Mich lässt dieses Thema nicht los. Vieles in dieser Welt – und auch in meinem eigenen Leben – wirkt schmerzhaft, chaotisch und manchmal fast hoffnungslos. Und doch spüre ich eine tiefe Sehnsucht danach, glauben zu können, dass alles am Ende gut wird. Gerade darin liegt die leise Hoffnung dieses Textes: dass Gott auch dort wirkt, wo wir keinen Ausweg mehr sehen.
Kategorie: Hoffnung
Oder: Ein Gebet gegen geistliche Trägheit
Der armenische Kirchenvater Hl. Nerses Schnorhali (1102–1173) formuliert in diesem Text eine schonungslose Ehrlichkeit vor Gott. Er bekennt, dass er weder im Verborgenen treu gebetet noch im Öffentlichen standhaft Zeugnis gegeben hat. Weder der „Schein“ noch die „Wirklichkeit“ seines Glaubens waren stark – seine Faulheit war größer als seine Hoffnung.
Und doch endet das Gebet nicht in Selbstanklage, sondern in Vertrauen.
Niemand wird im Leben von irgendwelchen Widrigkeiten verschont. Früher oder später trifft es jeden. Wie sollte man als Christ damit umgehen?
Mutter Teresa von Kalkutta (1910-1997), Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe, meint, dass wir es als Chance sehen sollen, im Glauben zu wachsen und Jesus ähnlicher zu werden: