{"id":9486,"date":"2022-12-18T20:31:20","date_gmt":"2022-12-18T19:31:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=9486"},"modified":"2022-12-19T06:48:52","modified_gmt":"2022-12-19T05:48:52","slug":"liebt-gott-uns-nicht-oder-warum-haben-selbst-christen-kein-leben-ohne-leid","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=9486","title":{"rendered":"Liebt Gott uns nicht oder warum haben selbst Christen kein Leben ohne Leid?"},"content":{"rendered":"<div class=\"shariff\" data-title=\"Liebt Gott uns nicht oder warum haben selbst Christen kein Leben ohne Leid?\" data-info-url=\"http:\/\/ct.de\/-2467514\" data-backend-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/wp-content\/plugins\/shariff-sharing\/backend\/index.php\" data-temp=\"\/tmp\" data-ttl=\"60\" data-service=\"gftr\" data-services='[\"googleplus\",\"facebook\",\"twitter\",\"reddit\",\"info\"]' data-image=\"\" data-url=\"https:\/\/www.projekt-kirche.de\/?p=9486\" data-lang=\"de\" data-theme=\"colored\" data-orientation=\"horizontal\"><\/div>\n<p>Hast Du dich nicht auch schon oft gefragt, warum das Leben nicht einfach nur sch\u00f6n sein kann? Selbst Christen, die doch immer behaupten, dass Gott uns so sehr liebt, erleben h\u00e4ufig schwierige Zeiten und auch viel Leid. <\/p>\n\n\n\n<p>Stimmt es also nicht, dass Gott uns liebt oder ist er einfach nicht m\u00e4chtig genug, um uns ein sch\u00f6nes Leben ohne jede Anstrengung und Traurigkeit zu schenken? <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Warum es grunds\u00e4tzlich M\u00fchsal und Leid in dieser Welt gibt beantwortet die Bibel bereits in den ersten Kapiteln als Gott dem Menschen die Konsequenz der S\u00fcnde mitteilte:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Zum Menschen sprach er: Weil du auf die Stimme deiner Frau geh\u00f6rt und von dem Baum gegessen hast, von dem ich dir geboten hatte, davon nicht zu essen, ist der Erdboden deinetwegen verflucht. Unter M\u00fchsal wirst du von ihm essen alle Tage deines Lebens.<br \/>Dornen und Disteln l\u00e4sst er dir wachsen und die Pflanzen des Feldes wirst du essen.<br \/>Im Schwei\u00dfe deines Angesichts wirst du dein Brot essen, bis du zum Erdboden zur\u00fcckkehrst; denn von ihm bist du genommen, Staub bist du und zum Staub kehrst du zur\u00fcck.<\/p>\n<cite><a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/1.Mose3%2C17-19\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Genesis 3,17\u201319<\/a> (E\u00dc)<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Aber warum haben selbst getaufte Christen weiterhin mit allerlei Widrigkeiten in ihrem Leben zu k\u00e4mpfen? Sind mit der Taufe nicht alle S\u00fcnden vergeben und getilgt? <\/p>\n\n\n\n<p>Mit dieser Frage besch\u00e4ftigte sich bereits der R\u00f6mische Katechismus aus dem Jahr 1566:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Vielleicht aber dr\u00e4ngt sich jemand die Frage auf, weshalb nicht auch auf dieser Welt schon die Leiden nach der Taufe aufh\u00f6ren und wir durch die Kraft dieses heiligen Bades wieder in jenen vollkommenen Zustand zur\u00fcckversetzt werden, in dem Adam, der Stammvater der Menschheit, sich vor dem S\u00fcndenfall befand.<\/p>\n<cite><a href=\"https:\/\/amzn.eu\/i60685p\">&#8220;Catechismus Romanus&#8221; des Konzils von Trient, hrsg. von Papst Pius V, 1566, \u00fcbers. von Dr. Michael Gatterer<\/a>, Zweites Kapitel : Vom Sakrament der Taufe, Abs. 47<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Als erster Grund wird hier genannt, dass wir als Nachfolger Christi, nicht \u00fcber unserem Herrn stehen, wenn doch Jesus den Himmel auch nur \u00fcber viele Leiden (u. a. dem Kreuz) erreichen konnte:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Wir wurden durch die Taufe Christus einverleibt, wurden seine Glieder; daher darf uns doch nicht mehr Ehre widerfahren als sie Ihm, unsrem Haupte widerfuhr.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Weiterhin sollen wir mittels Herausforderungen im Leben in den Tugenden wachsen und dadurch einen gr\u00f6\u00dferen Lohn im Himmel erhalten k\u00f6nnen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Der andere Grund, warum in uns auch nach der Taufe noch nat\u00fcrliche Schw\u00e4che, Krankheit, Schmerzgef\u00fchl, niedere Regungen zur\u00fcckbleiben, ist der: es soll uns dies alles gleichsam Ackerfeld und Saatgut f\u00fcr die Tugend sein, daraus wir einst um so reichere Frucht und Vergeltung in der Herrlichkeit erwerben.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Als Beispiel wird u. a. das Handeln Gottes an den Israeliten im Alten Testament angef\u00fchrt:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Der Herr hat es ja auch mit dem israelitischen Volk ganz \u00e4hnlich gehalten. Er befreite sie wohl von der \u00e4gyptischen Knechtschaft und versenkte den Pharao mitsamt seinem Heer ins Meer. Und doch f\u00fchrte Er sie darnach nicht sofort ins Gelobte Land, sondern unterzog sie vorher noch mancherlei Pr\u00fcfungen. Und auch nachher, als Er ihnen das Land der Verhei\u00dfung zum Besitz gegeben hatte, vertrieb Er nur einen Teil der Bewohner aus ihren bisherigen Pl\u00e4tzen und belie\u00df einen gewissen Rest von V\u00f6lkerst\u00e4mmen, ohne dass die Israeliten sie vernichten konnten &#8211; damit das Gottesvolk stets eine Gelegenheit habe, sich tapfer und kriegst\u00fcchtig zu halten.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Als letzter Grund wird genannt, dass Gott verhindern wollte, dass sich Menschen nur deshalb taufen lassen, weil sie sich ein besseres irdisches Leben erhoffen und das eigentliche Ziel des Himmels damit verpassen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Endlich noch dieses: Wenn die Taufe au\u00dfer den himmlischen Gnaden, mit denen sie die Seele bereichert, auch dem K\u00f6rper h\u00f6here Gaben verliehe, dann k\u00f6nnte man wohl mit Grund zweifeIn, ob nicht viele zur Taufe k\u00e4men mehr um irdischer Vorteile willen, als in der Hoffnung auf die Herrlichkeit der andern WeIt. Und doch sollte der Christ sich nicht die tr\u00fcgerischen, unbest\u00e4ndigen sichtbaren Dinge vor Augen halten, sondern stets die wahren, die ewigen, unsichtbaren G\u00fcter (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/2.Korinther4%2C18\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2 Kor 4, 18<\/a>).<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Der <a href=\"https:\/\/amzn.eu\/i60685p\">R\u00f6mische Katechismus<\/a> gibt noch weitere Erl\u00e4uterungen zu diesem und allen anderen wichtigen christlichen Glaubensthemen, so dass ich diesen sehr zur Lekt\u00fcre empfehlen kann. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hast Du dich nicht auch schon oft gefragt, warum das Leben nicht einfach nur sch\u00f6n sein kann? Selbst Christen, die doch immer behaupten, dass Gott uns so sehr liebt, erleben h\u00e4ufig schwierige Zeiten und auch viel Leid. 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