In Mt 22,1-14 erzählt Jesus das Gleichnis vom königlichen Hochzeitsmahl.

Der Anfang des Gleichnisses geht so: Der König lädt zur Hochzeit seines Sohnes ein. Die Eingeladenen wollen aber nicht kommen. Die einen haben „Besseres“ zu tun, die anderen misshandeln die Diener des Königs, die die Einladung überbrachten, und bringen sie sogar um.

Was bedeutet das alles?

Der König stellt Gott dar, sein Sohn Jesus. Gott hatte die Israeliten mehrfach durch seine Diener, die Propheten, zur Hochzeit seines Sohnes eingeladen. Die Hochzeit bedeutet Gemeinschaft zu haben mit dem Mensch gewordenen Gott Jesus Christus. In und durch Jesus können wir mit Gott eins werden. Damals hatten die Menschen die Möglichkeit mit Jesus als Mensch Gemeinschaft zu haben, heute haben wir dies, wenn wir in die Kirche gehen und an der Eucharistiefeier teilnehmen. Und zukünftig können wir mit Gott vereint sein in der himmlischen Hochzeitsfeier.
Die meisten Juden lehnten Jesus jedoch ab und ließen ihn töten. Auch die Propheten des AT wurden abgelehnt und verfolgt.
Zur Strafe schickte Gott sein Heer gegen sie los in Form der Römer, die 70n.Chr. die Stadt der Juden, d.h. Jerusalem, zerstörten.
Nachdem die Juden Jesus nicht als Messias annehmen wollten, lud Gott die Heiden, also alle anderen Völker zu seinem Hochzeitsmahl ein.
Es kamen zwar jetzt viele, aber unter ihnen gab es auch Gäste ohne festliche Hochzeitskleidung. D. h. sie waren Menschen, die zwar zum Glauben an Jesus kamen, den Glauben aber nicht wirklich lebten. Die Lehre Jesu nahmen sie nicht ernst und es fehlte ihnen z. B. an Taten der Nächstenliebe. Sie nahmen wohl an, dass der Glaube ohne entsprechende Werke ausreichen würde, um Gemeinschaft mit Gott haben zu können. Jesus warnt jedoch diese Menschen durch dieses Gleichnis und deutet an, dass sie genauso wie die Juden, die Jesus ablehnten ins göttliche Gericht kommen werden.

Was können wir heute also aus diesem Gleichnis lernen?

Wir dürfen uns erst mal glücklich schätzen, dass Gott uns in sein Himmelreich durch Jesus Christus einlädt. Er verspricht uns ein wahres Paradies und unbeschreibliche Glückseligkeit. Wir müssen aber nicht nur seine Einladung tatsächlich annehmen, d.h. zum Glauben an Jesus Christus kommen, sondern uns auch entsprechend vorbereiten. Lasst und also nicht versäumen, nach der Liebe Jesu tatsächlich zu leben, regelmäßig zur Kirche zu kommen und das  Fest der Eucharistie als Vorgeschmack auf das himmlische Hochzeitsfest zu feiern!

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