Projekt Kirche

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Evolution oder Schöpfung? 

Nachdem sich die Evolutionstheorie fest in der vorherrschenden Wissenschaft und in den Schulen etabliert hat, müssen sich die Christen fragen wie sich das mit ihrem Glauben vereinbaren lässt.

Im letzten Beitrag Über die Entstehung des Menschen und der Bedeutung der Ehe wurde eine ziemlich klare Aussage Jesu zitiert, die den jüdischen Glauben von der Schöpfung des Menschen durch Gott (und eben nicht durch naturwissenschaftliche Prozesse ohne Einfluss eines höheren intelligenten Wesens) bestätigt. Damit lässt der christliche Glaube eigentlich keine Alternative zu.

Dabei ist jedoch klar, dass auch der christliche Glaube niemals mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen im Widerspruch stehen darf, weil er sonst keinen Anspruch auf (absolute) Wahrheit erheben kann. Wichtig ist hierbei genau zu prüfen, welche Aussagen tatsächlich als naturwissenschaftlich gesicherte Fakten gelten dürfen und welche Theorien aufgrund irgendwelcher Ideologien (auch atheistischer) in unzulässiger Weise zu nicht hinterfragbaren Fakten gemacht werden.

Was heute bzgl. der Entstehung des Menschen und aller Lebewesen allgemein „geglaubt“ und gelehrt bzw. propagiert wird, verdeutlicht die folgende ZDF-Sendung „Evolution – die große Lüge?“ aus dem Jahr 2012 von Joachim Bublath.

Es wird in dieser Sendung behauptet, dass die Evolutionstheorie praktisch bereits bewiesen wäre und nur ein paar kleinere (unbedeutende) Lücken zu schließen wären. Es wird dabei unterschlagen, dass der wichtigste Beweis noch aussteht, nämlich der Fund von Lebewesen, die echte Zwischenstufen von unterschiedlichen Arten darstellen. Bislang konnte man nämlich nur Variationen innerhalb derselben Art nachweisen, was mit der Evolution der Arten („Makroevolution“) eigentlich nicht viel zu tun hat, sondern höchstens eine Vorstufe dazu sein könnte („Mikroevolution“). Ein zwingender Beweis für die heute existierende Artenvielfalt ist es auf jeden Fall nicht.

Weiterhin werden in dem Beitrag von Joachim Bublath die Anhänger der traditionellen christlichen Lehre („Kreationisten“) als wissenschaftsfeindlich dargestellt und sogar mit der sozialistischen Unterdrückung der Genetik-Forschung unter Stalin verglichen. Dass es auch eine seriöse wissenschaftliche Forschung und Bewertung der Evolutionstheorie unter bzw. von Christen gibt (wie z. B. die Studiengemeinschaft Wort und Wissen) wird in diesem ZDF-Beitrag leider unterschlagen. Solange eine Theorie noch nicht vollständig bestätigt ist, ist es ja auch nicht unwissenschaftlich, diese zu hinterfragen, sondern trägt ganz im Gegenteil dazu bei, die Gültigkeit der Theorie zu erforschen.

Der Kreationismus ist zudem keine neue wirkliche Neuerung wie in dem ZDF-Beitrag impliziert, sondern die vor Darwin allgemein geglaubte Vorstellung der Entstehung der Lebewesen. Erst mit Darwin wurde die Grundlage der Evolutionstheorie gelegt, die wie gesagt bis heute noch nicht wirklich bewiesen ist und es lediglich von Indizien dazu gibt.

Dass es aber auch jede Menge Widersprüche gibt und eine Reihe von Argumenten bzw. Belegen, die die Richtigkeit der Evolutionstheorie zumindest sehr unwahrscheinlich machen zeigt folgender sehr informativer Vortrag von Dr. rer. nat. Thomas Seiler:

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  1. Und hier noch ein Artikel der Studiengemeinschaft Wort und Wissen zur Frage, ob Evolution die Schöpfungsmethode Gottes sein könnte: http://www.wort-und-wissen.de/disk/d92/4/d92-4.pdf

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