Oder: Ein Gebet gegen geistliche Trägheit

Der armenische Kirchenvater Hl. Nerses Schnorhali (1102–1173) formuliert in diesem Text eine schonungslose Ehrlichkeit vor Gott. Er bekennt, dass er weder im Verborgenen treu gebetet noch im Öffentlichen standhaft Zeugnis gegeben hat. Weder der „Schein“ noch die „Wirklichkeit“ seines Glaubens waren stark – seine Faulheit war größer als seine Hoffnung.

Und doch endet das Gebet nicht in Selbstanklage, sondern in Vertrauen.