Projekt Kirche

Gedanken und Projekte für eine erneuerte Kirche

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Über die Kindertaufe (Teil 1)

Philip hat mir vor einigen Tagen einen Link auf einen Artikel von Ernst G. Maier über „Die Entstehung der Kindertaufe“ zugesandt (der übrigens der Teil 2 seiner 4-teiligen Serie über die Taufe ist). Ich kannte den Artikel bereits aus der Zeit als ich genau dieses Thema intensiv studierte (siehe auch meinen Blogbeitrag „Warum ich mit dem katholischen Glauben beschäftige (Teil 2)“).

Der besagte Artikel gibt einen ziemlich umfassenden Überblick über Entstehung und Bedeutung der Kindertaufe (bzw. Säuglingstaufe). Er enthält eine Menge wichtiger und richtiger Informationen. Meines Erachtens werden aber auch eine ganze Reihe von Lehren der Bibel bzw. Ereignisse der Kirchengeschichte falsch oder zumindest sehr missverständlich dargestellt. So kann ich die Schlüsse, die der Autor aus seinen Betrachtungen zieht nicht bestätigen.

Nachdem das Thema „Kindertaufe“ eines der großen kirchenspaltenden Themen der Christenheit ist, möchte ich im Folgenden im Detail auf den genannten Artikel eingehen.

Ich habe dabei die Hoffnung, dass meine Anmerkungen einige weit verbreitete Missverständnisse zum Thema „Kindertaufe“ aus dem Weg räumen können oder doch zumindest einen Einstieg in eine sachliche Diskussion diesem Thema schaffen.

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Wieder katholisch

Seit dem 4. April bin ich (bzw. wir) wieder katholisch. D.h. Connie und ich wurden nach Teilnahme an einem Glaubenskurs wieder in die (römisch-)katholische Kirche aufgenommen.

Dass das kein unüberlegter Schritt war, sondern erst nach intensiver Auseinandersetzung mit dem katholischen Glauben und der katholischen Kirche erfolgte, geht u.a. aus meinem Beitrag „Warum ich mich mit dem katholischen Glauben beschäftige“ hervor.

Viele oder zumindest einige meiner Freunde aus dem freikirchlichen Umfeld werden mir jetzt natürlich entgegnen (was sie auch teilweise bereits getan haben), dass dies ein Rückschritt sei (oder zumindest ein Umweg). Schließlich sei die (römisch-)katholische Kirche doch schon seit vielen Jahrhunderten vom wahren christlichen Glauben abgeirrt und eigentlich nicht mehr reformierbar.

Auf solche (zunächst durchaus berechtigte) Einwände kann ich leider nicht in Kürze mit der hierzu notwendigen Tiefe antworten. Dazu müsste ich viel zu weit ausholen. Z.B. müsste ich so grundlegende Themen behandeln wie „Was ist die Kirche aus heilsgeschichtlicher und biblischer Sicht?“, „Wie entstand eigentlich die Bibel bzw. von wem haben wir sie erhalten?“, „Wie legt man die Bibel „richtig“ aus“ etc.

Dennoch möchte ich hier auf zwei Einwände exemplarisch und in aller Kürze eingehen, um ein grobes Bild zu zeichnen, mit was ich mich in letzter Zeit beschäftigt habe.

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Über den Heiligen Geist und die Pfingstbewegung

Nach einem solchen aufschlussreichen Vortrag über den Heiligen Geist und die Pfingstbewegung (inkl. was es mit der Geistestaufe, Zungenrede und Weissagung auf sich hat) habe ich lange gesucht! Er deckt sich erstaunlich genau mit meinen eigenen Recherchen, Erfahrungen und Schlussfolgerungen.

Ich kann nur jedem empfehlen (vor allem allen charismatisch orientierten Christen), sich das Video mal bis zum Ende anzuhören bzw. anzusehen (es sind insgesamt 7 Teile).

„Ich war ein Pfingstler“ (von Karl Hermann Kauffmann)

Teil 1-7 (YouTube)

Geistlicher Missbrauch

Durch den Beitrag „Wie blöd muss man eigentlich sein…“ von Bento habe ich zum ersten Mal von der christlichen (charismatischen) Glaubensgemeinschaft Wort und Geist (im Folgenden mit „W+G“ abgekürzt) erfahren (von der ich mich gleich zu Beginn ausdrücklich distanzieren möchte; dazu aber weiter unten mehr…).

Don Ralfo hat in der anschließenden Diskussion einen Link zu einem W+G-kritischen  YouTube-Video angegeben, in dem Ausschnitte aus einer Predigt eines W+G-Leiters zu hören waren. Der Inhalt und die Art und Weise dieser Predigt waren für mich regelrecht erschütternd. Vor allem, weil ich als Deutscher für totalitäre Systeme besonders sensibilisiert bin (abgesehen von meiner eigenen persönlichen Erfahrung in einer teilweise totalitären christlichen Gemeinde).

Auf YouTube finden sich noch andere (mit dem genannten Video verknüpfte) kritische Videos und auch einen Radiobeitrag vom NDR über W+G, die m.E. jeden einigermaßen aufgeklärten Menschen (und Christen) erschrecken und warnen müssten.

Dies alles nehme ich zum Anlass, um hier mal einen grundlegenderen Artikel über das Thema „Geistlicher Missbrauch“ zu schreiben (ich beschränke mich übrigens im Folgenden hauptsächlich auf Missbrauch in christlichen Gemeinschaften, auch wenn dieses Problem sicherlich in jeder Religion auftreten kann und wird) .

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„Weichgespültes“ Evangelium?

Ulrich Parzany machte auf der Generalprobe zu ProChrist 2009 folgende bemerkenswerte Aussagen (siehe idea.de):

Es gebe eine Tendenz unter Christen, das Evangelium so zu verändern, dass es bei den Menschen besser ankommt.

Die Menschen sind auf der Suche nach Glück – also bieten wir ihnen Glück an und sagen: Mit Jesus wird man glücklich.

und

In China, Indien oder Nigeria werden Christen wegen ihres Glaubens verfolgt, gefoltert und getötet.

Mit Jesus zu leben, heiße keinesfalls, ein sorgenfreies Leben zu führen. „Aber es bedeutet ewiges Leben“.

Starker Tobak! Parzany spricht m.E. ein wichtiges Thema an. Nämlich das Problem eines „weichgespülten“ Evangeliums, das in immer mehr christlichen Gemeinden verkündet und gepredigt wird (nicht nur in der evangelischen und katholischen Kirche, sondern auch in vielen Freikirchen). Darüber mache ich mir ernsthaft Sorgen!

Vorweg: ich bin eigentlich kein „Hardcore“-Christ, der anderen und sich selbst ständig Druck machen muss, damit das Leben als Christ nur nicht zu leicht ist. Andererseits bringt m.E. ein Evangelium nichts, das nur auf schönen Worten und verlockenden Versprechungen basiert. Eine Botschaft, die nicht wirklich von Jesus und seinen Aposteln stammt (bzw. falsch gedeutet weitergegeben wird) hat nicht die Kraft, die zum ewigen, d.h. wahren Leben führt.

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Wie ich mit Kritik umgehe

Dirk hat mir ein Blogstöckchen zugeworfen mit der Frage wie ich mit Kritik umgehe (siehe sein Beitrag Kritik II).

Tja, so ganz allgemein kann ich da keine Antwort geben. Das hängt von einer Menge verschiedener Faktoren/Fragen ab:

  1. Auf welches Thema/Sache bezieht sich die Kritik  (z.B. meine Fähigkeiten, mein Glaube, mein Charakter, mein Aussehen…) ?
  2. Ist die Kritik konstruktiv oder „vernichtend“ (kann ich daraus etwas lernen oder ist sie lediglich beleidigend)?
  3. In welcher emotionalen Verfassung bin ich gerade (in einem Hoch voller Selbstbewusstsein oder gerade empfindlich und leicht verletzbar)?
  4. Kann ich „über der Sache stehen“, da die Kritik entweder nicht persönlich gemeint war oder ich „meiner Sache sehr sicher bin“?
  5. Ganz ähnlich: Trifft die Kritik einen meiner wunden Punkte oder eher Dinge, bei denen ich meijne Stärken habe bzw. mir meiner Fehler sowieso bewusst bin?
  6. Von wem kommt die Kritik (von meiner Frau, einem lieben Freund, vom Chef oder von jemand, der mich offensichtlich nicht mag)?
  7. etc. pp

Dazu kommt noch die Sache wie ich auf Kritik reagieren WILL und wie ich dann auf Kritik TATSÄCHLICH reagiere (Soll/Ist).

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Defizite in der katholischen Kirche

Heute bin ich bei KATH.NET auf den Kommentar „Wenn eine Pastoraltagung das Ziel verfehlt“ von Bischof Andreas Laun (Salzburg) gestoßen.

Auch wenn ich (noch) nicht zur katholischen Kirche gehöre, spricht mir Bischof Laun aus der Seele. Statt die christliche Lehre aufzuweichen, sollte man tatsächlich mal die wirklichen Ursachen der Probleme in der katholischen Kirche angehen. Und das wäre z.B. die mangelhafte christliche Lehre und Erziehung.

Das noch grundlegendere Problem wird wohl aber sein, dass selbst viele der katholischen Priester kaum noch wirklich tiefe Überzeugungen über die Lehren der (katholischen) Kirche haben, so dass sie das gemeine Kirchenvolk in ihren Predigten (fast) nur noch mit humanistischen Alltagsweisheiten „abspeisen“. Vom (geistlichen) Reichtum der Schriften der Kirchenväter habe ich jedenfalls in katholischen Gottesdiensten noch nichts mitbekommen (auch wenn es viele Katholiken gibt, die sich mit diesem Thema intensiv beschäftigen wie das Benediktinerkloster Mariendonk beweist)

Mal sehen, ob sich da in nächster Zeit was tut…

Hat dir heute schon jemand gesagt wie wunderbar du bist?

Das ist doch mal ein nettes Video, oder?

Nneka-fantastisch

Diese CD habe ich von Connie (meiner Frau) zu Weihnachten bekommen:

Einfach genial gute Musik…

Nneka-fantastisch eben 😉

Warum ich mich mit dem katholischen Glauben beschäftige (Teil 3)

Im zweiten Teil meines Artikels “Warum ich mich mit dem katholischen Glauben beschäftige” habe ich kurz die “Säuglingstaufe” behandelt. In diesem dritten und letzten Teil gehe ich kurz auf den katholischen Gottesdienst ein.

Ich hatte mich als Kind schon immer im katholischen Gottesdienst gelangweilt (ich bin katholisch getauft und aufgewachsen). Der Pfarrer nuschelte und war kaum zu verstehen. Nur wenige Dinge berührten mein Herz wie z.B. der „Spruch“ vor der Kommunion: „Ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach. Aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund“. Dieser von Mt 8,8 leicht abgewandelte Ausspruch bezieht sich – wie ich erst seit kurzem herausgefunden habe – auf den Empfang der Hostie durch die Gläubigen, der nach katholischen Glauben der Leib Christi ist.

Ich vermute mal, dass es den meisten Katholiken ähnlich erging wie mir, nämlich, dass sie viele Dinge einfach nicht wussten, weil es ihnen nie richtig erklärt wurde. Das ist meines Erachtens auch eine große Schwäche der katholischen Kirche: das praktische Lehren (über Bibel, Glaube, christliches Leben) ist m.E. absolut unterentwickelt. Das war aber nicht immer so. Wie gesagt war z.B. Johannes Chrysostomus (4.Jh.) ein ausgezeichneter Lehrer und Prediger.

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