Projekt Kirche

Gedanken und Projekte für eine erneuerte Kirche

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Über Kirche, Ökumene, Love Parade und Abtreibung

Jetzt ist es schon eine ganze Weile her, dass ich einen Beitrag auf meinem Blog veröffentlicht habe. Das hat eine ganze Reihe von Gründen.

Zuerst hatte ich Computerprobleme, die mich lange Zeit beschäftigt haben (mittlerweile habe ich ein neues Notebook). Dann war ich ziemlich eingespannt mit meinem Engagement im Pfarrgemeinderat bzw. in der Pfarrgemeinde (was natürlich weiterhin der Fall ist). Dann musste ich auf meine mündliche Abschluss-Prüfung meines Theologie-Grundkurses lernen (jetzt fehlt nur noch meine Hausarbeit). Und dann ging es mir in letzter Zeit gesundheitlich auch nicht sehr gut (wie so häufig leider).

Noch sind nicht alle Probleme überwunden (wann ist das schon) und meine Zeit für diesen Blog ist weiterhin sehr knapp (ich habe schließlich auch Familie). Dennoch wollte mich zwischendurch mit einem kurzen Beitrag wieder mal melden.

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Nachtrag zu „Über den sexuellen Missbrauch in der kath. Kirche“

Hier noch ein Nachtrag zu meinem vorigen Beitrag „Über den sexuellen Missbrauch in der kath. Kirche„:

Ich habe letzten Dienstag an der im letzten Artikel genannten Podiumsdiskussion über den „sexuellen Missbrauch in der Kirche“ (Jesuiten, München) teilgenommen. Und es war wirklich sehr interessant und aufschlussreich.

Schade fand ich nur, dass im Hinblick auf die in der letzten Zeit so intensiv geführten Diskussion zu diesem Thema verhältnismäßig wenige Besucher da waren. Ich vermute, dass es eben eine Sache ist, als Unbeteiligter „aus der Ferne“ mit zu diskutieren, eine andere sich ernsthaft(er) mit dem Thema zu beschäftigen und es wirklich an sich (persönlich) heran zu lassen. D.h., wenn eine Sache für einen selbst konkreter wird, dann ist das Interesse offenbar nicht mehr ganz so groß…

Wie dem auch sei, im Folgenden möchte ich ein paar Punkte aufgreifen, die ich aus der Veranstaltung mitgenommen habe:

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Über den sexuellen Missbrauch in der kath. Kirche

Eigentlich wollte ich zu dem Thema „sexueller Missbrauch in der kath. Kirche“ keinen eigenen Blogbeitrag schreiben. Nicht weil das Thema (mir) nicht wichtig genug wäre, sondern weil es so schwierig ist, hierzu einen einigermaßen ausgewogenen, tiefgründigen und feinfühligen Artikel zu schreiben.

Mittlerweile denke ich aber, dass das Thema eine so überaus große Bedeutung und Brisanz gewonnen hat, dass ich doch noch ein paar Gedanken hierzu äußern will (vgl. hierzu auch den „Welt“-Kommentar „Hitziges Gefecht über die Sexualmoral der Kirche“ zur Sendung „Anne Will: Sind wir noch Papst?“ und die Kolumne „Post von Wagner“ in der Bild-Zeitung).

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Der Pfarrgemeinderat als Weg zur Erneuerung

Mit diesem Beitrag möchte ich mich nur mal kurz aus meiner „Blogfastenpause“ zurückmelden.

Ich komme zur Zeit leider immer seltener dazu, an meinem Blog (und den vielen angefangenen und noch nicht abgeschlossenen Blogserien) zu arbeiten. Neben gesundheitlichen Problemen und meinem üblichen Berg von neu gekauften, aber noch nicht zu Ende gelesenen Büchern hält mich mittlerweile noch eine weitere Tätigkeit davon ab: ich wurde unlängst in meiner Wahlpfarrei Allerheiligen in den neuen Pfarrgemeinderat gewählt. Endlich mal wieder mehr Gemeindepraxis und nicht „nur“ Theorie auf meinen Blogs! 🙂

Noch dazu fühle ich mich im Pfarrgemeinderats-Team sehr wohl und die Befürchtung, dass in Pfarrgemeinderäten nur „Pfarrbürokraten“ sitzen hat sich glücklicherweise (zumindest in diesem Fall) nicht bewahrheitet. Ganz im Gegenteil, unser Pfarrgemeinderat ist m.E. eher unkonventionell und es liegt ihm ehrlich etwas daran, dass eine Pfarrgemeinde entsteht, wo der Glaube an Gott wirklich gelebt wird und man sich auch menschlich um einander kümmert. Wir wollen damit unseren Beitrag zur Erneuerung der (kath.) Kirche leisten. Ich bin schon gespannt wie sich das alles noch entwickeln wird…

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Blogfastenpause

Liebe Blogleser,

aus gegebenem Anlass (Gott war daran wohl nicht ganz unbeteiligt 😉 ) werde ich ab jetzt eine allgemeine Blogfastenpause einlegen.

D.h. ich werde während der Fastenzeit bis Ostern keine neuen Artikel mehr veröffentlichen und auch keine Kommentare mehr schreiben (sofern nicht jemand ein ganz dringendes Anliegen hat…).

Bis denne!

Stefan

Jeder von Gott geliebter Mensch muss leiden!

Jeder von Gott geliebter, als Sohn angenommener Mensch müsse leiden, sagt der Kirchenvater Johannes Chrysostomus, aber nicht jeder, der Leid erfährt ist immer auch ein „Gerechter“. Denn schließlich gäbe es auch Leid zur Strafe (vgl. hierzu auch den Artikel „Warum gibt es Leid in dieser Welt?„).

Diese Aussagen, die Johannes Chrysostomus zur folgender Bibelstelle in seiner „29. Homilie über den Brief an die Hebräer“ gemacht hat, haben mich innerlich stark berührt.

„Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er; er schlägt mit der Rute jeden Sohn, den er gern hat. 7 Haltet aus, wenn ihr gezüchtigt werdet. Gott behandelt euch wie Söhne. Denn wo ist ein Sohn, den sein Vater nicht züchtigt? 8 Würdet ihr nicht gezüchtigt, wie es doch bisher allen ergangen ist, dann wäret ihr nicht wirklich seine Kinder, ihr wäret nicht seine Söhne.“ (Heb 12,6-8/EÜ)

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Neue Diskussion über die Taufe

In den letzten Tagen ist auf den Blogs meiner geschätzten christlichen Bloggerkollegen Dirk und Bento wieder eine sehr rege Diskussion über die Taufe aufgekommen (siehe „Warum nicht mehr in der Landeskirche?“ bzw. „Liebe zum Wort„). Dort habe ich nochmals die aus meiner Sicht wichtigsten Argumente für die Heilsbedeutung der Taufe angeführt bzw. kritische Gegenfragen gestellt.

Für mich persönlich ist die Tauffrage (Was bedeutet die Taufe bzw. ist die Taufe heilsnotwendig?) eine sehr wichtige und grundlegende Frage. Denn einerseits wird man nach meiner Ansicht erst durch die Taufe wirklich mit Jesus vereint und damit Christ (vgl. Röm 6) und andererseits haben unterschiedliche Lehrmeinungen zu wichtigen theologischen Fragen schon immer zu Kirchenspaltungen geführt (was natürlich das Einheitsgebot verletzt, vgl. Joh 17,20ff).

Natürlich ist die Taufe erst der Beginn des christlichen Lebens und ohne Glauben ist man (auch mit Taufe) geistlich tot. Aber ohne diese (einmalige) geistliche Wiedergeburt, kann man nach Jesu Worten eben nicht in das Reich Gottes gelangen (vgl. Joh 3,5).

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Ein herausforderndes Gebet von Thomas von Aquin

Auf „Evangelium Tag für Tag“ habe ich gerade den Kommentar des heutigen Evangeliums (bzgl. Mk 7,1-13) gelesen, der diesmal aus folgendem inspirierenden, aber auch herausfordernden Gebet von Thomas von Aquin (1225 – 1274 n.Chr., Dominikaner, Theologe und Kirchenlehrer) besteht:

„Dieses Volk ehrt mich bloß mit den Lippen, sein Herz aber hält es von mir fern“

Dass ich doch nichts begehrte, was außerhalb deiner ist!… Gib mir, dass ich mein Herz oft zu dir erhebe; dass ich, wenn ich schwach werde, mit Schmerzen die Schwere meiner Schuld abwäge und mit dem festen Vorsatz mich zu bessern. Gib mir, mein Herr und Gott, ein wachsames Herz, das kein wissensdurstiger Gedanke von dir wegziehen kann; ein edelgesinntes Herz, das keine verwerfliche Regung erniedrigt; ein aufrichtiges Herz, das keine zweideutige Absicht vom rechten Weg abbringt; ein festes Herz, das kein Missgeschick bricht; ein freies Herz, über das keine ungestüme Leidenschaft herrschen kann.

Schenke mir, mein Herr und Gott, einen Verstand, der dich erkennt; großen Eifer, der dich sucht; Weisheit, die dich findet; ein Leben, das dir gefällt; Beharrlichkeit, die zuversichtlich dich erwartet; Zuversicht, die am Ende von dir Besitz ergreift. Gewähre mir, dass ich in Bußfertigkeit von deinem Leiden tief betroffen werde; dass ich auf dem Weg zu dir in Gnade deine Wohltaten in Anspruch nehme; dass ich vor allem in der ewigen Heimat in Herrlichkeit mich deiner Freude erfreue. Du, der du Gott bist und lebst und herrschst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Wenn ich doch auch nur so beten könnte und würde…

Widersprüche in der Bibel (Teil 1)

In dieser Blogserie möchte ich auf (scheinbare) Widersprüche in der Bibel eingehen und wie man sie erklären und ggf. auflösen kann.

Vor einiger Zeit nun bin ich auf einen Artikel von jaasch auf CONTEXT 21 gestoßen mit dem Titel „Wa(h)re Weihnacht – eine kleine Entmythologisierung. 02„. Dort wird behauptet, dass Jesus nicht wirklich in einer Krippe eines Stalles, sondern in einem (normalen) Wohnhaus (jedoch mit integriertem Stall wie das damals üblich gewesen sei) geboren wurde.

Begründet wird dies damit:

Dass eine reisende, “schwangere Familie” in einen Stall verfrachtet wurde, widerspricht nicht nur dem biblischen Bericht, sondern steht auch im krassen Widerspruch zur damaligen Kultur der Gastfreundschaft, in der man bereit war, nicht nur seinen Wohnraum, sondern auch “sein letztes Essen” mit einem Fremden zu teilen.

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Warum der Karneval katholisch ist…

… kann auf kathnews unter „Katholischer Karneval (inkl. Audio!)“ nachgelesen werden.

Passend hierzu kann ich übrigens das kleine Büchlein von Eckhard Bieger empfehlen: Die Feste im Kirchenjahr. Entstehung, Bedeutung, Brauchtum.

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