Fortsetzung vom 3. Teil des Basics Bibelkurses (Das Wort).

Allgemeine Definition:
Griechischer Begriff aus dem Bogenschießen; wenn jemand das Ziel verpasst hatte, dann rief man „Sünde“ (=Verfehlung);
Sünde bedeutet, das Ziel zu verfehlen, das Gott uns zugedacht hat.

Katholische Definition (siehe Kathpedia):
Die Sünde ist ein Verstoß gegen die wahre Liebe zu Gott und zum Nächsten.
Die Sünde weist die Gnade Gottes zurück. Sie ist eine Verfehlung gegen die Vernunft, die Wahrheit und das rechte Gewissen
Augustinus definiert die Sünde als „ein Wort, eine Tat oder ein Begehren im Widerspruch zum ewigen Gesetz [Gottes]“*. (…) Je mehr sie den Menschen beherrscht, desto mehr entzieht sie ihm die Macht der Unterscheidungsfähigkeit von Gut und Böse.

23 Denn alle Menschen haben gesündigt und das Leben in der Herrlichkeit Gottes verloren.
24 Doch Gott erklärt uns aus Gnade für gerecht. Es ist sein Geschenk an uns durch Jesus Christus, der uns von unserer Schuld befreit* hat.

Römer 3,23-24 (NLB)

Alle: alle haben gesündigt, d.h. das uns von Gott zugedachte, herrliche Ziel verfehlt.
Beispiel: Drei Leute schwimmen von Frankreich nach New York; einer ertrinkt nach 5 km, der nächste nach 10 km. Der Dritte schafft 30 km, aber ertrinkt letztendlich auch.

Wir weichen unterschiedlich weit vom Ziel ab, aber der Punkt ist, dass wir alle – ohne Ausnahme – das Ziel verfehlen, also sündigen.

12 Die Sünde kam durch einen einzigen Menschen in die Welt – Adam. Als Folge davon kam der Tod, und der Tod ergriff alle, weil alle sündigten. 13 Ja, die Menschen sündigten schon, bevor ihnen das Gesetz gegeben wurde. Aber solange es kein Gesetz gibt, wird dies nicht als Schuld angerechnet. 14 Und doch herrschte der Tod über alle Menschen von Adam bis Mose – auch wenn sie kein ausdrückliches Verbot Gottes missachteten, wie Adam es tat, der auf Christus hinweist, der noch kommen sollte!

Römer 5,12-14 (NLB)

Seit den (bzw. durch die) ersten Menschen, Adam und Eva, gibt es Sünde und damit den Tod in der Welt. Ob wir persönlich sündigen oder auch nicht, wir werden aufgrund der Sünde Adams sterben und benötigen alle Erlösung von dieser Urschuld (inkl. „unschuldige“ Kinder). Nur so können wir das ewige Leben der vollkommenen Glückseligkeit (wieder) erlangen (siehe auch Über Kindertaufe und Erbsünde).

9 Wenn ihr den Neigungen eurer sündigen Natur folgt, wird euer Leben die entsprechenden Folgen zeigen: Unzucht, unreine Gedanken, Vergnügungssucht, 20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Zorn, selbstsüchtigen Ehrgeiz, Spaltungen, selbstgerechte Abgrenzung gegen andere Gruppen, 21 Neid, Trunkenheit, ausschweifenden Lebenswandel* und dergleichen mehr. Ich wiederhole, was ich bereits gesagt habe, dass niemand, der ein solches Leben führt, das Reich Gottes erben wird.

Galater 5,19-21 (NLB)

Offensichtlich und Spezifisch:

  • Sünde ist sehr offensichtlich und keineswegs altmodisch. Sünde hat Konsequenzen für unser Leben hier auf Erden und für unser ewiges Leben; wir verletzen andere durch unsere Sünde und beleidigen Gott, der uns zur Vollkommenheit bestimmt hat.
  • niemand, der ein solches Leben führt, das Reich Gottes erben wird“: wenn solche Sünden deinen Lebensstil prägen oder beschreiben (und keine Vergebung erlangt werden konnte), besteht keine Hoffnung auf Ewigkeit mit Gott.

Doch die Feigen und Treulosen und diejenigen, die abscheuliche Taten tun und die Mörder und Unzüchtigen und die, die Zauberei treiben, die Götzendiener und alle Lügner – sie erwartet der See, der mit Feuer und Schwefel brennt. Das ist der zweite Tod.«

Offenbarung 21,8 (NLB)
  • Feigheit und Lügen: Gott nimmt beides nicht auf die leichte Schulter. Und du?
  • Sünde führt zum „See, der mit Feuer und Schwefel brennt“; der zweite Tod ist die Hölle (der erste Tod ist übrigens der „natürliche“ biologische Tod, den jeder erleidet).
  • Die Bibel spricht hier eine deutliche Sprache, die in einer Welt der „toleranten Religionen“ nicht gerne gehört wird. Aber „dieses Ende“ steht uns bevor, wenn wir Sünde mehr lieben als Gott (bzw. nichts gegen Sünde tun).

1 Hört zu! Die Hand des Herrn ist nicht zu kurz, um euch zu helfen, und er ist nicht taub, dass er euch nicht hören würde. 2 Nein, eure Sünden sind eine Schranke, die euch von Gott trennt. Wegen eurer Sünden verbirgt er sein Antlitz vor euch und will euch nicht mehr hören.

Jesaja 59,1-2 (NLB)

Trennung: Unsere Sünde trennt uns von Gott; Gott und Sünde sind unvereinbar; Gott kann diese Mauer der Sünde einreißen, wenn wir Gottes Gefühle über Sünde verstehen und unsere Herzen über die Sünde gebrochen sind (d.h. wir unsere Sünden wirklich bereuen)

Gott liebt uns sehr und will, dass „allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen“, d.h. keiner soll verloren gehen (1 Tim 2,4);

Beispiel: Dein Sohn, den du mit viel Liebe dazu erzogen hast, andere zu lieben und zu respektieren, entscheidet sich mit 18 Jahren, mit Drogen zu handeln. Wie würdest du dich fühlen? Tief verletzt wahrscheinlich – würdest du alles versuchen, um zu deinem Sohn durchzukommen und ihn zu retten. Nach wie vor liebst und akzeptierst du deinen Sohn, aber seinen Lebensstil wirst du niemals akzeptieren. Seine Sünde würde dich und ihn trennen. So ist es mit Gott . Unsere Sünde trennt uns von Gott .

Gott hat schon alles getan, um uns zu zeigen, wie schrecklich Sünde ist und wie weit er gegangen ist, um uns zu erretten. Die folgenden Gedanken über das Kreuz Jesu (noch in Arbeit) werden zeigen, wie sehr Gott uns liebt und was er bereit war zu tun, um uns zu erretten.

Zusätzliche Schriftstellen zum Thema Sünde:

Empfehlung für eine persönliche Entscheidung:
Ich sehe meine Sünde und verstehe die Konsequenz meiner Sünde, nämlich die ewige Trennung von Gott (sofern die Sünde nicht vergeben ist, siehe die nächste Lektion Das Kreuz, Umkehr und Taufe.)

Zum 5. Teil des Bibelkurses (Das Kreuz, Umkehr und Taufe)

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