Was macht einen echten, lebendigen Glauben aus? Reicht es, das Richtige zu glauben – oder kommt es auf die Werke an? Und welche Rolle spielt dabei das Verhältnis zur Kirche?
Kategorie: Liebe Seite 1 von 2
Die Fastenzeit ist mehr als Verzicht. Sie ist eine Schule der Liebe.
Der heilige Fulgentius von Ruspe erinnert uns daran, was im Herzen der Eucharistie (das Mahl des Herrn) geschieht:
Wir verkünden den Tod des Herrn – den Tod aus Liebe.
Doch damit bleibt es nicht bei einem bloßen Gedenken.
In einer Welt, die oft von Anonymität und Oberflächlichkeit geprägt ist, sehnt sich unser Herz nach wahrer Anerkennung, nach einem Blick, der uns wirklich sieht – mit all unseren Freuden, Sorgen, Stärken und Schwächen.
Heute habe ich folgendem Ausschnitt aus den Bekenntnissen des Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer, gelesen und bin ganz ergriffen von seiner tiefen und innigen Liebe zu Gott.
Aber seht selbst:
Heute zu Fronleichnam nochmals ein Zitat von Katharina von Siena, das tiefe Wahrheiten ausspricht.
Ja, Jesus, liebt dich sehr!
Auch durch allen Schmerz.
Heutzutage wird häufig argumentiert, vor allem auch von Christen, dass die Liebe das Höchste, der entscheidende Maßstab und mehr oder weniger das einzige Gebot sein müsste.
Das ist richtig. Aber was ist Liebe? Darunter werden die verschiedenensten Dinge verstanden. Häufig einfach das Gefühl der Liebe. Einem Gefühl, mit dem ich mich zumindest für den Moment wohl und glücklich fühle.
Aber ist das auch das, was Christen darunter verstehen sollten bzw. was Jesus wirklich gelehrt hat?
Leiden tun wir alle nicht gern. Im christlichen Glauben kann jedoch das Leiden mit Jesus verbunden werden, um geistliche Frucht zu bringen. Letztlich ist es eine Frage der Liebe, des Glaubens und der Hoffnung.
Charles de Foucauld (1858-1916), Eremit und Missionar in der Sahara, schreibt dazu:
Oft denken wir, dass Gott kein Interesse an uns hat, nicht mit uns spricht und sich uns nicht zu erkennen gibt.
Dazu hat Symeon der Neue Theologe (um 949-1022), griechischer Mönch, Heiliger der Orthodoxen Kirchen, einen sehr schönen Hymnus geschrieben, der deutlich macht wie sehr Gott an uns Menschen interessiert ist und uns entgegen kommt:
Um was geht es im Christsein, in der Nachfolge Christi? Sicherlich um das Nachahmen Jesu.
Aber aus welcher Motivation? Nur, damit man oder frau in den Himmel kommt? Das natürlich auch, aber eigentlich sollte es aus Liebe zu Jesus geschehen. Als Reaktion auf seine übergroße Liebe und Güte zu uns.
Und das beschreibt der spanischer Zisterzienser Rafael Arnáiz Barón, (1911-1938), so: