den J\u00fcnglingen zuliebe ein J\u00fcngling, wurde ihnen ein Vorbild und heiligte sie f\u00fcr den Herrn. (<a title=\"Bibliothek der Kichenv\u00e4ter\" href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/bkv\/kapitel634-3.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Iren\u00e4us, +200 n.Chr., Gegen die H\u00e4resien, 2. Buch, Kap. 22, 4<\/a>)<\/p><\/blockquote>\n<p>Weiter geht es im Artikel &#8220;Die Entstehung der Kindertaufe&#8221; von Ernst Maier:<\/p>\n<blockquote><p>2. Im vierten Jahrhundert verbreitete sich eine neue Irrlehre, die zum Taufaufschub bis ins fortgeschrittene Alter f\u00fchrte. Die Lehre hatte sich dahin ver\u00e4ndert, da\u00df durch die Taufe alle bis zur Taufe begangenen S\u00fcnden vergeben werden, aber da\u00df nach der Taufe begangene S\u00fcnden nicht vergeben werden (beruhend auf einem Mi\u00dfverst\u00e4ndnis von <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Hebr%C3%A4er10%2C26-31\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hebr\u00e4er 10,26-31<\/a>). Nu<\/p><\/blockquote>\n<p>So irrig war m.E. die damalige Ansicht \u00fcber die Taufe gar nicht. Die Taufe vergibt tats\u00e4chlich <em>einmalig<\/em> alle <em>bislang<\/em> begangenen S\u00fcnden (inkl. der &#8220;Erb\u00fcnde&#8221;). Von dem her war ein Taufaufschub bis ins hohe Alter durchaus verst\u00e4ndlich. Denn wer konnte sich so sicher sein, dass er ein praktisch s\u00fcndenfreies Leben nach der Taufe leben w\u00fcrde bzw. k\u00f6nnte?<\/p>\n<p>Man wusste zwar, dass Gott einem eine S\u00fcnde auch nach der Taufe durch eine entsprechende Umkehr (Bu\u00dfe) wieder vergeben kann, aber die damaligen dem S\u00fcnder von den Ortskirchen verh\u00e4ngten Bu\u00dfen waren (im Gegensatz zu heute) ziemlich hart. Neben einem \u00f6ffentlichen(!) S\u00fcndenbekenntnis musste man oft jahrelang seine Umkehr &#8220;beweisen&#8221; bis man wieder von der Kirche als &#8220;Vollmitglied&#8221; aufgenommen wurde.<\/p>\n<p>Zu:<\/p>\n<blockquote><p>Aland schreibt dazu: \u201eIm 4. Jh. kommt es zu einer gro\u00dfen Krise der Kindertaufe&#8230;. Nicht nur Konstantin d. Gr. schiebt die Taufe bis zum Sterbebett auf, sondern auch von christlichen Eltern geborene Kinder werden zum Teil erst in sp\u00e4ten Jahren getauft. Dabei handelt es sich um prominente Christen bzw. Mitglieder prominenter christlicher Familien: Basilius der Gro\u00dfe, Ambrosius, Chrysostomus, Hieronymus, Rufin, Paulinus von Nola usw.\u201c<sup>23<\/sup> Diese prominenten Christen wurden christlich erzogen, aber erst sp\u00e4ter getauft.<\/p><\/blockquote>\n<p>Hier muss man mal vielleicht erw\u00e4hnen, dass der evangelische Theologe Kurt Aland ein recht einseitiger Verfechter der Theorie ist, dass die Kindertaufe nicht von Anfang an praktiziert wurde und stattdessen ein Abirren von der apostolischen Lehre darstellt (hierzu empfehle ich mal sein Buch zu lesen mit dem Titel &#8220;Die S\u00e4uglingstaufe im Neuen Testament und in der alten Kirche&#8221; aus dem Jahre 1961; dies schrieb er \u00fcbrigens als Antwort auf das Buch &#8220;Die Kindertaufe in den ersten vier Jahrhunderten&#8221; aus dem Jahre 1958 des lutherischen Theologen Joachim Jeremias; interessant ist dann noch die nachfolgende Antwort Jeremias in seinem Aufsatz &#8220;Nochmals: Die Anf\u00e4nge der Kindertaufe&#8221; aus dem Jahre 1962).<\/p>\n<p>Auf jeden Fall ist die Aussage Alands &#8220;Im 4. Jh. kommt es zu einer gro\u00dfen Krise der Kindertaufe&#8221; lediglich seine pers\u00f6nliche Meinung. Was er damit meint ist zumindest mir unklar. Es ist ja richtig, dass es noch im 4.Jh. keine einheitliche Taufpraxis gab. Das hat auch niemand bestritten. Warum das dann eine &#8220;Krise der Kindertaufe&#8221; darstellen soll ist f\u00fcr mich unklar und m.E. auch keine wirklich sachlich (begr\u00fcndete) Aussage.<\/p>\n<p>Dass die o.g. prominenten Christen erst als Erwachsene getauft wurden wird nicht bestritten, ist aber auch kein Beleg gegen die Tatsache, dass es in dieser Zeit auch die Praxis der Kinder- und S\u00e4uglingstaufe gab. Beide Formen waren \u00fcblich. \u00dcbrigens werden ja auch heute noch in der evangelischen wie auch in der katholischen Kirche Erwachsene getauft, wenn sie nicht bereits als Kind getauft wurden.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eBezeichnend ist, da\u00df noch um 370 Basilius der Gro\u00dfe und bald darauf sein j\u00fcngerer Bruder, Gregor von Nyssa, zwar scharf gegen Leute auftreten, die die Taufe immer wieder hinausschieben, da\u00df sie aber beide Erwachsene im Auge haben und die Kindertaufe mit keinem Wort erw\u00e4hnen, obwohl doch von Basilius berichtet wird, da\u00df er sie in extremis zu vollziehen bereit gewesen sei\u201c.<sup>24<\/sup><\/p>\n<p>Kaiser Konstantin wurde von der Kirche seiner Zeit als Christ anerkannt, obwohl er erst auf dem Sterbebett Taufe und Abendmahl erhielt.<sup>25<\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Auch dies widerspricht nicht der Kindertaufe. Zu Recht wurde damals kritisiert, dass Erwachsene ihre Taufe hinausschoben, um (wie z.B. Kaiser Konstantin) ein teilweise &#8220;unchristliches&#8221; Leben f\u00fchren zu k\u00f6nnen und sich dann erst auf dem Sterbebett von allen bisher begangenen S\u00fcnden befreien zu lassen. Das entspricht sicherlich nicht Gottes Plan.<\/p>\n<p>Andererseits muss man hier vielleicht noch erw\u00e4hnen, dass es damals \u00fcblich war, die Taufbewerber ziemlich lang zu unterweisen und ihre Ernsthaftigkeit zu pr\u00fcfen (i.d.R. 3 Jahre lang), bevor man sie taufte. In dieser Zeit des sog. Katechumenats sah man die Taufbewerber praktisch schon als Christen an (sie mussten ja auch bereits wie Christen nach allen Geboten leben), waren jedoch noch keine Christen im Vollsinn (sie durften z.B. auch noch nicht an der Eucharistiefeier teilnehmen).<\/p>\n<p>Zu:<\/p>\n<blockquote><p>3. Das erste \u00f6kumenische Konzil in Niz\u00e4a sprach von der \u201eeinen Taufe zur Vergebung der S\u00fcnden\u201c. Damit mu\u00df die Gl\u00e4ubigentaufe gemeint sein, denn das Konzil wurde von Konstantin, der noch selbst ungetauft war, dominiert. Gleichzeitig beklagten sich manche Bisch\u00f6fe, da\u00df die T\u00e4uflinge oft nicht ausreichend auf die Taufe vorbereitet wurden. Das Konzil wurde von \u00fcber 300 Bisch\u00f6fen besucht. Nur sechs kamen aus Gebieten im Westen, in denen die Kindertaufe schon praktiziert wurde.<sup>26<\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Logik ist mir nicht klar. Warum muss die &#8220;Gl\u00e4ubigentaufe&#8221; gemeint sein, wenn das &#8220;erste \u00f6kumenische Konzil in Niz\u00e4a [&#8230;] von der \u201eeinen Taufe zur Vergebung der S\u00fcnden\u201c sprach? Weil ein noch Ungetaufter das Konzil &#8220;dominierte&#8221;?<\/p>\n<p>Auch der Sinn des Hinweises, dass nur &#8220;sechs [&#8230;] aus Gebieten im Westen&#8221; kam &#8220;in denen die Kindertaufe schon praktiziert wurde&#8221; ist mir unverst\u00e4ndlich. Aus meiner Sicht stellt das auf jeden Fall keine Abwertung der Kindertaufe dar (wie auch?).<\/p>\n<p>Zu:<\/p>\n<blockquote><p><span style=\"text-decoration:underline\">4. Cyrill von Jerusalem<\/span> (313 bis 386) war von 348 bis 386 Bischof von Jerusalem. In seiner \u201e<span style=\"text-decoration:underline\">Mystagogische Katechese<\/span>\u201c (2,2-10) beschreibt er die damals \u00fcbliche Taufhandlung. Diese Beschreibung gleicht der Beschreibung in \u201e<span style=\"text-decoration:underline\">Hippolyts Kirchenordnung<\/span>\u201c (siehe oben). Best\u00e4tigt wird:<sup>27<\/sup><br \/>\na. Die T\u00e4uflinge wurden vor aller Augen vollst\u00e4ndig entkleidet und waren \u201enackt,wie die ersten Menschen im Paradies\u201c.<\/p>\n<p>b. Die T\u00e4uflinge wurden vom Scheitel bis zur Sohle mit \u201eexorzisiertem \u00d6l\u201c ge\u00adsalbt und erhielten Anteil am \u201eedlen \u00d6lbaum Jesus Christus\u201c.<sup>28<\/sup><\/p>\n<p>c. Jeder T\u00e4ufling wurde dreimal ins Wasser getaucht, entsprechend dem dreit\u00e4gigen Begr\u00e4bnis Jesu.<\/p>\n<p>d. Die Taufe reinigt nicht nur von S\u00fcnden und vermittelt die Gabe des Heiligen Geistes, sie ist auch ein Abbild der Leiden Christi.<\/p><\/blockquote>\n<p>Hier ist wieder sehr sch\u00f6n zu sehen, dass die Christen von Anfang an glaubten, dass die Taufe tats\u00e4chlich von den S\u00fcnden reinigt und die Gabe des Hl. Geistes vermittelt. Sie stellt also nicht wie ganz am Anfang von Ernst Maier behauptet lediglich ein Bekenntnis dar.<\/p>\n<p>Zu:<\/p>\n<blockquote><p>5.\u00a0 <span style=\"text-decoration:underline\">Gregor von Nazianz<\/span>, Patriarch der Reichshauptstadt Konstantinopel, lehnte noch im vierten Jahrhundert die S\u00e4uglingstaufe ab,<sup>29<\/sup> und \u201er\u00e4t in seiner Oratio 40 vom<br \/>\nJahre 381, die Kinder im Alter von etwa drei Jahren zu taufen, weil sie dann nicht nur auf die Tauffragen selbst antworten k\u00f6nnen, sondern auch imstande sind, wenigstens bis zu einem gewissen Grade das Christentum zu verstehen.\u201c<sup>30<\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Gregor von Nazianz lehnte (ebenso wie Tertullian) <em>nicht<\/em> die S\u00e4uglingstaufe ab, sondern empfahl lediglich, Kinder erst mit ungef\u00e4hr drei Jahren zu taufen. Dass er die S\u00e4uglingstaufe nicht grunds\u00e4tzlich ablehnte und sie auch nicht f\u00fcr ung\u00fcltig erkl\u00e4rte wird ganz deutlich, wenn man sich mal den <em>ganzen<\/em> besagten Abschnitt aus <a title=\"Oratio 40 (Gregor von Nazianz)\" href=\"http:\/\/www.newadvent.org\/fathers\/310240.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gregors Oratio 40 <\/a>durchliest (sinngem\u00e4\u00df: &#8220;es ist besser, dass die Kinder geheiligt werden, ohne das sie das bewusst mitbekommen als dass sie unversiegelt sterben&#8221;):<\/p>\n<blockquote><p>XXVIII. Be it so, some <!--k39-->will<!--k31--> say, in the case of those who ask for <!--k37-->Baptism<!--k31-->; what have you to say about those who are still children, and conscious neither of the loss nor of the grace? Are we to baptize them too? Certainly, if any danger presses. For it is better that they should be <!--k36-->unconsciously<!--k31--> <!--k37-->sanctified<!--k31--> than that they should depart <!--k35-->unsealed<!--k31--> and <!--k36-->uninitiated<!--k31-->.<\/p>\n<p>A proof of this is found in the <!--k36-->Circumcision<!--k31--> on the eighth day, which was a sort of <!--k36-->typical<!--k31--> <!--k37-->seal<!--k31-->, and was conferred on children before they had the use of <!--k38-->reason<!--k31-->. And so is the <!--k37-->anointing<!--k31--> of the <!--k35-->doorposts<!--k31-->, <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/2.Mose12\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Exodus\u00a012<\/a>:22<\/a> which preserved the firstborn, though applied to things which had no consciousness. But in respect of others <!--k80=31-4097-->I give my advice to wait till the end of the third year, or a little more or less, when they may be able to listen and to answer something about the <!--k36-->Sacrament<!--k31-->; that, even though they do not perfectly understand it, yet at any rate they may know the <!--k36-->outlines<!--k31-->; and then to <!--k37-->sanctify<!--k31--> them in soul and body with the great <!--k37-->sacrament<!--k31--> of our <!--k37-->consecration<!--k31-->. For this is how the <!--k38-->matter<!--k31--> stands; at that <!--k39-->time<!--k31--> they begin to be responsible for their lives, when <!--k38-->reason<!--k31--> is <!--k36-->matured<!--k31-->, and they learn the mystery of life (for of sins of ignorance owing to their tender years they have no account to give), and it is far more profitable on all accounts to be fortified by the<!--k36-->Font<!--k31-->, because of the sudden assaults of danger that befall us, stronger than our helpers.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p>Weiter geht&#8217;s in Maier&#8217;s Artikel:<\/p>\n<blockquote><p><strong><em>2.5\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Taufe im f<\/em><\/strong><strong><em>\u00fc<\/em><\/strong><strong><em>nften bis siebten Jahrhundert<\/em><\/strong><\/p>\n<p>1. Zur Zeit von <span style=\"text-decoration:underline\">Augustinus<\/span> wurde die Kindertaufe praktiziert. In den folgenden Punkten sind die Taufgrunds\u00e4tze der damaligen Zeit zusammengefa\u00dft.<sup>31<\/sup><\/p>\n<p>a.\u00a0 Niemand darf von der Taufe ausgeschlossen werden, auch neugeborene Kinder nicht.<\/p>\n<p>b.\u00a0 Durch die Taufe stirbt der Mensch der S\u00fcnde ab. W\u00e4hrenddem Kinder nur der Erbs\u00fcnde absterben, sterben Erwachsene auch allen S\u00fcnden, die sie bis zum Zeitpunkt der Taufe getan haben.<\/p>\n<p>c.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die im Namen der Dreieinheit vollzogene Taufe ist eine g\u00fcltige Taufe, auch wenn sie von H\u00e4retikern vollzogen wurde.<\/p>\n<p>d.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Taufe darf nur einmal vollzogen werden. Auch wenn jemand von H\u00e4retikern getauft wurde, darf die Taufe nicht wiederholt werden.<\/p>\n<p>e.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Obwohl ein Kind selbst noch nicht glauben kann, wird es durch die Taufe ein Gl\u00e4ubiger.<\/p>\n<p>f. Wenn ein getauftes Kind ins Alter der Vernunft kommt, unterwirft es sich mit seinem Willen den Anforderungen des Sakraments der Taufe.<\/p>\n<p>g.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das Sakrament der Taufe sch\u00fctzt das getaufte Kind vor der Gewalt des b\u00f6sen Feindes.<\/p>\n<p>h. Stirbt ein getauftes Kind bevor es ins Alter der Vernunft kommt, wird es durch das Sakrament von der Verdammnis der Erbs\u00fcnde befreit.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dem kann ich nur zustimmen bis auf den Punkt, dass m.E. ein getauftes Kind, das noch nicht selbst glauben kann (wie viele andere Dinge in diesem Alter auch nicht), kein &#8220;Gl\u00e4ubiger&#8221; wird, sondern ein Teil des Leibes Christi und damit also Christ. Es profitiert in diesen jungen Jahren vom Glauben der Kirche (bzw. Eltern), genauso wie alle Christen vom S\u00fchnetod Jesu profitieren (ohne eigenen Verdienst).<\/p>\n<p>Zu:<\/p>\n<blockquote><p>3. Die Kindertaufe wurde im sechsten bis siebten Jahrhundert zur Norm.<sup>33<\/sup><\/p><\/blockquote>\n<p>Dies lag wohl vor allem daran, dass in dieser Zeit teilweise bereits ganze V\u00f6lker christianisiert worden waren und somit die Anzahl der Erwachsenenbekehrungen im Vergleich zu den Kindergeburten der Christen zahlenm\u00e4\u00dfig gering waren.<\/p>\n<p>Fortsetzung folgt mit <a title=\"\u00dcber die Kindertaufe (Teil 2)\" href=\"http:\/\/sschweizer.wordpress.com\/2009\/05\/30\/ueber-die-kindertaufe-teil-2\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Teil 2<\/a>, in dem ich das folgenden Kapitel 3 (&#8220;Die Voraussetzungen zur Ver\u00e4nderung der Taufpraxis&#8221;) kommentieren werde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Philip hat mir vor einigen Tagen einen Link auf einen Artikel von Ernst G. Maier \u00fcber &#8220;Die Entstehung der Kindertaufe&#8221; zugesandt (der \u00fcbrigens der Teil 2 seiner 4-teiligen Serie \u00fcber die Taufe ist). Ich kannte den Artikel bereits aus der Zeit als ich genau dieses Thema intensiv studierte (siehe auch meinen Blogbeitrag &#8220;Warum ich mit [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[196,254],"class_list":["post-925","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-kindertaufe","tag-sauglingstaufe"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p4Sdv6-eV","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/925","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=925"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/925\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8395,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/925\/revisions\/8395"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=925"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=925"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=925"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}