Die Beichte ist so ein Thema. Für mich eher ein unangenehmes. Etwas, was ich lieber vermeiden würde. Aber wir Menschen brauchen die Beichte. Leider.

Was wir aber dabei nie vergessen dürfen ist Folgendes: Jesus freut sich riesig, wenn wir zu ihm kommen und unsere Sünden bekennen. Denn er vergibt gern. Und genau deshalb ist er ja auch für uns am Kreuz gestorben.

Mutter Teresa von Kalkutta (1910-1997), Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe schreibt über die Beichte Folgendes:

Die Beichte ist ein großartiges Geschehen, ein Akt großer Liebe, nur hier können wir als Sünder, als Sündenbeladene hineingehen und herauskommen als Sünder, denen vergeben ist, als Sündenfreie.

Die Beichte ist niemals etwas anderes als in die Tat umgesetzte Demut. Wir nannten sie früher Bußsakrament; aber in Wahrheit handelt es sich um ein Sakrament der Liebe, um ein Sakrament der Versöhnung. Wenn sich eine Bresche auftut zwischen mir und Christus, wenn ein Riss durch meine Liebe geht, dann kann alles Mögliche diese Spalte auffüllen. Die Beichte ist der Zeitpunkt, wo ich Christus erlaube, alles von mir zu nehmen, was spaltet, alles was zerstört. Dass ich Sünder bin, muss mir bewusst sein. Die meisten von uns laufen Gefahr zu vergessen, dass wir Sünder sind und dass wir als solche in die Beichte gehen. Wir müssen uns an Gott wenden, um ihm zu sagen, wie tiefbetrübt wir sind über alles, was wir zu tun im Stande waren und was ihn verletzt hat.

Der Beichtstuhl ist kein Ort für banale Unterhaltung oder bloßes Gerede. Hier geht es nur um das Eine: um meine Sünden, meine Reue, meine Vergebung; darum, wie ich meiner Versuchungen Herr werden kann, wie ich Tugend in die Tat umsetzen kann und wie die Liebe zu Gott wachsen kann. (aus „Es gibt keine größere Liebe“ 1997, S. 116, zitiert von Evangelium Tag für Tag)

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